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Herr Lieben, am Abend versuchen
wir, uns gerne etwas einfacher zu fassen. Ich habe heute Abend
ein einfaches Bild gewählt. Ich glaube, das kann jeder verstehen,
ein Bild aus dem Sport, aus dem Fußball. Da gibt es eine sehr
einfache Regel. Die erste einfache Regel heißt,
das Runde muss in das Eckige, der Ball muss ins Tor. Die zweite
einfache Regel heißt, wer die meisten Tore geschossen hat,
hat gewonnen. Ein Tor im Fußball wird dann
gewertet, wenn der Ball tatsächlich hinter die Torlinie im Tor gekommen
ist. Dann ist es zu zählen, dann ist
es ein Tor. Es wird nicht gezählt, wenn ein
beherzter Schuss mit voller Energie an die Latte kracht oder gegen
den Pfosten donnert. Das zählt nicht. Da mag einer
ein super eleganter Stürmer gewesen sein, bis kurz vor das Tor gerannt,
am Tormann vorbei und Schuss und zehn Zentimeter daneben. Schöner Schuss, tolle Gelegenheit,
aber kein Tor. Knapp vorbei, ist ganz daneben. In unserem Predigtext heute Abend
begegnet uns der liebevolle Vater. der seinen Arm auf die Schultern
seines Sohnes legt, um ihn zu ermahnen. Er steht nicht da mit
scheltender Hand, sondern mit viel Liebe, mit viel Einfühlungsvermögen. Geht er auf seinen Sohn zu und
sagt, mein Sohn, ich habe dich viel belehrt. Wir haben schon
gelesen im ersten und zweiten Kapitel im Buch der Sprüche.
Ich habe dir schon viel gesagt über die Weisheit, diese Weisheit,
die du suchen sollst, der du nachgespürt bist. Jetzt setze
diese Weisheit auch praktisch um. Und wenn du das tust, dann landest
du in einem Volltreffer. Aber wenn nicht, dann magst du
noch so herrliches Leben führen. Das geht ganz vorbei. Mein Sohn, du kennst den unschätzbaren
Wert der Weisheit. Du kennst die Heilige Schrift
von Jugend an. Du kennst das Evangelium der
Errettung allein aus Gnade, allein durch Glauben, allein an Christus. Aber mein Sohn, jetzt lebe an
diesem Ziel nicht vorbei. Und selbst wenn es nur knapp
vorbei ist, dann ist es voll daneben. Mein Sohn, bedenke,
und hier diese auch etwas einfache Titel der Predigt, entweder gehst
du den Herz- oder den Holzweg. Hören wir nun den liebenden Vater,
wie er mit seinem Sohn spricht, in den ersten beiden Versen des
dritten Kapitels im Buch der Sprüche. Mein Sohn, meine Weisung vergiss
nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote, denn Länge der
Tage und Jahre des Lebens und Frieden mehren sie dir. Auf diesen Punkt gebracht, Herz
oder Holzweg, Eine erste liebevolle väterliche Ermahnung. Herzenserinnern. Herzenserinnern. Mein Sohn, meine Weisung vergiss
nicht. Dieser Vater hat sich jahrelang
gemüht, seinem Sohn das Wort Gottes nahezubringen. Er hat
getan, was Gott ihm aufgetragen hat. Die Väter von uns kennen
diese Stelle bestimmt gut aus dem sechsten Kapitel im fünften
Buch Mose. Dort sagt der Herr, diese Worte,
die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein, und du
sollst sie deinen Kindern einschärfen. Und du sollst davon reden, wenn
du in deinem Haus sitzt, und wenn du auf den Weg gehst, und
wenn du dich hinlegst, und wenn du aufstehst. Und du sollst sie
als Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen
zwischen deinen Augen sein. Und du sollst sie auf die Pfosten
deines Hauses und an deine Tore schreiben. Das Wort Gottes schärfe
es deinen Kindern ein, giebe es ihnen mit. Ihr Vater hört
das, das ist eure Aufgabe, sagt Gott. Und dieser Vater hat das
getan. Das ganze Haus, egal in welcher
Lebenssituation, egal in welcher Zeit, es war immer davon begleitet,
von Gottes Wort geprägt zu sein. Familienandachten waren für diesen
jungen Mann eine Selbstverständlichkeit. Er kennt es von zu Hause. Für unsere Zeit übertragen, er
wurde im Katechismus, in der Lehre des Wortes Gottes unterwiesen. Er kennt von Kind auf die heiligen
