00:00
00:00
00:01
Transcript
1/0
Gnade sein mit euch und Friede
von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Der Abschnitt für die heutige
Predigt steht im Epheserbrief Kapitel 4, die Verse 17 bis 24. Epheser Kapitel 4, die Verse
17 bis 24. Wir machen weiter in unserer
Reihe durch den Epheserbrief und wir hören das Wort des lebendigen
Gottes. Das sage und bezeuge ich nun
im Herrn. Dass ihr nicht mehr so wandeln
sollt, wie die übrigen Heiden wandeln in der Nichtigkeit ihres
Sinnes, deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem
Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung
ihres Herzens. die, nachdem sie alles Empfinden
verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von
Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier. Ihr aber habt Christus nicht
so kennengelernt, wenn ihr wirklich auf ihn gehört habt und in ihm
gelehrt worden seid, wie es auch Wahrheit ist in Jesus. dass ihr, was den früheren Wandel
betrifft, den alten Menschen abgelegt habt, der sich wegen
der betrügerischen Begierden verderbte. Dagegen erneuert werdet im Geist
eurer Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der
Gott entsprechend geschaffen ist, in wahrhafter Gerechtigkeit
und Heiligkeit. Gemeinde unseres Herrn Jesus
Christus, Die meisten Gegenstände, die funktionieren nur richtig,
wenn wir sie richtig verwenden. Richtig verwenden, das bedeutet
sie mit dem Zweck einzusetzen, für den sie geschaffen sind oder
gemacht sind. Ja, zum Beispiel, wenn wir einen
Nagel haben. Ein Nagel ist dazu da, mit einem
Hammer in irgendwas reingeschlagen zu werden, um dort irgendwas
zu befestigen. oder wenn wir eine Nadel nehmen. Eine Nadel ist dafür da, um einen
Faden in ein Stück Stoff zu bekommen, um zum Beispiel einen Knopf anzunähen
oder was auch immer. Würde ich jetzt versuchen, mit
einem Nagel einen Knopf anzunähen oder ein Bild mit einer Nadel
an die Wand zu hängen, dann würde ich sehr wahrscheinlich bei dem
Versuch scheitern. Warum? Ganz einfach deshalb,
weil Nadeln und Nägel für andere Dinge gemacht sind. Sie haben
einen anderen Zweck, eine andere Zielsetzung, eine andere Bestimmung. Und so ähnlich ist es auch bei
uns Menschen. Gott hat uns mit einem Ziel geschaffen. Und dieses Ziel, für das Gott
uns geschaffen hat, das nennt die Bibel ganz am Anfang des
Bild Gottes. Dort lernen wir ganz am Anfang
des ersten Buches Mose, dass Gott uns Menschen in seinem Bild,
also im Bild Gottes geschaffen hat. Es bedeutet, dass er uns
so geschaffen hat, dass wir miteinander reden können, dass wir mit ihm
reden können. Es bedeutet, dass Gott uns ausgerüstet
hat mit Fähigkeiten, damit wir in seinem Auftrag über diese
Schöpfung herrschen können. Und das bedeutet auch, dass er
uns heilig und gerecht erschaffen hat. Das heißt völlig ohne Sünde,
damit wir mit ihm, dem heiligen und gerechten Dreieinigen Gott,
Gemeinschaft haben können und darin unsere Erfüllung finden,
darin unseren Sinn finden. Und wenn wir uns die ersten Seiten
der Bibel anschauen, dann sehen wir das. Adam und Eva genossen
diese Gemeinschaft mit vollen Zügen im Paradies. Sie hatten
Gemeinschaft mit dem Besten, mit dem schönsten Wesen, was
man sich überhaupt nur vorstellen kann. Sie waren direkt an der
Quelle der Freude. Es gab nichts in ihrem Leben,
wonach sie sich gesehnt haben und was nicht erfüllt worden
wäre. Aber dann kam der schwarzeste
Tag, der schwärzeste Tag der Weltgeschichte. Adam und Eva
rebellierten gegen Gott. Und die wunderschöne Gemeinschaft,
die am Anfang da war, die war zerstört. Die Menschen waren
nicht mehr heilig, sie waren nicht mehr gerecht. Sie konnten
nicht mehr mit Gott in Gemeinschaft leben. Und damit war dieses Bild
Gottes, in dem sie geschaffen waren, ruiniert. Und seitdem
sind wir Menschen von Gott getrennt und Gott ist zornig auf uns. Und dieses ruinierte, dieses
von Gott getrennte Ebenbild, Was wir als Menschen ohne Gott
tragen, das nennt die Bibel auch gerade hier in unserem Abschnitt
in Epheser 4 den alten Menschen. Als alte Menschen irren die Menschen
durch ihr Leben und suchen verzweifelt nach irgendetwas, was diese Leere
in ihnen füllen kann, weil sie jetzt eben nicht mehr so leben
oder nach dem leben, wofür sie geschaffen worden sind. Ja, wenn
ihr versucht, ein großes, schweres Bild mit einer Nadel an die Wand
zu hängen, dann werdet ihr sehr wahrscheinlich scheitern. Dafür
sind Nadeln nicht da, um große, schwere Dinge an die Wand zu
hängen. Aber wenn ihr das versucht, ist
das der Nadel wahrscheinlich völlig egal. Also die bricht
vielleicht bei dem Projekt durch, ich weiß es nicht. Aber der Nadel
ist es egal, die hat nämlich kein Bewusstsein. Aber wir Menschen
haben ein Bewusstsein. Wir wissen tief in unserem Herzen,
dass wir zu mehr geschaffen sind, als einfach nur da zu sein. Und seit dem Sündenfall, seitdem
das Ebenbild Gottes in uns ruiniert ist, suchen wir Menschen alle
nach diesem Meer, nach dem berühmten Sinn des Lebens. Aber Menschen, die Gott nicht
kennen, alte Menschen, wie Paulus sie hier nennt, die suchen nach
diesem Etwas, nach diesem Meer überall. nur nicht da, wo es
zu finden ist. Und die Lösung für diese innere
Leere, die liegt nicht in einer Reihe Regeln oder Prinzipien,
die du befolgen sollst und wenn du das möglichst gut machst,
dann wird das schon und du wirst den Sinn deines Lebens finden.
