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Unser Predigtext für heute Morgen
findet sich in dem Buch der Psalmen. Und zwar betrachten wir heute
Morgen Psalm 119, Vers 67. Psalm 119, Vers 67. Hier heißt es in
Gottes heiligem Wort, Bevor ich gedemütigt wurde, irrte
ich. Jetzt aber halte ich dein Wort. Amen. Lasst uns beten. Unser geliebter Herr Jesus Christus,
wir beten zu dir, dass du uns durch dein Wort lernen mögest,
deine Gebote zu halten. Amen. Nehmt gerne Platz. Wenn man Psalm 119 liest, dann
ist klar, der Verfasser dieses Psalms war ein besonders gottesfürchtiger
Mann und er kannte die heiligen Schriften sehr gut. Und nicht
nur kannte er Gottes Wort, sondern er liebte es auch. Denn hört
mal, was er in diesem Psalm sagt. Gottes Wort ist seine Freude
und sein Sinnen. Er achtet es höher als alle Schätze
dieser Welt und mit großem Eifer und Eile befolgt er Gottes Gebote. Aber wie kam es dazu? Was ist
sein geistliches Geheimnis? Hat er womöglich ganz viel in
der Bibel gelesen? Oder vielleicht wurde er von
den besten Schriftgelehrten unterwiesen und hat eine theologische Ausbildung
in der nominiertesten Bibelschule abgeschlossen. Hier, in unserem
Predigtext, verrät er uns sein Geheimnis zu seinem geistlichen
Wachstum. Er nennt uns die Schule, in der
er ausgebildet wurde. Hier wird uns der Lebensweg des
Psalmisten offengelegt. Und dieser Weg, liebe Geschwister,
erscheint alles andere als herrlich und ach so geistlich. Aber es
ist der Weg, den der Psalmist gehen musste, und so auch wir
alle. Der Psalmist steht hier sozusagen
stellvertretend für alle Gläubigen. Denn wenn schon dieser heilige
Mann Gottes hier durchgehen musste, wie viel mehr dann noch wir? Und so möchte ich nun diesen
Vers in drei Punkten näher mit euch betrachten. Erstens, was
geschah dem Psalmisten? Zweitens, warum geschah dies
dem Psalmisten? Und drittens und letztens, wozu
führte dieses Geschehnis in dem Leben des Psalmisten? Also Punkt 1. Was geschah? Es spricht am Anfang des Verses,
bevor ich gedemütigt wurde. Im Englischen heißt es, bevor
ich angefochten wurde. Das ist die Schule Gottes, durch
die jeder christliche Pilger gehen muss, das Haus der Demütigung. Es ist das Siegel Gottes, das
er den Seinen verleiht. Dort werden sie gebeugt, gereinigt,
gedroschen und geformt. Und diese Ausbildung ist keine
einmalige Sache. Dem Herrn gefällt es, uns immer
wieder an diesen Ort der Anfechtung zu führen. Aber warum? Warum muss der Christ durch viel
Drangsal angefochten und gedemütigt werden? Kann unser Weg denn nicht
immer durch die grünen Auen und durch das stille Wasser gehen?
Nein, es gibt eine Notwendigkeit für alle unsere Demütigungen. Und der Psalmist nennt uns den
notwendigen Grund dafür. Er legt ein Bekenntnis ab, das
alle lesen sollen. Und das führt uns bereits schon
zu unserem zweiten Punkt. Warum geschah dies? Lasst uns
nochmal den ersten Teil unseres Predigtextes betrachten. Es heißt
hier, bevor ich gedemütigt wurde, irrte ich. So beschreibt der
Psalmist seinen Zustand vor seiner Demütigung. Er ging in seinem
Stolz in die Irre. Das heißt, er war geneigt dazu,
von dem rechten Weg abzuweichen. So ist der Mensch von Natur aus. Es heißt in Jesaja 53, Vers 6,
Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen
Weg. Aber der Psalmist beschreibt
hier nicht primär seinen Zustand als Verlorenen, sondern als Gläubigen. Er schließt tatsächlich diesen
Psalm mit folgendem Vers. Ich bin umhergeirrt wie ein verlorenes
Schaf, suche deinen Knecht. Und so ist es mit uns allen. Obwohl wir von Neuem geboren
sind, neigen wir auf uns selbst gestellt dazu, auf ihr Wege zu
gehen. Wie ein Schaf ohne seinen Hirten
falsche Wege geht, so auch wir. Und das geschieht oftmals aus
Stolz und weil wir das Böse tatsächlich tun wollen. Aber sehr oft fehlen
wir aus bloßer Ignoranz, weil wir es nicht besser wissen oder
Pläne schmieden und Wege gehen wollen, die der Herr nicht für
uns vorgesehen hat. So betet David auch im Psalm
19. Da spricht er, Verirrungen, wer
sieht sie ein? Von verborgenen Sünden leinige
mich, auch von Übermütigen halte deinen Knecht zurück, lass sie
mich nicht beherrschen. Und was unser Herz umso mehr
Fett macht und uns dahin treibt, vom Herrn abzuweichen, ist Reichtum
bzw. Wohlstand und Sorglosigkeit.
