00:00
00:00
00:01
Transcript
1/0
Ich möchte heute Abend keine
Predigt halten, sondern eine Lehrstunde. Und diese Lehrstunde, die möchte
ich gerne unter ein Wort stellen aus Jakobus, Kapitel 1, Vers
26. Schlag gerne Gottes Wort mit
mir auf zu Jakobus, Kapitel 1, Vers 26. Und hier lesen wir in Gottes
hochheiligem Wort. Wenn jemand meint, er diene Gott
und zügelt nicht seine Zunge, sondern betrügt sein Herz, dessen
Gottesdienst ist nichtig. Amen. Lasst uns beten. Unser
Herr, unser Gott, dein Wort lehrt, dass wir schnell sein sollen
zum Hören und langsam zum Reden. Und so lass uns nun dein Wort
hören mit Aufmerksamkeit. Und lass uns nicht allein Hörer
deines Wortes sein, sondern auch Täter, damit du geehrt seist. Wir beten es in Jesu Namen. Amen. Nehmt gerne Platz. Ich würde gerne heute mit euch
über ein bestimmtes Thema sprechen und zwar ist das das Thema Lästern. Dieses Thema, das wird an vielen
Stellen in der Heiligen Schrift behandelt. Und so spricht auch
Jakobus sehr viel in seinem Brief darüber. Überall finden wir Hinweise
zum richtigen Gebrauch der Zunge. Wenn ihr mal schaut, Jakobus
4, Vers 11. Redet nicht gegeneinander, Brüder. Man könnte auch übersetzen, redet
nicht schlecht übereinander, Brüder. Jakobus macht deutlich,
wie schlimm die Sünde des Lästerns eigentlich ist. In unserem Predigtext
oder Lehrstundenvers, den wir uns ausgesucht haben. Wenn jemand
meint, er diene Gott und zügelt nicht seine Zunge, sondern betrügt
sein Herz, dessen Gottesdienst ist nichtig. Jakobus lehrt uns,
dass wenn wir unsere Zunge nicht zügeln, also nicht zurückhalten,
Schlechtes über Geschwister, zum Beispiel über Geschwister
zu reden, dann ist unser Gottesdienst, deine ganze Gottesverehrung vergeblich,
nichtig. Verstehst du, wie ernst diese
Aussage ist? Du kannst sagen, dass du Gott
ehrst, Du kannst zum Gottesdienst kommen, ihn preisen und ihn loben,
Bibel in der Familie lesen, kannst von mir erst die Puritaner lesen
und dir ganz fromm vorkommen. Du kannst dir vorkommen wie jemand,
der Gott ehrt. Und gleichzeitig, wenn deine
Zunge übel redet, was ist dann deine Gottesverehrung? Es sind leere Worte. Wie soll
für Gott deine Zunge, dein Lobpreis wohlgefällig sein, wenn du mit
derselben Zunge, mit der du ihn lobst, andere lästerst? Wir lesen das in Jakobus Kapitel
3, Verse 8 bis 12. Die Zunge aber kann keiner der
Menschen bändigen. Sie ist ein unstetes Übel, voll
von tödlichem Gift. Mit ihr preisen wir den Herrn
und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem
Gleichnis Gottes geworden sind. Aus demselben Mund geht Segen
und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht
so sein. Die Quelle sprudelt doch nicht
aus derselben Öffnung das Süße und das Bittere. Kann etwa, meine
Brüder, ein Feigenbaum Oliven hervorbringen oder ein Weinstock
Feigen? Auch kann salziges, nicht süßes
Wasser hervorbringen. Also du möchtest Gott preisen,
es soll süß sein, es soll lieblich sein, es soll Gott wohlgefällig
sein und gleichzeitig willst du übel reden in einer giftigen,
toxischen, bösartigen Weise über die Menschen, die dann in Gottes
Bild geschaffen sind. Nein, wenn jemand meint, er diene
Gott und zügelt nicht seine Zunge, sondern betrügt sein Herz, dessen
Gottesdienst ist vergeblich, dessen Gottesverehrung ist vergeblich. Ich denke, darum sollte sich
jeder ernstlich von uns Gedanken darüber machen, wie wir mit unserer
Zunge umgehen. Und es gibt vieles, was man zu
diesem Thema ansprechen könnte. Es gibt viele Arten der Sünde
durch unsere Zunge, durch unser Reden. Aber ich möchte mich konzentrieren
auf die Sünde des Lästerns. Und ich kann nicht auf alles
eingehen, aber ich möchte gerne sieben Fragen mit euch zu diesem
Thema behandeln. Das wird ungefähr eine Stunde
lang dauern. Die erste Frage ist, wo begegnet
uns Lästern? Die zweite Frage ist, was ist
Lästern überhaupt? Dann drittens, warum lästern
wir? Viertens, warum ist Lästern so
gefährlich? Fünftens, wie können wir dem
Lästern widerstehen? Sechstens, was kann ich tun,
wenn ich gelästert habe? Und siebtens und letztens, was
kann ich tun, wenn über mich gelästert wurde? Also erstens,
wo werden wir mit Lästerei konfrontiert? Wo begegnet man Lästerungen? Antwort, Lästerungen finden sich
einfach überall, wo Menschen zugegen sind. Also ob du im Zug
sitzt, im Bus oder im Café, bei deinem Arbeitsplatz, unter deinen
Studienkollegen, wenn du ihnen zuhörst mal für eine Minute,
wirst du feststellen, sie reden über andere und sie lästern.
Wer tut was und mit wem und warum ist das gut oder schlecht? Überall
sind Menschen, die geradezu versessen darauf sind, über andere zu tratschen. Einige Wissenschaftler behaupten,
dass es im Grunde zwei Drittel unseres Redens ist. was sich
darum dreht, über andere zu reden. Ein Management-Dozent, ein Ungläubiger. Schaut mal, selbst ihm fällt
es auf. Er sagt, kaum etwas bringt einem so viel ungeteilte Aufmerksamkeit
wie negative Äußerungen über Dritte. Habe ich Ihnen schon
erzählt, was der XY heute für Mist gebaut hat? Eine kleine
Frage dieser Art genügt, um fast jeden Gesprächspartner schlagartig
aufzuwecken. Seine Augen glänzen, sein Körper
wird straff, alle seine Sinne richten sich auf das, was er
jetzt wahrscheinlich an Häme über einen anderen zu hören bekommt.
Nein, das haben Sie mir noch nicht erzählt. Warum geht es
denn? Bitte lassen Sie keinen Detail aus. Hinzu kommt, dass
das Lästern fast schon den Charakter einer Kommunikationsuniversallösung
hat. Das heißt, man sucht ein Gesprächsthema,
man möchte sich interessant machen, man wünscht sich einen Lacherfolg,
man will seinen Frust loswerden. Wie schafft man das, ohne sich
besonders anzustrengen? Natürlich eine kurze Erzählung
über die Schwächen und Fehler eines anderen. Und schon ist
der Tag gerettet. Zitat Ende. Also selbst den Menschen
dieser Welt, die Gott nicht fürchten und sein Wort nicht kennen, selbst
ihnen fällt das auf. Wo begegnet uns Lästerei? Überall. Überall in den Medien,
überall in den Zeitschriften, Klatsch und Tratsch Zeitschriften,
im Fernsehen, im Internet, in Social Media, in sozialen Netzwerken,
Facebook, Twitter und was du noch immer nennen willst. Überall.
Klatschmäuler. Überall. Und hier begegnet Lästerei
auf dem Arbeitsplatz. Einige reden und tuscheln über
den Chef hinter seinem Rücken. Es wird gelästert ohne Ende.
Und sogar in den Familien am Esstisch werden abfällige Kommentare
über andere gemacht. Aber das Allertraurigste ist,
dass Lästerei auch vor Gemeinden keinen Halt macht. Woher wissen wir das? Dass auch
die Gemeinde Jesu aufpassen muss, dass wir diese Sünde nicht begehen.
und weil Gottes Wort es uns sagt. Also immer wieder fordert die
Bibel uns auf, dass wir das nicht tun sollen. Epheser Kapitel 4,
Verse 31 und 32. Alle Bitterkeit und Wut und Zorn
und Geschrei und Lästerung seien von euch weggetan, samt aller
Bosheit. Seid aber zueinander gütig, mitleidig
einander vergebend, wie auch Gott und Christus euch vergeben
hat. Kolosser 3, Vers 8. Jetzt aber legt auch ihr das
alles ab, Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden
aus eurem Mund. Titus, Kapitel 3, Vers 1-2. Erinnere sie daran, Obrigkeiten
und Gewalten untertan zu sein, gehorsam zu leisten, zu jedem
guten Werk bereit zu sein, niemand zu lästern, nicht streitsüchtig
zu sein, milde alle Sanftmut zu erweisen gegen alle Menschen.
1. Petrus 2, Vers 1. Legt nun ab alle Bosheit und
allen Trug und Heuchelei und Neid und alles Üble nachreden. Gottes Wort würde uns, die Gemeinde
Jesu, nicht immer wieder auffordern, nicht zu lästern. Wenn wir damit
keine Probleme hätten, dann würde das Gottes Wort nicht tun. Also
wo ist Lästerei zu finden? Einfach überall dort, wo Menschen
sich austauschen und sich äußern, ob nun schriftlich oder mündlich.