Was du brauchst, ist eine viel tiefere Veränderung. Eine grundsätzliche Richtungsänderung. Paulus sagt, in unserem Leben,
dass Menschen von alten Menschen zu neuen Menschen werden müssen. Und dass Menschen danach auch
ganz praktisch als neue Menschen leben sollen. Paulus sagt, nur so werden sie
mit der Zielrichtung ihr Leben führen, für die sie geschaffen
sind. Mein Thema für heute Morgen ist
Lebe nicht mehr als alter Mensch. Und ich habe drei Punkte. Erstens,
weil du den neuen Menschen nötig hast, die Verse 17 bis 19. Zweitens, weil du den neuen Menschen
kennengelernt hast, die Verse 20 und 21. Und drittens, weil
du den neuen Menschen angezogen hast, die Verse 22 bis 24. Lebe nicht mehr als alter Mensch,
weil du den neuen Menschen nötig hast, weil du den neuen Menschen
kennengelernt hast und weil du den neuen Menschen angezogen
hast. Ein erster Punkt, lebe nicht mehr als alter Mensch,
weil du den neuen Menschen nötig hast. Paulus beginnt diesen Abschnitt
hier in Epheser 4 mit einer ganz klaren Aufforderung. Er fordert
dich auf, dein altes Leben hinter dir zu lassen. Vers 17, das sage
und bezeuge ich nun im Herrn, dass ihr nicht mehr so wandeln
sollt, wie die übrigen Heiden wandeln. Und anschließend erklärt
er, wie das alte Leben, das Leben eines Nichtchristen aussieht.
Wenn wir in Vers 17 weiterlesen, dort steht, sie wandeln in der
Nichtigkeit ihres Sinnes. Und dann Vers 18, deren Verstand
verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen
der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhärtung ihres
Herzens, die, nachdem sie alles Empfinden verloren haben, sich
der Zügellosigkeit ergeben haben, um jede Art von Unreinheit zu
verüben, mit unersättlicher Gier. In unserem Abschnitt nutzt Paulus
eine ganze Reihe von Ausdrücken, um das Leben eines Nichtchristen
zu beschreiben. Und ich denke, wir können diese
Ausdrücke als eine Treppe sehen, die vier Stufen hat und die nach
unten in den Untergang führt. Die erste Treppenstufe ist das
verhärtete Herz. Wir sehen das am Ende von Vers
18. Wenn die Bibel von Herz spricht, dann meint sie fast immer nicht
den Sitz unserer romantischen Gefühle, so wie wir heute Herz
oft verstehen, sondern die Bibel meint, wenn sie von unserem Herzen
spricht, von der Schallzentrale unseres Seins. Wir könnten auch
sagen von unserem Ich. Unser Herz bestimmt, was wir
wollen, was wir fühlen, wovon wir überzeugt sind und was wir
gut finden. Paulus sagt, dieses Herz, diese
Schallzentrale ist bei Menschen, die nicht Gottes Kinder sind,
verhärtet. Sie wollen nicht, dass es einen
Gott gibt, weil sie ihr eigener Herr und König sein wollen. Das
ist die erste Stufe. Es führt zur zweiten Stufe. Es
ist dann das verfinsterte Denken. Ja, weil diese Menschen ein verhärtetes
Herz haben, fangen sie an, in die falsche Richtung zu denken.
Ja, sie fangen zum Beispiel an zu glauben, dass diese wunderschöne,
fein abgestimmte Schöpfung ein Produkt des Zufalls ist. Und Paulus hat gleich drei Ausdrücke
für diese Art zu denken. In Vers 17 sagt er am Ende Nichtigkeit
des Sinnes. In Vers 18 nennt er es den verfinsterten
Verstand am Anfang und später in Vers 18 nennt er es die Unwissenheit,
die in ihnen ist. ist die zweite Treppenstufe. Die dritte Treppenstufe auf dem
Weg in den Abgrund ist, dass sie dann weit weg sind vom Leben
Gottes. Ja, in Vers 18 lesen wir in der
Mitte, sie sind entfremdet dem Leben Gottes. Ja, dadurch, dass
sie dieses verfinsterte Herz haben und dadurch, dass sie diesen
verfinsterten Verstand haben, entfernen sie sich immer weiter
von Gott und Gott entfernt sich von ihnen. Und weil sie immer weiter weg
sind von der Quelle alles Guten und alles Richtigen, wird ihr
Leben immer mehr ausgerichtet an Prinzipien und Gesetzen, die
gegen Gottes gute Gebote laufen. Und das führt schließlich viertens
zur vierten Treppenstufe, die in den Abgrund führt, ein praktisches
Leben gegen Gott. Vers 19, die nachdem sie alles
Empfinden verloren haben, sich der Zügellosigkeit ergeben haben,
um jede Art von Unreinheit zu verüben mit unersättlicher Gier.
