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In dieser Konferenz beschäftigen
wir uns mit Gottes Bund, mit Gott im Bund, der ewige Gnadenbund,
erklärt und ausgelegt. Wir haben so in den ersten drei
Vorträgen einen roten Faden, der durchträgt von der Ewigkeit
in der Vergangenheit, durch das Alte Testament, durch das Neue
Testament und morgen mit der Predigt, dann bis in die Ewigkeit
hinein. Ich möchte ein Stück im Grunde
an in diesem Faden nebendran vieles nochmal aufgreifen, ohne
es zu wiederholen, sondern eigentlich unter einem anderen Aspekt. Unter
dem Aspekt des Bundesgesetzes. Das Bundesgesetz in Gottes Gnadenbund. Und ich will das versuchen auch
heute Abend möglichst einfach, möglichst einprägsam zu erklären.
Und damit wir es uns vielleicht ein bisschen merken können, möchte
ich drei Bilder gebrauchen, die immer wieder mal auftauchen.
Nee, es sind vier Bilder. Vier Bilder. Der Fels, das Kreuz,
die Rute und der duftende Blumenstrauß. Der Fels, das Kreuz, Die Rute
und der duftende Blumenstrauß soll unserem Gedächtnis vielleicht
bildlich helfen, manche Dinge dann etwas zu verankern, die
heute gesagt werden. Zur Struktur und zum Leitvers
für diesen Vortrag heute Abend möchte ich mit uns aufschlagen
Gottes Wort im Römerbrief im siebten Kapitel Vers zwölf. Wer eine Bibel dabei hat, kann
das gerne mit mir tun. Römerbrief Kapitel sieben. Vers 12, wir werden heute sehr
viele Bibelstellen hören, werden nicht alle miteinander aufschlagen,
wer mitschreibt kann sich das ja notieren, aber das soll so
unser Leitvers sein für diesen Abend. Römer 7, Kapitel 7, Vers
12. So ist also das Gesetz heilig
und das Gebot heilig und gerecht und gut. Das Gesetz ist heilig, gerecht
und gut. Was heißt das? Das erste Gottesbundesgesetz
ist heilig. Wenn es eine Eigenschaft gibt,
die Gott auf ganz einzigartige Weise charakterisiert. Dann ist
es diese. Gott ist heilig. Gott ist heilig. Das ist Gottes transzendente
Eigenschaft, die alle anderen Wesensmerkmale durchzieht und
mit seinem Glanz erfüllt. Es ist sozusagen die Eigenschaft
der Eigenschaften Gottes. Gott ist heilig. Die Heilige Schrift nennt ihn
oft auch nur einfach der Heilige. Jesaja 57, Vers 15. Denn so spricht der Hohe und
der Habene, der in Ewigkeit wohnt und dessen Name der Heilige ist. Offenbarung 15, 4. Wer sollte
ihn nicht fürchten, Herr, und verherrlichen deinen Namen, denn
du allein bist heilig. Und so wird er in Jesaja 6 von
den Seraphim im Himmel angebetet. Heilig, heilig, heilig ist der
Herr der Herrscharen. Die ganze Erde ist erfüllt mit
seiner Herrlichkeit. Gott ist heilig. Gottes Gesetz ist wie Gott selbst
heilig. Wie wir es hier lesen in Römer
7, Vers 12. So ist das Gesetz heilig und
das Gebot heilig und gerecht und gut. Oder im Psalm 19, Vers 8, das
Gesetz des Herrn ist vollkommen. Gottes Gesetz entspricht seinem
Wesen. Es entspricht seinem Charakter,
seinen Eigenschaften, die Gott in seiner Person hat. Gottes
Gesetz entspricht Gott selbst. Gottes Gesetz ist gottgemäß. Es ist heilig. Gottes Bundesgesetz ist heilig. Aber es ist auch in anderer Hinsicht
gottgemäß. Gottes Gesetz ist Gottes ewig
gültiger Maßstab, der sich nicht verändert. Gott selbst ist ewig Er ist immer
derselbe, er ist unveränderlich, er ist unwandelbar. Im Psalm 102, Vers 26 folgende,
zitiert im ersten Kapitel des Hebräerbriefs. Dort lesen wir,
du hast einst die Erde gegründet und der Himmel ist deiner Hände
weg. Sie werden umkommen, du aber
bleibst. Sie alle werden zerfallen wie
ein Kleid, wie ein Gewand wechselst du sie und sie werden verwandelt.
Du aber bist derselbe und deine Jahre enden nicht. Jesaja 41 Vers 4 Ich der HERR
bin der Erste und bin der Letzte. Ich bin derselbe. Mariachi 3 Vers 6 Nein, ich der
HERR habe mich nicht geändert. Jakobus 1, Vers 7. Jede gute
Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab von dem
Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch eines Wechsels
schatten. Gott selbst verändert sich nicht. Er bleibt immer derselbe. Er war derselbe vor aller Zeit
und er ist und bleibt derselbe jetzt und in alle Ewigkeit. Gott
ist unwandelbar. Gilt es nun auch für sein Gesetz?
