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Wir haben heute Morgen eine lange
Reise durch die Bünde des Alten Testaments gemacht und wir kamen
zu dem Schluss, dass das ganze Alte Testament auf eine Erfüllung
wartet. Ein verheißener Nachwuchs aus
Israel ist versprochen, der den Fluch des Bundes der Werke besiegt
und den verheißenen Bund der Gnade aufrichtet. Das ganze Alte
Testament, es wartet auf das, was kommen soll. Schon einige Jahrhunderte vor
Jesu Geburt hat Gott durch die Propheten Heseke und Jeremia
einen neuen Bund angekündigt, der eben nicht wie der Alte Bund
ist. Nicht wie der Bund, der durch
das Alte Testament vorherrschend war. Nein, ein neuer Bund ist
nahe, bezeugen die Propheten. Das war die große Hoffnung. Jeremia erlebte den Zusammenbruch
des geopolitischen Reiches Israel. Und er erkannte, das ist die
gerechte Strafe für den Bundesbruch der natürlichen Nachkommen Abrahams. Israel dachte zu der Zeit von
Jeremia, sie wären sicher. Sie hätten eigentlich absolut
Garantie auf den Frieden Gottes. Einfach, weil sie Nachkommen
Abraham sind. Und Gott hat ja dem Abraham ganz
tolle Verheißungen gemacht. Also müssen sie sich um nichts
mehr scheren. Sie sagen einfach, Frieden ist
da und Gott wird schon alle Feinde besiegen. Doch Gott lässt die Feinde gegen
Israel siegen. Gott erklärt, dass sie alle Bundesbrecher
geworden sind und er sie deswegen richtet. Ein kurzer Auszug, Jeremia 11,
Vers 8 und dann auch noch Vers 10 und 11. Sie haben nicht gehört
und ihr Ohr nicht geneigt, sondern sie lebten alle in der Verstocktheit
ihres bösen Herzens. Und ich, spricht Gott, brachte
über sie alle Worte dieses Bundes. den ich zu befolgen gebot und
den sie nicht befolgt haben. Und dann im zweiten Teil von
Vers 10. Das Haus Israel und das Haus
Judah haben meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vätern geschlossen
habe. Darum, so spricht der Herr, siehe,
ich bringe Unheil über sie, dem sie nicht entgehen können. Und sie werden zu mir um Hilfe
schreien, aber ich werde nicht auf sie hören. Ein schreckliches Urteil. Und es stellt sich die Frage,
was ist denn mit den Verheißungen der Gnade? Was ist denn mit den Verheißungen,
die Abraham gegeben worden sind? Die sich immer mehr entfaltet
haben durch das ganze alte Testament. Was ist denn mit der Verheißung
eines Königreiches, einer ewigen Herrschaft? Ist das alles vorbei? In der Zeit Jeremias wurde Israel
besiegt. Erst ein Großteil durch die Assyrer
und dann am Ende auch das Südreich durch die Babylonier. 6. Jahrhundert und sie wurden
verschleppt. 6. Jahrhundert vor Christus. Und neben einer Rückkehr eines
Überrestes aus dem Stamm Juda, dem die Verheißung galt des Nachwuchses
und einiger Leviten unter Nehemiah und Ezra, ist die Hoffnung vor
allem diese. Gott verspricht die Aufrichtung
eines neuen Bundes. Das ist die Hoffnung. Es lag
alles in Scherben. Es lag alles in Scherben und
man hat gedacht, es ist alles vorbei. Und nun, Gott führt einen
kleinen Überrest zurück. Und er verspricht eine neue Hoffnung,
einen neuen Bund. Hesekiel 36, Vers 25 bis 27. Hier spricht Gott. Und ich werde
reines Wasser auf euch sprengen. Und ihr werdet rein sein. Von all euren Unreinheiten und
von all euren Götzen werde ich euch reinigen. Und ich werde
euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres
geben. Und ich werde das steinende Herz aus eurem Fleisch wegnehmen
und euch ein fleischendes Herz geben. Und ich werde meinen Geist
in euer Inneres geben. Und ich werde machen, dass ihr
in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt
und tut. Jeremiah 31, Vers 31 bis 34,
siehe Tage kommen, spricht der Herr, Da schließe ich mit dem Haus
Israel und mit dem Haus Judah einen neuen Bund. Nicht wie der Bund, den ich mit
ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der
Hand fasste und sie aus dem Land Ägypten herauszuführen. Diesen
meinen Bund haben sie gebrochen. Obwohl ich doch ihr Herr war,
spricht der Herr. sondern das ist der Bund, den ich mit dem
Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der
Herr. Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es
auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein und
sie werden mein Volk sein. Dann wird nicht mehr einer seinem
Nächsten oder einer seinem Bruder lehren und sagen, er kennt den
Herrn, denn sie alle werden mich erkennen. Von ihrem Kleinsten
bis zu ihrem Größten spricht der Herr, denn ich werde ihre
Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken." Prophetisch
kündigen sie einen neuen Bund an. Die Jahrtausende alte Verheißung
der Gnade wird in einem offiziellen Bund der Gnade übergehen und
geschlossen werden. Das ist das Versprechen. Dieser neue Bund, er beinhaltet
wichtige Unterschiede gegenüber dem Bund der Werke mit Israel. Gott verspricht eine innere Reinigung. Das, was der alte Bund nicht
bewirkt hat, Es gab alle möglichen äußeren Rituale, Waschungen,
alles mögliche, was man äußerlich tun musste, was ein Zeichen darauf
sein soll, die Notwendigkeit einer inneren Reinigung, aber
der alte Bund und das Gesetz, es waren nicht fähig, obwohl
sie es forderten, das auch in den Menschen zu bewirken. Und nun sagt Gott, nein, ich
werde reines Wasser auf sie springen. Ich werde dafür sorgen, dass
sie rein sind in diesen neuen Bund. Nicht als eine Verpflichtung. Ich sorge dafür. Ich verpflichte
mich selbst, dieses in ihnen zu wirken. Ich werde ihnen ein neues Herz
geben, sagt er. Nicht ein unempfindliches, steinerndes
Herz, das, wenn sie das Gesetz hören, es nichts in ihnen bewirkt. Ich werde ihnen ein empfindsames
Herz geben. Etwas, das getroffen wird von
Sündenerkenntnis, was lebendig dürstet, hungert nach Gerechtigkeit. Eine wahre Wiedergeburt, eine
wahre Beschneidung des Herzens. Gott verspricht, in diesem neuen
Bund werde ich meinen Geist geben, auf alle, die zu diesem Bund
gehören. Ich werde meinen Geist in ihr Inneres geben. Sie werden
alle direkte Gemeinschaft mit mir haben, mit Gott. Durch seinen Geist. Und sie werden in den Gesetzen
Gottes wandeln. Gott verspricht Heiligung. Jeder, der an diesem Bund teilhat,
sein Leben wird verändert werden. Und die Propheten versprechen,
dieser neue Bund wird unübertretbar sein. Dieser Bund, er ist ein Gnadenbund. Er ist nicht an Werke und Verpflichtungen
gebunden. Darum kann er nicht gebrochen
werden. Alle Teilhaber dieses Bundes,
sie haben völlige Sicherheit, weil er unübertretbar ist. Und sie versprechen, es wird
eine allgemeine Erkenntnis Gottes geben. Es wird niemanden innerhalb
dieses Bundes geben, der keine persönliche und rettende Erkenntnis
des Herrn hat. Im alten Israel, die Bibel ist
so deutlich. Es gab so viele, selbst von den
Leviten, selbst von den Priestern, die den Herrn nicht kannten. Jeremiah und Hezekiel, sie prophezeien,
es wird einen Bund geben, einen neuen Bund. Da wird man nicht
mehr sagen müssen, der eine muss den anderen erst mal unterweisen,
den Herrn zu erkennen. Sie werden alle den Herrn erkennen. Eine rettende Erkenntnis im Glauben. Und es heißt, es wird völlige
Vergebung der Sünden geben. Das, was die Opfer von Lämmern
und Stieren nicht erfüllen konnten im alten Bund, worauf all diese Opfer nur hingewiesen
haben. Das wird in dem neuen Bund erfüllt,
wirksam erfüllt. Ich werde ihre Schuld vergeben
und an ihre Sünde nicht mehr denken, verspricht Gott. Zum Ende des Alten Testaments
sehen die Propheten bereits die Fortsetzung der Gnade Gottes
kommen. Der neue Bund ist nahe. Gott wird einen neuen Bund der
Verheißung der Gnade realisieren. In einem neuen Bund wird er die
Verheißung der Gnade beschließen. Nun, der neue Bund geschlossen. Wer von euch weiß, wie das neue
Testament beginnt? Was sind die allerersten Worte
im Neuen Testament? Der Stammbaum von Jesus. Habt
ihr euch schon mal gefragt warum? Warum fängt Matthäus im allerersten
Buch im Neuen Testament mit einem Stammbaum an? Ein Geschlechtsregister. Was soll das denn? Gleich am Anfang. Bezeugt Matthäus,
Jesus ist der verheißene Nachkomme. Das, worauf das gesamte Alte
Testament hinweist. Jesus fängt an. Er ist die Erfüllung der ganzen
Verheißung. Matthäus 1, Vers 1. Buch des Ursprungs Jesu Christi,
des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Und dann geht er den
ganzen Stammbaum von Abraham bis Jesus ab. Jesu Geburt ist die Erfüllung
der Verheißung des Nachwuchses, durch den der Segen kommen soll. In Lukas 3 geht der Stammbaum
dann sogar bis auf Adam zurück. Von einer Frau geboren, Galater
4, Vers 4. Als aber die Zeit erfüllt war,
sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau. Das Besondere,
was im Alten Testament nur heimlich und verborgen war, es wird im
Neuen Testament glasklar offenbart, der verheißene Nachwuchs ist
tatsächlich von einer Frau geboren, aber er ist auch Gottes Sohn. Nur Gott selbst kann die Gerechtigkeit
erfüllen, die Gott seit dem Sündenfall von den Menschen zurückfordert.