Es ist so, dass irgendwann das Gewissen abstumpft und irgendwann
hat so ein Mensch keine Skrupel mehr zu sündigen und zwar in
allen Bereichen des Lebens. Paulus stellt uns hier diese
Treppe dar mit vier Stufen. Das verhärtete Herz, das verfinsterte
Denken, das Leben ohne Gott und dann ein praktisches Leben gegen
Gott. Wenn ich das jetzt als vier Stufen
dargestellt habe, dann will ich nicht sagen, dass die automatisch
immer aufeinander folgen und nicht auch mal eins vor dem anderen
sein kann oder die nebeneinander existieren können, sondern ich
möchte euch einfach eine Hilfe auf den Weg geben, um das ein
bisschen zu sortieren, diese vielen Begriffe, die Paulus hier
verwendet. Und dass wir ein Bild vor Augen
haben, wie dieser Weg in den Abgrund eines Lebens ohne Gott
aussieht. Ja, Menschen, die Gott nicht
kennen, und das sagt Paulus hier, Die sind ruinierte Ebenbilder
Gottes auf dem Weg diese Treppe nach unten. Vielleicht sagst du dir jetzt,
okay, das klingt gut. Ich kenne tatsächlich Menschen
auf meiner Arbeit oder in der Schule oder aus dem Geschichtsbuch,
die sind und oder die waren genau so, wie Paulus das hier beschreibt.
Ja, so Menschen, wo wir von vornherein sagen würden, die sind wirklich
böse, die sind wirklich gemein. Und wir würden sagen, die Bibel
trifft mit ihrer Beschreibung bei diesen Leuten den Nagel voll
auf den Kopf. Aber vielleicht sagst du dir
auch, ich kenne auch viele andere. Ja, es sind Menschen, die sind
keine Christen. Es sind Leute vielleicht aus meiner Familie,
es sind vielleicht Freunde von mir, die kennen Jesus nicht und
ich finde das wirklich schade. Aber so wie Paulus das hier darstellt,
so sind sie nicht. Und vielleicht sagst du dir sogar,
wenn ich ganz ehrlich bin, kenne ich viele Nichtchristen, die
sind angenehmere Zeitgenossen als viele Christen. Ich sage euch ganz ehrlich, ich
kann das gut verstehen. Aber ich glaube, wir müssen eine
Sache bedenken oder eine Sache sehen. Und dazu möchte ich euch
ein ungewöhnliches Beispiel geben. Ich weiß nicht, ob ihr euch schon
mal Bilder angeschaut habt von jungen Embryos, einerseits von
Menschen und andererseits von irgendwelchen Säugetieren. Und
wenn man sich die anguckt in einem ganz frühen Stadium, in
dem sie erst wenige Wochen alt sind, dann fällt einem auf, dass
sie sehr, sehr ähnlich aussehen. Zwischen so einem Säugetierembryo
und einem menschlichen Embryo sieht man anfangs sehr, sehr
wenig Unterschiede. Und erst im Verlauf der Schwangerschaft
sieht man dann mehr und mehr, in welche Richtung es geht. Ob
es eben ein Mensch wird oder irgendein Säugetier. Aber wisst ihr, was das Entscheidende
ist? Schon in diesem ganz frühen Stadium,
wenn die beiden Embryos noch fast gleich aussehen, sind schon
alle Anlagen in diesen Embryos vorhanden, in welche Richtung
es gehen wird. Ob es ein Mensch wird oder ob
es eben ein Säugetier wird. Durch die Gene, durch die Anlagen,
die Gott in diesen Embryo gelegt hat, ist das quasi schon vorherbestimmt. Diese beiden Embryonen sehen
sich sehr ähnlich und doch sind völlig unterschiedliche Wege
für sie vorgezeichnet. Und ich glaube, ähnlich ist es
mit der Lebensrichtung von uns Menschen. Vielleicht gleichen
viele Menschen diesen beiden Embryonen. Das Leben eines Christen
und das Leben eines Nichtchristen mag in dieser Welt häufig noch
sehr ähnlich aussehen. Es gibt viele Nichtchristen,
die leben, wenn wir so von außen drauf gucken, ein sehr vorbildliches
Leben. Da kann es sogar vorkommen, dass
manche Nichtchristen eben angenehmere Zeitgenossen sind als manche
Christen. Aber wie bei diesen beiden Embryonen ist der Weg
für beide vorgezeichnet. Die einen werden von Gott langsam,
aber sicher und mit vielen Rückschlägen und mit viel auf die Nase fallen,
verwandelt in das Ebenbild von Christus. Sie werden eines Tages
bei Gott sein mit einem perfekten, neuen, sündlosen Körper. Und die anderen, die verhärten
sich immer weiter. Sie sind grundsätzlich gegen
Gott eingestellt. und verhärten sich dabei immer
weiter. Es ist tatsächlich so, dass Gott
in diese Welt auch eingreift und dass es seinem Eingreifen
zu verdanken ist, dass Menschen, die Gott nicht kennen, in der
Praxis häufig nicht so leben, wie Paulus das hier darstellt,
dass wir sie nicht so erleben. Und das ist eine gute Nachricht,
dass Gott das tut, sonst wäre das Zusammenleben auf dieser
Erde ziemlich unmöglich. Aber die Tatsache, dass Gott
hingeht und im Leben vieler Nichtchristen das Böse zurückhält, das darf
uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zielrichtung, in die
Menschen ohne Gott gehen, genau so ist, wie Paulus das hier in
den Versen 17 bis 19 darstellt. Wie bei einem kleinen Embryo
ist vieles noch unklar, noch nicht sichtbar, aber der Weg
ist eben ganz klar vorgegeben. Und ich bin übrigens davon überzeugt,
dass das einer der Gründe ist, warum die Hölle so ein schrecklicher
Ort sein wird. Ja, dort existieren die Menschen,
die in den Versen 17 bis 19 beschrieben sind, miteinander in einer Gemeinschaft,
aber ohne dass Gott ihre Bosheit zurückhält. Und das wird im wahrsten Sinne
des Wortes die Hölle sein, weil die Menschen sich auch gegenseitig
das Leben zur Hölle machen. Und wenn wir jetzt als Christen
darüber reden und darüber nachdenken, dann nicht als Menschen, die
irgendwie von sich aus besser sind oder die es verdient haben,
nicht so leben zu müssen, sondern als Menschen, die Gott in seiner
großen Gnade aus diesem Leben rausgerissen hat. Wir hatten es nötig, dass Gott
uns von solchen alten Menschen in seiner Gnade völlig unverdient
zu neuen Menschen macht. Und wie er das getan hat, uns
von diesen alten Menschen zu neuen Menschen zu machen, wie
er das getan hat, uns von der Zielrichtung weit weg von Gott
hin zu Gott zu bewegen. Darum geht es im zweiten Punkt.