Ist Gottes Gesetz auch an der Stelle gottgemäß, wie Gott, unwandelbar? Wenn der heilige Gott unwandelbar
ist, dann dürfen wir auch zu Recht annehmen, dass auch das
heilige Gesetz Gottes unwandelbar ist. Und wie ist es bekräftigt? Genau das, mit sehr klaren Worten. In Matthäus, Kapitel 5, vielleicht
eine Stelle, die man mit aufschlagen kann. Matthäus, Kapitel 5, Vers
17 und Vers 18. Dort sagt Jesus, meint nicht,
dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen aufzulösen,
sondern zu erfüllen, wie wir das gehört haben heute in den
ersten beiden Vorträgen. Denn wahrlich, ich sage euch,
bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder
ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen
ist. bis Himmel und Erde vergehen,
soll nichts vergehen von Gottes Gesetz. Es ist wie Gott unwandelbar,
es bleibt so, wie es ist. Gottes Wesen, seine Eigenschaften,
seine Absichten, sein Ratschluss, sein Wille, den er in seinem
heiligen Gesetz zum Ausdruck bringt, verändert sich nicht. Gottes heiliges, gottgemäßes
Gesetz ist wie er selbst unwandelbar. Stets dasselbe, durch alle Zeiten
hindurch. Gottes Bundesgesetz ist gottgemäß,
heilig und unwandelbar. Es ist wie ein Fels, hier dieses
Bild, wie ein Fels in der Brandung der Zeit, Beständig und unverändert
steht es da. Die Wellen der Zeit schlagen
dagegen, aber dieser Fels rührt und verändert sich nicht. Er
bleibt konstant, unverändert, unwandelbar, stets derselbe. Gottes Bundesgesetz ist heilig
und unwandelbar wie ein Fels. Jetzt stellt sich die Frage,
was ist eigentlich dieses heilige, unwandelbare Gesetz Gottes? Was beinhaltet dieses Gesetz? Und wie ist dieses Gesetz den
Menschen mitgeteilt oder offenbart worden? Wir wissen, im Garten Eden hat
Gott Adam ein klares Gebot gegeben, er durfte nicht vom Baum der
Erkenntnis des guten und bösen Essen 1.Mose 2,4,17. Aber gab es darüber noch mehr? Darüber hinaus noch mehr Erkenntnis
von Gottes Willen? Wie umfassend war Adams Kenntnis
von Gottes Willen? Und Gott hatte seinen Menschen
wie geschaffen? In seinem Bild. Gott schuf den Menschen in seinem
Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn. 1. Mose 1, 27. Und das bedeutet,
dass der Mensch von Anfang an mit Gott in einer solchen engen
Verbindung stand, dass er auch in der Lage war, Gottes Willen
zu erkennen. Und in dieser Zeit, ganz am Anfang,
war der Mensch auch noch sündlos oder aufrichtig. Salomon nennt
das mal so im Prediger 7, 29. Gott hat den Menschen aufrichtig
gemacht. Und er konnte von Natur aus verstehen, was Gottes Wille
war. Sie hatten Adam und Eva von Natur
aus die Fähigkeit Gottes Willen zu erkennen, da sie in seinem
Bild geschaffen waren und da sie sündlos waren. Und in unserem Glaubensbekenntnis
gehen wir auch nicht zu weit, wenn wir dort bekennen, dass
Gott Adam diese Fähigkeit auf sein Herz geschrieben hat. Dass
Adam in seinem Gewissen Gottes Willen, Gottes Gesetz erkannte. Denn diese Fähigkeit haben unsere
ersten Eltern weiter vererbt. An alle Nachkommen, an alle Menschen. Das ist das Gewissen. Davon lesen
wir im Römerbrief, im zweiten Kapitel, Römerbrief, Kapitel
2, in Vers 12. Dort geht es um Menschen, die
Gottes Gesetz in seiner speziellen Offenbarung gönnen. nicht in
Schrift vorliegen hatten, weil sie irgendwo leben oder in Völkern
leben, wo sie das nicht kannten. Und da sagt Paulus in Römer 2,
Vers 12, denn so viele ohne Gesetz, ohne dass sie es kannten, ohne
Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen. Denn so viele unter Gesetz gesündigt
haben, werden durch das Gesetz gerichtet werden. Dann im Vers,
ich lese weiter ab Vers 14. Denn wenn Nationen, die kein
Gesetz haben von Natur, dem Gesetz entsprechend handeln, So sind
diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz. Sie beweisen,
dass das Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist,
in dem ihr Gewissen mit Zeugnis gibt und ihre Gedanken sich untereinander
anklagen oder auch entschuldigen." Also Paulus sagt hier, der natürliche
Mensch, der Gottes Gesetz jetzt nicht beschreiben kann, weil
er es nicht kennt, nicht aus Gottes Wort kennt, er kennt es
doch als Gottes Gesetz in seinem Gewissen. Und so haben alle Menschen ein
Gewissen, das sie anklagt, wenn sie sündigen. Das wird natürlich
fleißig mit Füßen getreten, bis das Gewissen auch nicht mehr
reagiert. Paulus sagt hier, dass dieses
Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist. Es ist sehr
getrübt durch den Sündenfall, aber grundsätzlich bei allen
Menschen vorhanden. Aber um was für Gebote handelt
es sich dabei? Welches Gesetz steht den Menschen
von Natur aus auf ihr Herz geschrieben? Welches Gesetz bestimmt von Natur
aus das Gewissen der Menschen? Welche Gebote beinhaltet dieses
Gesetz? Dieses Gesetz, das anfangs eben
Adam und Eva mitgegeben wurde und sie in ihrem Gewissen kannten,
das von der Schöpfungsordnung immer schon da ist, Was beinhaltet
das? Nun, letztendlich dieselben Gebote,
die später unter Mose am Berg Sinai schriftlich geoffenbart
wurden. Die Gebote, die wir in den 10
Geboten vor uns finden, sind seit jeher Gottes vollkommener
Maßstab für seine Gerechtigkeit. Sie kommen aus der Schöpfungsordnung
hervor und sind für alle Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort
bindend. Das erkennen wir vor allem daran,
dass diese Gebote auch schon vor ihrer speziellen Offenbarung
am Sinai gültig sind. Diesen Schritt möchte ich mit