Schriften, die Kraft haben, ihn Weise zu machen zur Rettung durch
den Glauben, der in Christus Jesus ist. Dieser junge Mann
kennt das. Er hat einen Vater, der diesen
Auftrag Gottes lebt. Aber jetzt ist dieser Junge groß
geworden. Und der Vater kommt zu ihm und
ermahnt ihn. Und er sagt, mein Sohn, meine Weisung vergiss nicht. Wieso tut er das? Wie könnte
dieser Sohn überhaupt vergessen, was er von frühester Kindheit
auf tagtäglich immer wieder gehört und gelehrt bekommen hat? Er
kann es eigentlich gar nicht vergessen. Er könnte einfach
seinen eigenen Namen vergessen, mit dem er ständig gerufen wird. Es geht gar nicht. Aber wieso
sagt der Vater das? Wieso sagt er hier, mein Sohn,
vergiss nicht? Und ich glaube, der Vater weiß
genau. Er weiß um die Verdorbenheit
des menschlichen Herzens. Das ist nicht nur das Hirn, die
Erinnerung, sondern das menschliche Herz, das so leicht geneigt ist,
willentlich Gottes Weisung zu vergessen, beiseitezulegen, beiseitezudrängern,
mit dieser Haltung, ich will das gar nicht mehr hören, ich
will das nicht mehr wissen. Ich habe das als Kind oft gehört,
ich habe es gelernt, ich kenne das, ich weiß das, aber ich will
es nicht mehr. Es begegnet im zweiten Kapitel
hier im Sprüchebuch schon diese ehebrächerische Frau. Da heißt
es in Vers 17 von ihr, sie verlässt den Vertrauten ihrer Jugend und
den Bund ihres Gottes vergisst sie. Sie konnte ihn eigentlich
nicht vergessen. Sie wusste genau, ich bin verheiratet.
Sie wusste auch, mit wem sie verheiratet ist, aber sie will
es nicht wissen. Sie will die Ehe brechen und
sie tut es. Sie vergisst es, dass sie eigentlich
in einem Bund mit einem anderen Mann steht. Sie bricht die Ehe,
weil sie lieber die Sünde auslebt, als das zu leben, wovon sie weiß,
dass es richtig ist. Ein Beispiel. Im Grunde wissen auch alle Menschen,
dass es Gott gibt. Das kann eigentlich keiner wirklich
leugnen, der die Augen aufmacht. Die Schöpfung spricht so laut
davon, dass es Gott gibt. Dass es einen allmächtigen Schöpfergott
gibt. Man kann es eigentlich nicht
leugnen. Ja, man kann es eigentlich nur
leugnen, indem man sagt, ich will es nicht wissen. Das tun
sie. Das tun die Menschen. Sie leugnen
es. Sie sagen, ich will gar nicht
wissen, dass es Gott gibt. Es muss eine andere Lösung geben, wie
wir es heute früh in der Lehrstunde gehört haben. Es darf keinen Gott geben. Ich
will das gar nicht hören. Psalm 9 heißt es, zum Scheol
mögen sich wenden die Gottlosen alle Nationen, die Gott vergessen. In Psalm 10 der Gottlose denkt
hochnäsig, er wird nicht nachforschen. Es ist kein Gott. Das sind alle
seine Gedanken. Allein, dass er schon denkt,
er wird nicht nachforschen, setzt voraus, dass er weiß, es gibt einen Gott. Aber er sagt, es gibt einfach
keinen Gott. Ich darf machen, was ich will. Ich bin mein eigener
Herr. Und er drängt Gott aus seinem
Leben. Er will ihn vergessen. Er will ihn nicht wahrhaben.
Er will nicht wahrhaben, dass es Gott gibt und schon gar nicht, dass
Gott ihm etwas zu sagen hätte. So ermahnt uns der Heilige Geist
in der Schrift mehr als einmal, dass wir nicht vergessen sollen. In Sprüche 4, Vers 5. Er wirbt
dir Weisheit, er wirbt Verstand, vergiss sie nicht und weiche
nicht von den Reden meines Mundes. 5. Mose 4, 23. Hütet euch, dass
ihr ja nicht den Bund des Herrn, eures Gottes, vergesst, den er
mit euch geschlossen hat und euch ein Götterbild macht in
der Gestalt von irgendetwas, was der Herr, dein Gott, dir
verboten hat. Vergiss Gott nicht. Dränge Gott
nicht aus deinem Leben hinaus. Leugne nicht, dass es ihn gibt
und dass er dir etwas zu sagen hat, mein Sohn. Und so bekennt der bußfertige
Sünder dann auch frei, dass ihn die Erinnerung an Gottes Gesetz
zur Buße geleitet hat. Psalm 119 Ewig werde ich deine
Vorschriften nicht vergessen, denn durch sie hast du mich belebt.