Darum sandte Gott seinen Sohn als Mensch in diese Welt, geboren
von einer Frau nach der Verheißung an Adam. Und ja, Jesus ist der Nachkommer
Abrahams. Das lesen wir in den Stammbäumen,
Matthäus 1 und Lukas 3. Darauf macht Matthäus gleich
am Anfang deutlich. Jesus ist dieser Nachwuchs von
Abraham. Und er lebte unter dem Gesetz,
nochmal Galater 4, Vers 4 und 5, Gott sandte seinen Sohn, geboren
von einer Frau, geboren unter dem Gesetz, damit er die loskaufte,
die unter dem Gesetz waren, damit wir die Sohnschaft empfingen. Er ist ein Priester wie Levi,
ja mehr als Levi, sondern ein Priester nach der Ordnung Melchisedex,
schreibt der Hebräerbrief im Kapitel 7. Jesus ist nicht nur
für die natürlichen Nachkommen Abrahams ein Priester, sondern
für alle Völker. Außerdem ist Jesus auch ein Nachkomme
Davids. Das bestätigt neben den Geschlechtsregistern
auch Paulus am Anfang des Römerbriefes, wo er schreibt, er ist ausgesondert
für das Evangelium Gottes, das er durch seine Propheten in heiligen
Schriften vorher verheißen hat. Also hier auch noch einmal er
betont, Jesus ist die Erfüllung dessen, was das alte Testament
verheißen hat. über seinen Sohn, der aus der
Nachkommenschaft Davids gekommen ist, dem Fleische nach, und als
Sohn Gottes in Kraft eingesetzt, dem Geist der Heiligkeit nach,
aufgrund der Totenauferstehung, Jesus Christus, unserem Herrn."
Auch Lukas, Lukas Kapitel 1, Vers 31 bis 33, da versicherte
der Engel Gabriel der Maria sogar bei der Ankündigung von der Geburt
Jesu. Da sagte er, du sollst seinen
Namen Jesus nennen. Dieser wird groß sein und Sohn
des Höchsten genannt werden. Und der Herr, Gott, wird ihm
den Thron seines Vaters David geben. Und er wird über das Haus Jakobs
herrschen in Ewigkeit. Und seines Königstums wird kein
Ende sein." Das bestätigt der Engel Gabriel. Jesus erfüllt alle Verheißungen,
die Gott in den verschiedenen Bünden im Alten Testament gegeben
hat. Und darum macht das Neue Testament
so deutlich, Jesus ist der neue Bundesrepräsentant. Jesus ist der neue und letzte
Adam. Jesus hat ein absolut gerechtes
Leben geführt. Er hat das Gesetz Gottes vollkommen
erfüllt. Das ewige Gesetz Gottes. 2. Korinther 5, Vers 21. Den,
der Sünde nicht kannte, Jesus Christus, hat er für uns zu Sünde
gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. Er kannte keine Sünde, war vollkommen
sündlos, hat vollkommen das Gesetz erfüllt, Und Gott hat ihn zur
Sünde gemacht. Jesus hat ein sündloses Leben
geführt und durch seine Gerechtigkeit die völlige Herrlichkeit Gottes
verdient. Doch er hat es erfüllt für die
Gläubigen, damit sie gerechtfertigt werden. Dafür war aber nicht nur die
positive Erfüllung des Bundesgesetzes notwendig, sondern auch die Bezahlung
der Strafe. Es war ja seit Adam ist der Mensch
nicht irgendwie auf Null, sondern er war im Minus. Er hatte Schulden,
eine Schuldenlast, die noch abgezahlt werden musste. Jesus hat sich, obwohl er absolut
gerecht und unschuldig war, er hat sich ans Kreuz schlagen lassen.
Er erlebte die Trennung von dem heiligen Gott. Er ertrug den
mächtigen Zorn Gottes, stellvertretend für Sünder am Kreuz. Er ist gestorben. Der eine gerechte Nachwuchs. Der eine verheißene Nachkomme.
Der eine, neue Adam, er ist gestorben. Als Bundesrepräsentant trug er
den Fluch des Bundesbruchs. Galater 3, Vers 13 und 14, da
heißt es, Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, in
dem er ein Fluch für uns geworden ist. Denn es steht geschrieben,
verflucht ist jeder, der am Holz hängt. Damit der Segen Abrahams
in Christus zu den Nationen komme. Damit wir die Verheißung des
Geistes durch den Glauben empfingen. Christus hat den Fluch getragen,
der seit Adam auf der Menschheit ruht. den Segen Abrahams erworben. Durch seinen unschuldigen Tod
am Kreuz hat er die Strafe für alle Gläubigen getragen, die
seit Adam auf den Menschen ruht. Er hat den Teufel besiegt, der
den ersten Adam besiegte, und er hat den Segen erworben, den
Adam verspielt hat. aber der bereits dem Abraham
neu verheißen wurde. Jesus ist das Haupt und der Bundesrepräsentant
für alle, die zu ihm gehören. Wir haben heute Morgen schon
gehört, ein Bundesrepräsentant ist jemand, der für andere einstehen
kann, der für andere sprechen, handeln kann. Christus ist der Bundesrepräsentant
für alle, die zu ihm gehören. Darum empfangen alle Teilhaber
des Gnadenbundes die Gnade und Gerechtigkeit, die Jesus als
letzter Adam erworben hat. Auch hier ein paar Bibelstellen.