uns gehen, weil sonst sagt ihr vielleicht, ich behaupte nur
etwas. Aber das finden wir in Gottes Wort. Ich möchte es an
einem Beispiel exemplarisch zeigen, an einem der Gebote, dass dieses
Gebot schon vor der Offenbarung der zehn Gebote bekannt war und
auch befolgt wurde. Ich möchte das tun anhand des
vierten Gebots, dem Gebot der Sabbat-Heiligung. Ein Gebot, das schon vor dem
Sinai bekannt war. Gott hatte selbst den siebten
Tag der Woche geheiligt, nachdem er nämlich die Welt innerhalb
von sechs Tagen erschaffen hatte, ruhte Gott am siebten Tag. 1. Mose 2, Vers 3. Und Gott segnete
den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von
all seinen Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte. Er heiligte diesen Tag. Der Sabbat
ist somit seit der Schöpfung ein heiliger Tag, ein von Gott
geheiligter Tag, den Gott selbst gehalten hat. Er hat nicht mehr
gearbeitet, keine neuen Dinge erschaffen. Es ist ein Ruhetag. Und es war von Anfang an nicht
gestattet, an diesem Tag zu arbeiten. Und die Menschen sollten ihn
immer als Ruhetag und Tag des Gottesdienstes feiern. Das galt
auch schon vor der Offenbarung der 10 Gebote. Schlagt mit mir ruhig auf, ohne
ich jetzt alles mitzulesen vielleicht, aber wenn ihr... Wer weiß, wo
die 10 Gebote stehen in der Bibel? 2. Mose 20. Gut. Aber schon einige Kapitel vorher,
2. Mose 16. 2. Mose 16 noch ein ganzes Stück
vor der Offenbarung der 10 Gebote. Dort lesen wir in 2. Mose 16,
Vers 23. Er sagte nun zu ihnen, dies ist
es, was der Herr geredet hat. Morgen ist eine Sabbatfeier,
ein heiliger Sabbat für den Herrn. Was ihr backen wollt, backt und
was ihr kochen wollt, kocht. Aber alles, was übrig bleibt,
legt für euch zurück zur Aufbewahrung bis zum nächsten Morgen. Und
in Vers 26, sechs Tage solltet ihr es sammeln. Aber am siebten
Tag ist Sabbat, da gibt es nichts. Ist auch unser Büchertisch geschlossen. Vers 29, seht, weil euch der
Herr den Sabbat gegeben hat, darum gibt er euch am sechsten
Tag Brot für zwei Tage. So bleibe nun jeder von euch
daheim, niemand verlasse am siebten Tag seinen Lagerplatz, so ruhte
denn das ganze Volk am siebten Tag. noch bevor das Gebot ausdrücklich
in den Zehn Geboten offenbart wurde, wurde dieser Sabbat-Tag
eingehalten. Und in den Zehn Geboten heißt
es dann auch beim vierten Gebot in Vers 8, Kapitel 20, Vers 8,
Denke an den Sabbat-Tag. Erinnere dich dran. Gedenke. Vergiss ihn nicht. Aber es heißt
nicht, es ist was Neues. Ihr kennt ihn schon. Woher wussten die Israeliten
schon in 2. Mose 20, Vers 2, 2. Mose 16, dass der Sabbatag ein
Ruhetag ist? Sie wussten es, weil es immer
schon so war und weil dieses Gebot seit der Schöpfung immer
schon gegolten hat. Und sie kannten dieses Gebot,
weil es ihnen wie Adam in ihrem Gewissen präsent war. Das gleiche
könnte man jetzt für im Grunde die allermeisten anderen der
10 Gebote auch zeigen. Auch bevor die 10 Gebote auf
dem Berg Sinai geoffenbart wurden, sollten die Kinder ihre Eltern
ehren, nicht töten, nicht Ehe brechen, nicht stehlen, nicht
lügen, nicht begehren. All diese Dinge finden wir in
den Kapiteln vor 2. Mose 20 und in 1. Mose schon
aufgeschrieben. Es ist selbstverständlicher Maßstab. Es ist nichts Neues, was in 2. Mose 20 geoffenbart wird. Dieses Gesetz, das Adam von Anfang
an bekannt war, war vor und nach der speziellen Offenbarung der
10 Gebote am Sinai genau dasselbe. Die Menschen kennen dieses Gesetz,
weil es in ihrem Gewissen vorhanden ist. Es ändert sich nicht, denn
es ist Gottes vollkommener Maßstab für die Gerechtigkeit, der immer
und zu allen Zeiten gleich bleibt. Dieses Gesetz ist Gottes heiliger
und unveränderlicher Fels in der Brandung der Zeit. Dieses sogenannte Moralgesetz
oder die Zehn Gebote wurde dann von Gott auf eine besondere Weise
in den Zehn Geboten auf dem Berg Sinai dann auch schriftlich offenbart. Nachdem Gott sein Volk aus der
Sklaverei in Ägypten befreit hat, führt er in die Wüste an
den Berg Sinai. Und dort empfängt Mose von Gott
die zehn Gebote auf zwei steinernen Tafeln. 2. Mose 24, Vers 12. Da sagt Gott zu Mose, steig zu
mir herauf auf den Berg und sei dort, damit ich dir die steinernen
Tafeln, das Gesetz und das Gebot gebe, das ich geschrieben habe,
um sie zu unterweisen. 31 Vers 18 Da gab er ihm die zwei Tafeln
des Zeugnisses, steinerne Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes. Kapitel 32 Vers 15 und 16 Und
Mose stieg herab vom Berg mit den beiden Tafeln. Auf beiden
Seiten, vorn und hinten, waren sie beschrieben. Diese Tafeln
waren Gottes Werk und die Schrift, sie war Gottes Schrift, auf den
Tafeln eingegraben. Ihr wisst, dass Mose dann in
seinem Zorn über den Götzendienst Israels mit dem goldenen Kalb
diese zwei Tafeln, die er von Gott bekommen hat, zerschmettert,
nochmals selbst zwei Tafeln herstellen muss, die Gott dann erneut beschreibt
mit den zehn Geboten. Aber Gott hat sich auf dem Berg
Sinai auf ganz besondere Weise offenbart. Und es gibt keinen Text in der
ganzen Heiligen Schrift, außer den zehn Geboten, die Gott jemals
selbst niedergeschrieben hat. Dieser Text wurde von Gott selbst
geschrieben. Und kein Bibeltext außer diesem
Text wurde auf Steintafeln geschrieben. Die zehn Gebote wurden mit Gottes
Fingern auf zwei steinerne Tafeln eingraviert. Und sie waren somit besonders
beständig und schriftlich fixiert. Eingraviert auf Steintafeln. war letzte Woche in Haithabu.