Ich bin umhergeirrt, wie ein verloren gegangenes Schaf, suchte
deinen Knecht, denn ich habe deine Gebote nicht vergessen. Und wurde durch sie zur Buse
geleitet. Und dennoch sind wir von Natur,
von unserer sündigen Natur, als dazu geneigt, Gottes Gebot zu
vergessen oder zu verdrängern, es einfach nicht wahrhaben zu
wollen. So hat Gott dafür gesorgt, dass
er uns einen Beistand gibt. Einen Beistand, der uns daran
hindert, dass wir es vergessen. Der uns erinnert. Jesus sagt es in Johannes Evangelium,
Kapitel 14, Vers 26. Der Beistand aber, der Heilige
Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch
alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt
habe. Das ist der Dienst des Heiligen
Geistes im Herz wahrer Gläubiger. Er erinnert uns an das, was wir
kennen. Er gibt uns keine neuen Offenbarungen,
aber er bringt das in Erinnerung, was Gottes Wort sagt, Gottes
Gebot. Und so kommt der Vater zu seinem
Sohn und ermahnt ihn. Bist du auf dem Herz oder auf
dem Holzweg? Das Erste, was den Sohn auf den
rechten Weg bringt, ist Herzenserinnern. Mein Sohn, meine Weisung vergiss
nicht. Vergiss nicht. Und das Zweite,
der Herzensglaube. Dein Herz bewahre meine Gebote. Wo soll der Sohn all das, was
er sich erinnern soll, denn aufbewahren? Soll er es sich in ein Buch schreiben
und ins Regal stellen oder irgendwo anders hinein? Der Vater sagt
zu ihm, was du gelernt hast, was du kennst aus Gottes Wort,
Gottes Gesetz. Das muss an einem ganz bestimmten
Ort in deinem Leben vorhanden sein. Und es reicht nicht, dass
du es einfach nur kennst, sondern du sollst es in deinem Herzen
verwahren. Dort ist der Ort, an dem Gott
sein Wort bei dir speichern möchte. Unser Herz soll sozusagen die
Bundeslade sein, in der Gott sein Gebot aufbewahrt. Dein Herz halte meine Worte fest. Bach, beachte meine Gebote und
lebe, heißt es hier in Kapitel 4, Vers 4, gerade auf der anderen
Seite. Dein Herz halte meine Worte fest. Oder in 5. Mose 11, Vers 18.
Ihr sollt diese meine Worte auf euer Herz und auf eure Seele
legen und als Zeichen auf eure Hand binden. Und sie sollen als
Merkzeichen zwischen euren Augen sein. Oder Jesaja 51, Vers 7,
Hört auf mich, die ihr Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herzen
mein Gesetz ist. Und genau das passiert, wo ein
Mensch zu neuem Leben wiedergeboren wird. Dort, sagt uns Gottes Wort,
bekommen wir ein neues Herz, ein Herz, dass eine Bundeslade
ist für Gott und sein Gesetz. Eine Bundeslade, in der Gott
sein heiliges Gesetz niederlegt, wie im alten Bund die Steintafeln
in diese goldene Bundeslade hineingelegt wurden, so soll im neuen Bund
durch die Wiedergeburt im Herzen von uns Gläubigen Gottes Gesetz
niedergelegt sein. Ezekiel 11, Vers 19 und 20, Diese
Verheißung, ich werde ihnen ein Herz geben und werde einen neuen
Geist in ihr Inneres geben, und ich werde das steinerne Herz
aus ihrem Fleisch entfernen und ihnen ein fleischendes Herz geben,
damit sie in meinen Ordnungen leben und meine Rechtsbestimmungen
bewahren und sie befolgen. Und sie werden mir zum Volk,
und ich werde ihnen zum Gott sein. Oder in Jeremia 31, Vers
33, das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen
Tagen schließen werde, spricht der Herr. Ich werde mein Gesetz
in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben. Und
ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein." Ist das nicht dieses kindliche
Verlangen von hingegebenen Gläubigen? Dieser lebendige Ausdruck von
wahrem Herzensglauben? dass doch meine Wege beständig
wären, deine Ordnungen zu halten. Ich will dein Gesetz nicht vergessen.
