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Der Predigtext findet sich heute
im ersten Brief des Paulus an die Korinther im Kapitel 15,
den Versen 29 bis 32. Ich lese uns 1. Korinther 15,
die Verse 29 bis 32. Hört das Wort des Herrn. Was werden sonst die tun, die
für die Toten getauft werden? Wenn überhaupt Tote nicht auferweckt
werden, warum werden sie auch für sie getauft? Warum sind auch wir jede Stunde
in Gefahr? Täglich sterbe ich, fürwahr,
bei dem Rühmen euretwegen, das ich habe in Christus Jesus, unserem
Herrn. Wenn ich, nach Menschenweise
zu reden, mit wilden Tieren gekämpft habe in Ephesus, was nützt es
mir, wenn Tote nicht auferweckt werden? Lasst uns essen und trinken,
denn morgen sterben wir. Amen. Herr, öffne unsere Augen, damit
wir Wunder schauen aus deinem Gesetz. Amen. In meiner letzten Predigt habe
ich über die Verse gesprochen, die unserem Predigtext vorhergehen. Aber ich wollte gerne auch noch
etwas zu den folgenden Versen sagen. Also mache ich das heute. Wir befinden uns hier, ihr erinnert
euch vielleicht, in einem Abschnitt, in dem der Apostel Paulus über
die Auferstehung der Toten spricht. Und das war nötig, denn in der
Gemeinde in Korinth gab es einige, die sagten, dass es keine Auferstehung
der Toten gäbe. Sie leugneten, dass die Toten
leiblich auferstehen werden. Wir hatten letztes Mal schon
gehört, dass der Glaube an die leibliche Auferstehung zum Kern
des Evangeliums gehört. dass Christus nämlich leiblich
auferstanden ist. Wer das nicht glaubt, ist nicht
gerettet. Er glaubt vergeblich. Du musst glauben, dass Christus
gestorben ist für unsere Sünden. Du musst glauben, dass er begraben
wurde, dass er wirklich leiblich tot war. Und du musst glauben,
dass er leiblich auferstanden ist von den Toten. Und das tust du, indem du das
Zeugnis seiner Apostel glaubst über ihn. Und wenn du das nicht
glaubst, dann bist du kein Christ. Dann bist du nicht gerettet.
Dann ist dein Glaube, was immer du als Glauben hast, er ist vergeblich. Aber Unser Glaube ist nicht vergeblich,
denn Christus ist auch verweckt. Er ist auch verstanden von den
Toten und er ist gesehen worden, bezeugt worden, nicht nur von
den Aposteln, sondern von Hunderten von Augenzeugen. Paulus nennt uns, dass über 500
Männer ihn gesehen haben. Und damals lebten die meisten
von denen noch. Man konnte also hingehen und
nachfragen. Über 500 Augenzeugen. Wer nicht glaubt, was über 500
Männer bezeugen, der ist ein Tor. Da geht es nicht darum,
dass er nicht wissen könnte, ob das wahr ist. Da geht es darum,
dass er das nicht glauben will. Christus ist auch verstanden.
Und damit ist bewiesen, dass es eine Auferstehung der Toten
gibt. Wenn Christus auferstanden ist,
dann ist ein Toter auferstanden. Dann können Tote auferstehen. Aber diese Auferstehung der Toten
beschränkt sich nicht nur auf Christus. Er ist nicht der Einzige,
der aus den Toten aufersteht. Nein, Christus ist der Erstling
der Entschlafenen. Er ist der Erste. Die erste Frucht
dieser großen Ernte, der erste, der aus den Toten auferstanden
ist, aber nicht der letzte. Viele werden ihm folgen. Eine große Ernte wird der Erstlingsfrucht,
dem Erstling Christus folgen. Denn Wie wir alle in Adam sterben. Gibt es irgendeinen Mensch, der
nicht stirbt in Adam? Der sündlos wäre und deswegen
den Tod nicht schmecken muss? Nein, wir alle sterben in Adam. Denn Adam hat gesündigt und durch
die Sünde kam der Tod in die Welt und drang zu uns allen durch. So wie wir alle sterben in Adam,
so werden wir auch alle auferstehen. So werden wir alle in dem Christus
lebendig gemacht werden. Nicht alle, sondern die, die
in Christus sind. Die glauben an ihn. Wenn du also nicht glaubst, dass
die, die zu Christus gehören, in ihm lebendig gemacht werden,
in ihm auferstehend werden, dann solltest du auch nicht glauben,
dass Menschen sterben. Das ist auf einer Ebene. Du glaubst,
dass Menschen sterben? Richtig so. Dann glaub auch,
dass die in Christus auferstehen. Wann wird das geschehen? Noch
ist keiner auferstanden. Christus ist immer noch der Erstling.
Die anderen liegen noch in ihren Gräbern. Wann wird das geschehen,
dass die Toten in Christus auferstehen werden? Wir haben gehört, schon
letztes Mal, dass es eine festgelegte göttliche Ordnung der Auferstehung
gibt. Dass die Auferstehung in zwei
Abteilungen erfolgt. Zuerst Christus, der Erstling. Das ist geschehen. Vor 2000 Jahren. Preist den Herrn dafür. Und dann,
dann alle, die des Christus sind, diese große Abteilung, alle,
die zu Christus gehören, wann kommt das? Bei seiner Ankunft. wenn Christus seinen Auftrag
erledigt hat, erfüllt hat, nämlich seinen Auftrag als von Gott eingesetzter
König über die ganze Erde, als König über alle Völker und alle
Völkerschaften, wenn er diesen Auftrag als König erfüllt haben
wird, nämlich alle Herrschaft und alle Gewalt und alle Macht
weggetan haben wird, wenn er alle Feinde unter seine Füße
gelegt haben wird. Dann wird er wiederkommen und
auch den letzten Feind wegtun, nämlich den Tod. Jetzt sitzt Christus auf dem
Thron. Durch seine Auferstehung, durch
seine Himmelfahrt ist er eingesetzt. als der König und sitzt auf dem
Thron und herrscht. Und was tut er? Er besiegt seine
Feinde und zwar alle. Alle legt er zum Schemel seiner
Füße und wenn er das getan hat, kommt er wieder und besiegt auch
den letzten Feind, den Tod. Wie wird er das tun? Wie wird
er den Tod besiegen? Indem er uns auferweckt aus den
Toten. Damit ist der Tod besiegt. Dann herrscht der Tod nicht mehr
über uns. Dann haben wir den Tod überwunden. Dann leben wir
wieder. Dann waren wir tot und leben. Damit wird der Tod besiegt
sein. Verschlungen sein in Sieg. Wenn wir auferstehen mit unsterblichen,
unverweslichen Leibern, so dass der Tod keine Macht mehr haben
wird über uns in Ewigkeit. Und wenn das geschieht, wenn
auch der letzte Feind, der Tod besiegt ist, wenn wir auferstanden
sind zu ewigen Leben in Christus, dann hat Christus noch eine Sache
zu tun. Dann wird er das Reich dem Vater
zurückgeben. Dann wird er das ganze Reich,
die ganze Erde erlöst haben von der Sünde und von der Knechtschaft
des Verderbens. Dann wird alle feindliche Macht,
alle feindliche Herrschaft, alle feindliche Gewalt wird weggetan
sein für immer. Die Erde wird erlöst sein von
allem Bösen. Und auf ihr werden nur noch die
wohnen, die auch erlöst sind in Christus. Und dann ist Christ die Auftrag
als König erfüllt. Dann hat er die Erde gereinigt.