Kennt jemand Haithabu? Ja, du warst dabei. Eine der wichtigsten Handelsstädte
Nordeuropas vor tausend Jahren. Man hat sie vor 30 Jahren wieder
ausgegraben. Dort gab es immerhin ein Königsgrab. Da wurde ein König begraben mit
einem Kriegsschiff, mit Pferden und was man halt so als Wikingerkönig
begrabt. Dort standen 1.000 Jahre in der
Gegend so 2,50 Meter, 3 Meter hohe Runensteine, die man da
jetzt auch im Museum ansehen kann, die standen da 1.000 Jahre
in Wind und Wetter. Man kann die lesen wie heute. Ich weiß zwar nicht mit wie viel
Meißel die da zerstört haben auf diesen Steinen, aber Man
konnte diese, also wenn man Lunanschrift lesen kann, konnte man schön
sehen, dass Sven Gabelbart da seinen Freund, der da gestorben
war, einen Gedenkstein aufgestellt hat. Beständig. Eingraviert. Von dem König, der
da begraben lag, weiß keiner mehr, wer das war. Da wissen
die noch nicht mal, wie der hieß. Diese Stadt, die einst bedeutend
war, heute kennt sie keiner mehr. Hat auch keine Bedeutung mehr.
Aber dieser Stein mit eingravierter Runenschrift stand 1000 Jahre
in Wind und Wetter und sieht aus wie damals. Gott hat sein Gesetz so beständig
festgehalten. Auf Steintafeln eingraviert mit
seinem Finger. Und dann nicht in Wind und Wetter
gestellt, sondern in die Bundeslade. Die zehn Gebote sind mit besonderer
Ehre und Würde ausgestattet. Es zeigt sich eben gerade an
diesem besonderen Ort, wo dieses Bundesgesetz verwahrt wurde. In der Bundeslade. Die Bundeslade im Alten Bund,
sie war in dem Allerheiligsten, der Stiftshütte und später im
Tempel. Und da durfte nur einmal im Jahr
der hohe Priester in dieses Allerheiligste eintreten, wo diese Bundeslade
stand. Dort lagen die von Gottes Hand
beschriebenen Tafeln mit den zehn Geboten Gottes heiligem
unveränderlichen Bundesgesetz. Die anderen Gebote, die Gott
Mose offenbarte und die Mose in ein Buch schrieb, Mose schrieb
sie auf. Nicht Gott. Die sollten neben die Bundeslade
gelegt werden. Das war immer noch ein sehr herausragender
und würdiger Platz, aber doch deutlich geringer als der der
zehn Gebote, die Gott selbst geschrieben hat und in der Bundeslade
verwahrt waren. Wir lesen davon in 5. Mose 31,
Vers 24 bis 26, Es geschah, als Mose damit fertig
war, die Worte dieses Gesetzes vollständig in ein Buch zu schreiben. Da befahl Mose den Leviten, die
die Lade des Bundes des Herrn trugen, nehmt dieses Buch des
Gesetzes und legt es neben die Lade des Bundes des Herrn eures
Gottes, dass es dort zum Zeugen gegen dich wird. Aber die 10
Gebote, das Moralgesetz, sind eine knappe Zusammenfassung des
Willens Gottes, die Gott mit dieser besonderen Würde ausgestattet
hat, mit dieser besonderen Heiligkeit ausgestattet hat, dass er es
selbst schreibt und dem Mose übergibt. Und achtet darauf, es sind zehn
Gebote, es sind nicht neun, es sind nicht elf, es sind zehn. Und Gott hat diese Zahl ausdrücklich
genannt, 2. Mose 34, 28 und 5. Mose 4, 13
und 10, 4. Es sind 10 Gebote. Die Zählung
ist ein bisschen unterschiedlich, die einen zählen sie so und anders,
aber der Text selbst, Gott sagt, es sind 10 Gebote. Und die Zahl 10 drückt Vollkommenheit
aus. Diese 10 Gebote Gottes Bundesgesetz
sind der heilige, unwandelbare Maßstab für Gottes vollkommene
Gerechtigkeit zu allen Zeiten. Dieses heilige und unwandelbare
Bundesgesetz Gottes ist wie ein Fels in der Brandung, ewig, unwandelbar,
unverhinderlich und heilig. Gott hat sein Gesetz offenbart. Er hat es mitgeteilt. Aber Gott offenbart auch etwas
durch sein Gesetz. Gottes Gesetz ist heilig. Aber wir Menschen sind es von
Natur aus nicht. Was hat das für Folgen? Römer 3, Vers 20 Durchs Gesetz
kommt Erkenntnis der Sünde. Das Gesetz offenbart Sünde. Oder Römer 7, Vers 7, was sollen
wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Auf keinen
Fall. Aber die Sünde hätte ich nicht
erkannt als nur durchs Gesetz. Denn auch von der Begierde hätte
ich nichts gewusst, wenn ich das Gesetz gesagt hätte, du sollst
nicht begehren. Gottes heiliges, unwandelbares
Gesetz deckt Sünde auf. Es offenbart Sünde. Und dieses
Gesetz definiert, was Sünde ist. Es legt fest, was Gott gefällt
und was nicht. Im kleinen Katechismus fragen
wir, was ist Sünde? Sünde ist die Antwort, Sünde
ist jeglicher Mangel an Übereinstimmung mit dem Gesetz Gottes und jegliche
Übertretung desselben. finden wir das in Gottes Wort
in 1. Johannes 3, Vers 4, jeder der die Sünde tut, tut auch die
Gesetzlosigkeit und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Wenn wir also ehrlich in den
Spiegel des Gesetzes Gottes blicken, dann stellt jeder von uns fest
und sehr rasch fest, ich bin ein Sünder. Ich kann das heilige
und wandelbare Gesetz Gottes nicht befolgen. Und wenn wir
ehrlich sind, dann sind wir die Brandung, die auf diesem heiligen,
unwandelbaren Felsen schlägt und daran zerbricht. Römer 3, Vers 9-12 Wir haben
sowohl Juden als auch Griechen vorher beschuldigt, dass sie
alle unter der Sünde seien, wie geschrieben steht. Da ist kein
Gerechter, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig
ist. Da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind sie abgewichen. Sie sind allesamt untauglich
geworden. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. 1. Johannes, Kapitel 1, Vers 8. Wenn wir sagen, dass wir keine
Sünde haben, betrügen wir uns selbst. Und die Wahrheit ist
nicht in uns. Vers 10. Wenn wir sagen, dass
wir nicht gesündigt haben, machen wir ihn, Gott, zum Lügner. Und
sein Wort ist nicht in uns. Gottes heiliges, unwandelbares,
offenbares Gesetz offenbart Sünde. Das ist sehr schmerzlich. Und das tut weh. Aber es ist
gerecht. Der zweite Punkt. Gottes Bundesgesetz ist gerecht. Römer 7, 12. So ist also das
Gesetz heilig und das Gebot heilig und gerecht und gut. Nochmal Psalm 19, Vers 10. Die
Rechtsbestimmungen des Herrn sind Wahrheit, sie sind gerecht
allesamt. Psalm 119, Vers 172. Alle deine Gebote sind Gerechtigkeit. Gottes heiliges Gesetz offenbart
Sünde und es verurteilt Sünde, denn es ist gerecht. Welches Urteil hat der Gesetzesübertreter
zu erwarten? Welches Strafmaß misst Gott dem
bei, der sein heiliges Gebot missachtet? Wir erinnern uns noch einmal,
dass Gott Adam im Paradies schon mitgeteilt hat, was sein gerechtes
Strafmaß ist, wenn er das Gebot übertritt. Vom Baum der Erkenntnis
des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen. Denn an dem Tag,
da du davon isst, musst du sterben. Diese Strafe trifft alle Sünder.