Nein, ich will es tun. Es ist mir ein großes Herzensanliegen,
dieses Gesetz zu tun. Ich bewahre deine Vorschriften
von ganzem Herzen, heißt es im Psalm 119, 69. In einem anderen
Vers, 129, wunderbar sind deine Zeugnisse, darum bewahrt sie
meine Seele. Von Herzen bewahre ich dein Wort. Mein Sohn, auf welchem Weg bist
du? Herz- oder Holzweg? Und nur der wahre Herzensglaube
wird dich, mein Sohn, auf dem rechten Weg bewahren. Du brauchst Herzenserinnern und
du brauchst Herzensglauben, sonst geht's am Ziel vorbei. Und dieses Herzenserinnern und
diese Herzensglaube zeigt sich dann auch ganz konkret im Herzensgehorsamnis,
das Dritte. Herzensgehorsam, mein Sohn, meine
Weisung vergiss nicht und dein Herz bewahre meine Gebote. Und nur Gottes Gebot darf unser
Herz und Gewissen binden. Nur er hat dieses Recht. Und jeder angemessene Gehorsam
beginnt genau hier. Aber umgekehrt auch der Ungehorsam.
Denn das Herz ist das Erste, was sich von Gott abwendet. Aber es ist auch das Erste, was
sich Gott zuwendet. Denn im Herzen werden wir gesteuert,
so lehrt es die Bibel. Das ist sozusagen der zentrale
Ort unseres Daseins, unseres ganzen Lebens. Wie es in Kapitel
4, Vers 23 heißt, mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte
dein Herz, denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens. Von hier
aus wird dein Leben gesteuert. Und den Römer 6, Vers 17, Gott
sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam
geworden seid, dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid. Herzensgehorsam. Und jede andere Form der Religion,
die nur rein äußerlich ist, die vielleicht genauso aussieht,
die so verblüffend ähnlich aussieht wie die wahre Religion, aber
nicht von Herzen kommt, ist nichtig. Sie wird verfliegen wie Schall
und Rauch. Wie eine Fata Morgana, gerade
noch gesehen, schon ist sie fort. darum wie des Feuers Zunge die
Stoppeln verzerrt und durch das Gras in der Flamme zusammen sinkt,
so wird ihre Wurzel wie Moder werden und ihre Blüte auffliegen
wie Staub, heißt es bei Isaiah Kapitel 5. Es ist alles nichtig. Kein echter Glaube, wenn zwar
äußerlich die Form da ist, äußerlich bist du dabei, äußerlich kannst
du das alles sehen und du siehst keinen Unterschied zum wahren
Herzensglauben, aber es ist nichtig, wenn das fehlt. Selbst wenn das ganze Leben voll
Wohltätigkeit wäre, und voll äußerer Frömmigkeit, aber nicht
von Herzen es getrieben ist, das Gebot Gottes zu halten, dann
wird Gott das verurteilen. Und es gibt viele Menschen, erstaunlich
viele Menschen, die sehr gerne anderen helfen, die sehr gerne
wohltätig sind, die sehr gerne Gutes tun. Und ich denke, wir
haben in unserem Land in diesem Jahr viel Schönes und Gutes gesehen,
wo Menschen bereit waren, ihre Zeit, ihre Kraft einzusetzen,
um Notleidernden zu helfen. Erstaunlich viel. Aber ist es getrieben von dem
wahren Glauben, Gottes Gebot der nächsten Liebe auszufüllen,
getrieben von einem erneuerten Herz? Wo das nicht der Fall ist,
wird Gott sagen, wer hat das von eurer Hand gefordert? Isaiah
1, Vers 11. Und ich möchte uns ein erschreckendes
Beispiel hier vor Augen führen, denn ich denke, es passt genau
hier rein. Uns begegnet einmal in der Heiligen
Schrift ein junger Mann. Ähnlich junger Mann vielleicht,
wie der Vater hier zu seinem Sohn spricht. Er war reich und er ist als der
reiche Jüngling bekannt. Ich denke, jeder von uns kennt
diese Begebenheit, den Markus 10 beschrieben. Und da kommt dieser junge Mann
zu Jesus und er sagt, guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges
Leben erbe? Eine super Frage. Auch die richtige
Adressat, nämlich Jesus. Und er ist tatsächlich der gute
Lehrer. Und Jesus kommt mit ihm ins Gespräch. Und was tut Jesus? Jesus sagt ihm, er bringt ihn
in Erinnerung und sagt ihm, du kennst doch, ich übersetze es
jetzt mal, du kennst doch Gottes Wort, du kennst Gottes Gesetz.