Es ist weit verbreitet und es ist sehr beliebt. Es ist gang
und gäbe. Es geht sogar so weit, dass die
Welt sagt, das Ganze ist sogar gut. Also sie glauben an Evolution. Sie glauben, wir haben uns weiterentwickelt
und das ist sogar positiv. Das ist sogar Fortschritt. Wir
brauchen das. Ohne Lästern können wir eigentlich
nicht leben. Sie lieben Lästern. Darum heißt
es in Sprüche 18, Vers 8, Die Worte des Ohrenbläsers, also
des Lästerers, des Verleumders, sind wie Leckerbissen und sie
dringen hinab in das Innerste des Leibes. Oh, es ist so lecker. Es ist so willkommen. Es ist
so schmackhaft. Die Menschen genießen es einfach
mal ordentlich zu lästern. Überall. Sie lieben lästern,
es über sie gelästert wird. Dann ist der Spaß vorbei. Also wo finden wir lästern? Überall.
Und auch uns als Gemeinde, wir müssen gewarnt sein. Wir müssen
darauf Acht geben. Gottes Wort warnt uns davor,
dass es auch bei uns passieren kann. Aber was genau ist denn
jetzt lästern? Das führt uns zu unserem zweiten
Punkt. Was ist lästern überhaupt? Nun, die Menschen definieren
lästern gerne unterschiedlich. Vielleicht habt ihr das schon
mal gehört. Ich lästere gar nicht. Ich stelle nur fest. Ja. Ich sag doch nur, was offenkundig
der Fall ist. Das ist doch jetzt nichts Unwahres. Das ist doch
nicht lästern. Nun, wann fängt lästern eigentlich
an? Was darf ich über eine Person
sagen und was nicht? Was genau darf ich sagen? Hat das was damit zu tun, was
ich sage und wem ich es sage und wann ich es sage und wie
ich es genau sage? Vielleicht ist es einfach falsch,
wenn es sich falsch anfühlt. Nun, was ist lästern? Zunächst
einmal will ich euch drei Stufen des Redens über andere mitgeben,
die ihr sicherlich auch in eurem persönlichen Leben schon erlebt
habt. Die erste Stufe ist einfach nur
reden. Da kannst du auch über Personen
reden und das kann harmlos sein, weil es keinen Schaden bringt
über diese Person. Es ist harmlos, harm ohne Schaden. Also die und die Schwester, die
haben ein Kind bekommen. Ach, was ist es denn? Ein Mädchen.
Achso. Und der Bruder, der hat einen neuen Job. Ja, wirklich.
Als was arbeitet er? Und so kann man sich austauschen
über die Leute in seinem Umfeld, solange es harmlos ist, das heißt
ohne Schaden für diese Person. Kein Problem. Normales Reden
und Austauschen. Aber dann kann es schnell zu
dieser zweiten Stufe kommen und das nenne ich mal Gerede. Klatsch
und Tratsch. Wo man unnötige Dinge weitersagt,
ob sie nun wahr sind oder halbwahr oder wie auch immer. Das hast
du vielleicht auch schon mitbekommen. Ja, nehmen wir mal an, du hast
mitbekommen, wie ein Ehepaar einen Streit hatte. Und nun verbreitest
du es. Und sagst, das scheint nicht
so gut zu laufen in ihrer Ehe. Ich habe sie streiten gehört.
Dann mag das wahr sein. Aber es ist nicht nötig, dass
du das verbreitest. Das ist dann Gerede. Das ist
dann nicht mehr harmlos. Das betrifft den Ruf einer Person,
über welche du sprichst. Es schadet den Ruf. Aber dann
gibt es noch eine Stufe schlimmer. Und drittens ist es üble Nachrede,
also Verleumdung, Verunglimpfung, Rufmord könnte man sagen, wo
man böse Lügen weiterverbreitet. Also, dass du nicht einfach sagst,
ich hab gehört, die haben sich gestritten, sondern dass du sagst,
und ich glaube, sie betrügt ihn. Ich hab das von einer Freundin
gehört. Rufmord. Seht ihr, das sind diese drei
Stufen. Und die erste ist völlig in Ordnung,
Informationen auszutauschen, wo das Ansehen einer Person nicht
beschädigt wird. Aber die anderen beiden Stufen,
die sind falsch. Gerede, wo du unnötig irgendwelche
Informationen weitergibst, die das Ansehen einer Person herabsetzt. Oder üble Nachrede, wo man falsche
Informationen, bösartige Dinge weitersagt, die das Ansehen einer
Person gar beschädigen. Diese drei Kategorien solltest
du im Kopf haben. Es kann nämlich sehr schnell
von einem harmlosen Austausch zu unnötigen Informationen kommen,
zu Rufmord. Um diese erste Stufe von harmloser
Informationsaustausch, darum geht es mir heute nicht. Die letzten beiden geht es mir. Und die möchte ich gerne zusammenfassen,
einfach unter dem Stichwort lästern. Lästern ist in Abwesenheit einer
Person Dinge über die Person zu sagen, die ihr Ansehen schädigt. Wenn die Bibel von Lästern spricht,
steht hier meistens das Wort Blasphemia. Da haben wir das
deutsche Wort Blasphemie von. Das gilt meistens in Bezug auf
Beschimpfungen gegenüber Gott, also Lästerungen Gott gegenüber,
aber die Bibel benutzt es tatsächlich auch in Bezug auf Menschen. Eigentlich ist dieses Wort blasphemia
ein zusammengesetztes Wort, einmal aus dem Wort schädigen und einmal
aus dem Wort Ruf oder Ehre oder Ansehen, also Ruf und Ehre und
Ansehen zu schädigen. Lästern ist das Ansehen, den
Ruf einer Person zu schaden und zu verletzen. Das ist die Definition. Rufschädigung. Das ist lästern. Wie verletzt man das Ansehen
einer Person, wenn du Dinge äußerst oder Informationen weiterträgst,
die den Ruf einer Person verschlechtern? Manche meinen, es ist erst dann
lästern, wenn ich etwas Falsches über eine Person weitersage. Also, ich hoffe, du verstehst. Dass es auch lästern sein kann,
wenn du etwas Wahres über eine Person weitersagst. Lästern ist
es auch, wenn man wahre Informationen, die schlecht sind, über Personen
verbreitet, obwohl man es eigentlich nicht müsste. Ich denke, wenn
du ehrlich bist zu dir, weißt du das. Dass es lästern ist, wenn man
auch wahre Fehler und Schwächen und Sünden weitererzählt, wenn
es nicht nötig ist. Versetz dich einmal in die Lage.
Sagen wir mal, du fährst Auto. Und jemand nimmt dir die Vorfahrt. Und du verlierst die Nerven,
vielleicht rufst du aus, du Dummkopf! Oder was auch immer. Du hast
geschimpft, also du hast die Beherrschung verloren, ja? Und nun stell dir vor, du hattest
einen Beifahrer, einen Bruder oder eine Schwester aus der Gemeinde.
Sie hat das gesehen. Das, was du gemacht hast, war
eine Sünde. Also gar keine Frage. Nun stell dir aber vor, diese
Person steigt aus. Sie trifft jemand anderes aus
der Gemeinde und sagt zugleich, weiß was, ich bin gerade mit
Bruder oder Schwester XY gefahren und puh, das war schon was. Also
hätte ich nicht gedacht, dass sie so fluchen kann, diese Person. Ich hätte da mehr Reife erwartet. Oder wenn du das gerne fromm
verpacken möchtest, denn vieles fromme Lästern kommt in Form
von Gebetsanliegen. Bete doch bitte für Bruder XY.
Ich glaube, er muss wirklich noch wachsen in der Reife, weil
er wirkte sehr ungeduldig, als wir Auto gefahren sind miteinander. Alles, was die Person hier sagt,
ist ja wahr. Es stimmt ja auch. Und dennoch
war es lästern. Warum? Weil es das Ansehen der
Person beschädigt. Er trägt bewusst etwas weiter,
was er nicht müsste. Er hätte es überhaupt nicht erzählen
brauchen. Was ist Läster? Es bedeutet, schlechte Informationen
weiterzugeben, die den Ruf einer Person verschlechtert, das Ansehen
schmälert. Wie hätte denn der Beifahrer
richtig reagieren sollen? Es gibt zwei Optionen in diesem
Fall. Also entweder übersieht er diesen Fehler in Liebe, vergibt
es einfach und kann sagen, das kann jedem mal passieren, das
ist mir auch schon öfter passiert. Vielleicht hat diese Person sich
sogar entschuldigt danach und gesagt, tut mir leid, das war
gerade dumm. Oder zweitens, du sprichst die Person an, weil
du vielleicht gemerkt hast, dass sie sich nicht entschuldigt hat,
dass sie das nicht verstanden hat, dass das nicht in Ordnung
war. Und du sprichst sie an und sagst,
ich weiß, dass das gerade eine doofe Situation war. Ist auch
nicht in Ordnung, dass er dir die Vorfahrt genommen hat, aber
so zu fluchen ist nicht in Ordnung. Aber es weiterzutragen an andere
Personen, das ist falsch. Das ist Lästern. Jesus Christus
lehrt uns, wie wir damit umgehen sollen, in Matthäus Kapitel 18,
Verse 15 bis 17. Da heißt es, wenn aber dein Bruder
gegen dich sündigt, so geh hin und überführe ihn zwischen dir
und ihm allein. Wenn er auf dich hört, hast du
deinen Bruder gewonnen. Wenn er aber nicht hört, so nimm
noch einen oder zwei mit dir, damit durch den Mund von zwei
oder drei Zeugen jede Sache bestätigt werde. Wenn er aber nicht auf
sie hört, so sage es der Versammlung. Wenn er aber auch auf die Versammlung
nicht hört, also auf die Gemeinde, so sei er dir wie der Heide und
der Zöllner. Also Jesus sagt nicht, Wenn dein
Bruder dir sündigt oder du ihn sündigen siehst, dann geh hin
und erzähl es einfach so vielen Menschen, wie du kannst, sodass
du ein Ventil hast für deinen Ärger. Er gibt dir die einfache
Anweisung, geh hin zu diesem Bruder, such das Vier-Augen-Gespräch. Und wenn er trotz des Gesprächs
nicht einsichtig ist, dann kannst du mit anderen drüber reden,
aber auch nicht mit irgendwelchen einfach, sondern mit Menschen,
die als Zeugen auftreten, die dasselbe bezeugen können. Und dann, wenn das nicht funktioniert,
dann erfahren es alle, dann kommt es vor die ganze Gemeinde. Und einige Menschen drehen diese
Reihenfolge einfach komplett um. Sie erzählen es erstmal allen
in der Gemeinde, schauen, wer sieht das vielleicht auch so,
suchen nicht Versöhnung, sondern Verbündete, holen sich Bestätigung,
suchen nicht ein klärendes Gespräch, sondern meiden die Person und
verachten sie dann. Man redet mit allen über die
Sünde des Bruders, nur nicht mit dem Bruder selbst. Davor
hat man dann Panik. Das ist ein Unangenehm. Deswegen finde ich es gut, was
mal ein Pastor gesagt hat über seine Mutter, was er von ihr
gelernt hat. Immer wenn ein Kind zu ihr gekommen
ist und gesagt hat, Mama, der hat dieses oder jenes getan.