Nummer 5, Vers 12. Darum, wie durch einen Menschen
die Sünde in die Welt gekommen ist. Und durch die Sünde der
Tod. Und so der Tod zu allen Menschen
durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben. Nummer 6, 23. Der Lohn der Sünde
ist der Tod. Die Todesstrafe ist Gottes gerechtes
Strafmaß für jeden Sünder. Dieses Urteil steht unumstößlich
fest. Wer sündigt, hat dieses Urteil
zu erwarten. Den Tod. Gottesbundesgesetz verurteilt
den Übertreter dieses Gesetzes zum Tod. Das ist eine harte Tatsache,
die ist uns in unserer Zeit, in unserer Kultur mittlerweile
fremd. Aber so präsentiert sich Gottes heiliges Bundesgesetz,
dass es Sünder verurteilt. Und wer dieses Gesetz übertritt,
hat Gottes Urteil zu erwarten, nämlich den Tod. Das ist das Strafmaß, die Todesstrafe. An dieser Stelle tritt Gott mit
seinem Evangelium auf den Plan. Jesus Christus steht als einziger
Mensch nicht unter diesem Urteil des Gesetzes, denn er ist sündlos. Er hat es nicht übertreten. Hebräer 4 Vers 15 Wir haben einen
hohen Priester, denn wir haben nicht einen hohen Priester, der
nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern
der in allem in gleicher Weise, wie wir versucht worden ist,
doch ohne Sünde Und so konnte Jesus seinen Gegnern
sogar die Frage entgegenschleudern. Wer von euch überführt mich einer
Sünde? Johannes 8,46. Aber er, Jesus, er ist heilig,
sündlos, unbefleckt, abgesondert von den Sündern. Hebräer 7,26. Er hat Gottes Gesetz vollkommen
gehalten und erfüllt und an ihm ist kein Makel zu finden. Er
steht nicht unter diesem Fluch Gottes, nicht unter diesem Fluch
des Gesetzes, nicht unter diesem Todesurteil vom gottesgerechten
Maßstab. Und er tut dieses Unbegreifliche. So wie er es im Erlösungsbund
vor Grundlegung der Welt mit dem Vater vereinbart hat, tritt
er an die Stelle der Sünder, an unsere Stelle, an meine Stelle. Stellvertretend für die Erwählten
Gottes nimmt er gottesgerechte Strafe auf sich. Stellvertretend
trifft ihn das Todesurteil. Stellvertretend stirbt er, der
Heilige, am Kreuz. Er, der Heilige, der nicht am
heiligen Felsen des Bundesgesetzes zerbricht. Er nimmt das gerechte
Todesurteil dieses Gesetzes auf sich, das uns Übertreter hätte
treffen müssen. Den, der die Sünde nicht kannte,
hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit
würden in ihm. 2. Korinther 5,21. Denn das dem Gesetz Unmögliche,
weil es durch das Fleisch kraftlos war, tat Gott, indem er seinen
eigenen Sohn in Gestalt des Fleisches der Sünde und für die Sünde sandte
und die Sünde im Fleisch verurteilte. Galater 3, Vers 13. Christus
hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, in dem er ein Fluch
für uns geworden ist. Denn es steht geschrieben, verflucht
ist jeder, der am Holz hängt. Die Forderung des gerechten Gesetzes
Gottes ist in Christus erfüllt. Er hat das Gesetz gehalten, ohne
es nur ein einziges Mal zu übertreten. Und er hat dann freiwillig die
gerechte Forderung des Gesetzes gegenüber uns Sündern auf sich
genommen. Er hat die Strafe auf sich genommen,
die uns hätte treffen müssen, nämlich den Tod am Kreuz. Gottes gerechtes Gericht verurteilt
mich, Sünde, zum Tod. Und Christus, der Gerechte, ist
stellvertretend für mich gestorben, um für mich diesen Fluch des
Gesetzes zu tragen und mich davon loszukaufen. Aber wie wird nun
diese Erlösung vom Fluch des Gesetzes meine Erlösung? Galater 3 Vers 24 Also ist das
Gesetz unser Zuchtmeister auf Christus hingewahren, damit wir
aus Glauben gerechtfertigt würden. Das heilige Gesetz überführt
mich von Sünde. Das gerechte Gesetz verurteilt
mich dafür zum Tod. Und so treibt mich das Gesetz
zu Christus, dem Einzigen, der mich von diesem Fluch befreien
kann, denn er ist stellvertretend für Sünder gestorben. Wenn wir so das Gesetz richtig
begreifen, dann überführt es uns von Sünde und demütigt uns
vor Gott. Aber es treibt uns auch zu Christus
hin, um ihn im Glauben zu ergreifen, und uns bei ihm zu bergen. Es ist, um dieses dritte Bild
zu gebrauchen, die Zuchtrute des Vaters, die uns zu Christus
treibt. Ist er für dich zum Fluch geworden? Ist Christus für dich persönlich
zum Fluch geworden, um dich vom Fluch des Gesetzes loszukaufen?