1. Korinther 15, Vers 45. Hier schreibt Paulus, so steht
auch geschrieben, der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen
Seele. Das ist ein Zitat einfach, dass
Adam geschaffen wurde. Gott hat ihm eine lebendige Seele
geschenkt. Jetzt fährt Paulus aber vor,
der letzte Adam, und damit meint er Christus, zu einem lebendig
machenden Geist. Der erste Adam war lebendig,
Gott hat ihm Leben geschenkt. Der letzte Adam, Christus, er
schenkt Leben. Dieser neue Repräsentant, er
kann aus dem Tod zurück ins Leben führen. Und darum haben alle, die zu
ihm gehören, Anteil an seinen Segnungen, an seiner Gerechtigkeit. Römer 5,19. Denn wie durch des
einen Menschen, Hier geht es natürlich auch um Adam, des einen
Menschen ungehorsam, die vielen in die Stellung von Sündern versetzt
worden sind. Das haben wir heute Morgen behandelt. Paulus fällt fort, so, also auf
die gleiche Art und Weise, durch die gleiche Form der Verbindung,
durch die gleiche Form der Bundesrepräsentation, so werden auch durch den Gehorsam
des einen, Jesus Christus, die vielen in die Stellung von Gerechten
versetzt werden. Genauso wie wir Menschen durch
Adam alle zu Gesetzesbrechern wurden, werden wir alle gerechtfertigt,
wenn wir zu Christus, dem neuen Haupt, gehören. Die Ankündigung seines Todes
am Kreuz, wo er sein Blut vergießen wird zur Vergebung der Sünden,
da setzt er das Abendmahl ein. Und beim Abendmahl beschreibt
Lukas im Kapitel 22, Vers 20, beim Abendmahl, ein Tag vor seinem
Tod, ein Tag vor seiner Kreuzigung, da nimmt er den Kelch. Und er sagt, dieser Kelch ist
der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. Wir werden morgen früh noch genauer
darauf eingehen. Aber so viel ist klar. Jesus
hat den neuen Bund geschlossen. Das, wovon im Alten Testament
die Propheten prophezeit haben, worauf sie hingewiesen haben. Jesus nimmt beim Abendmahl den
Kelch und sagt, das ist der neue Bund. Ich schließe diesen neuen
Bund in meinem Blut, dadurch, dass ich mein Blut vergießen
werde für euch. Jesus hat den neuen Bund geschlossen
und dieser neue Bund ist der Bund der Gnade, der sich, der
über Jahrtausende verheißen war, versprochen war. Dieser erfüllt
sich nun in Jesus Christus, dem vollkommenen Gottmenschen. Jesus ist der neue Adam. Er ist
der einzige und vollkommene Mittler zwischen Gott und Mensch. Er ist der Prophet größer als
Mose. der das Wort Gottes nicht nur
offenbart, nicht nur völlig auslegt, sondern auch selbst erfüllt. Er ist der Priester, größer als
der Levit Aaron. In Hebräer 7, Vers 24 und 25
lesen wir dieser aber, weil er in Ewigkeit lebt. Jesus lebt in Ewigkeit. Er hat
ein unveränderliches Priestertum. Daher kann er die auch völlig
retten, die sich durch ihn Gott nahen, weil er immer lebt, um
sich für sie zu verwenden. Jesus ist ein größerer Priester
als alle Vorschatten im Alten Testament. Und Jesus ist der König, größer
als David. Denn sein Königtum hat kein Ende,
wie auch Gabriel schon prophezeit hat. Er herrscht. Was hat er
gesagt, als er auferstanden ist zu seinen Jüngern? Matthäus 28.
Mir ist gegeben alle Herrschaft im Himmel und auf Erden. Jesus herrscht. Ihm wurde Herrschaft und Ehre
und Königtum gegeben und alle Völker, Nationen und Sprachen
dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige
Herrschaft, die nicht vergeht und sein Königtum so, dass es
nicht zerstört wird. Der neue Bund ist der Bund der
Gnade und Christus hat ihn geschlossen durch seinen Tod am Kreuz. Das
ist das Zeugnis des Neuen Testaments. Das ist der Neue Bund. Einige Anmerkungen zu diesem
Gnadenbund. Wer sind die Teilhaber des Gnadenbundes? Es ist Abrahams geistliche Nachkommenschaft. Das heißt alle, die wie Abraham
auf den verheißenen Christus vertrauen. Und zwar allein aus
Gnade, Allein durch Glauben. Allein auf Christus. Tatsächlich macht Paulus deutlich,
die Verheißungen der Gnade gingen immer nur an die geistliche Nachkommenschaft
Abrahams. Römer 9, Vers 6 bis 8. Nicht alle, die aus Israel sind,
die sind auch Israeliten. Auch nicht, weil sie Abrahams
Nachkommen sind, sind alle Kinder sondern in Isaak wird dir eine
Nachkommenschaft genannt werden. Das heißt, nicht die Kinder des
Fleisches, die sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung
werden als Nachkommenschaft gerechnet. Wir haben schon heute Morgen
gesehen, Gott macht einen Unterschied bei den Nachkommen von Adam und
Eva, eine geistliche Unterscheidung. zwischen Nachkommen der Schlange
und Nachkommen der Frau. Obwohl sie beides leibliche Nachkommen
von Adam und Eva waren. Und so auch hier, Paulus macht
eine Unterscheidung, eine geistliche Unterscheidung zwischen den Nachkommen
Abrahams. Und er sagt genauso wie Abraham
Ismael nicht nach Verheißung, nicht durch ein Wunder der Gnade
Gottes bekommen hat, sondern weil er so ein bisschen rumgetrickst