Aber lasst mich hier zuerst betonen, dass Wohlstand an sich etwas
Gutes ist, ein Segen, der vom Herrn kommt. Er ist es, der uns
dazu befähigt, Leichtum zu erwerben und uns segnet mit Wohlstand. Das ist nachzulesen in 5. Mose,
Kapitel 8. Unser sündiges Fleisch ist das
Problem. Unser Fleisch ist es, das diese
gute Gabe pervertiert und sie für das Böse missbraucht. Passend drückte es der Puritaner
Thomas Menden aus. Er sprach, der Sonnenschein auf
dem Misthaufen wird nichts als einen stinkenden Geruch produzieren. So pervertieren die bösen Menschen
alles Gute in ihrem Vergnügen. Wie schnell sind wir geneigt
zu Stolz und dahin, den Herrn zu vergessen, wenn es uns gut
geht und da keine Kämpfe und keine Sorgen sind. Genau das
war die Sünde Sodoms. Es heißt nämlich in Ezekiel 16,
Vers 49, Siehe, das war die Ungerechtigkeit Sodoms, deiner Schwester, Stolz,
Fülle von Brot und sorglose Ruhe. Dasselbe sehen wir auch in dem
Leben des Volkes Gottes. Wie oft lesen wir gerade im Alten
Testament, dass sich Israel immer wieder vom Herrn abwandte, solange
es in Wohlstand und Ruhe lebte. So heißt es in 5. Mose, Kapitel
32, über die Gemeinde des Herrn. Da wurde Jeshurun, also die Gemeinde,
fett und schlug aus. Du wurdest fett, wurdest dick,
wurdest feist. Und er verließ Gott, der ihn
gemacht hatte, und verachtete den Felsen seiner Rettung. Oder
denkt einmal an David. Wir haben erst am Mittwoch von
Pastor Tobias darüber gehört. Als er verfolgt wurde, brachte
er es gerade so übers Herz, ein Stück von Sauls Gewand abzuschneiden. Aber in dem Prunk und der Gemütlichkeit
seines Palastes beging er Ehebruch und plante sogar die Ermordung
seines treuen Dieners Uriah. Zu alldem war der Mann nach dem
Herzen Gottes imstande. Wie steht es dann um uns? Würde man uns die nötigen Umstände
und Mittel geben, wären wir noch zu viel schlimmeren Sünden imstande. Erkennen wir, wie schnell Sorglosigkeit
dazu führt, dass unsere Achtsamkeit gegen Versuchen und Sünde nachlässt,
unser Gewissen abstumpft und wir den Begierden des Fleisches
schnell nachgeben. Und deshalb, weil der Herr unser
stolzes Herz kennt, erachtet er es für gut, uns Anfestungen
zu senden und uns zu demütigen. Wenn die Schafe umherirren, wird
der Hund losgelassen, um sie wieder einzufangen. Und so tut
es auch Gott mit uns. Und in seiner göttlichen Vorsehung
tut der Herr dies auf verschiedene Weise. Ein Arzt weiß, dass nicht
jeder Patient dieselbe Medizin braucht, sondern die, die zu
seiner Krankheit passt. So weiß auch der Herr, der Arzt
des Leibes und der Seele, was heilsam für unsere inwendige
Krankheit ist. Er kennt unsere Sünden, unsere
Umstände und unsere Gemüter. Er weiß, wie er mit jedem Einzelnen
von uns verfahren muss, damit es eben die rechte Frucht der
Heiligung hervorbringt. Sei es, dass er körperliche Gebrechen
oder Krankheit schickt, Armut, Enttäuschungen oder Verluste,
ein plagendes Gewissen, inwendige Unruhe oder ein schwerer Fall.