Mein zweiter Punkt. Lebe nicht mehr als alter Mensch,
weil du den neuen Menschen kennengelernt hast. Verse 20 bis 21. Wir haben in den Versen 17 bis
19 eine Liste von Dingen gelesen, die den alten Menschen ohne Gott
charakterisieren. Und Paulus sagt, diese Dinge
sollen wir nicht mehr tun, so sollen wir nicht mehr leben.
Und wenn man es jetzt so liest, würde man vielleicht erwarten,
okay, als nächstes gibt uns Paulus jetzt eine Liste von Dingen,
die wir stattdessen tun sollen, um neue Menschen zu werden. Aber Paulus tut das an der Stelle
nicht. Es gibt eine Liste, wie wir praktisch
leben sollen, die finden wir dann ab Vers 25 und das wird
der Inhalt der nächsten Predigt sein. Aber jetzt kommt erst mal
keine Liste. Statt uns eine Liste zu geben
von Dingen, wie wir jetzt konkret leben sollen, sagt er in Fest
20, ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt. Die Frage ist, warum kommt jetzt
Jesus ins Spiel? Und die Antwort ist, weil du
dich nicht selbst verändern kannst. Du kannst nicht aus eigener Kraft
dein altes Leben hinter dir lassen, wie Paulus es in den ersten drei
Versen von unserem Abschnitt fordert. Natürlich sollst du
es hinter dir lassen, aber es braucht eine Kraft, die dich
so verändert, dass du dein altes Leben, den alten Menschen überhaupt
hinter dir lassen kannst. Und diese Kraft ist eine Person,
Jesus Christus. Paulus sagt hier, wenn du Christ
bist, dann hast du Jesus kennengelernt als deinen persönlichen Retter
und Erlöser. Und das hatte Paulus in den ersten drei Kapiteln des
Epheserbriefs ausführlich dargestellt. Da ist Gott der Vater, der diesen
Plan gemacht hat, um die Menschen mit sich selbst zu versöhnen. Und da ist Jesus, der in diese
Welt gekommen ist, um diesen Plan durchzuziehen, um für die
Menschen zu sterben, um wieder aufzuerstehen und um dadurch
die Menschen einerseits mit sich selbst zu versöhnen, aber andererseits
miteinander und sie zusammen in die Gemeinde zu stellen. Paulus schreibt in den ersten
drei Kapiteln immer wieder, dass Christus jetzt unser Haupt ist
und wir als Leib miteinander Gemeinschaft haben und mit ihm
Gemeinschaft haben. Jesus ist unser Erlöser, aber
Jesus ist noch viel mehr. Im Kolosserbrief schreibt Paulus
über ihn, über Jesus, dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren
Gottes. Erinnert ihr euch das Ebenbild? Zur Erinnerung, wir Menschen
sind im Ebenbild Gottes geschaffen, aber wir haben das Ebenbild eben
zerstört. Menschen ohne Gott laufen als
ruinierte Ebenbilder durch diese Welt, völlig ziellos und vor
allem machtlos aus ihren Ruinen widerstrahlende Ebenbilder Gottes
zu machen. Also, Sante Gott, das strahlende
Ebenbild schlechthin in dieser Welt seinen eigenen Sohn. Und deswegen schreibt Paulus
hier in Vers 20, ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt.