hat und auf sein Fleisch vertraut hat, hat er Ismael bekommen. Aber Isaak war der verheißene
Nachkomme, der durch ein Wunder ihm noch im späten Alter geschenkt
worden ist. Und das ist ein Bild für eine
geistliche Unterscheidung, sagt Paulus. Die sind Kinder, die glauben
an die Verheißung. Nicht einfach die, die ihren
Stammbaum bis auf Abraham zurückrechnen können. Und das sagt auch Jesus
zu den Juden, die sich allein auf ihre fleischliche Abstammung
von Abraham berufen in Johannes 8. Er sagt, ihr seid Kinder des
Teufels. Sie sagen, wir sind Kinder Abrahams,
wir sind nie jemanden Sklaven gewesen. Er sagt, ihr seid Kinder
des Teufels. Und den Willen eures Vaters tut
ihr. Das heißt geistig gesprochen, ihr seid Nachwuchs der Schlange. Johannes der Täufer, er nennt
die selbstgerechten Pharisäer in Matthäus 3, Vers 7 Schlangenbrot. Was ist denn Schlangenbrot? Es
ist der Nachwuchs der Schlange. Schlangenbrot. Wer hat euch eingeredet? Ihr könntet dem zukünftigen Zorn
entfliehen. So bringt nun Früchte, die der
Buße würdig sind. Und denkt nicht, bei euch selbst
sagen zu können, wir haben Abraham zum Vater. Gerettet werden im Alten und
im Neuen Testament seit Anbeginn der Menschheit nur diejenigen,
die aus Gnade durch Glauben allein in Christus, dem verheißenen
und gekommenen Retter, vertrauen. Und es war nie anders. Hebräer 11 bezeugt das. Alle alttestamentlichen Heiligen,
sie hatten den gleichen Glauben wie die neutestamentliche Gemeinde. Nämlich den Glauben an die Verheißung
der Gnade, die sich im Neuen Testament in Christus im Gnadenbund
erfüllt. Die lange Liste die Hebräer 11
an den Zeugen aufgibt. Der Hebräerbrief macht deutlich,
das sind alles Menschen, die geglaubt haben wie wir. Nicht auf ihre Werke vertraut
haben, sondern auf Christus vertraut haben. In Matthäus 28 nach Jesu
Auferstehung verkündigt nun Jesus, dass das Evangelium alle Nationen
gepredigt werden soll. Denn durch seinen Tod hat er
dem Satan den Kopf zertreten. Nun sind die Nationen, die vielen
Länder nicht länger gebunden unter den verblendeten Macht
des Teufels. Er hat keine Macht mehr, die
Menschen gefangen zu halten im Unglauben. Das Evangelium soll
hinausgehen und der gläubige Abraham soll, wie es ihm verheißen
wurde, der Vater einer Vielzahl von Völkern werden. Er soll viele geistliche Kinder
bekommen, nämlich die Erwählten aus allen Nationen, die durch
Christus, ihren König, ein geistliches Königreich in dieser Welt aufrichten. Jeder, der nicht auf seine eigenen
Werke vertraut, der nicht sagt, ich bin schon irgendwie gut genug,
sondern ganz auf die Gnade Gottes hofft und allein durch Glauben
in Jesus Christus und in sein Werk vertraut. Der wird hineingeboren in das
geistliche Israel, wie es heißt. Der wird ein Kind Abrahams nach
dem Geist, ein Kind Gottes durch Jesus Christus und so Teilhaber
am Bund der Gnade. Zu den gläubigen Juden die seit
Anbeginn auf diese Verheißung der Gnade hofften, kommen nun
mit der Weltmission alle gläubigen Heiden hinzu. Und sie formen das eine neue
Bundesvolk. Das Volk des neuen Bundes. Wie ist das Verhältnis vom Natürlichen
und Geistlichen zu verstehen? Auch das ist ein Thema, was was
häufig aufkommt. Manchmal hat man das Gefühl,
im Alten Testament dreht sich alles um das irdische, um das natürliche,
natürliche Segnungen. Und im Neuen Testament geht es
dann plötzlich hauptsächlich um geistliche Segnungen. Und tatsächlich gibt es hier
eine Art Dynamik und das ist interessant zu verstehen. In
der Offenbarung der Rettung, in der Offenbarung des Heils,
schreitet Gott vom Natürlichen zum Geistlichen. Erst kommt das Natürliche, dann
kommt das Geistliche. Erst kommt ein Tempel aus Stein,
dann kommt ein geistlicher Tempel aus lebendigen Steinen. Erst kommt das Gesetz, dann kommt
die Gnadenverheißung. Erst kommen Tieropfer als ein
Abbild, die in sich gar nicht wirksam sind, dann kommt Christus
das einmalige und wahre geistlich wirksame Opfer. Erst kommt ein
irdisches Reich mit einem irdischen, sterblichen König, dann das geistliche
Reich mit einem ewigen König. Es schreitet vom Natürlichen
zur geistlichen Realität. Das Natürliche war eine Art Abbild,
ein Hinweis auf die geistliche Realität. Und in der Offenbarung
schreitet es nun vom Natürlichen zum Geistlichen. Zur Offenbarung der Rettung gehören
aber sowohl natürliche als auch geistliche Realitäten. Doch das
Natürliche kam erst vor allem im Alten Testament bis hin zur
geistlichen Realität im Neuen Testament. Bei der Erlösung geht
es anders herum. Bei der Erlösung schreitet Gott
vom Geistlichen zum Natürlichen. Erst werden wir geistlich inwendig
erlöst, unser innerer Mensch wird erneuert, dann folgt die
Erlösung des Leibes bei der Auferstehung der Toten. Erst wird das Herz