Was auch immer es nun sein mag, dass der Herr bei einem jeden
Einzelnen von uns gebrauchen muss, er wird mit Gewissheit
seine Absicht an uns ausführen. Und nachdem wir betrachtet haben,
warum diese Anfechtung notwendig war, lasst uns schauen, welches
Ziel der Herr damit an den Seinen verfolgt. Das führt mich zu dem
dritten und letzten Punkt. Wozu führte dies? Wie kommt der
Psalmist aus diesem Haus der Demütigung? So heißt es weiter
in unserem Predigtext. Bevor ich gedemütigt wurde, irrte
ich, jetzt aber halte ich dein Wort. Das ist das Resultat seiner
Demütigung. Einst irrte er in seinem Stolz,
jetzt aber in seiner Niedrigkeit geht er auf dem rechten Pfad. Einst ging er umher auf so manch
krummen Weg, jetzt aber hält er Gottes Wort. So geht der Herr
mit den Seinen um, um sie zu heiligen. Er demütigt sie. Das ist der Weg zu wahrem geistlichem
Wachstum, die goldene Regel des christlichen Lebens. Gebeugt
zu werden, um dann aus Gnade neu aufgerichtet zu werden. Oder wie es in einem Gebet der
Puritane heißt, der Weg nach unten ist der Weg nach oben. Und gebrauchte der Herr Anfechtung
nicht schon zum Zeitpunkt unserer Bekehrung? Wie sind wir einst
alle unsere eigenen Wege gegangen, bis der Herr eingriff und uns
durch so manchen Schicksalsschlag gebrochen und überführt hat? Jeder von uns weiß, was der Herr
in unserem Leben tat, um uns zu demütigen. Einst, als wir
irrten, da wollten wir nichts über Gott im Evangelium, Himmel
und Hölle wissen. Jetzt aber, nachdem er uns gedemütigt
und uns neues Leben geschenkt hat, bekennen wir uns zu seinem
Wort. Und immer noch, liebe Geschwister,
ist Demütigung ein Hauptwerkzeug in der Hand des Herrn, um uns
zu korrigieren. Denn ist es nicht manchmal so,
dass wir Predigt nach Predigt hören können, die besten Bücher
lesen, ja selbst mit unseren Pastoren sprechen und es uns
trotzdem kalt lässt und keine Wirkung auf uns hat? Aber ein
züchtigender Schlag des Herrn, eine Lektion in der praktischen
Schule des Lebens genügt oftmals, damit wir korrigiert werden.
Und selbst wenn der Herr uns mehrere Schläge verpassen muss,
verschiedene Demütigungen zusammenführt, so erweist er sich immer als
effektiv. Und die Ziele, die unser Herr
dabei verfolgt, sind meistens unterschiedlich. Es kann sein,
dass er uns korrigiert für begangene Sünden, uns lehrt, geistliche
Wahrheiten praktisch zu leben, uns bewahrt vor Plänen, die wir
in unserem Herzen schmieden, oder vor Dingen, die wir gar
nicht wissen noch sehen. Er wirkt auch durch die Demütigungen
in unserem Leben, dass aller Stolz, alles Selbstvertrauen
und Schauen auf uns selbst abnimmt und wir ganz auf ihn vertrauen. Und besonders wirkt der Herr
dadurch, dass wir der Sünde der Welt, uns selbst und allem Bösen
immer mehr absterben und er uns kostbarer wird. So sagte der
schottische Prediger Horatius Bonar einst, Anfechtungen helfen
uns, von der Sünde frei zu werden. Jeder Schmerz ist ein Nagel,
der durch eine Sünde getrieben wird, ein weiterer Schlag, der
dem Fleisch zugefügt wird und die Kraft der Sünde zerstört.