Und er zählt ihm die zehn Gebote auf. Eigentlich, um ihn dazu
zu bringen, zu erkennen, wie sehr er Christus braucht, tatsächlich
den guten Lehrer, um ihm zu zeigen, Du brauchst Erlösung von deiner
Sünde." Und er sagt ihm die zehn Gebote. Und dieser junge Mann
sagt, Lehrer, dies alles habe ich befolgt von meiner Jugend
an. Was war das für einer? Das war kein Rebell, der irgendwo
in der Drogenszene abgehangen hat. Nee, das war wirklich ein
junger Mann, der offensichtlich ein gutes Elternhaus hatte. Der
hatte wahrscheinlich auch einen Vater, der ihn von Kind auf in
der Furcht Gottes erzogen hat, der ihn von Kind auf das Gebot
Gottes nahegebracht hat, der täglich seine Familienandacht
erlebt hat, der unterwiesen war in Gottes Wort, der in Gottes
Furcht erzogen wurde, Das war ein junger Mann, der tatsächlich
Gott ehren wollte mit seinem Leben. Und er konnte aufrichtig
sagen, ich habe das befolgt von meiner Jugend an. Er ist in einem gottesfürchtigen
Elternhaus groß geworden. Und Jesus gewinnt ihn lieb. Er
sieht ihn und sieht, oh, ja. dieser junge Mann ist wirklich
bestrebt Gott zu ehren, aber er hat was wesentliches vergessen. Er tut es nicht mit diesem Herzensgehorsam,
nicht mit diesem Herzensglauben. Und er versucht ihn auch weiter
dahin zu bringen, ihm zu zeigen, wie sehr er das braucht und wie
er Veränderung braucht. Er überführt ihn letztlich, dass
er eben nicht von wahrem Herzensglauben und wahrem Herzensgehorsam motiviert
ist, sondern dass dieser so äußerlich so fromme junge Mann sich abwendet
und entsetzt traurig weggeht, anstatt dass er Buste tut. Ist das nicht erschütternd? Und ist das nicht eine große
Gefahr für all diejenigen, die in Gottesfurcht erzogen werden
und doch keine wahre Wiedergeburt erfahren haben? Äußerliche Rechtgläubigkeit ohne
Herzensglauben, ohne Herzensgehorsam, immer dabei, wo Gottes Volk zusammenkommt,
den Katechismus immer perfekt gelernt, immer bestrebt, Gott
zu dienen und ihm zu folgen und ihm treu zu sein, aber alles
aus eigener Kraft, eigener Anstrengung und nicht aus einem erneuerten
Herzen heraus. Und hier kommt dieser Vater und
ermahnt seinen Sohn mit Liebe. Es geht am Ziel vorbei. Erst die Herzensfreude an Gottes
Gesetz, erst diese Herzensfreude an Gottes Gesetz prägt dem Gehorsam
den Stempel der Gottwohlgefälligkeit auf. Erst wenn du getrieben bist von
dem Verlangen, ja, ich will gerne die Wahrheit reden. Ich will
gerne meinen Eltern gehorsam sein. Ich will gerne meine Frau
lieben und nicht die Ehe brechen. Ich will gerne diese Gebote Gottes
bewahren. weil es mir aufs Herz geschrieben
ist. Und es ist mein tiefes Verlangen.
Erst wenn das da ist, dann gefällt es Gott, wenn wir auch so leben. Denn ich habe nach dem inneren
Menschen wohlgefallen an dem Gesetz Gottes, heißt es in Römer
7,22. Nach dem inneren Menschen wohlgefallen. Ich will Gottes Gesetz gerne
tun. Und diese Freude und diese Beharrlichkeit
in der Pflichterfüllung kommen aus einem durch Gottes Geist
erneuerten Herzen. Und ein solches neues, wiedergeborenes,
erneuertes Herz, das befähigt uns zu wahrem Herzensgehorsam
und macht uns willig dazu. Und das kann uns niemand anders
geben als Gott allein und als diese göttliche Herzensoperation
in unserem Leben. Wie wir es vorhin gelesen haben
in Ezekiel 11. Ich werde ihnen ein Herz geben
und werde einen neuen Geist in ihr Inneres geben. Und ich werde
das steinerne Herz aus ihrem Fleisch entfernen und ihnen ein
Fleisch in das Herz geben. Wer tut das? Kannst du das tun
mit deiner Frömmigkeit, die du versuchst mit deiner eigenen
Kraft zu leben? Nein, Gott sagt, ich will es tun. Ezekiel 36. Ich werde euch ein
neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben.