erneuert, dann folgt der äußere Glaubensgehorsam. Erst kommt die Gnade, dann folgen
daraus gute Werke. Erst gibt es ein geistliches
Reich der Erlösten, wie wir es jetzt haben, ein unsichtbares
Reich, nicht von dieser Welt, wie Jesus sagt, das ist nämlich
die weltweite Gemeinde. Doch mit Jesu Wiederkunft wird
er einen neuen Himmel und eine neue Erde aufrichten, in dem
das Reich vollkommen herrlich, geistlich und natürlich besteht. In der Rettung, in der Erlösung
schreitet Gott vom Geistlichen zum natürlich Vollendeten. Somit besteht der Gnadenbund
in einer Art Zwischenraum. Der Gnadenbund ist geschlossen
und viele geistliche Segnungen sind jetzt schon da, Wir haben
jetzt schon Christus, unseren vollkommenen Propheten, unseren
vollkommenen Priester, unseren vollkommenen König. Wir haben
jetzt schon den Heiligen Geist in uns wohnen, direkten Zugang
zu Gott und vieles mehr. Doch die absolute und endgültige
Erfüllung, sie steht noch aus, bis Jesus wiederkommt. Und über diesen völlig erfüllten
Gnadenbund werden wir morgen in der Predigt hören. Ein letzter Punkt noch. Was nützt die Lehre der Bundesteologie? Was nützt diese Lehre eigentlich?
Heute Morgen erwähnte ich das Zitat von J.L. Pecker, wo er
sagt, eine gelungene Hermeneutik ist eine zusammenhängende Auslegungsmethode,
die auf ein zusammenhängendes Verständnis der Schrift abzielt. Wie keine andere Gliederung der
Bibel zeigt die Lehre des fortschreitenden Gnadenbundes einen systematischen
Zusammenhang aller Teile der Bibel. In dieser Bundestheologie wird
weder die ganze Bibel auseinandergenommen, auseinandergeschnitten durch
Verteilung auf verschiedene in sich isolierte Heilszeiten, noch
wird einfach alles vereinheitlicht, als gäbe es keinen Fortschritt
und keine Veränderung vom alten zum neuen Bund. Es zeigt eine fortschreitende
Offenbarung auf und ein zusammenhängendes, geordnetes Wirken Gottes mit
den Menschen. Zum Beispiel die Einheit der
Rettung. Allein das Kapitel Hebräer 11
zeigt, wie sehr das Neue Testament die Einheit der Rettung durch
die ganze Schrift anerkennt. Zu allen Zeiten bestand das Heil
immer nur im Glauben an die in Christus verheißene Gnade. Zu allen Zeiten. Adam und Eva wurden gerettet
aus Gnade durch Glauben in Christus. Genauso wie Abraham, Mose, David
und bis heute alle Menschen allein aus Gnade durch Glauben in Christus
gerettet werden. Hebräer 11, Vers 13-16 erzählt
eine Liste von Gläubigen auf im Alten Testament und sagt,
diese alle sind im Glauben gestorben und haben die Verheißungen nicht
erlangt, sondern sahen sie von fern und begrüßten sie und bekannten,
dass sie fremde und ohne Bürgerrecht auf der Erde seien. Denn die,
die solches sagen, zeigen deutlich, dass sie ein Vaterland suchen. Und wenn sie an jenes gedacht
hätten, von dem sie ausgezogen waren, so hätten sie Zeit gehabt,
zurückzukehren. Jetzt aber trachten sie nach
einem Besseren, das ist nach einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer
nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt
bereitet. All die Verheißungen, auf die
die alttestamentlichen Gläubigen hofften, war im Glauben auf das
ewige Leben, auf das ewige Heil, auf eine Stadt, die nicht mit
Menschenhand gebaut ist. Nicht auf ein irdisches Reich,
ein zeitliches Reich, nein, ein himmlisches. Darauf hofften sie. Und das ganze Neue Testament
macht deutlich, seht ihr nicht, es geht im Wesentlichen um diese
geistlichen Realitäten. Verliert diesen Blick nicht,
diesen Schwerpunkt nicht unter den natürlichen Bildern. Paulus sagt, diese ganzen Bündnisse
der einen Verheißung der Gnade, sie verbinden die ganze Heilsgeschichte. Es ist die Geschichte eines einzigen
Heils und eines einzigen Zugangs zum Heil. Aus Gnade, durch Glauben
in Christus. Es ist die Einheit der einen
Rettung nach dem Bundesbruch Adams. Und die Bundesteologie
zeigt diese Einheit der Rettung auf. Es ist aber auch eine christozentrische
Einheit. Das heißt, dass Christus im Mittelpunkt
ist. Die Einheit wird so deutlich,
Christus ist das Zentrum der ganzen Schrift. Das gesamte Alte Testament, es
weist auf Christus hin, kündigt sein Kommen an. Das ganze Neue
Testament beschreibt Christi kommen und erklärt es. Die Mitte ist Christus. der ganzen
Offenbarung Gottes. Und zu keiner Zeit ging irgendein
Handeln Gottes mit den Menschen an Christus vorbei. Zu keiner
Zeit. In Lukas 24 erklärt Jesus den
Ermausjüngern nach seiner Auferstehung die Schrift. Und hier heißt es in Vers 27
von Mose und von allen Propheten, anfangend erklärte er ihnen in
allen Schriften das, was ihn betraf. Die ganze Schrift weist
auf Christus. Paulus bezeugt in 2. Korinther
1, Vers 20, denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm, das ist
in Christus, ist das Ja und deshalb auch durch ihn das Amen. Versteht ihr, was das bedeutet?