Dann hat er die Königsherrschaft Gottes ausgebreitet bis an die
Enden der Erde. Und dann wird er das Reich seinem
Vater wiedergeben. Dieses erlöste, verherrlichte
Reich. Damit Gott alles in allem sei. Das ist die ewige Herrlichkeit. Das erlöste Reich. Erlöste Menschen
auf einem erlösten Reich. Und Gott ist alles in allem. Da steht geschrieben in den Versen
20 bis 28 und das hatten wir letztes Mal gehört. Aber damit ist Pauli Beweisführung
für die Wahrheit der Auferstehung noch nicht zu Ende. Er fährt fort in unserem Vers
29. Was werden sonst die tun? die für die Toten getauft werden,
wenn überhaupt Tote nicht auferweckt werden. Warum werden sie auch
für sie getauft? Gerade war es noch so herrlich
und jetzt kommt so ein Vers, der doch irgendwie verwirrend
ist. Es lassen sich Menschen für die
Toten taufen? Was meint Paulus damit? Ich war gezwungen, mich mit dieser
Frage intensiv auseinanderzusetzen, denn ich komme aus einer Kirche,
die diesen Vers falsch auslegt, die ihn verdreht und darauf eine
ganze Theologie aufbaut. In der neuapostolischen Kirche
gibt es Taufen für die Toten. Dreimal im Jahr findet in der
Neuapostolischen Kirche ein sogenannter Entschlafenen-Gottesdienst statt,
in denen die Entschlafenen, die Toten, die drei Sakramente der
Neuapostolischen Kirche empfangen sollen, nämlich die Taufe, die
Versiegelung und das Abendmahl. Die Neuapostolische Kirche lehrt
nämlich, basierend auf diesem Text und noch einen anderen in
Petrus, dass sich auch die Toten im Totenreich
noch bekehren können. Die Geister der Toten sind dort
in Gefängnissen, aber die Geister der verstorbenen Neuapostolen
können zu ihnen hingehen und ihnen, ich wollte sagen, das
Evangelium verkündigen, aber die Neuapostolen haben das Evangelium
nicht. Sie können sie davon überzeugen, auch neuapostolisch zu werden. Und die Geister der Toten, die
sich überzeugen lassen, die gerne neuapostolisch werden wollen,
deren Gefängnistür wird dreimal im Jahr an den entschlafenen
Gottesdiensten aufgeschlossen. Von wem? Von dem Stammapostel
der neuapostolischen Kirche. Welch eine Macht! Das nennen
sie die Schlüsselgewalt. Er kann die Toren des Totenreichs,
die Türen des Totenreiches aufschließen. Und die Gefängnistüren werden
aufgeschlossen, damit die Toten zu den entschlafenen Gottesdiensten
der Neuapostolischen Kirche kommen können, um dort die Sakramente
zu empfangen. Um neuapostolisch zu werden. Und das geschieht, indem zwei
Amtsträger der Neuapostolischen Kirche stellvertretend für die
Toten die Sakramente empfangen. Die neubastoische Kirche ist
nicht die einzige Kirche, die sich sowas ausgedacht hat. Ganz
ähnlich macht es eine andere falsche Kirche, nämlich die Mormonen. Und ich weiß, sie wollen lieber
Kirche Jesu Christi, der Heiligen der letzten Tage genannt werden.
Aber da in dem Namen mindestens vier Lügen sind, werde ich sie
nicht so nennen. Es sind die Mormonen. Auch sie
haben Taufen für die Toten. Nur taufen sie nicht allgemein
irgendwie alle Geister, die getauft werden wollen. Sie taufen ganz
bestimmte Tote individuell. Das heißt, sie betreiben Genealogie,
Ahnenforschung. Die größten Ahnungsforschungszentren
haben die Mormonen. Sie schauen also, wer in ihrer
Ahnenreihe kein Mormone war, Und für diese lassen sie sich
dann stellvertretend, namentlich, individuell taufen. Dann kommt also ein Mormone zum
Taufbecken und sagt, ich lasse mich taufen für mein Ur-Ur-Urgroßvater
Heinrich. Und dann wird Heinrich getauft. Und bei diesen Zeremonien geschehen
manchmal erstaunliche Dinge. Sowohl bei den Neuprostolen als
auch bei den Mormonen. Manche berichten, dass sie Geister der
Toten gesehen haben. Andere erzählen, dass sie zum
Beispiel vor einem entschlafenen Gottesdienst im Traum von Toten
kontaktiert wurden. Sowas sollte uns nie verwundern. Denn wenn man sich der Geisterwelt,
wenn man sich den Toten öffnet, dann sollte man sich nicht wundern,
wenn noch irgendwas geschieht. Nur von Gott ist es nicht gegeben. Was sollen wir also dazu sagen? Sollen wir jetzt vielleicht auch
anfangen, Tote zu taufen? Haben die das vielleicht doch
richtig verstanden? Oder sollen wir am besten gleich
neuapostolisch werden oder zu den Mormonen gehen? Also dass Tote sich noch bekehren
können und man an ihnen sakramentale Handlungen vollziehen sollte,
das ist der Schrift völlig fremd. Dafür muss man diesen Vers ja
verdrehen. Sonst kennt die Schrift das nicht,
denn es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber
das Gericht. Da ist ein unüberwindlicher Graben
zwischen den Glückseligen, die in Christus sterben, die in seinem
Schoß sitzen. Nicht mehr in Abrahams Schoß
wie früher, jetzt in Christi's Schoß. und den Menschen, den
Verdammten, die für immer verloren gehen. Jesus berichtet uns davon
in Lukas 16, den Versen 19 bis 26. Dieser Graben ist unüberwindlich,
auch heute noch. Aber was meint Paulus dann damit,
wenn er schreibt, dass Menschen für die Toten getauft werden? Dieser Vers ist für viele sehr
schwierig. Deswegen predigen die meisten
einfach gar nicht darüber. Und auch wenn man in die Kommentare
schaut, gibt es viele Erklärungsversuche. Einige meinen, Paulus beziehe
sich hier auf eine Gruppe von Heretikern, von Irrlehrern, die
es schon damals gab, die schon damals tatsächlich Tote tauften
oder für Tote tauften. Aber das wäre doch sehr seltsam.