Wir haben uns noch nicht ganz von dieser sündigen Welt getrennt. Und deshalb treibt Gott das Leid
wie einen Keil zwischen uns und die Welt, oder er schickt es
wie eine Pflugschar quer durch unsere wertvollsten Hoffnungen
und hellsten Aussichten, bis er uns gründlich von all dem
müde gemacht hat. Wir sind dieser bösen Welt und
der Sünde überdrüssig. Wir sind des Leidens und dieses
sterblichen Leibes überdrüssig. Wir sind dieser gemeinen Herzen
überdrüssig. Wir sind allem überdrüssig außer
Jesus. Das Leiden macht ihn nur noch
liebenswerter. Gesegnetes Leiden, das Jesus
noch kostbarer erscheinen lässt und die Welt niederträchtiger. Gesegnetes Leiden, das Jesus
näher an unser Herz bringt und die Welt wegstößt. Und zum Schluss möchte ich als
Zusammenfassung drei Punkte kurz betrachten, damit wir eben alle
Anfechtungen in ihrem rechten Licht sehen. Möge der Herr uns
schenken, einen rechten Blick auf all die Demütigungen in unserem
Leben zu bekommen. Also erstens, Gott ist der Autor
deiner Demütigungen. Auch wenn ich diesen Punkt bereits
durch die gesamte Predigt hindurch betont habe und betrachtet habe,
möchte ich es kurz nochmal erwähnen. Gott ist es, der jede Anfechtung
sendet. All die Demütigungen in unserem
Leben sind Boten des Herrn. Da ist nichts, was nicht aus
der Hand des Herrn kommt. Das, liebe Geschwister, ist die
erste Lektion. Es heißt im Predigamen, Kapitel
7, in den Versen 13 und 14, 14, Schau das Werk Gottes an, denn
wer kann gerade machen, was er gekrümmt hat? Am Tag des Wohlergehens
sei guter Dinge, aber am Tag des Unglücks bedenke, auch diesen
wie jenen hat Gott gemacht. Zweitens. Anfestungen sind Gottes
Liebesbeweis. Ich behaupte, dass hier die größte
Gefahr besteht. Denn so schnell wir darin sind,
hochmütig zu werden, wenn alles gut läuft, so schnell sind wir
auch, schwermütig zu sein, wenn der Herr unser Gemüt niederbeugt.
Gott schlägt mich, weil er mich nicht liebt, weil meine Sünde
nicht zu vergeben ist, weil er mich verworfen hat. Meine Krankheit,
meine Probleme in der Familie oder auf der Arbeit, die Enttäuschungen
und Verluste sind doch der Beweis, dass Gott sich von mir abgewandt
hat. Aber nein, der Herr züchtigt
uns, weil er uns liebt. Er lässt uns nicht auf unseren
Irrwegen verloren gehen, sondern sendet Anfechtungen, damit wir
lernen, sein Wort zu halten. Sag mir, würdest du dein Kind
aus Liebe nicht korrigieren, wenn es Ermahnung nötig hat? Und wenn schon wir, die wir böse
sind, dazu imstande sind, unsere Kinder in Liebe zu ermahnen,
wie viel mehr dann unser himmlischer Vater? So heißt es in Hebräer,
Kapitel 12, Vers 6, Denn wen der Herr liebt, den züchtigt
er, er geißelt aber jeden Sohn, den er aufnimmt. Wie gnädig und
liebevoll ist doch unser Herr, dass er stets seine erziehende
Hand über uns hat und uns, wenn nötig, bei Zeiten in das Haus
der Demütigung holt. Und drittens, das Ziel der Demütigung
ist Heiligung. Das ist es, was der Psalmist
sagt. Bevor ich gedemütigt wurde, irrte
ich, jetzt aber halte ich dein Wort. Und so, wenn Gott uns die
bittere Medizin der Demütigung darreicht, lasst uns nicht murren
noch klagen, sondern wissen, dass sie das süße Ergebnis der
Heiligung mit sich bringt. Und ich möchte hier besonders
ein Wort an die Geschwister richten, die unter heftiger Anfestung
sind. Vielleicht bist du schon lange krank. Womöglich hast du
