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Mit Gott im Bund ist das Thema
unserer Reformationskonferenz dieses Jahr. Und wir haben bereits
gestern gehört, was ein Bund Gottes überhaupt ist. Und wir
haben auch gehört, warum dieses Thema des Bundes Gottes mit den
Menschen so bedeutend, so wichtig ist. Das Thema des Bundes ist
kein kleiner Nebenbereich in der Theologie. Charles Haddon
Spurgeon, der berühmte Baptistenprediger, er sagte einmal zu diesem Thema,
die Lehre des Bundes gehört zu der Grundlage aller wahren Theologie. Es heißt, wer die Unterscheidung
zwischen dem Bund der Werke und dem Bund der Gnade richtig versteht,
ist ein Magister der Theologie. Ich bin überzeugt, dass die meisten
Irrtümer der Menschen über die Lehren der Schrift auf grundsätzlichen
Fehlern bezüglich der Bünde des Gesetzes und der Gnade beruhen."
Zitat Spurgeon. Laut Spurgeon ist dieses Thema
also fundamental wichtig, aber auch gleichzeitig ein Thema,
bei dem es viele unterschiedliche Meinungen gibt. und wo es leicht
zu vielen Irrtümern kommen kann. Und diese Unterschiede, sie haben
dann große Wirkungen auf das Verständnis der ganzen Schrift. Vor allem im Verständnis, wie
gehört das alte Testament zum neuen Testament? Wie sind die
miteinander verbunden? Noch ein anderes Zitat von dem
Theologen J.I. Packer. Er definiert Bundesteologie
so. Was ist Bundesteologie? Die direkte
und provokante Antwort auf diese Frage lautet, es ist das, was
heutzutage hermeneutik genannt wird. Hermeneutik ist ein Fachbegriff. Hermeneutik bedeutet das Verfahren,
die Bibel zu verstehen und auszulegen. Ein Zitat geht weiter. Eine gelungene
Hermeneutik ist eine zusammenhängende Auslegungsmethode, die auf ein
zusammenhängendes Verständnis der Schrift abzielt, welches
wiederum die Eigenheiten des Verfahrens selbst bestätigt.
Bundesteologie ist ein gutes Beispiel dafür. Es ist eine Hermeneutik,
welche sich jedem ernsthaften Bibelleser selbst aufzwingt. Zitat J.I. Packer. Das ist ein
bisschen ein schwieriges Zitat, aber was J.I. Packer damit sagt
ist, die Bundesteologie ist eigentlich kein Sonderthema der Theologie,
sondern es ist der Grundaufbau, das Grundprinzip, um die Bibel
richtig zusammenhängend zu verstehen und dann auch auslegen zu können.
Die Bünde Gottes sind die Struktur, anhand derer die Geschichte Gottes
mit den Menschen in der Bibel fortgeschrieben wird. Sie schreitet
fort. Ihr seht, dieses Thema ist ein
sehr weites Thema. Es umfasst das ganze Handeln
Gottes mit den Menschen. Und in diesem Vortrag soll es
nun um den verheißenen Gnadenbund gehen. Das besagt, dass Gott
durch das ganze alte Testament, also dem ganzen alten Bund, Testament
ist ja nur ein anderes Wort für Bund, Gott hat durch das ganze
Altes Testament eine Gnade verheißen. Er hat eine Gnade versprochen. Mein Ziel ist es, heute Morgen
eine Art Überblick der Bünde Gottes mit den Menschen im Alten
Testament zu machen und aufzuzeigen, inwiefern diese Grundstruktur
des Handelns Gottes tatsächlich in Bünden besteht, die einheitlich
und zusammenhängend auf das neue Testament, auf den neuen Bund
hinweisen. Dafür müssen wir erst einmal
schauen, warum ist denn eine verheißene Gnade, ein verheißener
Gnadenbund überhaupt notwendig? Es beginnt nämlich mit dem Bund
der Werke. Und dafür müssen wir mal ganz
vorne anfangen und zwar ganz vorne in der Bibel, 1. Mose, Und dort lesen wir in den ersten
Kapiteln, warum Gott überhaupt eine Gnade verheißen musste. Im ersten Kapitel, 1. Mose Kapitel
1, lesen wir, dass Gott Himmel und Erde schuf, Tag und Nacht,
dazu Mond und Sterne, Land und Wasser, Pflanzen und Tiere und
schließlich auch den Menschen. Und im zweiten Kapitel, erfahren
wir dann von einer besonderen Beziehung zwischen Gott und den
Menschen. Gott schenkt Adam einen besonderen
Raum, einen Garten. Und dieser Garten, der war wie
eine Art Heiligtum. Hier gab es direkte Gemeinschaft
zwischen Gott und den Menschen. Und 1. Mose 2 schildert nun eine
Bundesbeziehung zwischen Gott und den Menschen. Eine Beziehung,
die Gott freiwillig aus Güte mit den Menschen eingeht. Gott ist der Schöpfer aller Dinge
und Gott ist nicht verpflichtet. Gott hat keinerlei Verpflichtung,
keinen Zwang, keine Schuld, dem Menschen irgendetwas Gutes zu
tun oder ihm irgendwelche Privilegien zu geben. Aber Gott neigt sich
aus Liebe, aus freiem Entschluss herab und geht ein besonders
freundschaftliches Verhältnis mit dem Menschen ein. Das ist
das, was uns die ersten Kapitel der Bibel bezeugen. Gott hat
Adam also nicht einfach auf der Erde leben lassen und gesagt,
mach mal dein Ding, schau mal, wie du klarkommst, sondern er
hat Adam ganz konkrete Aufgaben, ganz konkrete Verantwortungen
übergeben. Und daran sehen wir, dass Gott
eine göttliche Vereinbarung, einen Bund mit Adam schon bei
der Schöpfung einging. Und in dieser Vereinbarung, in
diesem Abkommen, diesem Bund, gab Gott dem Menschen den Auftrag,
über die ganze Schöpfung zu herrschen. Sozusagen als ein Vizeregent
unter Gott soll er nun die Schöpfung sich untertan machen. Er sollte
das Reich Gottes, das Heiligtum ausbreiten auf der ganzen Erde.