Dann hat die Mama gesagt, wirklich, das hat er getan, ja? Komm, wir
gehen gleich zu ihm und sprechen mit ihm darüber. Und dann packt
die Mama das Kind am Arm und sagt, wir gehen direkt hin und
klären das. Das will das Kind dann nicht
so gerne. Es wollte sich nur beschweren.
Es wollte die Sache nicht klären. Das ist ein Unterschied. Nun, so müssen wir sein. Also, wenn du kommst, mir was
sagen möchtest, was jemand getan hat, Dann sag ich, wirklich,
das hat die Person getan, ja? Dann lass uns hingehen. Lass
uns sprechen mit der Person. Also, werd erwachsen. Werd erwachsen. Werd geistlich. Sei nicht jemand,
der einfach nur zum Problem etwas beisteuert, sondern jemand, der
zur Lösung etwas beisteuert. Und übrigens, unser Gemeindebund
sagt das. Also, ist euch das bewusst? Wir
haben das gelobt. Das ist etwas, was wir gemeinsam
gelobt haben. Da ist es im fünften Versprechen.
Wir geloben, dass anderen Schwachheiten und Fehler in Sanftmut und Liebe
zu ertragen und sie weder außerhalb noch innerhalb der Gemeinde jemandem
zu offenbaren, es sei denn, gemäß Christi Anweisung und den Anordnungen
des Evangeliums für einen solchen Fall. Meinst du, das versprechen
wir uns nur zum Spaß? Das ist ein heiliges Versprechen.
Das wollen wir tun. Und wenn wir das nicht getan
haben, dann müssen wir darüber Buße tun. Dass wir anstatt von
Christ die Anordnung, das gar nicht persönlich geklärt haben. Die meisten tun noch zwei Dinge.
Entweder lästern sie rum oder sie tragen es mit sich rum. Also
sie lästern hinter dem Rücken über eine Person. Anstatt es
zu klären, oder sie tragen es mit sich rum, in dem Sinne, es
ist einfach ungeklärt in ihrem Herzen, sie bewahren es weiter,
sie entwickeln Bitterkeit, sie haben keine Freude mehr, diesem
Bruder, dieser Schwester zu begegnen. Beides ist falsch. Wenn du jemanden sündigen siehst,
vor allem an dir sündigen siehst, dann klär es mit dieser Person. Und dann gehen die Schritte,
die Jesus Christus uns gelehrt hat. Lestern bedeutet, ich trage
etwas weiter, was den Ruf und die Ehre eines Menschen beschädigt.
Jesus aber sagt, liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Er
zitiert hier das Gesetz. Und das ist eine einfache Regel,
die wir auch in Matthäus 7, Vers 12 finden. Alles nun, was irgend
ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihr ihnen ebenso. Also was möchtest du denn, wie
Menschen mit dir umgehen sollen, wenn sie etwas Negatives in deinem
Leben entdecken? Hör mal an, jemand entdeckt bei
dir, wie ungeduldig du bist. Kommt dir ein falsches Wort über
die Lippen oder die Person sieht einen konkreten Fehler, eine
Sünde, eine Schwäche oder Versagen in deinem Leben. Was wünschst
du dir, wie ein Bruder oder eine Schwester damit umgehen soll?
Würdest du dir wünschen, dass diese Person nun rumgeht und
mit allen darüber redet, nur nicht mit dir? Natürlich nicht!
Also wenn du das nicht willst, dass man dir das tut, dann fügt
das auch niemandem anderen zu, oder? Du möchtest ein gutes Ansehen
haben. Du möchtest nicht, dass die Leute
schlecht über dich reden. Ja, dann tu es auch nicht über
andere. Welchen Nutzen hat es denn überhaupt, wenn du schlechte
Informationen über eine Person weitergibst? Ob sie nun wahr
sind oder falsch? In den meisten Fällen gar kein. Aber, jetzt kommt ein Aber. Versteht ihr, dass es Ausnahmen
gibt, wo Menschen über andere sprechen müssen? Was ist das
für eine Ausnahme, wenn das passieren muss? Die Antwort? Wenn Menschen eine Verantwortung
haben. Beispielsweise Eltern. Wenn Eltern sich hinsetzen und
über das Fehlverhalten ihrer Kinder sich unterhalten, dann
ist das kein Lästern. Sie haben Verantwortung für dieses
Kind. Wenn dein Lehrer oder dein Vorgesetzter,
wenn die sich zusammensetzen und sich beraten müssen wegen
deinem Verhalten, dann ist das erstmal kein Lästern. Die sind
in Verantwortung über dich gestellt. Wenn wir uns als Pastoren hinsetzen
müssen, über Gemeindeglieder sprechen müssen, über ihr Fehlverhalten,
über Schwächen und wie wir damit am besten umgehen, dann weil
wir eure Pastoren sind, weil wir Verantwortung für eure Seelen
haben. Warum reden solche, die Verantwortung
haben, über die Menschen, die ihnen in Verantwortung gegeben
sind, etwa zu ihrem Entertainment? Stellt ihr euch vor, dass diese
Menschen so ein nettes Kaffeekränzchen haben möchten, einfach mal schön
lästern wollen und den Ruf von Leuten kaputt machen wollen.
Nein, wenn Verantwortliche über eine Person sprechen, dann, ich
hoffe du hörst genau zu, dann, weil genau das Gegenteil von
Rufschädigung geschehen soll, Eltern, Lehrer, Pastoren suchen
dann das Beste für die, die ihnen anvertraut sind und wollen helfen,
dass diese Menschen einen guten Ruf haben, dass sie vorbildliche
Kinder, vorbildliche Schüler, vorbildliche Gemeindeglieder
sind. Das heißt jetzt konkret in unserem
Fall als Pastoren, wir wünschen uns, dass jeder von euch das
Beste ansehen hat. Dazu müssen gewisse Dinge ausgeräumt
werden, die dich vielleicht in Verruf bringen können. Verstehst
du den Punkt? Es ist nicht Lästerung, wenn
solche, die in Verantwortung sind, dir beistehen wollen und
mit dir sprechen, um Dinge auszuräumen aus deinem Leben. Die Regel ist eigentlich ganz
einfach. Überall dort, wo du Informationen weiterträgst, die
nicht dazu führen, einer Person in ihren Ansehen zu stärken,
sondern ihr Ansehen zu schädigen, dann lässt das du. Frag dich
doch mal, warum erzählst du überhaupt Schlechtes über andere Personen
weiter? Wozu? Wem wird dadurch geholfen? War es nützlich? War es hilfreich? Hat das irgendeinen Sinn? Weil
Jesus warnt uns, unser Herr, in Matthäus, Kapitel 12, Abvers
36, ich sage euch aber von jedem unnützen Wort, hör, unnützen
Wort, dass die Menschen reden werden, werden sie Rechenschaft
geben am Tag des Gerichts. Denn aus deinen Worten wirst
du gerechtfertigt werden und aus deinen Worten wirst du verurteilt
werden. Sag, sind es nicht unnütze Worte,
wenn du schlechte Dinge weitererzählst, obwohl du es nicht müsstest und
gar keinen Grund dazu hast? Ist es nicht das, was Paulus
beschreibt in Epheser 4, Vers 29? Kein faules Wort gehe aus
eurem Mund hervor, sondern was Irgendgutes zur notwendigen Erbauung,
damit es den Hörenden Gnade darreiche. Zulästern heißt, faule, verrottete
Worte zu reden, die nicht helfen, die völlig unnütz sind, die unbrauchbar
sind, die völlig unnötig sind. Paulus sagt, wir sollen das reden,
was notwendig ist, zur notwendigen Erbauung, was dem Hörenden Gnade
gibt. Also stell dir vor, du willst
jemanden spontan besuchen, eine Familie, und du stehst dort vor
der Tür und hörst plötzlich, wie sie sich streiten und wie
sie sich laut anschreien und denkst dir, oh, das ist heftig.