Warum sollte der Apostel die Wahrheit der Auferstehung mit
einer Irrlehre belegen wollen. Es ergibt keinen Sinn. Wenn wir es, wie hier, mit einem
schwierigen Vers zu tun haben, dann ist es immer gut, auf den
Kontext zu achten, auf den Zusammenhang. Einfach mal lesen, was vor oder
nach dem Vers steht. Das kann einem nämlich helfen,
keine verdammlichen Irrlehren zu erfinden. Tatsächlich hilft
das eigentlich bei fast jedem Vers, wenn nicht bei jedem Vers. Und das hilft auch hier. Also
lasst uns schauen, was Paulus weiter schreibt. Vielleicht erklärt
er ja selbst, was er meint. Vielleicht wird uns ja klar,
was er meint. Vers 30. Warum sind auch wir jede Stunde
in Gefahr? Täglich sterbe ich. Fürwahr bei
dem Rümen euretwegen, dass ich habe in Christus Jesus, unserem
Herrn, wenn ich, nach Menschenweise zu reden, mit wilden Tieren gekämpft
habe in Ephesus, was nützt es mir, wenn Tote nicht auferweckt
werden? Wer sind die Toten, von denen
Paulus also hier spricht, für die sich Leute taufen lassen?
Erklärt es uns ja hier. Es sind Menschen wie er, wie
Paulus selbst. Er selbst bezeichnet sich hier
als jemanden, der jede Stunde in Gefahr ist, in ständiger Todesgefahr. Ja, der täglich stirbt. Paulus ist ein Toter um Christi
willen. Was meinte er damit? Er schreibt
in Vers 31, täglich sterbe ich für wahr bei dem Rühmen euretwegen,
das ich habe in Christus Jesus unserem Herrn. Paulus stirbt
täglich. Er ist ein Toter, ein Totgeweihter,
um sich der Korinther in dem Herrn Jesus Christus rühmen zu
können. Das heißt, er stirbt bei seiner
Arbeit für die Korinther, für die Gemeinde, damit sie an Christus
glauben, damit sie durch Christus gerettet werden, damit sie in
Christus sind, damit er sich rühmen kann, dass sie in Christus
sind. Er erduldet alles um der auserwählten
Willen, damit auch sie die Errettung erlangen, die in Christus Jesus
ist, wie er es selbst schreibt in 2. Timotheus 2, Vers 10. Er
stirbt also, wenn er Christus und seine Königsherrschaft verkündigt,
wenn er das Reich Christi ausbreitet, indem er Jünger macht für Christus. Und das bestätigt auch der nächste
Vers, Vers 32, wenn ich, nach Menschenweise zu reden, mit wilden
Tieren gekämpft habe in Ephesus. Paulus schreibt, dass er mit
wilden Tieren gekämpft hat in der Stadt Ephesus. Er schreibt
auch, dass er nach Menschenweise redet. Also, er meint nicht wirklich
wilde Tiere, sondern das ist nur ein Vergleich, nur ein Bild. In Wirklichkeit meint er Menschen,
die sich verhalten haben wie wilde Tiere. Wissen wir, worauf
genau sich Paulus hier bezieht? Ja, denn wir lesen davon in der
Apostelgeschichte. Da heißt es. Um jene Zeit aber
entstand ein nicht geringer Aufruhr bezüglich des Weges des Christentums. Wir befinden uns in Ephesus. Denn ein gewisser Silberschmied
mit Namen Demetrius, der silberne Tempel der Artemis machte, verschaffte
den Künstlern einen nicht geringen Erwerb. Und dann, nachdem er
diese samt den damit beschäftigten Arbeitern versammelt hatte, sprach
er, Männer, ihr wisst, dass aus diesem Erwerb unser Wohlstand
ist. Und ihr seht und hört, dass dieser Paulus nicht allein von
Ephesus, sondern beinahe von ganz Asien eine große Volksmenge
überredet und umgestimmt hat, indem er sagt, dass das keine
Götter seien, die mit Händen gemacht werden. Nicht allein
aber besteht für uns Gefahr, dass dieses Geschäft in Verruf
kommt, sondern auch, dass der Tempel der großen Göttin Artemis
für nichts geachtet und auch ihre herrliche Größe, die ganz
Asien und den Erdkreis verehrt, vernichtet wird. Als sie aber
das hörten und von Wut erfüllt wurden, schrien sie und sagten,
groß ist die Artemis der Epheser! Und die Stadt geriet in Verwirrung,
und sie stürmten einmütig zum Theater und rissen die Mazedoner,
Galius und Aristarchus, die Reisegefährten des Paulus mit fort. Was aber
Paulus unter das Volk gehen wollte, ließen die Jünger es ihm nicht
zu. Aber auch einige der Asiarchen,
die seine Freunde waren, sandten zu ihm und baten ihn, sich nicht
zum Theater zu begeben. Die einen nun schrien dieses,
die anderen jenes, denn die Versammlung war in Verwirrung, und die meisten
wussten nicht, weshalb sie zusammengekommen waren. Sie zogen aber Alexander
aus der Volksmenge hervor, den die Juden vorschoben. Alexander
aber winkte mit der Hand und wollte sich vor dem Volk verantworten.