Und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und
euch ein fleischendes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in
euer Inneres geben. Und ich werde machen, dass ihr
in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt
und tut. Gott! Du kannst es nicht selbst. Und selbst wenn du in Gottesfeucht
groß wirst, und das wünsche ich jedem unserer Kinder hier, du
kannst es nicht selbst. Du brauchst Gott, dass er dir
ein neues Herz gibt. Mein Sohn, ohne Herzenserinnern,
ohne Herzensglauben und ohne Herzensgehorsam geht dein Leben
am Ziel vorbei. Und auch wenn es nur knapp vorbeigeht,
es ist doch ganz daneben. Bist du auf dem Herz- oder auf
dem Holzweg? Und mein Sohn, schau auf die
Verheißung. Schau auf diese herrliche Verheißung,
die wir uns gleich ansehen werden, die dem Herzenserinnern, dem
Herzensglauben und dem Herzensgehorsam folgt. Es ist der vierte und
letzte Punkt heute, der Himmelssegen, der hier im zweiten Vers beschrieben
wird. Denn Länge der Tage und Jahre deines Lebens und Frieden
mehren sie dir. Denn Länge deiner Tage und Jahre
des Lebens und Frieden mehren sie dir. Gott hat allen, die ihm von Herzens
folgen, seinen himmlischen Segen verheißen, diesen himmlischen
Gnadenlohn des Herzensgehorsams. Was ist er? Wie wird er beschrieben?
Er ist ein langes, ein glückliches Leben, als dem höchsten irdischen
Gut. Welches höhere Gut könnte es
hier auf Erden geben? Wenn du mit Menschen sprichst,
die jetzt nicht gottesfürchtig sind oder gläubig sind, was sich
die meisten Menschen wünschen, ist Gesundheit. Ich wünsche dir
Gesundheit, ein langes Leben. Wie wir heute früh auch gehört
haben, der Tod ist unvermeidlich, aber doch möglichst spät. Das ist der höchste Segen, den
sich Menschen hier auf Erden wünschen können. Mehr geht nicht. Und das ist hier verheißen. Kapitel
4, Vers 10 Höre, mein Sohn, und nimm meine Worte an, dann werden
dir zahlreich die Lebensjahre. Kapitel 9, Vers 11 Denn durch
dich, durch die Furcht des Herrn, werden zahlreich deine Tage,
und es mehren sich die Jahre des Lebens. Kapitel 10, Vers
27 Die Furcht des Herrn vermehrt die Lebenstage, aber die Jahre
der Gottlosen werden verkürzt. Das ist zunächst die Verheißung,
die hier gegeben wird, denn Länge der Tage und Jahre des Lebens
und Frieden mehren sie dir. Und dann fragen wir uns, ja,
aber ist es denn nicht oft so, dass es Gottlose gibt, die steinalt
werden und Gottesfürchtige, die bei der Hälfte ihrer Tage heimgerufen
werden? Und auch sonst diese irdischen
Segnungen im Leben, ist es denn nicht oft so, dass die Gottlosen
in äußerem Wohlstand leben, vielleicht auch gesund sind, während die
Gerechten in äußerer Not leben müssen und vielleicht auch krank
sind? Dennoch ist diese Länge der Tage
die Verheißung für die Gerechten, die Gottesfürchtigen, die von
Herzen Gläubigen. Das hier verheißene Leben, das
geht noch weit über das hinaus, was dieses irdische Leben zu
bieten hat. Es weist uns auf das ewige Leben. Bist du ein Kind Gottes, dann
gilt dir diese Verheißung, sei es auf Erden oder im Himmel,
eben wie es der Vater für geeignet hält. Und wohl der gerechteste
Mann vor der Sintflut, der hat am wenigsten Lebenstage zusammenbekommen. Hier noch wurde sehr früh, im
Vergleich zu den anderen, zu Gott gerufen. Wir dürfen nicht
sagen, nur weil jemand alt ist, deshalb ist er gottesfürchtig.