Und jetzt? Was machst du mit dem, was du
erlebt hast? Weitertragen? Oder sprichst du es in einem
passenden Moment an und sagst du, ich habe gehört, dass ihr
euch gestritten habt. Möchtet ihr darüber sprechen? Möchtet ihr vielleicht mal mit
den Pastoren sprechen? Vielleicht wäre das gut. Also du bist da
als jemand, der helfen will, der den Ruf retten will. Vielleicht
sagst du ja, aber ich... Aber was, wenn ich Rat brauche?
Also du erlebst etwas, du weißt nicht, wie du damit umgehen sollst?
Ja, dann frag reifere Christen und benutze vielleicht nicht
den Namen. Sag, was würdest du tun, wenn du mitbekommen hättest,
dass ein Paar sich streitet? Soll ich mich einmischen? Was
soll ich tun? Verstehst du, tu alles dafür,
dass du den Ruf, das Ansehen von deinen Mitchristen nicht
beschädigst, sondern alles dafür einsetzt, dass sie einen guten
Ruf haben. Achtung! Es geht eben nicht darum, Sünde
unter den Teppich zu kehren. Wenn du denkst, es handelt sich
hier um eine Sünde, die du nicht einfach übersehen kannst, dann
tue, was der Herr dir sagt und sprich mit der Person unter vier
Augen. Denn das Gesetz sagt in 3. Mose 19, Vers 17, Du sollst
deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen. Du sollst deinen
Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld
trägst. Also eine einfache Regel. Halte
deinen Unmut für dich selbst. Kläre das mit der Person. Es
gibt Sünden, die man im Vier-Augen-Gespräch ansprechen muss. Und es gibt
Dinge, weißt du, die kannst du auch einfach übersehen. Die kannst du auch einfach übersehen.
Hast du davon schon mal was gehört? Es heißt sogar in Sprüchen 19,
Vers 11, die Einsicht eines Menschen macht ihn langmütig. Jetzt hör
einmal. Und sein Ruhm, sein Ruhm ist
es, Vergehungen zu übersehen. Wie schlimm ist das eigentlich,
wenn man mit Menschen zusammen ist, wo man ständig Angst hat,
irgendwas falsch zu machen? Wo man sich ständig unter Druck
gesetzt fühlt, beobachtet fühlt, weil man denkt, vielleicht sage
ich was Falsches und so weiter. Ich kann niemandem irgendwie
Genüge leisten und unter irgendwie gereichen, dass ich heilig genug
bin. Lern doch mal, Langmut zu haben,
vieles zu übersehen. Es ist der Ruhm einer Person,
dass sie nicht ständig an jedem immer rummeckern muss. Sondern es ist Schön ist, mit
dieser Person zusammen zu sein, weil diese Person nicht gegen
einen ist und voller Kritik sucht, sondern eine Person ist, die
dir freundlich gesonnen ist, die dein Bestes sucht. Korrigiere auch nicht einfach
für dich selbst. Also was ich damit meine ist,
wenn du eine Sache ansprechen musst, dann tust du das wirklich,
weil dir diese Person wichtig ist. Also korrigiere nicht einfach
selbst für deine eigene Genugtuung. Jesus sagt, unser Herr sagt,
wir sollen unseren Bruder korrigieren, um unseren Bruder zu gewinnen.
Oder wenn er das Bild benutzt, von dem Splitter aus dem Auge
des Bruders zu ziehen, dann ist das etwas Hilfreiches. Dann tust du das zum Wohl des
Bruders, nicht weil du selber einfach verletzt bist. Wenn du
korrigierst, dann aus Liebe zum Besten dieser Person. Ja, und
was ist, wenn du mit dieser Person sprichst, wenn du was mit dieser
Person erlebt hast und du hast das geklärt mit ihr? Weißt du, es heißt in Sprüche
12, Vers 16, der Unmut des Narren tut sich am selben Tag kund,
aber der Kluge verbirgt den Schimpf. Noch einmal. Der Unmut des Narren
tut sich am selben Tag kund, aber der Kluge verbirgt den Schimpf.
Also es ist ein Mangel an Weisheit und Klugheit, Selbstbeherrschung,
wenn du immer gleich aus der Haut fährst, weil dir irgendwas
passiert ist und immer gleich schimpfen musst. Ein Kluger kann diesen Schimpf
auch verbergen. Und nicht einfach, vielleicht
auch vorschnell ein Urteil fällen, weil es heißt in Johannes 7,
Vers 51, richtet denn unser Gesetz den Menschen, ehe es zuvor von
ihm selbst gehört und erkannt hat, was er tut? Also es ist
auch eine einfache Regel. Bilde dir erst ein Urteil, wenn
du mit dieser Person gesprochen hast. Vielleicht siehst du das
Ganze in einem komplett falschen Licht. Vielleicht fehlt dir etwas
an irgendwelchen Informationen. Rede mit dieser Person und versuch
deinen Bruder zu gewinnen, anstatt ihr schaden zu wollen, indem
du weiterträgst, was sie getan hat und ihr Ansehen schadest. An dieser Stelle Lasst mich noch sagen, dass vielleicht
einige sagen werden, aber ihr Pastoren, ihr habt doch gelästert
in der Corona-Zeit, haben uns viele gesagt. Ihr habt doch da
Videos gemacht über Personen und ihr habt doch dort gegen
sie geredet. Ihr hättet doch zum Hörer greifen
müssen und diese Person persönlich anrufen müssen. Wenn jemand etwas Falsches der
Öffentlichkeit sagt, zu allen Gemeinden, dann muss er auch öffentlich
zurechtgewiesen werden vor allen Gemeinden. Es reicht nicht, wenn wir mit
den genannten Personen privat gesprochen hätten, weil hier
sind keine privaten Probleme. Hier geht es nicht darum, dass
wir irgendwie was miteinander zu tun hatten. Es geht hier nicht
um eine persönliche Ebene, sondern es geht um öffentliches für alle
Gemeinden in unserem ganzen Land sichtbares Fehlverhalten. Stell
es dir so vor, wenn du siehst, dass von jemandem die Armbanduhr
falsch läuft. Das ist in Ordnung, wenn du ihn
persönlich ansprichst und ihm das sagst. Wenn aber der Kirchturm
im Dorf, wenn da die Uhr falsch läuft, dann reicht das nicht,
mit Leuten persönlich zu reden. Dann muss öffentlich gesagt werden,
diese Uhr läuft falsch. Ihr könnt euch nicht daran orientieren.
Versteht ihr? Wir sehen das so deutlich in
Galater Kapitel 2, Abvers 11. Da schreibt der Apostel Paulus
seiner Begegnung mit Petrus. Als aber Kephas nach Antiochien
kam, Kephas, das ist Petrus, widerstand ich ihm ins Angesicht,
weil er dem Urteil verfallen war. Denn bevor einige von Jakobus
kamen, hatte er mit denen aus den Nationen gegessen. Als sie
aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, da er sich
vor denen aus der Beschneidung fürchtete. Und mit ihm heuchelten
auch die übrigen Juden, sodass soebst Barnabas durch ihre Heuchelei
mit fortgerissen wurde. Aber als ich sah, dass sie nicht
den geraden Weg der Wahrheit des Evangeliums wandelten, sprach
ich zu Kephas vor allen. Wenn du, der du ein Jude bist,
wie die Nation lebst und nicht wie die Juden, wie zwingst du
die Nationen, jüdisch zu leben? Was öffentlich geschieht, vor
allen, vor den ganzen Gemeinden in Deutschland, muss öffentlich
angesprochen werden. Es ist außerdem kein Lästern,
wenn wir warnen vor Menschen und sogar mit Namen. Wenn wir warnen vor Wölfen und
sogar sagen, welche sie sind. Wie viele Stellen soll ich hier
nennen in der Heiligen Schrift? Wie viele Menschen werden mit
Namen genannt? Wir lesen in 1. Timotheus 1,
Vers 20, unter denen ist Themineus und Alexander, die ich dem Satan
überliefert habe, damit sie durch Zucht unterwiesen würden, nicht
zu lästern. Und 2. Timotheus 4, Vers 14,
Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses erwiesen. Der Herr
wird ihm vergelten nach seinen Werken. Die Leute sollten gewarnt
sein vor Alexander, dem Schmied. Versteht ihr den Unterschied? Lasst mich das nochmal zusammenfassen.
Also lästern ist, über jemanden Informationen zu verbreiten,
die seinem Ruf schaden, obwohl es gar nicht nötig war, dass
du diese Informationen weitergibst und obwohl du mit dieser Person
von Angesicht zu Angesicht hättest sprechen sollen. Kommen wir zum dritten Punkt.
Warum lästern wir überhaupt? Es gibt so viele Gründe, warum
wir lästern. Aber der eigentliche Hauptgrund
ist doch der, weil wir böse sind. In Matthäus 15, Vers 19 heißt
es, unser Herr sagt, denn aus den Herzen kommen hervor böse
Gedanken. Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei,
falsche Zeugnisse, Lästerung. Lästerungen kommen von uns wegen
unserem bösen Herz. Und das ist jetzt eine ganz wichtige
Lektion. Lästern offenbart in Wahrheit
dein Herz, nämlich das Böse in deinem Herzen. Wir denken immer,
wenn wir lästern, dann weil andere Menschen böse sind. In Wirklichkeit
lästerst du, weil du böse bist. Die Sünden anderer sind keine
Legitimation für dich zu lästern. Lässt das du, zeigst du nur,
dass du ein Sünder bist und dass du böse bist im Herzen. Wenn
jemand also zu mir kommt und redet und einen anderen Menschen
schlecht macht, denkt der in dem Moment, oh ich mach den anderen
jetzt so richtig schlecht. Du merkst gar nicht, dass du
dich in diesem Moment richtig schlecht machst. Du willst mir
zeigen, wie schlecht jemand anderes ist? Du zeigst mir in Wirklichkeit,
was in deinem Herzen ist. Wir lästern, weil wir böse sind.