Als sie aber erkannten, dass er ein Jude war, erhob sich eine
Stimme aus aller Mund und sie schrien etwa zwei Stunden. Groß ist die Artemis der Epheser. Nachzulesen in Apostelgeschichte
19, Verse 23 bis 34. Die Epheser verhielten sich wie
wilde Tiere. Sie liefen alle zusammen, sie
machten einen Aufruhr, sie waren völlig in Verwirrung, sie wussten
nicht mal warum sie eigentlich zusammen kamen, aber sie waren
voller Wut und sie waren gewaltbereit und rissen Menschen weg und sie
schrien wie Verrückte, wie Wilde, zwei Stunden lang. Das war eine lebensgefährliche
Situation für Paulus. Er hatte es dort mit wilden Tieren
zu tun. Er kämpfte dort mit wilden Tieren,
um Menschen zu retten für Christus. Und er wäre dort gestorben. Hätten die Brüder ihn nicht zurückgehalten,
wäre er nach draußen gegangen unter das Volk, dann hätten die
wilden Tiere ihn in Stücke gerissen. Der Mob hätte ihn getötet. Das ist nur ein Beispiel für
die Lebensgefahr, in der sich Paulus täglich, stündlich befand,
weil er Christus verkündigte, weil er Jünger machte, weil er
sie davon abbrachte, ihren alten Göttern zu dienen und den wahren
Gott zu erkennen. Paulus schreibt von den Gefahren,
in denen er war. In 2. Korinther 11, Verse 23
bis 27 erkennt die Stelle. In Mühen überreichlicher, in
Gefängnissen überreichlicher, in Schlägen übermäßig, in Todesgefahren
oft. Von den Juden habe ich fünfmal
empfangen, vierzig Schläge weniger ein. Dreimal bin ich mit Ruten
geschlagen, einmal gesteinigt worden. Dreimal habe ich Schiffbruch
erlitten, einen Tag und eine Nacht habe ich in der Tiefe zugebracht,
oft auf Reisen, in Gefahren durch Flüsse, in Gefahren durch Räuber,
in Gefahren von meinem Volk, in Gefahren von den Nationen,
in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren
auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern, in Mühe und
Beschwerde, in Wachen oft, in Hunger und Durst, in Fasten oft,
in Kälte und Blöße. Paulus war wirklich jede Stunde
in Gefahr. Er sah sich täglich mit dem Tod
konfrontiert, um Christi willen. Er war ein Todgeweihter. Mehrere Male wäre er fast gestorben
und ich bin mir nicht ganz sicher, ob er bei seiner Steinigung vielleicht
gestorben ist. Denn normalerweise steinigt man
jemanden so lange, bis er tot ist. Und dann brachten sie ihn
vor die Tore der Stadt, um ihn dort tot liegen zu lassen. Und
plötzlich steht er auf und geht in die Stadt zurück. Das war
auf jeden Fall übernatürlich. Niemand, der gerade gesteinigt
wurde, selbst wenn er es überlebt hätte, steht einfach auf und
geht zurück. Er war schon mehrmals dem Tod geweiht. Er ist schon
mehrmals gestorben. Das sind die Toten, die Paulus
hier meint. Die, die sich täglich in Lebensgefahr
begeben um Christi willen. Die täglich sterben für Christus,
um der Auserwählten willen, um Christus zu verkündigen, um die
Auserwählten zu erretten. Die kämpfen müssen mit Menschen,
die sich aufführen wie wilde Tiere, die einen zerreißen wollen. So wie sie sich gegen Christus
aufgeführt hatten, wie sie sich gegen Christus schrien, kreuzige
ihn, wie sie wie wilde Hunde Christus zerrissen haben. So
auch die, die Christus nachfolgen und ihn verkündigen. Und er meint die, die auch wirklich
dabei sterben. So wie Paulus, der am Ende auch
starb. Der am Ende auch der Kopf abgeschlagen
wurde um Christi willen. Die Märtyrer. die für ihren Glauben
an Christus getötet werden von wilden Tieren. Und das war damals die Realität
vieler Christen. Die Christen wurden damals brutal
verfolgt. Wann war das erste Mal, dass
wir lesen, dass Paulus einen Christen sah? Als er zusah, wie Stephanus gesteinigt
wurde, als erster christlicher Märtyrer. So hat Paulus die Christen
kennengelernt. als Todgeweihte. Und viele weitere folgten Stephanus. Das Blut der Märtyrer floss damals
in großen Mengen. Auch alle Apostel starben als
Märtyrer, ausgenommen wohl Johannes. Den hatte man nur versucht zu
töten. Das ist der Kontext, das ist
der Zusammenhang von Vers 29. Das sind die Toten. die Paulus ja meint, die christlichen
Märtyrer, die Gefallenen für Christus, die Gefallen sind im
Krieg für Christus. Und für diese Toten, für die
Christen, die gestorben sind in Christus, für die werden welche
getauft. Es geht also nicht darum, dass
irgendwelche Unerlösten, Ungläubigen noch getauft werden, nein. Die
Erlösten, die gestorben sind um Christi willen. Das sind die Toten, um die es
hier geht. Also was meint das nun? Das griechische
Wort Hyper, das hier mit für übersetzt ist in unserer Übersetzung,
kann man auch mit anstelle von übersetzen. Diese Übersetzung
macht es uns vielleicht noch ein bisschen einfacher zu verstehen.