Aber Gott segnet. Und manche einen gottesfürchtigen
mit einem langen irdischen Leben. Manche einen, indem er in Reim
ruft, wie es Gott gefällt. Aber letztlich mit ewigem Leben. Würden wir diese Verheißung allein
auf das irdische Leben beziehen, dann wäre sie wahrscheinlich
auch wenig attraktiv. Denn, halten wir inne und denken
mal nach, wie sieht das Leben in dieser Welt aus, es ist keineswegs
immer ein Segen. Für Gottlose ist das Leben in
dieser Welt oft sogar ein Fluch. Ein Fluch, dem sie gar nicht
erinnern können. Erinnert euch an die Geschichte
von Kain. Von ihm heißt es, nun verflucht
seist du vom Ackerboden hinweg, der seinen Mund aufgerissen hat,
das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen. Wenn du den
Ackerboden bebaust, soll er dir nicht länger seine Kraft geben.
Unsteht und flüchtig sollst du sein auf der Erde. Was für ein
Leben. Es muss furchtbar gewesen sein. Ein Fluch. für Gottlose. Aber auch für das
Volk Gottes ist das Leben in dieser Welt von Glaubensprüfungen
geprägt. Glaubensprüfungen, die oft sehr
viel Geduld erfordern. Und nicht wenige sind bei diesen
Prüfungen an den Rand der Verzweiflung geraten und haben das Leben gar
nicht mehr als Segen empfunden. Wir haben schon letzten Sonntag
über das Buch Hiob gesprochen. Was, letzten Sonntag? Ja. Aber das ganze Buch Hiob angesehen,
und er war so verzweifelt, er sagte in Kapitel 7, Vers 16,
Ich mag nicht mehr, nicht ewig will ich leben. Lass ab von mir,
meine Tage sind nur noch ein Hauch. So eine Not hatte dieser
wahrhaft gottesfürchtige Mann mit seinem irdischen Leben. Ich
mag nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Jakob sagt gegenüber dem Pharao,
Mit 130 Jahren, also eigentlich war er schon aus unserer Sicht
sehr alt, aber er sagt, wenig und böse waren die Tage meiner
Lebensjahre. Wenig und böse waren die Tage
meiner Lebensjahre. Es war so viel Glaubensprüfung
und so viel Not. Von Elia wissen wir, dass er
in die Wüste gelaufen ist und sich niedersetzt. Und da heißt
es, er wünscht es sich, sterben zu können. Und er sagt, es ist
genug. Nun, Herr, nimm mein Leben, denn
ich bin nicht besser als meine Väter. Erste Könige 19. Wie niedergeschlagen. Und selbst Paulus sagt es, ich
habe Lust abzuscheiden und bei Christus zu sein, denn es ist
weit besser. Es bleibt mir im Fleisch, aber
ist nötiger um eurer Willen. Eigentlich habe ich genug hier. So schön ist es nicht, hier auf
dieser Welt zu leben. Das Leben für uns als Kinder
Gottes ist in dieser Welt kein Spaziergang. Es ist ein Leben,
das oft von Not begleitet ist, oft von Prüfungen und oft von
wirklich quälenden Prüfungen bis hin zu großer Niedergeschlagenheit. Ja, noch einmal hier, ich mag
nicht mehr, nicht ewig will ich leben. So niedergeschlagen sind
manchmal Kinder Gottes von diesen Lasten, die das Leben mit sich
bringt. Was es für alle Menschen ist,
nach dem Sündenfall, ist es mühsam. Das Leben in dieser Welt ist
mühevoll. Es ist anstrengend. Ich nehme an, die meisten von
uns gehen heute Abend zu Bett und sind müde. Und mancher steht
morgen früh auf und ist immer noch müde. Und es ist anstrengend. Psalm 90 heißt es in Vers 9,
alle Tage, schwindend durch deinen Krim, wir bringen unsere Jahre
zu wie einen Seufzer. Prediger 12, Vers 1. Denke an
deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugendzeit, bevor die
Tage des Übels kommen und dir Jahre herannahen, von denen du
sagen wirst, ich habe keinen Gefallen an ihnen. Und dann beschreibt
er im Predigerbuch so schön auch, wie die Leute alt werden und
klapprig. Ja, das ist mühevoll. Das ist
beschwerlich. Und doch ist es Gottes Segen,