Ja, die Betonung, die Paulus hier setzt zu den vorherigen
Versen, die Betonung, die Paulus hier setzt, ist, dass der Kontrast
sehr deutlich wird zu den vorherigen Versen. Er sagt, so sieht das Leben eines
Menschen aus, der Jesus nicht kennt. das Leben eines Ebenbildes,
das sich selbst ruiniert hat, Vers 17 bis 19, der alte Mensch. Aber ihr habt das wahre Ebenbild
Gottes, Jesus Christus, kennengelernt. Vers 20. Und wie sieht das mit Jesus Christus
jetzt konkret aus? Paulus sagt in Vers 20, wir gesehen
haben, dass wir ihn, Jesus, kennengelernt haben. Das heißt, Jesus Christus,
das wahre Ebenbild Gottes, ist der, den wir kennengelernt haben. Und dabei heißt Kennenlernen
in der Bibel eben nicht einfach, dass wir nur ein paar Dinge über
ihn erfahren und für richtig halten, sondern es bedeutet,
dass wir ihn kennengelernt haben als unseren Bruder, als unseren
Freund, als unseren Erlöser, als unseren König, der uns so
geliebt hat, dass er lieber die schlimmsten möglichen Qualen
auf sich genommen hat. als uns selbst in den ewigen
Tod gehen zu sehen. Er ist der, den wir kennengelernt
haben. Aber er ist nicht nur der, den
wir kennengelernt haben, sondern er ist auch der, der uns etwas
über sich beigebracht hat. Er ist unser Lehrer. Vers 21 lesen wir, wenn ihr wirklich
auf ihn gehört habt. Und dieser ganze Satz, ich finde,
der ist nicht günstig übersetzt. Denn es klingt so, als wäre sich
Paulus nicht so ganz sicher. Ja, so nach dem Motto, ja, also
ihr habt Christus kennengelernt, wenn ihr denn ihn wirklich kennengelernt
habt. Aber das meint er nicht. Paulus
sagt hier, ihr habt ihn anders kennengelernt, Vers 20 und jetzt
Vers 21, weil ihr ja wirklich ihn gehört habt. Hier steht übrigens
auch nicht, auf ihn gehört habt, sondern hier steht einfach nur,
weil ihr ihn gehört habt, weil ihr seine Stimme gehört habt. So haben wir ihn kennengelernt. Und wann hören wir Jesus, wann
hören wir seine Stimme? Jedes Mal dann, wenn wir in sein
Wort reingucken, darin lesen oder wenn wir hier zusammenkommen
und auf sein Wort hören. In jeder Predigt, die dem Wort
Gottes entspricht, ist das die Stimme und das Wort Gottes für
dich. Ich als Prediger bin nur der Überbringer von dem, was
Jesus dir heute Morgen sagen möchte. Ja und wenn dich mal
jemand fragt, sag mal, was macht ihr eigentlich am Sonntag in
der Gemeinde? Dann könnte man hier mit Vers
20 und 21 antworten, wir hören auf Jesus, wie er über Jesus
spricht, damit wir ihn besser kennenlernen. Wir hören auf Jesus,
wie er über Jesus spricht, um ihn dadurch besser kennenzulernen. Aber das ist immer noch nicht
alles. In Vers 21, da ihr ihn wirklich gehört habt und jetzt
weiter und in ihm gelehrt worden seid, wie es auch Wahrheit ist
in Jesus. Jesus ist drittens auch der,
in dem wir gelehrt werden. Er ist der, mit dem wir verbunden
sind, wenn wir ihn kennenlernen. Er ist heute Morgen hier. Das
heißt, wenn er uns lehrt über sich, dann nicht aus weiter Distanz,
als jemand, den wir überhaupt nicht kennen, von dem wir uns
jetzt mal anhören, wer er ist, sondern er lehrt uns dadurch,
dass wir hier eine Gemeinschaft bilden miteinander und mit ihm. Das hat Paulus bisher im Epheserbrief
ja wieder und wieder erklärt. Jesus lehrt uns über sich als
Gemeinschaft, die wir miteinander und mit ihm verbunden sind. Er hat uns versprochen, mitten
unter uns zu sein, wenn wir Gottesdienst feiern. Und deswegen können wir unser
Bild aus den Versen 20 bis 21 erweitern. Er ist der, den wir
kennenlernen. Er ist der, der uns lehrt. Und
er ist der, der dabei ganz eng mit uns verbunden ist. In unserem ganzen Leben, immer
wenn wir in die Bibel gucken, aber ganz besonders im Gottesdienst,
werden wir von Jesus, über Jesus gelehrt, während wir mit Jesus
in einer ganz engen Beziehung stehen. Und das, was wir da hören aus
seinem Mund über ihn, das ist die Wahrheit. Den, den wir da
kennenlernen, der ist die Wahrheit selbst. Am Ende von Vers 21 steht,
wie es auch Wahrheit ist in Jesus. Von all den tausenden Dingen,
die in dieser Welt die Wahrheit für sich in Anspruch nehmen oder
neben all diesen Gelehrten, die sagen, es gibt überhaupt keine
Wahrheit mehr, sagt dir Jesus heute Morgen, es gibt eine Wahrheit
und die Wahrheit bin ich. Und wenn wir jetzt unser eigenes
Leben angucken als Christen, dann können wir über uns sagen,
wir sind auch einst als ruinierte Ebenbilder Gottes durch diese
Welt gelaufen, ziellos. Wir lebten weit weg von Gott
und wir kannten Jesus entweder gar nicht oder nur irgendwie
vom Hören sagen. Paulus schreibt über diesen Zustand im zweiten
Korintherbrief, die Ungläubigen sind die, denen der Teufel die
Sinne verblendet hat, sodass ihnen das helle Licht des Evangeliums
von der Herrlichkeit des Christus nicht aufleuchtet. Dann heißt
es über diesen Christus, welcher Gottes Ebenbild ist. Wir waren einst so als Christen,
aber jetzt haben wir Jesus kennengelernt, das wahre Ebenbild Gottes. Und
deswegen heißt mein zweiter Punkt heute Morgen auch, lebe als neuer
Mensch, weil du den neuen Menschen, nämlich Jesus Christus kennengelernt
hast. Und nur darin, dass wir ihn kennengelernt
haben und immer besser kennenlernen, liegt die Hoffnung, dass wir
von alten Menschen zu neuen Menschen werden, beziehungsweise als solche
leben können. Oder anders formuliert, nur in
ihm liegt die Hoffnung, dass wir diese Ziellosigkeit, mit
der wir sonst durchs Leben gehen würden, überwinden und von ruinierten
Ebenbildern Gottes wieder zu strahlenden Ebenbildern Gottes
werden. Und wie sieht das jetzt praktisch
aus? Paulus erklärt uns das in den
Versen 22 bis 24, also in den drei letzten Versen von unserem
Abschnitt. Und er verwendet dabei ein Bild,
das jeder von euch kennt. Es ist das Bild davon, sich Kleidung
auszuziehen und wieder anzuziehen. Ich nehme mal an, das hat jeder
von euch heute Morgen gemacht. Und jetzt im dritten Punkt werden
wir sehen, was das mit unserem Leben als neue Menschen zu tun
hat. Ein dritter Punkt. Lebe nicht
mehr als alter Mensch, weil du den neuen Menschen angezogen
hast. Die Verse 22 bis 24. Ja, wir sind eng verbunden mit
Jesus. Und was haben wir jetzt von ihm
konkret gelernt? Er lehrt uns ja, wir haben das
gesehen. Und Paulus schreibt es ab Vers 22. Ihr habt gelernt,
dass ihr, was den früheren Wandel betrifft, den alten Menschen
abgelegt oder ausgezogen habt. der sich wegen der betrügerischen
Begierden verderbte, dagegen erneuert werdet im Geist eurer
Gesinnung und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend
geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit."