Was Paulus hier sagt, ist nicht, dass man sich stellvertretend
für verdammte Tote taufen lässt, sondern dass Menschen getauft
werden anstelle der Märtyrer, die den Platz der christlichen
Märtyrer einnehmen. Sie werden für die Toten getauft,
um den Platz der Toten auszufüllen. Sie werden selbst getauft, nicht
stellvertretend für andere, aber sie werden getauft, um die Stelle
der Toten auszufüllen. Wenn ein Christ stirbt, dann
kommt ein anderer und nimmt seinen Platz in der Gemeinde ein, wie
ein Soldat, der weiß, dass er den Platz in der Abteilung einnimmt,
den vorher ein gefallener Kamerad hatte. Gott ersetzt die Gefallenen
seiner Schlachtreihen mit neuen Kriegern. Christus ersetzt die
getöteten Glieder seines Leibes mit neuen Gliedern. So funktioniert
die Gemeinde. Deswegen gibt es uns noch nach
2000 Jahren. Weil nicht einfach die Christen
sterben und es gäbe keinen Ersatz, sondern weil neue kommen. weil
sich Neue bekehren, meist durch das Zeugnis der Getöteten und
weil sie sich taufen lassen für die Toten, um ihre Stelle einzunehmen
im Leib Christi in der Gemeinde. Und deshalb stellt Paulus die
Frage in Vers 29, warum werden sie auch für sie getauft? Warum sollte irgendjemand das
tun? Also, wenn ich weiß, dass die,
die vor mir geglaubt haben, von denen ich vielleicht das Evangelium
sogar gehört habe, die, die vor mir getauft wurden, die vor mir
diesen Weg gingen, wenn ich weiß, dass sie das mit ihrem Leben
bezahlt haben, warum sollte ich ein Interesse haben, ihren Platz
einzunehmen und es ihnen gleich zu tun? Wenn ich sehe, dass die Getauften
sterben, warum sollte ich mich taufen lassen? und ihnen nachfolgen. Die Taufe ist der Beginn des
christlichen Weges. Mit der Taufe sterbe ich mir
selbst und mein Leben in Christus beginnt. Mit der Taufe werde
ich Teil des Leibes Christi. Ich werde hineingetauft in seinen
Leib. Aber warum sollte ich das tun,
wenn es mich in Gefahr und in Tod führt und das täglich? Deshalb schreibt Paulus am Ende
von Vers 32, was nützt es mir, wenn Tote nicht auferweckt werden?
Lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir. Was
nützt es Paulus, wenn er sich stündlich in Gefahr begibt für
Christus? Wenn doch Christus gar nicht
auferstanden ist, sondern noch tot im Grab liegt. Warum sollte
man für einen Toten so etwas tun? Was nützt es Paulus, wenn
er täglich stirbt für seinen Glauben, wenn sein Glaube doch
nichtig ist, weil es keine Auferstehung der Toten gibt? Dann wäre er wirklich der Elendste
von allen Menschen, wie er schreibt in Vers 19. Wer sowas tut, wer
sich täglich in Gefahr begibt, wer stirbt, für Blödsinn, für
Nichtigkeit, für einen völlig falschen Glauben an etwas, was
nie geschehen wird, ist wirklich der elendste aller Menschen. Dann wäre es besser. Er würde damit aufhören. Er würde
seinem Glauben abschwören. Dann wäre es besser. Er würde
jetzt essen und trinken und das Leben genießen. Denn nach dem
Tod ist alles vorbei. Da kommt nichts mehr. Also koste
das aus, was du jetzt hast, iss und trink, denn morgen stirbst
du und dann ist alles vorbei. Er sollte jetzt das Leben in
vollen Zügen auskosten, denn das ist alles, was er hat und
danach kommt nichts mehr. Und warum bekehren sich, in gleicher
Weise wie Paulus immer leidet und stirbt, warum bekehren sich
Menschen und lassen sich anstelle der Toten der Märtyrer taufen,
um ihnen nachzufolgen auf dem Weg des Märtyriums und vielleicht
bis zum Märtyrer Tod, wenn es keine Auferstehung der Toten
gibt? Warum sollten die das tun? Warum
sollten sie für einen nichtigen, kraftlosen, eingebildeten Glauben
ihr Leben aufs Spiel setzen? Warum sollten sie kämpfen mit
wilden Tieren und sich dabei zerreißen lassen? Wer macht denn
sowas? Sind das also alles Wahnsinnige? Ja, dann wären sie doch wirklich
die elendsten von allen Menschen. Alle Christen, alle, die sich
bekehren, alle, die sich taufen lassen, das wären doch die elendsten
von allen Menschen. Dann wäre es doch besser, wir
hören auf, Leute zu taufen. Warum sollten wir jemanden taufen,
damit er stirbt? Besser sagt man den Leuten, esst
und trinkt. Kostet das Leben aus in vollen
Zügen, denn morgen sterben wir und dann war's das. Denn es gibt kein Glauben, für
den es sich zu sterben lohnt. Denn nach diesem Leben kommt
nichts mehr. Das ist es, was Paulus uns hier
sagt. Paulus führt hier nicht so in einem Nebensatz eine extrem
wichtige neue Lehre ein. Man kann Tote taufen, die Toten
können auch gerettet werden. Das sagt Paulus mal so in einem
Nebensatz. Sondern das ist es, worum es
Paulus hier geht. Der Zusammenhang macht das klar. Denn weil die Auferstehung der
Toten kommen wird, Weil ich weiß, dass ich auferstehen werde zu
ewigen Leben in Herrlichkeit bei Christi Ankunft. Deshalb
kann ich auch hier für ihn kämpfen und wenn nötig für ihn leiden
und für ihn sterben. Weil ich weiß, dass das hier
nicht alles ist. Denn ich weiß, dass meine Mühe
nicht vergeblich ist dem Herrn. Wie Paulus schreibt am Ende des
Kapitels in Vers 58, sondern er wird kommen. Und so wie er
wirklich auferstanden ist von den Toten, wird er auch mich
auferwecken. Und all das, was ich hier in
dieser Jetztzeit hatte, an Leiden und auch Sterben, es wird wie
nichts sein im Vergleich zu der Herrlichkeit, die dann an mir
offenbar werden wird. Das ist also die Taufe für die
Toten. Dass Menschen sich bekehren,
dass Menschen sich taufen lassen in den Leib Christi, um die Stelle
derer einzunehmen, die gestorben sind in Christus. Und sie tun das nicht, weil sie
allesamt Wahnsinnige wären. Sie tun das, weil sie wissen,
dass die Auferstehung wahr ist und dass auch sie auferstehen
werden. Das ist ein sinnvoller Beweis
für die Auferstehung. Keine verdrehte Irrlehre. Das ist ein guter Beweis. Entweder
sind alle Christen Wahnsinnige oder sie glauben die Wahrheit.