Aber lass mich noch ein paar Gründe nennen, um uns auch selber
zu reflektieren, warum wir dieses Böse aus unserem Herzen weitergeben.
Es gibt viele Gründe. Lass mich nur drei nennen. Zunächst
einmal haben wir Freude daran zu lästern, an böser Unterhaltung.
Wir lästern, weil es Spaß macht. Es ist Unterhaltung. Es ist immer
wieder interessant, was Neues zu hören. Spannende Erzählungen
darüber, über Geheimnisse und wie sich jemand anderes dumm
benommen hat und wie er sich blamiert hat. Wir sind dann wie
die Athener, von denen es heißt in Apostelgeschichte 17, alle
Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten
ihre Zeit mit nichts anderem zu, als etwas Neues zu sagen
und zu hören. Es geht immer darum, was Neues
zu sagen, was Neues zu hören. Wir lieben es einfach, wenn bei
anderen etwas passiert und besonders, wenn bei anderen etwas schiefläuft. Das ist keine Liebe und fürsorgliches
Interesse und Aufmerksamkeit, das ist einfach Sensationsgier. Das darf davon leben, diese Klatschblätter,
diese Boulevardzeitschriften, diese Prominues und so, der hat
wieder eine neue Scheidung, der hat eine neue Schmutzwäsche. Meistens einfach, weil wir Langeweile
haben, weil unser eigenes Leben so langweilig ist. Und wir haben
verlernt, Lust zu haben an den Herrn, an heilige Dinge, darüber
zu sprechen. Wie es heißt in Malachi Kapitel
3, Vers 17, da unterredeten sich miteinander, die den Herrn fürchten.
Und der Herr merkte auf und hörte. Und ein Gedenkbuch wurde vor
ihm geschrieben für die, die den Herrn fürchten und die seinen
Namen achten. Wir sollten heilige Konversationen,
heilige Unterhaltungen haben. Etwas, worauf der Herr achtet,
worüber er Buch führt. Wir haben verlernt, unsere Lust
zu haben am Herrn. Unsere Freude zu haben an den
Dingen des Herrn und darum, über ihn zu sprechen, stattdessen
sprechen wir gerne viel zu viel über andere Menschen. Außerdem
lästern wir wegen unserem eigenen schwachen Selbstwertgefühl. Wisst ihr, was macht man denn,
wenn man unzufrieden ist mit seinem eigenen Leben, unzufrieden
ist mit sich selbst? Was kann man denn machen, um
sein eigenes Selbstwertgefühl irgendwie zu steigern? Oder wenn
man selbstgerecht ist und sich irgendwie besser fühlen mag als
andere? Dann ist man förmlich sichtig danach, darüber nachzudenken,
was andere falsch machen. Wenn andere schlecht sind, fühlt
man sich selbst viel, viel besser. Und man steht selbst in einem
viel besseren Licht da. Wenn man schockiert ist von dem
Versagen anderer, dann wirken die eigenen Fehler nicht mehr
ganz so schlimm. Dann fühlen wir uns erhaben und
besser. Je mehr ein Mensch lästert, desto
selbstgerechter ist er auch, denn er hält sich für etwas Besseres. Dann sind wir wie die Pharisäer. Gott, ich danke dir, dass ich
nicht so bin, wie dieser oder jener. Manche lästern tatsächlich,
um sich besser zu fühlen. Das kann mit Neid und Eifersucht
zu tun haben. Das kann damit zu tun haben,
dass man andere herabstufen will, um selber im Ansehen irgendwie
zu wachsen. Es hat auch manchmal was zu tun
mit einem Gefühl des Eingeweihtseins, das Wissen es macht. Ja, der
hat mir das erzählt und ich weiß das und der hat es nur mir erzählt. Und irgendwie denken wir, sind
wir dann besonders? Ja, oder manche suchen einfach Aufmerksamkeit
durch Klatsch und Tratsch. Dir sind Zuhörer garantiert,
wenn du Dinge weiter zu sagen hast. Es stiftet sogar manche Gemeinschaften.
Es gibt die Läster-Schwestern. Habt ihr davon mal gehört? Es fördert doch die Gemeinschaft,
wenn man zusammenkommt und mal einen ordentlichen Kaffee abhalten
kann. Oder zwei Kollegen, die sich
vielleicht gar nicht so gut leiden können, aber wenn sie gemeinsam
lästern über den Chef, dann sind sie miteinander aber beste Freunde. Manche lästern also. Vielleicht
auch wenn nur unbewusst, um das eigene Ansehen zu stärken, um
sich selber besser zu fühlen. Andere tun es, weil sie wirklich
diesen bösen Drang der Genugtuung suchen. Also wenn dich jemand
verletzt hat, wie reagierst du darauf? Anstatt mit Milde zu
segnen und die Versöhnung zu suchen und die Schuld anzusprechen,
will man sich unbewusst rächen. Man will gar nicht, dass diese
Person um Vergebung bittet. Man will im Grunde Böses mit
Bösem vergelten. Also man fühlt sich als Opfer
im Recht zu lästern. Die Person hat mich verletzt,
also kann ich ihr Ansehen verletzen. Dann vergelten wir Böses mit
Bösem und haben nie gelernt, mit eigenen Verletzungen und
Enttäuschungen umzugehen. Wisst ihr, viele können anderen
mal richtig ordentlich die Meinung geigen, aber können kein Gespräch
führen, um mal richtig ordentlich sich zu versöhnen. Und dann behält man das im Herzen,
es wird tiefer, es frisst sich rein, es nagt an einem, man wird
immer unzufriedener. Und das kann dazu führen, dass
man generell unzufrieden ist mit allen Menschen. Solche Menschen,
die nicht gelernt haben, Konflikte zu lösen in ihrem eigenen Leben,
werden beziehungsunfähig in ihrem Leben. Du kannst eine kurze,
oberflächliche Beziehung, also eine Freundschaft haben mit jemandem
und dann ist das Ganze wieder vorbei, weil du nie gelernt hast,
dass Beziehungen auch immer Konflikte mit sich bringen, dass wir einander
vergeben müssen, dass wir einander annehmen müssen, dass wir aneinander
arbeiten müssen. Und viele lästern einfach, weil
das ihr Ventil ist. Ja, es brodelt in ihnen, sie sind emotional
überfordert. Und dann suchen sie einen Ventil,
um ihren Ärger mal richtig Luft zu machen, wie so ein Vulkan,
der ausbricht. Und dann greifen sie zum nächsten Telefonhörer
und lästern mal ordentlich ab. Und wenn sie dann jemanden haben,
der dann noch sagt, ja, das finde ich auch ganz schrecklich, dann
fühlt man sich wieder besser. Anstatt das Ganze ins Gebet zu
bringen und alle Last vor dem Herrn auszuschütten. Lasst uns zu dem vierten Punkt
kommen. Warum ist Lestern so gefährlich? In allererster Linie,
weil Gott es strengstens untersagt hat. Und ich habe ja nun wirklich
nicht alle Stellen hier aufgelistet. Wir könnten den ganzen Tag weitermachen. Lesen wir mal im Psalm 15, Verse
2 und 3. Herr, wer wird in deinem Zelt
weilen? Wer wird auf deinem heiligen
Berg wohnen, der in Lauterkeit wandelt und Gerechtigkeit wirkt
und Wahrheit redet von Herzen, nicht verleumdet? mit seiner
Zunge, nicht Böses tut seinem Gefährten und keine Schmähungen
bringt auf seinen Nächsten. Wir wohnen nicht auf Gottes heiligem
Berg, wenn wir diese Dinge tun. Oder Paulus sagt in 1. Korinther
6, Vers 10, noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde,
noch Schmäher, nämlich Lästerer, noch Räuber werden das Reich
Gottes erben. Also in erster Linie, wenn du
lästerst, schadest du dir selbst. weil Gottes verabscheut. Wenn jemand meint, er diene Gott
und zügelt nicht seine Zunge, sondern betrügt sein Herz, dessen
Gottesdienst ist nichtig, meine nicht, dass du das einfach tun
kannst und Gott schweigt dazu. Er erspricht das an. Unser Herr,
unser Gott im Psalm 50, da heißt es ab Vers 20. Deinen Mund ließest
du los zum Bösen und trug, flocht deine Zunge. Du saßest da, redetest
gegen deinen Bruder, gegen den Sohn deiner Mutter stießest du
Schmähungen aus. Dies hast du getan, und ich schwieg. Und du dachtest, ich sei ganz
wie du. Ich werde dich strafen und es
dir vor Augen stellen. Verstehst du? Schmähungen gegen
seinen Bruder, der kauft es durch das Blut seines Sohnes. Schmähungen auszustoßen. Sei dir sicher, dass der Vater
im Himmel das diszipliniert, das strafen wird, das züchtigen
wird. Aber du hast nicht nur ein Problem
mit Gott, du wirst auch merken, dass du Probleme hast mit deinen
Mitmenschen. Denn es heißt in Sprüche 25, Vers 23, Nordwind
gebiert Regen. und deine heimliche Zunge verdrießliche
Gesichter. Hier wieder, du schadest dir
selbst, denn du zerstörst deine Gemeinschaft mit deinen Mitmenschen. Und selbst innigste Gemeinschaftsfreundschaften
können kaputt gehen. Weil deine Worte sind wie Schwertstiche.