Ist er für dich zur Sünde geworden, damit du Gottes Gerechtigkeit
wirst in ihm? Glaubst du das? Dann geht dir Gottes Verheißung. Römer 6, 23. Der Lohn der Sünde
ist der Tod. Die Gnadengabe Gottes aber. Ewiges Leben in Jesus Christus,
unserem Herrn. Gottes gerechtes Gesetz treibt
uns als bußfertige Sünder zu Christus. Noch einmal 1. Johannes, Kapitel 1, Vers 9.
Ich hatte ihn vorhin ausgelassen, aber wenn wir unsere Sünden bekennen,
dann ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt
und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. Das Gesetz steht dem Evangelium
von der Erlösung in Christus nicht entgegen. Richtig verstanden
treibt uns das gerechte Gesetz Gottes als bußfertige Sünder
zu Christus. Er ist den Tod gestorben, den
ich hätte sterben müssen. Er ist stellvertretend für mich
Sünder gestorben, sodass nun das Gesetz keine Forderung mehr
an mich richten kann, weil er es ihr bezahlt hat. Und so lehrt
es uns Gottes Wort. Als Christen sind wir nicht mehr
unter dem Gesetz. Wir sind dem Gesetz gestorben. Bedeutet das, dass wir nun das
Gesetz wie im Alten Testament, wie wir es dort finden, in den
Zehn Geboten getrost beiseite legen können? Hat es damit für uns keine Bedeutung
mehr, für uns als Gläubige des neuen Bundes? Römer 7, Vers 6, ich lese es
mal nach der neuen Genfer Übersetzung. Jetzt aber, wo wir dem Gesetz
gegenüber gestorben sind, Das uns gefangen hielt, unterstehen
wir ihm nicht länger? Wir stehen jetzt im Dienst einer
neuen Ordnung, der des Geistes, und unterstehen nicht mehr der
alten Ordnung, die von Buchstaben des Gesetzes bestimmt war? Gilt es für uns da nicht mehr? Darum geht es hier nicht. Jesus Christus hat die Todesstrafe,
die das Gesetz von uns fordert, erfüllt. Und so hat nun dieses
Gesetz keine Forderung mehr an uns. Der Preis ist bezahlt. Die Strafe ist abgetan. Wenn wir als bußfertige Sünder
zu Christus kommen und ihm den Glauben ergreifen, dann sind
wir mit ihm gestorben. Aber nicht nur das, wir sind
auch mit ihm auferstanden. Zu neuem Leben. Römer 6, Vers
4. Die Heilige Schrift nennt das
Wiedergeburt. Kolosser Kapitel 2, Vers 12 und 13. In ihm sind wir auch mit auferweckt
durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, der ihn aus den
Toten auferweckt hat. Und euch, die ihr tot wart in
den Vergehungen und in den Unbeschnittensein eures Fleisches, hat er mit lebendig
gemacht, mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat. Oder in Epheser Kapitel 2 finden
wir das auch. Und dieses neue Leben in Christus,
das kennzeichnet den neuen Bund von Jeremia 31, wie wir es heute
Nachmittag gehört haben. Dieser neue Bund ist der neutestamentliche
Bund, der der Gemeinde Jesu gilt. Hebräer 10, bis 14, bis 18, denn
mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen
gemacht. Das bezeugt uns aber auch der
Heilige Geist, denn nachdem er gesagt hat, dies ist der Bund,
den ich für sie errichten werde nach jenen Tagen, spricht der
Herr, ich werde meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie
auch in ihren Sinn schreiben und ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten
werde ich nicht mehr gedenken, wo aber die Vergebung dieser
Sünden ist, gibt es kein Opfer für Sünde mehr. Zitate aus Jeremia
31 im Hebräer 10, würden das auch in Kapitel 8 finden. Nun schreibt Gott im neuen Bund
noch einmal sein Gesetz. Aber nun steht es nicht mehr
auf diesen steinernen Tafeln, die uns gnadenlos als Sünder
verurteilen, die uns dieses Gericht Gottes vor Augen halten. Nun schreibt Gott sein Gesetz
aufs Herz. Hesekiel 11, Vers 19, Hesekiel
36, Vers 26. Diese Verheißungen für den neuen
Bund. In der 2. Korinther 3, Vers 3
sagt Paulus, von euch ist offenbar geworden, dass ihr ein Brief
Christi seid, ausgefertigt von uns im Dienst, geschrieben nicht
mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht
auf steinerne Tafeln, sondern auf Tafeln, die fleischerne Herzen
sind. Damit verändert sich ja auch
unser Verhältnis zum heiligen, unwandelbaren und gerechten Gesetz
Gottes. Gott verwahrt jetzt sein Gesetz
nicht mehr auf Steintafeln in der Bundeslade, im Tempel, im
Allerheiligsten, sondern in den Herzen von uns Gläubigen. Der Inhalt dieses Gesetzes ändert
sich dabei nicht. Es sind immer noch dieselben
Gebote. Das Gesetz, das für den Gläubigen bindend ist, ist inhaltlich
dasselbe wie das Gesetz Moses in den Zehn Geboten. Es sind
immer noch dieselben Zehn Gebote. Das ewige Gesetz Gottes wird
nicht im Laufe der Zeit aufgehoben oder verändert. Die wahre Absicht
des Gesetzes Gottes besteht in seiner vollkommenen Erfüllung
im Werk Christi und als Folge davon im Werk des Gehorsams,
im Leben der wiedergeborenen Sünder. Gott hat in der Schöpfung sein
Bundesgesetz im Gewissen offenbart. Verschüttert durch die Sünde
ist es nur noch schwach vorhanden. Im alten Bund auf steinerne Tafeln
geschrieben und im neuen Bund schreibt er es nun mit seinem
Geist auf das Herz der Gläubigen. Das bringt uns zu dem dritten