Die Auferstehung ist wahr. Was wollen wir aus diesem Text
jetzt für uns mitnehmen? Ich möchte drei Dinge nennen,
drei Anwendungen für uns. Erstens. Wir wollen verstehen,
dass wir, du und ich, nur ein kleiner Teil einer viel größeren
Tradition, einer viel größeren Geschichte, Teil der Kirchengeschichte,
der Geschichte des Leibes Christi sind. Und diese Geschichte ist viel
größer als du selbst. Du bist Teil von etwas Größerem.
Von etwas, was Jahrhunderte und Jahrtausende überspannt, was
die ganze Welt umspannt. Es geht nicht primär um dich
als Individuum. Es geht um die Kirche. Es geht um den Leib Christi. Dieses Denken ist uns in unserer
individualistischen Gesellschaft weitgehend verloren gegangen. Aber wir wollen es wiederentdecken.
Denkt daran, wir sind Teil von etwas viel Größerem. Als wir in diesen Leib hineingetauft
wurden, da wurden wir getauft für Tote anstelle von Toten. Da fügte Christus uns seinem
Leib hinzu, damit wir die Stelle derer einnehmen, die vor uns
für Christus gelebt, und die vor uns für Christus gestorben
sind. Christus erneuert seinen Leib
von Generation zu Generation, von Jahrhundert zu Jahrhundert,
von Jahrtausend zu Jahrtausend. Wir nehmen die Stelle derer ein,
die vor uns waren, der Toten, die gestorben sind in Christus. Lasst uns dessen bewusst sein,
dass wir in dieser Tradition stehen, dieser größten Tradition
der Weltgeschichte. Nichts hat 2000 Jahre überdauert
als nur die Kirche. Lasst uns bewusst sein, dass
wir Tote ersetzt haben, die vor uns waren. Dass wir Teil sind
dieses großen, weltumspannenden, zeitumspannenden Leibes. Dieses Leibes durch alle Zeiten.
Und deshalb wollen wir auch die Ehren, die vor uns waren. Deswegen machen wir Kirchengeschichte. Deswegen schauen wir, was haben
die vor uns gesagt. Denn wir sind Teil von etwas
Größerem, zu dem auch sie vor uns gehörten. Gleichzeitig wollen
wir daran denken, dass auch wir einst sterben werden. und andere
dann für uns getauft werden, um unseren Platz einzunehmen,
wenn er frei wird. Wir wollen lernen, zu bedenken,
dass auch wir sterben müssen, damit wir ein weises Herz erlangen. Psalm 90, Vers 12. Denn besser in das Haus der Trauer
zu gehen, als in das Haus des Festmals zu gehen, weil jenes
das Ende aller Menschen ist. Und der Lebende nimmt es zu Herzen. Das Herz der Weisen ist im Haus
der Trauer und das Herz der Toren im Haus der Freude." Prediger
7, Verse 2 und 4. Lasst uns bedenken, dass auch
wir sterben werden, dass so wie wir die Toten vor uns ersetzt
haben, sie auch einst uns ersetzen werden. Und das soll uns weise machen. Lasst uns die Alten in unserer
Mitte, lasst sie uns ehren. bevor auch ihr Platz neu besetzt
werden muss. Und lasst uns darum denken, dass
wir alle, ob du jung oder alt bist, dass wir alle in nicht
allzu ferner Zukunft, in nicht allzu vielen Jahren, verglichen
mit der ganzen Geschichte, schon ziemlich bald ebenfalls sterben
und zu den Toten gehen, untersetzt werden müssen. Lass uns dessen
bewusst sein, dass es nicht nur um uns hier und jetzt geht. sondern
wir Teil eines Größeren sind. Wir wollen verstehen, dass es
nicht primär um uns als Individuen geht, sondern um die Kirche,
um den Leib Christi durch alle Zeiten hindurch. Und wenn ein
Heiliger aus unserer Mitte stirbt, und wenn du selbst einst stirbst,
dann wird Christus seinen Leib wieder auffüllen. mit Menschen,
die an deiner Stelle getauft werden, um deinen Platz einzunehmen
im Leib Christi. Und das sollte uns ein Trost
sein, dass wenn wir hier gehen, die Arbeit fortgeführt wird und
die Kirche weiter besteht und dass Christus hinzutun wird.
Menschen, die unseren Platz einnehmen, die getauft werden an unserer
Stelle. Zweitens, wenn wir das verstehen, wenn wir diesen historischen
Blick haben, dann verstehen wir auch, dass die Geschichte sich
nicht um uns dreht und dass die Geschichte nicht mit uns endet. Wenn es dem Herrn gefällt, dann
wird seine Kirche hier auf Erden noch tausende Jahre weiter bestehen,
nachdem du schon lange gestorben bist. Und deshalb wollen wir in die
Zukunft der Gemeinde investieren. Wir wollen die Gemeinde bauen,
nicht einfach nur gucken, was bringt mir gerade aktuell was.
Wir wollen sie bauen für die Generationen, die nach uns kommen
und unseren Platz einnehmen. Für die, die nach uns getauft
werden. Und wir bauen an einer festen
Grundlage der Wahrheit und der gesunden Lehre in dieser Gemeinde. Ob wir bauen an einer christlichen
Schule für unsere Kinder und Kindeskinder. Ob wir bauen an
der Ausbreitung des Reiches mit der Hoffnung, dass ganz Deutschland
wieder christlich wird. Wahrscheinlich nicht in unserer
Zeit, aber vielleicht in den Jahrhunderten, die noch kommen
mögen. Wir wollen bauen, wir wollen
arbeiten, wir wollen kämpfen mit dieser Zukunftsperspektive.