Es heißt in Sprüche 12, Vers 18, da ist jemand, der unbesonnene
Worte redet, gleich Schwertstichen. Aber die Zunge der Weisen ist
Heilung. Sprüche 16, Vers 28. Ein verkehrter
Mann streut Zwietracht aus und ein Ohrenbläser entzweit Vertraute. Also das kann passieren. Dass
Menschen, die miteinander vertraut sind, dass sie entzweit werden. Lästern richtet nur Schaden an. Es bringt Gottes Zorn auf dich.
Seine Strafe missverletzt Menschen. Es zerstört ihren Ruf. Es entzweit
Menschen. Es schadet Familien, Ehen, Freundschaften,
Gemeinden. Wie Jakobus sagt in Jakobus 3,
Vers 6. Und die Zunge ist ein Feuer,
die Welt der Ungerechtigkeit. Die Zunge erweist sich unter
unseren Gliedern als die, die den ganzen Leib befleckt und
den Lauf der Natur anzündet und von der Hölle angezündet wird. Also die Zunge, sie löst einen
Brand aus, brennend durch die Hölle. Du schadest dem Ansehen
anderer, du schadest dir selbst, du schadest deiner eigenen Seele
und zerstörst Beziehungen und es kann sogar Gemeinden kaputt
machen. Darum nun fünftens, wie können
wir den Lästern widerstehen? Lass mich da einige praktische
Hinweise geben. Erstens, erkenne doch erstmal
die Boshaftigkeit, die Sündhaftigkeit vom Lästern. Dass du über die
Sündhaftigkeit dieser Sünde nachdenkst. Dass es für dich keine Kleinigkeit
mehr ist, sondern du verstehst, wie ernst Gott das nimmt. Dass du nämlich durch Gottes
Gnade, durch seine Heiligung, dadurch, dass du sein Wort diesbezüglich
studierst, eine heilige Abneigung entwickelst gegen alles Lästern. Dass du dich unwohl fühlst, wenn
gelästert wird. Dazu bete täglich um die Gnade,
dass Gott auch deinen Mund bewahrt. Wir lesen im Psalm 141, Vers
3. Setze, Herr, meinem Mund eine Wache, behüte die Tür meiner
Lippen. Dass du betest, dass der Herr
dir Gnade gibt, dass du acht gibst auf jedes Wort. Und darum
zweitens übe dich, deine Zunge darin zu kontrollieren. Also
sei langsam bedacht zum Reden, wie Jakobus sagt. Also prüfe
dich. Im Grunde installiere einen Filter
für dein Reden. Ist das, was ich jetzt sage,
wirklich nötig? Verteidige ich gerade das Ansehen
eines Bruders oder greife ich den Bruder unrechterweise an? Das, was ich hier weiß, ist es
nötig, dass ich es weiter sage? Habe ich den persönlichen Kontakt
gesucht? Wäre das für mich okay, wenn
jemand das über mich weitererzählen würde? Es heißt in Sprüche 10, Vers
19, bei der Menge der Worte fehlt Übertretung nicht. Wer aber seine Lippen zurückhält,
ist einsichtsvoll, so wenn du die ganze Zeit nur schnatterst. Es gibt Menschen, die telefonieren
den ganzen Tag. Sie haben nichts anderes zu tun,
als zu reden und zu reden über alles und jeden. Wo viele Worte
sind, da geht es nicht ohne Übertretung, ohne Sünde einher. Wer aber seine
Lippen zurückhält, ist einsichtsvoll." Sprüche 17, Vers 27. Wer seine Worte zurückhält, besitzt
Erkenntnis. Und wer kühlen Geistes ist, das
ist der verständige Mann. Kühlen Geistes zu bleiben. Überlegt zu antworten. Drittens, sprich auch bewusst
positive Dinge. Also achte darauf, dass du nicht
jemand bist, der einfach immer nur negativ redet. Es heißt in
Römer 12 Vers 21, lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern
überwinde das Böse mit Gutem. Also wenn du nichts Positives
über den Menschen zu sagen hast, dann sag doch besser nichts. Und wenn das ein Kind Gottes
ist, mit dem du zu tun hast, und dieses Kind Gottes ist erkauft
durch das Blut Christi, gerechtfertigt und bewohnt vom Heiligen Geist,
denk zehnmal nach, was du über diese Person zu sagen hast. Und
ich sage euch, wer arm ist an Lob für andere, der ist voll
von Lob für sich selbst. Widerstehe doch diesem negativen
Geist, dieses ständig an andere rundnörgeln zu müssen und immer
Kritik zu haben. Paulus sagt uns doch in Römer
12, Vers 10, in der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in
Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend. Ehrerbietung heißt Wertschätzung,
einander mit Achtung vorangehen. Und wir könnten jetzt all diese
Stellen uns anschauen. Studier das mal, wenn du möchtest,
wie Paulus über Geschwister redet. Sogar über die Geschwister, die
große Probleme haben, wie die in Korinth. Lern, ein Mensch zu sein, der
baulich und der positiv spricht, der andere ermutigt und stärkt
und aufrichtet. Das heißt nicht, versteht mich
nicht falsch, das heißt nicht, dass es nicht Gelegenheiten und
Zeiten gibt, wo wir negativ reden müssen, weil es nötig ist. Aber unsere Zunge uns gegenüber
als Gemeindeglieder soll erbaulich sein. In allererster Linie. Darum viertens, wenn andere lästern,
dann hör nicht zu, sondern unterbricht das Lästern. Lästern ist eine
Sünde. Also wenn jemand eine Person
körperlich verletzt, wenn du das siehst, dann gehst du dazwischen,
um diesen Menschen zu verteidigen, richtig? Was ist bei der Verletzung
von Ehre und Rufmord? Gehst du da auch dazwischen? Es heißt in Sprüche 17 Vers 4, Ein Übeltäter horcht auf die
Lippe des Unheils. Ein Lügner gibt Gehör der Zunge
des Verderbens. Also hört zu. Er widerspricht
nicht. Es ist also nicht nur deine Pflicht,
nicht zu lästern. Es ist auch deine Pflicht, nicht
beim Lästern einfach mitzumachen, nicht einfach zuzuhören, sondern
du sollst diese stille Post unterbrechen. Ein wunderbares Wort aus Sprüche
26, Vers 20. Da heißt es, wo es an Holz fehlt,
erlischt das Feuer. Und wo kein Ohrenbläser, also
Verleumder, da ist, hört der Zank auf. So wie das Lagerfeuer
oder das Feuer zum Kochen aufhört, wenn du kein Holz mehr hast,
so wird auch Zank und Streit und all das aufhören, wenn derjenige,
der rumläuft und lästert, endlich aufhört. Also hör auf, diese
stille Post weiterzutragen. Klatsch und Tratsch. Dieser Tratsch,
dieser gegenseitige Austausch, dass man noch Öl ins Feuer gießt
und im Grunde die Gerüchteküche geradezu brodelt. Hör auf damit. Stopp du es. Jemand sagt zu dir,
Bruder, X und Y hat dieses oder jenes gemacht. Wirklich? Hast du schon mit ihr gesprochen?
Nein? Komm, lass uns gleich hingehen und das klären. Sag etwas Positives über die
Person. Ich hörte von einer Familie,
da war es so, die Regel, wenn so, die haben viele Kinder, ja,
aus Amerika, wenn die so am Tisch waren und dann hat einer angefangen
so ein bisschen zu lästern, hat der Vater eingegriffen und hat
gesagt, ja, aber er ist ein guter Schwimmer. Und das war das Signal
für alle, okay, jetzt ist vorbei. Hört auf, so zu reden. Hört auf,
so zu reden. Er unterbricht es und sagt etwas
Positives. Sei doch nicht der Verkläger
der Brüder. Weißt du, dass das Satans Rolle
ist? Der ist der Verkläger der Brüder.
Du solltest der Verteidiger der Brüder sein. Stell dir vor, jemand sagt etwas
Schlechtes über dich und ich bin dabei. Was würdest du dir
wünschen von mir? Was soll ich tun als dein Pastor? Soll ich für dich einstehen?
Soll ich deinen Ruf verteidigen? Ja, oder? Ich wünsche mir dasselbe
von dir. Und wir wünschen das uns jeder,
jeder von dem anderen. Das erwartet man doch von Freunden
und besonders von Geschwistern. verteidigen, einander verteidigen,
Schulter an Schulter stehen. Und ja, jeder von uns hat Macken
und Fehler und große Probleme. Deswegen sind wir doch erkauft
durch das Blut und stehen zusammen und wollen einander helfen. Ihr
wisst das, wie oft ich das schon gesagt habe. Wir sind ein Krankenhaus. Hier sind die Leute eingeliefert,
die erkannt haben, also sie sind Sünder. Und es gibt nur einen
Arzt, den Herrn Jesus Christus. Und jetzt helfen wir einander.