Alle Verheißungen, alle Versprechungen Gottes an den Menschen erfüllen
sich ausschließlich in Christus. Paulus fasst es zusammen in Kolosser
1, Vers 16 und 17. Denn in ihm, in Christus, ist
alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das
Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften
oder Gewalten oder Mächte. Alles ist durch ihn und zu ihm
hingeschaffen und er ist vor allem und alles besteht durch
ihn. Christus ist die absolute Mitte
des Handelns Gottes mit den Menschen. Die Zentralität Christi von Ewigkeit
her, seit dem Bund der Erlösung bis hin zur Ewigkeit und der
Erfüllung des Gnadenbundes in der Zukunft wird erst durch die
Bundestheologie in ganzer Größe entfaltet. Es bringt auch eine hermeneutische
Einheit. Hermeneutik ist ja das Fachwort
für Verständnis und Auslegung der Schrift. Der Puritaner John
Owen formulierte einmal treffend, der einzige, einmalige, öffentliche,
wahrhaftige und unfehlbare Ausleger der Schrift ist niemand anders
als der Verfasser der Schrift selbst. Das ist Gott, der Heilige
Geist. Und Nehemiah Cox, einer der alten
reformierten Baptisten im 17. Jahrhundert, erklärt, der beste
Ausleger des Alten Testaments ist der Heilige Geist, der zu der zu uns im Neuen Testament
spricht. Der beste Ausleger des Alten
Testaments ist der Heilige Geist, der zu uns im Neuen Testament
spricht. Das ist einleuchtend, oder? Wenn der Heilige Geist die ganze
Schrift, die ganze Bibel inspiriert hat, dann ist die Auslegung des
Neuen Testaments über das Alte Testament die beste und die vertrauenswürdigste
Auslegung. In der Bundesteologie wird das
alte Testament durch die Auslegung und den Schwerpunkt des neuen
Testaments verstanden und ausgelegt. Im Bewusstsein, dass sich die
Offenbarung fortgeschritten hat. Wenn Paulus in Galater 4 oder
in Römer 4 den Bund mit Abraham auslegt und erklärt, dann verstehen
wir das nicht als eine neue christlich-gemeindliche Auslegung, die auf die eigentlich
Ursprüngliche draufgesetzt wird, sondern als die einzig wahre
und echte Auslegung des Bundes mit Abraham. Die fortschreitende Offenbarung
ist zusammenhängend. Und so kann die ganze Schrift
anhand der Schrift durch die Bibel selbst verstanden und ausgelegt
werden. Der ganze Hebräerbrief, er handelt
davon, dass der Neue Bund die Erfüllung des Alten ist. Viel
besser ist. Der Alte ist abgetan, weil der
Neue die völlige Erfüllung ist. Weil der Neue viel besser und
höher ist. Der Alte Bund wird im Neuen erklärt
und ausgelegt. Es ist ein zusammenhängendes
System, das auch zusammenhängend verstanden und ausgelegt werden
muss. Einheit des Bundesvolkes. Eines der markantesten Merkmale
ist wohl die Einheit des Bundesvolkes. Nach der Auslegung des Neuen
Testaments ist mit Christus die Trennung zwischen Juden und Heiden
abgebrochen, niedergerissen. In Christus gibt es keinen Unterschied
mehr zwischen Jude und Heide. Es herrscht Einheit im Bundesvolk
des Neuen Bundes. Alle gläubigen Heiden werden
hineingepropft in die Glaubensfamilie Abrahams. Auf der anderen Seite waren ungläubige
Juden niemals Teil des Bundesvolkes nach der Gnade. Jesus ist der eine Hirte über
die eine Herde von Gläubigen aus allen Nationen, Sprachen
und Stämmen, die einer, die seiner Stimme folgen. Und er rettet
sie. Christus hat sein dreifaches
Mitteleramt als Prophet, Priester und König allein für sein Bundesvolk,
dessen Haupt- und Repräsentant er ist in Ewigkeit. Jesus führt sein Bundesvolk auch
zu einem gemeinsamen Ziel. Die ewige Herrlichkeit, die ewige
Ruhe, ein unerschütterliches Reich, ewiges sicheres Leben
in Gemeinschaft mit Gott, mehr als Adam je genoss im Garten
Eden. Christus führt sein gesamtes
einheitliches Bundesvolk zu den ewigen sicheren Heil, das Adam
angeboten war, aber erst Christus erfüllt hat, erworben hat. Außerdem, es gibt eine Unterscheidung
zwischen Gesetz und Evangelium. Durch die Bundestheologie lässt
sich Gesetz und Gnade voneinander unterscheiden. Das Gesetz fordert, es hat Bedingungen,