dass wir es tun für die, die noch errettet werden sollen,
die noch nach uns kommen, die noch nach uns getauft werden
und unseren Platz einnehmen und den Kampf weiterführen. Bis Christus durch seine Gemeinde
alle Feinde besiegt hat. Auch das gehört zu unserer positiven
Endzeitlehre. unserer postmillenialistischen
oder positiv amillenialistischen Endzeitlehre, dieses generationenübergreifende
Denken. Seht ihr, wenn ich denke, dass
hier alles immer nur noch schlechter wird und dass wir, dass die Kirche
hier sowieso verliert und es ist sowieso alles so schlimm,
Christus kommt wahrscheinlich zu meinen Lebzeiten wieder, spätestens
wahrscheinlich nächste Woche. Wenn ich so denke, dann denke
ich anders über die Zukunft. Dann gibt es für mich gar keine
kommenden Generationen, für die ich jetzt arbeiten sollte. Dann gibt es für mich keine Zukunft
der Kirche Christi, für die ich kämpfen sollte. Aber dieses Denken
ist nicht nur unbiblisch, sondern es zeugt von einem Unverständnis
für die Geschichte und von einem ziemlich starken Ich-Bezug. wenn
ich meine, ich muss das Ende der Geschichte sein. Mit mir
wird's wohl enden. Wenn ich die Geschichte kenne,
warum sollte ich denken, dass ich es bin, mit dem die Geschichte
enden muss? Gab es nicht Generation und Generation
vor mir? Warum sollten nicht Generation
und Generation nach mir kommen? Was ist so besonders an mir?
Seht ihr, es gab in jeder Generation Menschen, die dachten, sie sind
die letzte Generation. So wie jetzt die Klimakleber
denken, sind die letzte Generation. Und wenn man das denkt, dann
macht man dumme Sachen, siehe die Klimakleber. In der neupostolischen Kirche. Die meinen auch seit 200 Jahren,
dass sie immer wieder die letzte Generation sind. Da gab es schon falsche Prophezeiungen.
Der Herr hat mir gesagt, er kommt zu meinen Lebzeiten. Das war vor 80 Jahren. Selbst gute Männer, ich will
jetzt keinen Namen nennen, haben gesagt, 1948 der Staat Israel
gegründet, also noch eine Generation, 1988, allerspätestens ist vorbei. Da wurde meine Frau geboren. Wenn man sowas glaubt, macht
man dumme Sachen und sagt dumme Sachen. In der neoprestuischen
Kirche meinten einige, Nicht nur dort übrigens. Ich kenne
das auch aus anderen Kreisen. Man müsse zum Beispiel kein Studium
mehr beginnen. Oder keine Ausbildung machen.
Bringt doch nichts, der Herr kommt bald. Oder wenn man ein Kirchengebäude
baut, dann kann man ruhig billig bauen. Es muss da ja keine 100
Jahre mehr stehen. Der Herr kommt doch bald. Solchen Kirchen gab man in der
Neuapostolischen Kirche spaßhaft den Namen Herkomme-Bald-Kirchen. Weil die nach 20 Jahren auseinanderfallen. Und der Herr war doch noch nicht
gekommen. Denkt dran, ich mache mich nicht darüber lustig, dass
man den Herrn erwarten sollte. Herr wird kommen. Wir wissen
nicht wann. Wir machen keinen Spaß mit seiner
Wiederkunft. Aber wir wollen nicht dumme Dinge
tun. Wie viele falsche Prophezeiungen
gab es schon über das Ende der Welt? Schon vor Hunderten von Jahren,
schon vor Tausenden von Jahren. Und sie haben sich alle getäuscht,
sie haben sich alle lächerlich gemacht damit. Und die Generation
heute macht einfach genau so weiter. Und sie haben Erfolg
damit. Unser Land ist voll von diesen
Endzeit-Predigern. Fast alle, die irgendwie bekannt
sind, die irgendwie im Internet geschaut werden. Da nenne ich
jetzt auch keine Namen. Aber sie sind fast alle solche
Endzeit-Propheten, solche Endzeit-Prediger. Die wissen alle, dass das Ende
jetzt gekommen ist. Und sie können kaum über was
anderes reden. Endzeitkonferenz hier, Endzeitkonferenz
da. Was passiert in Israel? Was macht
Russland jetzt? Gok und Magok und... Das Einzige, was ihnen sonst
noch einfällt, ist ab und zu mal was gegen den Kalvinismus zu sagen.
Und daraus besteht der Großteil ihres Dienstes. Aber wenn dann Corona kommt,
Wenn Sie sich in der Jetztzeit bewähren müssen, dann versagen
Sie auf der ganzen Bandbreite. Schöne Endzeitlehre, die einem
die Kraft nimmt und den Willen zu kämpfen, dass es besser wird
für die nächsten Generationen. Aber weder das, weder ihr Versagen
bei Corona, noch ihre unfähigen falschen Auslegungen und ihre
unerfüllten Vorhersagen, nichts von dem schadet diesen Leuten. Nichts von dem schadet ihrem
Ansehen. Sie alle Christen wollen wieder
das hören, wonach ihnen die Ohren juckt, die nächste Vorhersage
über das Ende der Welt und was sich gerade alles erfüllt in
der Zeitung. Christen, Christen, haltet euch
fern von diesem Endzeitwahnsinn. Noch einmal, die machen das seit
Hunderten von Jahren. Ja, der Herr kommt. Irgendwann
kommt der Herr. Aber was ist, wenn wir nicht
das Ende der Geschichte sind? Und wenn man in die Geschichte
guckt, scheint das wahrscheinlicher zu sein, dass wir nicht das Ende
sind. Was, wenn wir nicht das Ende der Geschichte sind? Was,
wenn es Christus gefällt, seinen Leib hier auf der Erde noch über
Jahrtausende immer wieder auszufüllen mit Neugetauften? Wenn es in der Schrift heißt,
dass der Herr Güte erweist auf tausende Generationen hin, an
denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, zum Beispiel 2.
Mose 20, Vers 6, dann mag das zwar eine symbolische Zahl sein,
aber woher wollen wir wissen, dass es dem Herrn nicht doch
gefällt, diese Zahl zu erreichen oder gar zu übertrumpfen? um
sich tatsächlich an Tausenden von Generationen zu verherrlichen. Seit Beginn der Menschheit sind
etwa 150 biblische Generationen vergangen. Da könnte noch viel
kommen, bis Tausende Generationen voll sind. Es könnten noch Jahrtausende
vor uns liegen. Was, wenn wir noch in der frühen
Kirche leben, wie einige meinen? Was, wenn Schulkinder in 10.000
Jahren die Namen der großen Gottesmänner aus der Geschichte lernen und
einer sagt, ich kann mir einfach nicht merken, wer zuerst war.