Jetzt wachsen wir miteinander mehr und mehr an die Reife Jesu
Christi. Und generell gesprochen, weißt
du, wenn du etwas hörst, dann glaub doch nicht immer gleich
alles. Weil du hast bisher nur die eine
Seite gehört. Und wir sollen uns nicht vorschnell
ein Urteil bilden. Wir sehen das, ihr wisst, David
sollte umgebracht werden. Und dann lesen wir in 1. Samuel
24, wie David dem König da begegnet. 1. Samuel 24, Vers 9. Danach machte sich David auf
und ging aus der Höhle hinaus und rief hinter Saul her. Meine
Herren, König! Und Saul sah sich um und David
neigte sein Gesicht zur Erde und warf sich nieder. Da sagte David zu Saul, hör mal,
warum hörst du auf die Worte von Menschen, die sagen, siehe,
David sucht ein Unglück? Warum hörst du darauf? Warum glaubst du das einfach? Denkst du so gering von mir? Wenn wir Dinge hören und auch
noch von hören sagen, warum gehen wir immer von dem Schlechtesten
aus, dass es genau so war? Und Gerüchten wird häufig mehr
Glauben geschenkt als Fakten. Und die bleiben häufig viel länger
im Gedächtnis. Generell, vermeide es, ein Mensch
zu sein, der anderen gegenüber einen negativen Geist hat, eine
Grundhaltung, die giftig ist. Ein Herz, das gefüllt ist, in
der eine bittere Quelle sprudelt und anderen bloß negativ gegenüber
ist. Liebe lässt sich nicht erbittern. Liebe glaubt alles. Wir könnten
jetzt noch weiter aufzählen, was die Liebe so tut, aber heißt
das, dass wir naiv sein sollen? Heißt das, dass wir alles glauben
und jeder kann sündigen, wie er will? Nein! Das bedeutet es nicht. Aber es
bedeutet in der Gemeinde Jesu, das Wohl des anderen zu suchen
und nicht gegeneinander zu sein. In Sprüche 20, Vers 19 heißt
es übrigens, wer anvertrautes Preis gibt, geht als Verleumder
umher und mit dem, der seine Lippen aufsperrt, lass dich nicht
ein. Halt dich doch fern von Menschen,
die ständig Geheimnisse ausplaudern, die ständig lästern müssen, die
ständig... Halt dich doch einfach fern von
denen. Lass dich nicht auf diese negative Weise ein. Und lerne auch, statt zu lästern,
Dinge zu übersehen und aufzuhelfen. Nochmal, Sprüche 19 Vers 10,
die Einsicht eines Menschen macht ihn langmütig und sein Ruhm ist
es, an der Übertretung vorüberzugehen. Es gibt Dinge, die sollen wir
übersehen. Ja, es gibt Dinge, die braucht
man nicht ansprechen. Du musst weise unterscheiden,
wann ist es Zeit, anzusprechen und wann nicht. Aber Wie gehst
du mit Verfehlungen von Geschwistern um? Bist du jemand, der ihre
Ehre sucht, wie Paulus das sagt? Er sagt, der Leib Jesu Christi,
der besteht aus ehrenvollen Gliedern und dann auch aus welchen, die
sind eher nicht so ehrenvoll. Er meint den Schambereich des
Menschen. Wie gehen wir mit denen um? Wir
bedecken ihn mit besonderer Ehre. Wir decken das besonders zu.
Wir achten besonders darauf, dass die Scham nicht für jeden
sichtbar wird. So sollen wir miteinander umgehen.
Und so heißt es in Genesis Kapitel 9, wir lesen dort, dass Noah
zu viel Wein trank. Und Noah trank von dem Wein und
wurde betrunken und lag entblößt im Inneren seines Zeltes. Und
Ham, der Vater Kanans, sah die Blöße seines Vaters. Was tut
dieser Mann jetzt? Wie reagiert er auf die Schande
seines Vaters? Er geht, er berichtet es seinen
Brüdern. Unser Vater, er liegt dort nackt,
wie beschämt. Das kann doch wohl nicht wahr
sein. Schaut euch das mal an. Was tun die beiden Brüder? Da
nahmen Sam und Japheth das Obergewand und legten es beide auf ihre
Schultern und gingen damit rückwärts und bedeckten so die Blöße ihres
Vaters. Ihre Gesichter aber hielten sie
so rückwärts gewandt, dass sie die Blöße ihres Vaters nicht
sahen. Das heißt, sie bedeckten die
Schmach und hier in dem Fall diese Schuld ihres Vaters. Was war die Folge? Der Fluch
Gottes kam über Han, Vater Canans, aber der Segen kam über Sem und
Japheth, weil sie die Schwäche ihres Vaters bedeckten. Sie haben ihren Vater geehrt,
der so ehrenlos gehandelt hat in diesem Moment. Sprüche 11,
Verse 12 und 13. Wer seinen Nächsten verachtet,
hat keinen Verstand. Aber ein verständiger Mann schweigt
still. Wer als Verleumder umhergeht,
deckt das Geheimnis auf. Wer aber treuen Geistes ist,
deckt die Sache zu. Oder 1. Petrus 4, Vers 8? Vor
allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe, denn die
Liebe bedeckt eine Menge von Sünden. Sprüche 10, Vers 12? Hass erregt Zänkereien, aber
Liebe deckt alle vergehend zu. Lasst mich das deutlich sagen. Gott hasst es, wenn wir Schwächen
und Sünden von Geschwistern weitertragen, statt sie zuzudecken. Und jetzt
Achtung! Heißt das, sie sollen fimpelgerade
sein lassen, Dinge unter den Teppich kehren? Nein, die Söhne von Noah, sie
sagten nicht, ach ist doch nicht so schlimm. Sie erkannten, dass
es eine Schande war. Aber liebevoll, fürsorglich,
ohne sich selbst schuldig zu machen, wollten sie es bedecken. Bist du ein Zudecker? Oder jemand, der weiterträgt?
Wenn Sünde da ist, noch einmal, wir wollen nicht mit Sünde leichtfertig
umgehen und das einfach verschweigen und so tun, als sei da nichts. Das ist doch Gang und Gebe in
so vielen Gemeinden heutzutage. Bloß nicht mehr Sünde ansprechen,
bloß kein Fehlverhalten ansprechen und die Pastoren haben bloß kein
Wort in meinem Leben zu sprechen, in meinem Privatleben. Das ist
nicht biblisch. Verstehen wir auch, dass all
das, was wir tun, von dieser Liebe getrieben sein muss, dass
wir die Ehre unserer Geschwister suchen? Darum lerne nicht über
Menschen, sondern mit Menschen zu sprechen. Das ist der sechste
Punkt hier. Rede zu Leuten und nicht über
sie. Versetze dich in ihre Lage, überlege,
was du dir wünschen würdest. Nämlich, dass jemand lieber mit
dir redet als über dich. Geh hin und nicht einfach zu
deiner eigenen Genugtuung. Ich suche meine Ehre, ich bin
verletzt und ich will meine Rache. Sondern wenn aber dein Bruder
sündigst, so geh hin und überführe ihn zwischen dir und ihm allein,
damit du deinen Bruder gewinnst. Du suchst das Wohl deines Bruders. Und wenn dir etwas anvertraut
ist, dann heißt es, Sprüche 11, Vers 13, Wer aber als Verleumder
umhergeht, gibt anvertrautes Preis. Wer aber zuverlässigen
Sinnes ist, hält die Sache verborgen. Also dann behalt es für dich.
Widerstehe. Denke bewusst darüber nach, was
du tust. dass der Herr in allem dein Reden
heiligt. Und nun sechstens, der sechste
Punkt. Was tun, wenn du gelästert hast? Jeder von uns hat das getan. Jeder. Was machen wir jetzt? Vielleicht kennst du die Erzählung
Seine Frau sehr viel lästerte und kam zu der Erkenntnis, dass
das nicht gut war und sie bekannte ihre Schuld vor einem Gelehrten,
einem Geistlichen und hörte, was soll ich jetzt tun, um meine
Sünde wieder gut zu machen. So, und er sagte, bring ein Kissen,
gefüllt mit Federn, schneid es auf, leg eine Feder vor jeder
Türschwelle einer jeden Person, über die du gelästert hast. Die ganze Nacht war sie unterwegs
im Dorf. Das Kissen war am Ende leer.
Sie kommt und sagt, sie hat's getan. Und jetzt? Was jetzt? Nun gut, sagt der Mann, geh nun
hin und sammle jede einzelne Feder wieder auf. Das ist unmöglich. Der Wind hat
die Federn in alle Windrichtungen ausgebreitet. So sage ich dir,
es ist unmöglich, alle Lästerung zurückzunehmen und das wieder
gut zu machen. Falsche Gerüchte, üble Nachrede
verbreiten sich in alle Richtungen. Und darum heißt es in Sprüche
10, Vers 18, wer Verleumdung ausstreut, ist ein Narr, ein
Idiot, ein Dummkopf, ein Tor. Du kannst es nämlich nicht einfach
wiedergutmachen. Wo du es kannst, wo du die Möglichkeit
hast, etwas wieder richtig zu stellen, da tue es. Bitte um
Vergebung. Trauere über deine Sünde. Bitte
Gott um Vergebung. Und lass mich dir noch das sagen. Christus, unser Herr, er hat
nie gelästert. Und weißt du, was wir durch ihn
haben und sein Opfer? Vergebung unserer Schuld. Ihr
kennt diese Stelle aus Matthäus, Kapitel 12, Vers 31. Da heißt
es, deshalb sage ich euch, jede Sünde und Lästerung wird den
Menschen vergeben werden, aber die Lästerung des Geistes wird
nicht vergeben werden. Wisst ihr, die meisten lesen
diesen Vers mit Angst und sagen, habe ich die Lästerung gegen
den Heiligen Geist begangen, aber schau mal, was hier eigentlich
für eine Verheißung drin steht. Hast du das gehört? Vielleicht
fragst du dich manchmal, ob gewisses Sünden Gott dir vergeben kann.