Punkt. Gottes Bundesgesetz ist gut. So ist das Gesetz heilig und
das Gebot ist heilig und gerecht und gut. 1. Timotheus 1, Vers 8 Wir wissen
aber, dass das Gesetz gut ist, wenn es jemand gesetzmäßig gebraucht. Dort, wo wir durch Gottes Geist
zu neuem Leben wiedergeboren sind, hat Gott das steinerne
Herz durch ein Fleisch in uns ersetzt. Ezekiel 11, Ezekiel
36, 2. Korinther 3 wird das immer wieder
so beschrieben. Und dann gilt uns die Verheißung. Ich lese aus Ezekiel 36, Vers
26 und 27. Ich werde euch ein neues Herz
geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben. Ich werde
das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein
fleischendes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in
euer Inneres geben und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen
lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut." Das ist die Verheißung für den
neuen Bund. und Gnade müssen voneinander
unterschieden werden, aber sie dürfen nicht voneinander geschieden
werden. Wir sind nicht durch unseren
Gehorsam gegenüber dem Gesetz errettet, aber wir sind zum Gehorsam
gegenüber dem Gesetz gerettet. Die Freiheit des Christen ist
keine Freiheit vom Gehorsam gegenüber dem Gesetz, sondern vom Ungehorsam
dagegen. Die Erlösung durch Christus hat
uns gerade von der Gesetzlosigkeit freigemacht. Titus 2, Vers 14. Der hat sich selbst für uns gegeben,
damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit. und sich selbst ein Eigentumsvolk
reinigte, das eifrig sei in guten Werken. Vor unserer Bekehrung wirkten
die zehn Gebote finster und bedrohlicher auf uns, sie verurteilen uns,
sie legen unsere Sünde offen, Aber wenn wir zu Christus gehören,
werden dieselben Gebote zu einem Lichtstrahl für uns, zu einer
großen Richtschnur und einer Lebenshilfe. Und so halten wir als Christen,
als Gläubige des neuen Bundes das Gesetz, die zehn Gebote. Wir tun das nicht, um dadurch
vor Gott gerecht zu werden. Wir halten nicht das Gesetz,
um errettet zu werden. Aber wir befolgen das Gesetz
Gottes, die zehn Gebote, der uns durch seinen Geist aufs Herz
geschrieben hat, um so konkret zu zeigen, dass wir eine neue
Schöpfung sind und ihn lieben und ehren. Gottes Bundesgesetz ist für uns
zu einem duften Blumenstrauß geworden, den wir in Liebe unserem
Herrn Jesus leben und ihn dadurch ehren. Jesus sagt das mal in Johannes
14, Vers 6, wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten. Johannes 15, Vers 10 Wenn ihr
meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben,
wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe
bleibe. Von welchen Geboten spricht Jesus? Handelt es sich dabei wirklich
um die 10 Gebote des Bundesgesetzes? Paulus lässt daran keinen Zweifel
aufkommen. Seid niemand irgendetwas schuldig,
als nur einander zu lieben. Denn wer den anderen liebt, hat das
Gesetz erfüllt. Denn das Du sollst nicht Ehe brechen,
du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht
begehren. Und wenn es ein anderes Gebot
gibt, ist in diesem Wort zusammengefasst. Du sollst deinen Nächsten lieben
wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts
Böses. Die Erfüllung des Gesetzes ist
also die Liebe. Er nennt hier nur einige der
zehn Gebote, aber er sagt, naja, wir würden heute sagen und so
weiter oder etc. Und wenn er sein anderes Gebot
gibt, er hätte auch alle zehn aufzählen können. Und wenn wir diesen Gedanken
zu Ende denken, dann müssen wir Arthur Pink uneingeschränkt recht
geben. Er sagt, so umfassend ist das
Moralgesetz. die 10 Gebote, dass seine Autorität
sich auf alle moralischen Handlungen unseres Lebens erstreckt. Der
Rest der Heiligen Schrift ist eigentlich nur eine Auslegung
der 10 Gebote, die uns durch Argumente zum Gehorsam anregt,
uns durch Verheißungen lockt, durch Drohungen an Übertretungen
hindert oder uns durch Beispiele in den geschichtlichen Abschnitten
zu dem einen anspornt oder zu dem anderen hindert. Recht verstanden
sind die Vorschriften des Neuen Testaments nur Erläuterungen,
Ergänzungen und Anwendungen zu den Zehn Geboten. Im Licht des Neuen Bundes erschließt
sich, was Johannes markant auf den Punkt bringt, in 1. Johannes 5, Vers 3, denn dies
ist die Liebe Gottes, dass wir seine Gebote halten. Und seine
Gebote sind nicht schwer. Im neuen Bund hat das Gesetz
seinen Schrecken verloren. Überführt von Sünde und durch
Christus mit dem heiligen Gott versöhnt, tragen wir dieses Gesetz
nun im Herzen. Und aus Liebe zu unserem Herrn
befolgen wir es und überreichen ihm so diesen schönen und duftenden
Blumenstrauß. Es ist nicht mehr die Zuchtroute. Nummer 3, Vers 31. Heben wir
denn das Gesetz auf durch den Glauben? Auf keinen Fall! Sondern wir bestätigen das Gesetz. Erste Korinther 7, Vers 19. Die
Beschneidung ist nichts und das Unbeschnitten sein ist nichts,
sondern das Halten der Gebote Gottes. Und als Gläubige des neuen Bundes
können wir so dann auch von ganzem Herzen, auch den ganzen 119 Psalms
singen und beten. Ich nehme nur ein paar Verse