Augustinus oder James White? Der Punkt ist, wir wissen nicht,
wann der Herr kommt. Ich sage auch nicht, der Herr
kommt erst in 10.000 Jahren. Mein Punkt ist, wir wissen nicht,
wann der Herr kommt. Aber gerade deshalb wollen wir als treue
Arbeiter, fleißige Arbeiter, hoffnungsvolle Arbeiter befunden
werden. Gerade deshalb lasst uns arbeiten
und kämpfen für die kommenden Generationen von Christen. Lasst uns arbeiten für unsere
Kinder und Kindeskinder, die einst unseren Platz einnehmen
werden, wenn wir sterben. Denn es geht nicht in erster
Linie um uns. Es geht um den Leib, Christi.
Und drittens, lasst uns für den Herrn arbeiten und kämpfen, auch
wenn das Gefahr und sogar den Tod bedeuten mag. Denn das ist
es, was die Taufe und das mit der Taufe beginnende christliche
Leben bedeuten. Ein Sterben für Christus. Das
ist auch das, was Jesus meinte, als er sagte, wenn jemand mir
nachfolgen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz
auf und folge mir nach. Zum Beispiel Markus 8, Vers 34. Als Jesus sein Kreuz auf sich
nahm, wohin ging er da? Nach Golgatha zum Sterben. Und wenn er die Christen auffordert,
das Kreuz aufzunehmen und ihm nachzufolgen, dann fordert er
uns auf, ihm nachzufolgen auf dem Weg des Leidens und des Sterbens. Und das wollen wir tun. Aber wir wollen es voller Freude
und voller Hoffnung tun. Wenn es der Wille des Herrn ist,
dass wir für ihn leiden und sterben müssen, dann wollen wir es voller
Freude und voller Hoffnung tun. Denn wir wissen, dass unser Glaube
und dass unsere Arbeit nicht vergeblich ist. Wir wissen, dass
es eine Auferstörung der Toten gibt, denn unser Herr ist auferstanden. Wir wissen, dass Christus jetzt
als König herrscht über alles und dass er alle Feinde besiegt
und dass er kommen wird, um auch den letzten Feind zu besiegen,
wenn er uns auferwecken wird aus den Toten und den Tod verschlingen
wird in Sieg. Und um seine Feinde zu besiegen,
gebraucht er seinen Leib uns, die Gemeinde. Wir haben den Auftrag,
ihn zu verkündigen. Wir haben den Auftrag, das Reich
zu bauen. Wir haben den Auftrag, Jünger zu machen. Wir haben den
Auftrag, zu leben für Christus und dadurch die Finsternis zurückzudringen,
dadurch die Feinde zu besiegen. Und wir wissen, dass unsere Mühe
nicht vergeblich ist dem Herrn. Er wird unsere Arbeit segnen
an den Generationen, die noch nach uns kommen mögen und vielleicht
noch Hunderte oder Tausende. die unseren Platz einnehmen werden
in der Zukunft. Und er wird unsere Arbeit final
segnen bei seiner Ankunft, wenn er uns auferweckt und wir unseren
Lohn empfangen und eingehen in die Freude unseres Herrn als
gute und treue Knechte, die gekämpft haben für den Herrn, die bereit
waren zu leiden und zu sterben für den Herrn und seine Gemeinde
zu bauen für die Zukunft. Und schließlich Das passt mit dem, was wir heute
Morgen gehört haben. Lasst uns hinschauen auf Christus. Denn er war jede Stunde in Gefahr. Er starb täglich für die Sein. Und er starb schließlich das
Märtyrium am Kreuz von Galgata. Damit wir seine Auserwählten
2000 Jahre später damit wir in ihm befunden würden
und die Rettung hätten in ihm, unserem Herrn. Christus hatte nicht die Sicht,
dass die Generation da die letzte wäre oder dass es vielleicht
noch 40 Jahre geht oder 100 Jahre. Es sind jetzt 2000 Jahre vergangen
und die Kirche ist immer noch hier. Und die Arbeit Christi
bringt immer noch Frucht. Und der Leib Christi wird immer
noch aufgefüllt mit Neugetauften. Auch er tat all dies. Er litt
und starb in Hoffnung. Er achtete die Schande nicht
und er duldete das Kreuz. für die vor ihm liegende Freude
und hat sich gesetzt zur Rechten des Thrones Gottes, wie es der
Hebräerbrief schreibt. Christus wusste, dass er auferstehen
würde. Er wusste, dass seine Mühe nicht
vergeblich sein würde, sondern er die Königsherrschaft antreten
würde über alle Völker und dass seine Arbeit Frucht bringen würde. Er wusste, dass er alles für
die Auserwählten erduldete, um seinen Leib zu bauen auf Jahrtausende,
und ja bis in Ewigkeit. Er starb auch für dich, weil
er wusste, dass 2000 Jahre nach seinem Tod du getauft werden
würdest für die Toten, die vor dir waren. Und weil er für uns starb und
weil er im Grab lag und auferstanden ist von den Toten und sich auf
den Thron gesetzt hat und herrscht und alle Feinde besiegt, deswegen
wissen wir, dass auch wir auferweckt werden bei seiner Ankunft, wenn
er auch den letzten Feind besiegt und das Reich wiederherstellt,
das Paradies wiederherstellt. Und wir eingehen in die Herrlichkeit,
zusammen mit den Heiligen, mit den Erlösten, mit den Getauften
aus den Jahrtausenden. Komme bald, Herr Jesus. In dem Namen Gottes, des Vaters,
des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Die Taufe für die Toten
Eine Auslegungspredigt über 1. Korinther 15, 29-32 von Pastor Tobias Riemenschneider.
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| Sermon ID | 5123037535726 |
| Duration | 56:19 |
| Date | |
| Category | Sunday Service |
| Bible Text | 1 Corinthians 15:29-32 |
| Language | German |
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