dieses Leben, sei es in dieser Welt oder dann in die Ewigkeit
hinein. Und der entscheidende himmlische Segen, den wir im
Leben brauchen, ist daher mehr als nur das Leben in dieser Welt. Wir brauchen vor allen Dingen
Frieden, wie es hier heißt in unserem Vers. Die Länge der Tage
und Jahre des Lebens und Frieden mehren sie dir. Vielleicht passt es in die Jahreszeit
gut, dass das genau die Sache ist, die die Engel ankündigen
bei der Geburt Jesu. Lukas, Kapitel 2, Herrlichkeit
Gott in der Höhe und Frieden auf Erden den Menschen des Wohlgefallens. Jesus ist dieser Friedefürst,
der uns mit dem Vater versöhnt. Und wenn unsere Erden Jahre vom
Frieden geprägt sind, dann fällt uns dieser mühevolle Weg leichter. Großen Frieden haben die, die
deren Gesetz lieben. Sie trifft kein Strauchel, Psalm
119, 165. Aber wie erlangen wir diesen Frieden? Diesen Frieden mit Gott, der
gibt es nur einen Weg. Durch die Besprengung mit dem
Blut Jesu Christi, durch die Besprengung mit dem Blut des
Sühneopfers Christi, durch das er uns mit Gott versöhnt hat. Römer 5, Vers 1, da wir nun gerechtfertigt
worden sind, ausglauben, so haben wir Frieden mit Gott, durch unseren
Herrn Jesus Christus. Epheser, Kapitel 2, Vers 13 und
14. Jetzt aber in Christus, Jesus,
seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus
nahe geworden, denn er ist unser Friede. Kolosser 1, Vers 20. Durch ihn
hat er alles mit sich versöhnt, indem er Frieden gemacht hat
durch das Blut seines Kreuzes. Durch ihn sei es, was auf der
Erde oder was im Himmel ist. Durch Christus allein empfangen
wir Frieden. Und der ewige Friede, die ewige
Ruhe der Heiligen ist der Ort, wo alle Auflehnungen des Fleisches
vorbei sind, wo alle Rebellionen der Gottlosen beendet wurden. Die ewige Ruhe, in die wir eingehen
dürfen, dieser ewige himmlische Sabbat, das ist der Ort des Friedens,
Und dieser Ort, an dem wir von all dieser Mühsal, die uns in
diesem Leben begleitet, so sehr dieses Leben ein Segen vom Herrn
ist, indem wir dort... Mein Sohn, hast du Anteil an
diesem Himmels Segen? Hier kommt der Vater. Mein Sohn,
wenn du heute Abend nach Hause gehst, dann prüfe dein Herz. Bist du auf diesem Herz oder
bist du auf dem Holzweg? Hast du von Gott ein neues Herz
empfangen? Hast du ein Herz, das geprägt
ist von Herzenserinnern, von Herzensglauben, von Herzensgehorsam? Und gib dich nicht mit weniger
zufrieden, Gib dich nicht damit zu viel, doch innerlich kein
Leben hast. Wie leicht könntest du so knapp
am Ziel vorbeileben, und knapp vorbei wär voll daneben. Mein Sohn, meine Weisung vergiss
nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote, denn Länge der
Tage und Jahre des Lebens und Frieden mehren sie dir. Lass
dir diesen himmlischen Segen nicht durch ein stolzes und selbstgerechtes
Herz geraubt werden. Suche den Herrn, solange er zu
finden ist, denn heute, heute ist der Tag des Heils. Und bitte
Jesus Christus um ein neues Herz, das dich zu Herzenserinnern und
Herzensglauben und Herzensgehorsam befähigt, damit auch du den Himmelssegen
empfängst. Ich will der Herrn Gnade geben. dass wir alle, die wir heute
hier sind, himmlischen Segen haben und nicht nur heute hier
sind, sondern die Ewigkeit und Herrlichkeit beim Vater verbringen,
um ihm Lob und Ehre zu geben für seine Erlösung. In Jesus
Christus. Amen.
Herz- oder Holzweg?
Series Sprüche
- Herzenserinnern
- Herzensglauben
- Herzensgehorsam
- Himmelssegen
| Sermon ID | 121415748431 |
| Duration | 36:35 |
| Date | |
| Category | Sunday - PM |
| Bible Text | Proverbs 3:1-2 |
| Language | German |
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