es hat Verpflichtungen, es fordert und es verurteilt für Übertretung
und für Ungehorsam. Das Evangelium der Gnade schenkt,
wirkt, rettet, Kein Mensch wird oder wurde jemals durch das Halten
des Gesetzes selbst gerechtfertigt, außer Jesus Christus, der Mensch
geworden ist, sondern allein durch den Glauben an das Evangelium
von Gott. Das Gesetz weist Sünder in ihre
Schranken, überführt und treibt sie zu Christus und leitet wiedergeborene
Christen an, aus Dankbarkeit in der Kraft des Heiligen Geistes
ein heiliges Leben zu Gottes Ehre zu führen. Aber eine falsche
Auslegung der Schrift führt schnell dazu, dass Gnade und Werke vertauscht
werden. Dass Werke vor die Gnade gesetzt
werden oder das, was eigentlich zur Gnade gehört, plötzlich ein
Werk als Werk gemacht wird oder umgekehrt. Die Forderung Gottes
vertauscht werden mit seiner Gabe. Die geistlichen Nachkommen
vertauscht werden mit den natürlichen Nachkommen. Dazu lernen wir noch
was, wenn es um Taufe geht. Dass nicht verstanden wird, in
welcher Stellung wir vor Gott stehen. Habt ihr schon mal den Satz gehört? Wie kann Gott das zulassen? Wie kann Gott das zulassen? Solch
ein Leid, so ein Unheil, solch eine Krankheit. Habt ihr das
schon mal gehört? Nun, was ist die Antwort, die biblische Antwort? Wir stehen unter dem Bund der
Werke. Ihr seht, diese Frage, so viele
Menschen, sie argumentieren, als wären sie noch im Garten
Eden, zur Zeit der Unschuld. Und sagen, warum herrscht hier
eigentlich kein Paradies mehr? Gott, du hast irgendwas hier
falsch gemacht. Die Bibel erklärt uns durch den
Bund der Werke, wir sind gefallen. Es stimmt etwas nicht, ja. Aber
es ist nicht Gottes Schuld, es ist unsere Schuld. Wir sind gefallen
von seinem vollkommenen Gesetz. Wir sind aus dem Paradies herausgeworfen. Erinnerst du dich nicht, das
ist das, was dir die Realität aufzeigt. Warum es Leid gibt, Krankheit,
Not, Geschrei, Tod. Es ist, weil du ein Gesetzesbrecher
bist. Wir alle. Und in einer gefallenen
Welt leben und nicht mehr im Paradies. Oder die Menschen, die sagen,
wenn wir fragen, glaubst du, dass du in den Himmel kommst?
Sag ich, ja. Ich denke, ich bin ein guter
Mensch. Ich bin auf jeden Fall besser
als mein Nachbar. Diese Argumentation, Sie beschreibt
den Bund der Werke, aber in absoluter Blindheit. Der Mensch in sich weiß, eigentlich
hat Gott das Recht von mir zu fordern. Und eigentlich dürfte
ich nur belohnt werden, wenn ich ein guter Mensch bin. Doch
wie ich heute Morgen schon gesagt habe, in unserer Blindheit, in
unserer Verkehrtheit, in unserer Verdorbenheit verdrängen wir
das gerechte Gesetz Gottes. Wir drücken es nieder durch unsere
Ungerechtigkeit. Aber die Bundestheologie, sie
zeigt uns auf unsere Stellung vor Gott. Nach dem Bund der Werke sind
wir fern von allen Gnadenerweisen Gottes. Wir haben keinen Grund,
irgendetwas von ihm zu verlangen. Das ist der Grund, warum wir
nicht im Paradies leben. Wir sind Bundesbrecher. Das ist der Grund, warum wir
Gnade brauchen. Allein. Durch Glauben. Allein in Christus. Der einzige Zugang, die einzige
Tür zum ewigen Leben. Darum noch einmal ein abschließendes
Zitat von Spurgeon, mit dem ich heute Morgen auch begonnen habe. Die Lehre des Bundes gehört zu
der Grundlage aller wahren Theologie. Es heißt, wer die Unterscheidung
zwischen dem Bund der Werke und dem Bund der Gnade richtig versteht,
ist ein Magister der Theologie. Ich bin überzeugt, dass die meisten
Irrtümer der Menschen über die Lehren der Schrift auf grundsätzlichen
Fehlern bezüglich der Bünde des Gesetzes und der Gnade beruhen. Möge der Herr uns Kraft und Gnade
geben, sein Wort immer besser zu verstehen, damit wir seine
Weisheit und seine Macht umso mehr preisen. Amen.
3. Der Gnadenbund geschlossen
Series RE:Formation 2015
| Sermon ID | 11215944525 |
| Duration | 52:50 |
| Date | |
| Category | Conference |
| Language | German |
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