heraus. Ich habe meine Lust an deinen Geboten, die ich liebe. Wie liebe ich dein Gesetz. Es ist mein Nachdenken den ganzen
Tag. Die Gemeinen hasse ich, aber
ich liebe dein Gesetz. Darum liebe ich deine Gebote
mehr als Gold und Feingold. Lüge hasse ich und verabscheue
ich. Dein Gesetz liebe ich. Meine Seele hat deine Zeugnisse
befolgt und ich liebe sie sehr. So ist also das Gesetz heilig
und das Gebot heilig und gerecht und gut. Denken an den Fels, an das Kreuz,
an die Zuchtroute, an den Duft und den Blumenstrauß. Sünde ist die Übertretung des
Gesetzes, der Tod Christi, Genugtuung für das Gesetz, Rechtfertigung
der Richterspruch des Gesetzes und Heiligung, die Erfüllung
des Gesetzes durch den Gläubigen. Ein paar Dinge für uns, vielleicht
zum Nachdenken. Gottes Bundesgesetz verherrlicht
Gott. Es verherrlicht Gott in seinen
drei Personen. In seiner Heiligkeit weist es
uns im Besonderen auf den Vater. In seiner Gerechtigkeit treibt
uns das Bundesgesetz zu Christus. Und als gutes Gesetz schreibt
es uns der Heilige Geist aufs Herz und befähigt uns dazu, dieses
Gesetz zu befolgen. Gottes Bundesgesetz verherrlicht
auch Christus in besonderem Maß. Jesus Christus, der Prophet,
offenbart Gottes heiligen Willen. Jesus Christus, der Priester,
erlöst uns von unserer Schuld und macht uns vor Gott gerecht. Jesus Christus, der König, regiert
uns durch sein gutes Bundesgesetz. Gott hat uns sein Bundesgesetz
gegeben, auch als Christen, als Kinder Gottes im neuen Bund,
damit wir ihn dadurch verherrlichen. Und Calvin sieht darin die wichtigste
Bedeutung des Gesetzes. Die dritte Anwendung des Gesetzes,
sagt er, ist nun die wichtigste und bezieht sich näher auf seinen
eigenen Zweck. Sie geschieht an den Gläubigen,
deren Herz Gottes Geist bereits zur Wirkung und Herrschaft gelangt
ist. Ihnen ist zwar mit Gottes Finger
das Gesetz ins Herz geschrieben, ja eingemeißelt. Das bedeutet,
sie sind durch die Leitung des Geistes innerlich so gesinnt
und gewillt, dass sie Gott gern gehorchen möchten. Als unsere Glaubensväter ihre
Katechismen schrieben, um damit Gottes Volk zu unterweisen, um
damit den Vätern und Müttern eine Hilfe an die Hand zu geben,
auch ihre Kinder zu unterweisen, haben sie einen guten Teil für
das Bundesgesetz reserviert, die zehn Gebote. Ein Drittel der Fragen in unserem
kleinen Katechismus behandeln das Gesetz. Das gleiche gilt
auch für den Kinderkatechismus. Es ist ein bisschen zusammengefasst,
es ist nicht ganz ein Drittel. Aber wer den noch nicht hat,
gibt es draußen am Büchertisch. Die Gebote. Luther reserviert in seinem kleinen
Katechismus das erste Hauptstück für die 10 Gebote. Im Heidelberger
Katechismus sind den 10 Geboten 23 Fragen gewidmet. Frage 91
heißt es, was sind denn gute Werke? Antwort, allein solche,
die aus wahrem Glauben nach dem Gesetz Gottes ihm zur Ehre geschehen
und nicht solche, die auf unser Gutdünken oder auf Menschengebote
gegründet sind. Für unsere Glaubensväter war
es selbstverständlich, Gottes Gesetz, die 10 Gebote als Gottes
Maßstab zur Heiligung, für ein Leben, nach Gottes Wohlgefallen
weiterzugeben und danach zu leben. Gottes Wort preist die glücklich,
die Gottes heiliges, gerechtes und gutes Bundesgesetz lieben
und ununterbrochen darüber nachsinnen. Das Buch der Psalmen beginnt
genau so. Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen,
den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter
sitzt, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn. Und über
sein Gesetz sind Tag und Nacht Wenn also David zeigt, wie das
Leben des Gerechten in steter Betrachtung des Gesetzes besteht,
so sollten wir das auch nicht auf irgendein früheres Zeitalter
beschränken, sondern es gilt für alle Zeiten bis zum Ende
der Welt und es gilt auch uns. Vielleicht ist gerade dieser
Tag besonders geeignet. Heute vor 498 Jahren geschah
Weltbewegendes, als Martin Luther die 95 Thesen angeschlagen hat. Deswegen haben wir heute den
Reformationstag. Deshalb möchte ich diesen Vortrag
auch mit einem Zitat Martin Luthers beschließen. Luther bekennt sich 22 Jahre
nach diesem Thesenanschlag, 1539, nachdem die Reformation schon
weit fortgeschritten ist. zu dem, was ich gleich lesen
werde. Das heißt, es ist schon lange,
er ist schon lange überzeugt von biblischer Wahrheit und nicht
irgendwie noch katholisch oder so, sondern er ist der Reformator. Und er bekennt, ich selber spreche, wie alt und
gelehrt ich bin, täglich, täglich, wie ein Kind, die zehn Gebote
von Wort zu Wort. Sollten wir das vielleicht auch
tun? Lest Gottes Wort! Wahre Reformation
war immer davon begleitet, dass Gottes heiliges, gerechtes und
gutes Bundesgesetz wiederentdeckt und mit neuem Leben erfüllt wurde.
Ich will der Herr uns in unseren Tagen auch solche Reformation
schenken.
4. Das Bundesgesetz
Series RE:Formation 2015
| Sermon ID | 112151055188 |
| Duration | 58:04 |
| Date | |
| Category | Conference |
| Bible Text | Romans 7:12 |
| Language | German |
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