Kurz zusammengefasst, Paulus sagt hier, dadurch, dass ihr
Christus kennengelernt habt, habt ihr euren alten Menschen
ausgezogen und ihr habt einen neuen Menschen angezogen. Und
zur Erinnerung, der alte Mensch ist das, was wir waren, als wir
Jesus noch nicht kannten. Der neue Mensch ist Jesus und
wenn wir in einer Beziehung zu ihm leben, wenn wir wahren Glauben
an ihn haben, dann sind wir auch neue Menschen. Nun ist die Frage, okay, wenn
wir jetzt also neue Menschen bereit sind, warum sündigen wir
dann immer noch? Sind wir jetzt bereits wirklich
neue Menschen oder werden wir noch zu neuen Menschen? Und auf diese Frage, sind wir
es schon oder werden wir es noch, gibt das gesamte Neue Testament
und auch unser Abschnitt hier eine dreifache Antwort. Das Erste, was Paulus dazu sagt,
ist Ja, es ist bereits passiert, wir sind schon neue Menschen. Seit dem Tag, an dem du Christ
wurdest, bist du ein neuer Mensch. Übrigens ist es nicht wichtig,
diesen Tag zu kennen. Ich rede manchmal mit einigen
von euch, die in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen sind
und die haben mir schon öfter gesagt, sie kennen diesen Tag
nicht. Es ist nicht wichtig, diesen Tag zu kennen. Es ist
wichtig zu wissen, dass ich heute Christ bin. Andere von euch,
die vielleicht nicht in einer christlichen Familie aufgewachsen
sind, die können sich vielleicht ganz genau an diesen Tag erinnern.
was eben wichtig ist, dass du heute Christ bist. Und Paulus
sagt hier, seitdem du Christ bist, bist du ein neuer Mensch. Ja, und das ist die erste der
drei Antworten. Wir sehen das in unserem Abschnitt
dadurch, dass das Ausziehen des alten Menschen und das Anziehen
des neuen Menschen eindeutig in der Vergangenheit stehen. Vers 22 lesen wir, dass ihr,
was den alten Menschen betrifft, den alten Menschen abgelegt habt. Fest 24 und den neuen Menschen
angezogen habt. Und die erste Antwort, die wir
geben, ist, jeder Christ ist ein neuer Mensch. Aber er ist eben wie so ein schwacher
neuer Mensch, der sich einmal zu einem vollen neuen Menschen
auswachsen wird. Der alte Mensch ist immer noch
da. Er bestimmt nicht mehr unsere
Lebensrichtung, aber er bestimmt immer noch oft unser Verhalten. Nämlich immer dann, wenn wir
sündigen. Und deswegen ist es nicht einfach so, dass wir einmal
in der Vergangenheit den alten Menschen aus- und den neuen angezogen
haben. Es ist so, dass wir jeden Tag
immer wieder aufs Neue vom Heiligen Geist ausgerichtet werden müssen,
entsprechend unserem neuen Menschen zu leben. Und deswegen ist die
zweite Antwort auf die Frage, ist das in der Vergangenheit
passiert oder passiert das jetzt noch? Jeder Christ muss als neuer
Mensch täglich erneuert werden. Wir sehen das in Vers 23. Dagegen
werden wir erneuert im Geist unserer Gesinnung. Ja, werden
wir erneuert. Das ist Gegenwart. Das passiert
jeden Tag aufs Neue. Das passiert jetzt gerade. Und auch hier gilt wieder, indem
wir die enge Beziehung zu Jesus Christus, dem neuen Menschen
suchen. Nur so können wir Tag für Tag
erneuert werden in unserem Denken, in unserem Herzen, in unserer
gesamten Ausrichtung. Es gibt noch eine dritte Antwort.
Ja, wir haben in der Vergangenheit den Alten ausgezogen, den Neuen
angezogen. Wir werden erneuert in der Gegenwart. Und drittens bist du aufgerufen,
täglich den alten Menschen abzulegen. Wisst ihr, hinter dem alten Menschen
steht ja der Teufel und der Teufel ist äußerst gerissen. Du hast
den alten Menschen ausgezogen. Er kann dich nicht mehr bestimmen.
Er bestimmt nicht mehr, wer du bist. Aber trotzdem schleicht
er sich von hinten an dich ran, setzt sich auf deine Schulter
und versucht dich von deiner neuen Lebensrichtung abzubringen. Luther sagte mal sinngemäß, für
einen Christen ist der alte Mensch ersäuft worden. Aber dummerweise kann er schwimmen.