auch einen schweren Verlust gemacht, eine geliebte Person verloren,
eine Enttäuschung oder einen Fall erlebt, der dich plagt. Oder vielleicht ist es sogar
ein äußerer Umstand in deiner Familie oder sonst wo. Fragst
du dich vielleicht, warum musste der Herr mich so hart anpacken? Ich weiß, dass ich ein stolzes
und irrendes Herz habe, aber bin ich wirklich so verdorben,
dass der Herr mit mir so umgehen muss? Hätte es nicht ein anderes
Joch sein können, das er mir auferlegt? Ich sehe nicht, wohin
das führen soll, wie lange ich das noch aushalte und wo ich
bei all dem geheiligt werden soll. Brüder, Schwestern, ich
möchte mir nicht anmaßen, dein Leid oder deine Anfechtungen
zu verstehen, aber wisse bitte, weil Gottes Wort es sagt, dass
der Herr dich liebt und dein Bestes beabsichtigt. Sein Wille für dich ist, dass
du geheiligt wirst. Denke an all die vergangenen
Demütigungen und siehe, wie viel Gutes doch der Herr dadurch hervorgebracht
hat. Und selbst wenn du in diesem
Leben nicht verstehst, so wird es doch die Ewigkeit offenbaren. Du wirst sehen, von wie viel
Bosheit und Stolz der Herr dich gedeinigt hat, von wie viel Übel
und Abfall er dich bewahrt hat. Und dann wirst du endlich den
schauen, der es überhaupt möglich gemacht hat, dass alle Dinge,
besonders deine Anfechtungen, dir zum Besten gedient haben.
Du wirst endlich deinen Herrn und Heiland, Jesus Christus,
sehen. Er, der keine Züchtigung nötig
hatte, erniedrigte sich am allermeisten, damit dir deine Schuld vergeben
ist und du ewiges Leben hast. Wisse, dass du spätestens an
diesem Tag sprechen kannst, wie es in den Versen 71 und 75 dieses
Psalms heißt. Es ist gut für mich, dass ich
gedemütigt wurde, damit ich deine Satzungen lernte. Ich weiß, Herr,
dass deine Gerichte Gerechtigkeit sind und dass du mich in Treue
gedemütigt hast. Und so möchte ich nun am Ende
schließen mit einem Auszug aus einem Brief von dem Puritaner
Samuel Rutherford. Er selbst war ein Mann, der durch
viele Demütigungen gehen musste. Er war viele Jahre im Gefängnis,
verlor sechs seiner sieben Kinder und als er diesen Brief verfasste,
verstarb vor kurzem seine Ehefrau, die lange Zeit chronisch krank
war. Er schrieb diesen Brief an eine
Schwester, die Witwe war. Sie heiratete zweimal und verlor
beide ihrer Ehemänner, als auch ihre drei Kindern, die aus der
ersten Ehe stammten. Er richtete folgende Worte an
sie, und möge der Herr diese Worte gebrauchen zu unserem Segen. Er sprach, Wenn du auf der anderen
Seite des Wassers angekommen bist und einen Fuß auf das Ufer
der herrlichen Ewigkeit gesetzt hast, wenn du wieder auf die
Wasser und deine mühsame Reise zurückblickst und in dem klaren
Glas der unendlichen Ewigkeit den Grund von Gottes Weisheit
näher sehen wirst, Dann wirst du sagen können, hätte Gott mit
mir anders gehandelt, als er es getan hat, wäre ich nie in
den Genuss dieser Krone der Herrlichkeit gekommen. Es ist nun dein Teil,
zu glauben, zu leiden, zu hoffen und zu warten. Gepriesen sei
der Name unseres Herrn Jesus. Amen.
Die Schule der Demütigung
Eine Auslegungspredigt von Bruder Leonardo Zarbo über Psalm 119, 67.
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| Sermon ID | 71023953453360 |
| Duration | 20:35 |
| Date | |
| Category | Sunday Service |
| Bible Text | Psalm 119:67 |
| Language | German |
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