Es heißt hier, jede Sünde, Jede und auch jede Lästerung. An einer anderen Stelle hören
wir sogar Lästerung, die wir gegen Christus gesprochen haben. Jede
Lästerung wird uns vergeben werden. Hörst du das? Hast du gelästert? Überführt dich der Heilige Geist
durch sein Wort gerade. Vergebung ist möglich. Christus ist doch dafür am Kreuz
gestorben. Bitte ihn um Vergebung, um Reinigung. Bitte ihn um Heiligung. dass
du in Ford deine Zunge nicht mehr gebrauchst, um zu lästern,
sondern um zu loben. Nicht mehr am Nieder zu machen,
sondern um aufzubauen und Gerechtigkeit zu sprechen. Das führt uns jetzt
noch zu unserem letzten und siebten Punkt. Was ist, wenn über dich
gelästert wurde? Und zunächst einmal bringe es
vor dem Herrn. Wir sehen doch das Buch der Psalmen. Wir studieren
es mittwochs und lesen es jeden Sonntag. Wir lesen doch immer
wieder, wie David verlästert wurde und wie er kam und den
Herrn sein Leid klagte. Wie er sein Herz ausschüttete
vor dem Herrn. Das ist das Erste, was du tun
solltest. Nicht zum Telefonhörer greifen
und das anderen Menschen erzählen, dass du gelästert wurdest. Komm
zum Herrn. Schütte alles aus vor ihm. Dann lerne auch das zu tun, was
Christus gesagt hat. Er sagt nämlich in Lukas 6, aber
euch, die ihr hört, sage ich, liebt eure Feinde, tut wohl denen,
die euch hassen, segnet, die euch fluchen, betet für die,
die euch beleidigen, dem, der dich auf die Backe schlägt, biete
auch die andere da. Oder Petrus sagt, 1. Petrus 3,
Vers 8. Endlich aber seid alle gleichgesinnt,
mitleidig, voller brüderlicher Liebe, barmherzig, demütig und
vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schältwort mit Schältwort,
sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden
seid, dass ihr Segen erbt. Also wir beten sogar für unsere
Feinde, wir segnen unsere Feinde, die uns verlästern. Gleichzeitig,
gleichzeitig, wichtig, Betet David auch dafür, dass der Herr
doch die Lestermeuler stopfen soll? Also wir lesen zum Beispiel
im Psalm 31, Vers 19, Lasst verstummen die Lügenlippen, die in Hochmut
und Verachtung frech ist gegen den Gerechten reden. Und die
Psalmen sind voll davon. Und ja, das sind Dinge, die wir
auch als Christen beten können und sollen. Wir sehen das sogar
im Neuen Testament. 1. Timotheus 1, Vers 20 hatte
ich schon gelesen. Unter denen ist Thimmeneus und
Alexander, die ich dem Satan überliefert habe, damit sie durch
Zucht unterwiesen würden, nicht zu lästern. Er hat gebetet. Er hat in seiner Vollmacht sie
dem Satan überliefert. Die wurden wahrscheinlich exkommuniziert
aus seiner Gemeinde. Damit sie aufhören zu lästern,
kann der Satan sie schlagen. Also, wir sehen wir, wir segnen,
wir beten für die, die lästern gegen uns, aber wir beten auch,
dass Gott in seiner Gerechtigkeit eingreift und das Lästern stoppen
möge. Und wir vertrauen dabei auf Gottes
Gerechtigkeit. Wie es heißt in Römer 12, Vers
19, recht euch nicht Selbstgeliebte, sondern gebt Raum den Zorn Gottes,
denn es steht geschrieben, mein ist die Rache, ich will vergelten,
spricht der Herr. Verstehst du eigentlich, dass
du jedes Mal in Unglauben handelst, wenn du meinst, du müsstest jetzt
dich einfach selbst rächen und irgendwie Wege finden, um irgendjemandem
was reinzuwürgen? Gib doch Raum den Zorn Gottes! Versteh doch, dass er gerecht
ist, dass er jedes falsche Wort kennt, das gegen dich gesprochen
wurde. Und er wird dich verteidigen. Wo du Dinge richtig stellen kannst,
da hast du es auch Recht, das zu tun. Paulus verteidigt sich
vor Saul, wir haben es gelesen. Paulus verantwortet sich vor
Gericht und Paulus verteidigt sich auch vor den Korintern,
vor falschen Anklagen. Natürlich darfst du richtig Stellen,
wo falsche Dinge über dich ausgesprochen werden. Gerade da, wo es wirklich
um Rufmord geht, ja. Aber ansonsten, wirklich, ansonsten,
wenn Leute hier und dort abfällig über dich reden, nimm es dir
auch nicht zu sehr zu Herzen. Glaub nicht, dass die Welt untergeht,
weil so ein paar Menschenwürmer über dich irgendwas sagen. Spurgeon,
der viel verlästert wurde, er hat gesagt, weißt du, wenn irgendein
Mensch schlecht von dir denkt, so ärgere dich nicht über ihn,
du bist nämlich in Wirklichkeit noch viel schlimmer, als er denkt,
dass du es bist. Ja, also wir sind doch so vollkommen
verdorben, wir sind voll mit Dingen, wo man über uns lästern
könnte. Ja. Gott sieht es. Gott wird eingreifen. Nimm dich selbst nicht für zu
wichtig. Es gibt Momente, wo man sich
verteidigen sollte. Aber weißt du, du musst damit
leben, dass Menschen über dich schlecht reden. Du musst damit
zurechtkommen, dass nicht alle dich toll finden. Du musst damit
zurechtkommen, dass Leute dich missverstehen und dass sie falsche
Dinge über dich reden. Komm klar damit. Vertraue auf
Gott, dass er weiß, was richtig ist, dass er weiß, was gerecht
ist und dass er sich zu dir stellt. Und glückselig seid ihr, wenn
die Menschen euch hassen und wenn sie euch ausschließen und
schmähen und euren Namen als böse verwerfen, um des Sohnes
des Menschen willen. Groß wird euer Lohn sein in den
Himmeln. Der Herr wird strafen und der
Herr wird lohnen. Und wir werden gerichtet werden
für jedes unnütze Wort, das wir gesprochen haben. Und darum hier
in der Gemeinde unter den Geschwistern suchen wir Versöhnung. Kolosser 3, Vers 12, zieht nun
an. Als auserwählte Gottes, als heilige
und geliebte, herzliches Erbarmen, Güte und Demut und Sanftmut und
Langmut, einander ertragend und euch gegenseitig vergebend, wenn
einer Klage hat gegen den anderen, Wie auch der Christus euch vergeben
hat, so auch ihr. Und damit lasst mich schließen,
indem wir schauen auf Christus. Christus wurde für uns verlästert. Ihm wurde auf den Mund geschlagen. Und die Anklage lautete, er ist
ein Gotteslästerer. Dabei sind wir es. Auf unseren Mund müsste geschlagen
werden. Wir müssten sprechen wie Jesaja, der vor der Heiligkeit
Gottes Jesu Christi erscheint. Er spracht, wehe mir, ich vergehe,
ich muss vergehen. Ich bin ein Mann mit unreinen
Lippen und ich wohne in einem Volk mit unreinen Lippen. Und der Herr ist gnädig und barmherzig
und nimmt glühende Kohle vom Altar, reinigt den Mund des Propheten. Wir haben gesündigt mit unserem
Mund. Doch aus seinem Mund, aus dem Mund unseres Herrn Jesus
Christus ist kein Falsch gekommen. Er starb, den schmachvollsten
Tod eines Gottes Lästeres am Kreuz, dort wo wir hängen müssten. Damit wir gerettet werden, Vergebung
empfangen von all unseren Lästerungen, die wir gesprochen haben. Damit wir nicht verlästert werden
in alle Ewigkeit, sondern Ehre und Herrlichkeit haben, im Königreich Gottes für immer. Dass unser Name, der verlästert
würde und als Fluchwort eingehen müsste in die Geschichte der
Ewigkeit, dass unsere Namen geschrieben stehen im Himmel. Oh, freut euch, dass wir solch
einen Erlöser haben. Lasst uns ihm nicht vergeblich
Gottesdienst feiern, indem wir unsere Zunge einsetzen zum Bösen,
sondern mögen unsere Zungen ihn preisen. Von nun an bis in alle
Ewigkeit. Amen.
Sei kein Lästermaul!
Eine Auslegungspredigt von Pastor Peter Schild über Jakobus 1, 26.
__
Erfahren Sie mehr über uns: https://www.erb-frankfurt.de/
Unterstützen Sie unseren Dienst: https://erb-frankfurt.de/spenden/
Soziale Medien:
Facebook: https://www.facebook.com/erbfrankfurt
Instagram: https://www.instagram.com/erbfrankfurt/
Odyssee: https://odysee.com/@ERB-Frankfurt:d
SermonAudio: https://www.sermonaudio.com/source_detail.asp?sourceid=erb
| Sermon ID | 872370303605 |
| Duration | 1:13:25 |
| Date | |
| Category | Sunday Service |
| Bible Text | James 1:16 |
| Language | German |
© Copyright
2026 SermonAudio.