Und deswegen bist du aufgerufen, täglich den alten Menschen auszuziehen
und den neuen anzuziehen. Und das sehen wir in unserem
Abschnitt zum Beispiel ganz am Anfang. Wir haben bisher noch
nicht so ausführlich darüber gesprochen, aber ich weiß nicht,
ob ihr das gemerkt habt. In Vers 17 schreibt Paulus das
Sage und ich bezeuge ich nun in dem Herrn, dass ihr nicht
mehr so wandeln sollt, wie die Übrigenheiten wandeln. Paulus
betont hier sehr stark unsere Verantwortung. Er sagt nicht
nur, er bezeugt es. Er sagt, er sagt und bezeugt
es und er tut das in dem Herrn. Es ist Paulus sehr wichtig, dass
wir nicht mehr so leben, wie wir früher gelebt haben und wie
jetzt noch unsere Umgebung lebt. Es ist Paulus sehr wichtig, dass
wir unseren alten Menschen jeden Tag ausziehen und den neuen jeden
Tag anziehen. Paulus wird dann in den Versen
nach unserem Abschnitt, ab Vers 25, sehr konkret, was das bedeutet. Da gibt er uns verschiedene Bereiche
unseres Lebens und sagt, das sollst du ausziehen und dafür
das hier anziehen. Und wenn wir uns angucken, Vers
25, nun mal den Anfang vom nächsten Abschnitt, Da beginnt er den
Abschnitt auch mit diesem Bild wieder vom Anziehen und Ausziehen.
Er sagt in Vers 25, darum legt die Lüge ab oder darum zieht
die Lüge aus. Anders formuliert, zieht euren
alten Menschen aus, der euch dazu bringt zu lügen und zieht
etwas anderes dafür an. Wie sieht das Ausziehen des alten
Menschen und das Anziehen des neuen Menschen aus? Paulus gibt
uns eine dreifache Antwort. Erstens, es ist passiert an dem
Tag, als du Christ wurdest. Zweitens, es passiert jeden Tag,
indem Gott dich durch seinen Geist erneuert. Und drittens,
es ruft dich zur Verantwortung, jeden Tag den alten Menschen
auszuziehen und den neuen Menschen anzuziehen. Und damit haben wir
auch eine Antwort auf die Frage, wirkt Gott das in unserem Leben
oder sind wir dafür verantwortlich? Die Antwort lautet eindeutig,
sowohl als auch. Ich glaube, es gibt nämlich zwei
Fehlentwicklungen im Christentum. Ja, bei biblischen Wahrheiten
ist es ja häufig so, dass man irgendwie von zwei Seiten von
diesem berühmten Pferd fallen kann. Und ich glaube, das trifft
auch auf die Frage zu, wie wir den alten Menschen ausziehen
sollen und den neuen Menschen anziehen sollen. Die eine falsche Seite, die sieht
so aus. Man glaubt fest, dass Jesus einen
gerettet hat. Am Kreuz hat Jesus für die Sünden
bezahlt und jetzt bin ich ein Kind Gottes. Und dann sagt man
sich, okay, jetzt bin ich ein Kind Gottes und ab jetzt fängt
mein christliches Leben an. Und mein christliches Leben sieht
so aus, dass von nun an ich verantwortlich bin, aus eigener Kraft ein Leben
nach den Regeln des Christentums zu leben. Und da ist was Wahres dran. Richtig
ist, dass wir tatsächlich Verantwortung haben, in unserem Leben für Jesus
zu leben und nach seinen Geboten zu leben. Aber das Problem bei
der Sichtweise ist, man glaubt es aus eigener Kraft schaffen
zu müssen. Und dagegen sagt unser Abschnitt, du sollst die Verhaltensweisen
des alten Menschen ausziehen, weil du den alten Menschen schon
ausgezogen hast. Du sollst die Verhaltensweisen
des neuen Menschen anziehen, weil der heilige Geist in dir
lebt und dich täglich erneuert. Die andere Seite vom Pferd, die
sieht so aus. Man sagt sich, Gott hat mir alles
geschenkt. Ich bin errettet. Und seit meiner Bekehrung bin
ich auch ein neuer Mensch. Alles andere lasse ich eher mal
so auf mich zukommen. Und richtig daran ist natürlich,
dass tatsächlich Gott in mir wirkt, auch nachdem ich Christ
geworden bin. Aber Paulus sagt in unserem Abschnitt,
dass wir aktiv dagegen kämpfen sollen, dass der alte Mensch
wieder Bedeutung in unserem Leben gewinnt. Wir sollen uns nicht
ausruhen auf dem, was Christus getan hat, sondern wir sollen
uns anstrengen, nicht mehr nach dem alten Menschen zu leben. Und was heißt dieses Ausziehen
und dieses Anziehen jetzt für mein praktisches Leben? Wie gesagt,
ich habe schon gesagt, konkrete Beispiele gucken wir uns nächste
Woche in der Predigt an. Ab Vers 25 listet Paulus eine
ganze Reihe auf. Aber trotzdem möchte ich euch
zeigen, wie das, was wir heute gelernt haben, praktisch in eurem
Leben wird. Vielleicht fühlst du dich manchmal
unter der Last deiner Sünde erdrückt, gerade als Christ. Du fragst
dich, kann eigentlich jemand, der so viel gesündigt hat wie
ich heute oder wie ich in letzter Zeit, überhaupt ein Kind Gottes
sein? Wenn du so denkst, vielleicht
sogar heute Morgen, dann sagt Gott dir heute Morgen in seinem
Wort Ja. Ohne dein Zutun, allein durch
den Glauben bist du ein Kind Gottes und du bist bereits ein
neuer Mensch. Und du sollst heute, aber du
kannst heute auch, ganz neu, als neuer Mensch und entsprechend
diesen neuen Menschen leben. Vielleicht bist du auf der anderen
Seite aber jemand, der eher dazu neigt, sorglos durchs Leben zu
gehen. Ich bin ja Christ, ist ja alles
gut, ich komme ja in den Himmel. Aber wenn du ehrlich bist und
einfach nur mal die letzte Woche anguckst, merkst du, mein Leben
unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem meiner Umgebung. Und wenn es dir so geht, dann
will Gott dich heute Morgen aufrütteln, dein Leben und deine Prioritäten
einmal zu überdenken. Es kann nicht sein, dass du als
neuer Mensch lebst wie der alte Mensch. Paulus sagt und bezeugt es vor
dem Herrn, dass du anders leben sollst. So fängt er unseren Abschnitt
an, Vers 17. Und dann gibt es noch einen dritten Punkt, wo
das, was Paulus hier sagt, sehr praktisch wird. Wisst ihr, der
Teufel ist unglaublich clever. Er ist viel schlauer als du. Und eine seiner Lieblingslügen
geht so. Weißt du was? Dein Leben als
alter Mensch, ich sag dir was, das bedeutet Freiheit. Wenn du als alter Mensch lebst,
dann kannst du machen, was du willst. Du kannst mitmachen bei
allem, was so abgeht. Und das Leben als neuer Mensch,
das ist echt langweilig. Ja, dann gibt es Gebote und du
musst das und du darfst das nicht. Wenn du wirklich glücklich werden
willst, dann lebe das Leben des alten Menschen. Kennst du solche Gedanken? Ja,
wir als Christen würden sowas nie laut sagen. Aber solche Stimmen gibt es doch
immer mal in unserem Kopf, oder? Wisst ihr, das ist eine der schlimmsten
Lügen, die der Teufel uns einreden kann. Und wenn ihr mir nicht
glaubt, dass das eine Lüge ist, dann fragt doch mal Adam und
Eva, wenn ihr sie fragen könntet. Nämlich fragt sie, ob sie im
Paradies glücklicher waren oder nach dem Paradies, als sie in
vollen Zügen nach ihrem alten Menschen leben durften. Auch
denen hatte der Teufel erzählt, ihr werdet erst so richtig glücklich,
wenn ihr gegen Gott rebelliert. Das hatten sie dann davon, dass
sie dieser Lüge geglaubt haben. oder denkt an Jesus, den neuen
Menschen. Ja, er ist derzeit der glücklichste,
erfüllteste Mensch in dieser gesamten Wirklichkeit und er
ist der neue Mensch schlechthin. Weißt du, das Leben als alter
Mensch führt über diese vier Treppenstufen direkt ins Verderben. Aber wenn du den neuen Menschen
kennst, dann bist du ein neuer Mensch und wirst gleichzeitig
immer mehr zu einem neuen Menschen. Du warst einst ein ruiniertes
Ebenbild Gottes, aber Du hast das wahre Ebenbild Gottes kennengelernt
und er stellt das Ebenbild Gottes in Dir wieder her. Und weißt Du, das ist der einzige
Weg, um wirkliche Erfüllung zu finden und das Leben zu leben,
für das Du gemacht wurdest. Es ist der einzige Weg, um das
Ziel und den Sinn des Lebens auszuleben, weil wir genau dafür
geschaffen wurden, neue Menschen zu sein. Der niederländische Philosoph
Hans Rookmaker hat es einmal etwas provokativ formuliert. Er sagte, Jesus kam nicht, um
uns zu Christen zu machen, sondern damit wir wirkliche Menschen
werden. Und was er damit sagen will ist, es ist nicht so, dass
wir irgendwie als Menschen so alle so ganz normal waren und
dann wollte Gott, dass einige von diesen ganz normalen Menschen
irgendwie so super fromm werden und das sind dann die Christen. So ist es nicht. Sondern was Gott will ist, dass
wir Menschen als ruinierte Ebenbilder Gottes, Menschen, die an ihrer
menschlichen Bestimmung vorbeilaufen, dass Gott uns wieder zu echten,
sinnerfüllten Menschen machen möchte. Gott ist gekommen. Gott hat eingegriffen, um uns
wieder zu wirklichen Menschen zu machen. Und wir sind dann Menschen, die
dafür leben, wozu sie eben geschaffen wurden. Menschen, die nicht wie
Nadeln sind, an denen man einen schweren Bilderrahmen aufhängt
und die unter der Last zerbrechen. Gott möchte uns durch Jesus zu
Menschen machen, die, wie es hier ganz am Ende von unserem
Abschnitt in Vers 24 heißt, könnt noch mal reinschauen, wenn ihr
möchtet, Gott entsprechend oder wir könnten auch sagen nach dem
Bild Gottes geschaffen sind in wahrhafter Gerechtigkeit und
Heiligkeit. Klar ist, bis Jesus wiederkommt,
bis wir einen neuen Körper bekommen, ist unser alter Mensch immer
noch da. Und dieser alte Mensch macht
uns das Leben schwer. Aber eines Tages werden wir endgültig
seinem Bild gleichgestaltet werden. Wir werden herrliche Körper bekommen
und wirklich vollkommene neue Menschen sein. Und bis dahin
gilt für dich, für jeden Tag der Woche, in die du jetzt reingehst
und tatsächlich für alle Tage deines Lebens hier auf der Erde,
bist kein alter Mensch mehr. Du hast Jesus kennengelernt. Du bist ein neuer Mensch und
deswegen lebe entsprechend. Amen.
Lebe nicht mehr als alter Mensch
Series Epheser
| Sermon ID | 92222026193754 |
| Duration | 44:17 |
| Date | |
| Category | Sunday Service |
| Bible Text | Ephesians 4:17-24 |
| Language | German |
Documents
Add a Comment
Comments
No Comments
© Copyright
2026 SermonAudio.