Überall sollte die direkte Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott gepflegt
werden. Die Erde sollte erfüllt sein
von der Erkenntnis des Herrn, wie das Wasser den Meeresgrund
bedeckt. Wenn man so will, war Adam der
erste Prophet. Denn er war von Gott berufen,
im Auftrag Gottes zu sprechen, die Erkenntnis Gottes zu vermehren. Und wir sehen, er gab zum Beispiel
allen Tieren den Namen. Gott hat ihm eine Aufgabe gegeben,
nun im Auftrag Gottes Dinge zu benennen. Er war aber auch der
Priester, denn er war verantwortlich für das Heiligtum, für diesen
Garten Eden und dem direkten Zugang zu dem lebendigen Gott. Und dann war er auch als König
über die ganze Schöpfung bestimmt. Denn er sollte sich ja alles
untertan machen. Er sollte über die ganze Schöpfung
herrschen unter Gott, im Auftrag Gottes und das Reich Gottes ausbreiten. Wir sehen, Adam war mehr als
bloß der erste Mensch. Er war durch den Bund mit Gott
das Haupt und der Repräsentant der ganzen Menschheit. Er war
verantwortlich für all die Privilegien und die Aufgaben, die Gott den
Menschen gegeben hat. So wie ein Botschafter oder ein
König für das ganze Land, für das ganze Volk sprechen kann,
so ist Adam der Bundesvertreter, der Bundesrepräsentant der ganzen
Menschheit. Besonders deutlich wird diese
Bundesbeziehung in der Ankündigung von Lohn oder Strafe. Gott geht
ein freundschaftliches Bundesverhältnis mit dem Adam ein, indem er ihn
einen besonderen Lohn oder Segen verspricht, wenn Adam seine Pflicht
erfüllt. Aber Gott droht auch eine Strafe
an, wenn Adam ungehorsam ist. Lohn oder Strafe gehören zu einem
Abkommen, zu einem Bund. In dem Garten Da lesen wir in
1. Mose 2, standen zwei Bäume, zwei
besondere Bäume, die werden besonders benannt. Der eine hieß der Baum
des Lebens. Dieser Baum, der hatte keine
Kraft in sich selbst, das war nicht irgendwie ein Zauberbaum
oder sowas, der da stand, aber dieser Baum, er war ein Zeichen,
ein Versprechen, ein Symbol des ewigen Lebens in liebevoller
Gemeinschaft mit Gott. Er war ein Zeichen für die Belohnung
der ewigen Sicherheit und Ruhe, die Adam als Lohn versprochen
wurde. Das Paradies in Eden, es war
ein vollkommener Ort. Es gab nichts Schlechtes, nichts
Faules, nichts Verkommenes, nichts Schwaches. Aber es war kein ewig sicherer
Ort. Denn der Mensch hatte die Möglichkeit
zu sündigen und all seine Privilegien zu verlieren. Der Garten Eden war ein Paradies,
aber es war kein ewig sicherer Ort. Und offensichtlich hat Gott
in seinem Bund mit Adam aber die Belohnung ewiger, sicherer
Ruhe in Aussicht gestellt. Einen Ort, der vollkommen geschützt
und sicher ist. Genau das, was wir unter ewigem
Leben und dem Himmelreich verstehen. Und Jesus geht genau auf diese
Symbolik ein, wenn er im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung,
Kapitel 2, Vers 7, da sagt er auf erstandene Christus zu der
Gemeinde, Offenbarung 2, Vers 7, wer ein Ohr hat, höre, was
der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem werde ich
zu Essen geben von dem Baum des Lebens, welcher in dem Paradies
Gottes ist." Jesus geht darauf ein, auf diese Zeichen, auf diese
Symbolik, und zwar in Bezug auf die Neuzeit der Männliche Gemeinde.
Das, was er verspricht, ist das, was Adam versandt hat. Der Baum des Lebens weist also
auf das ewige Heil hin. Adam wurde zu all den natürlichen
Segnungen in Eden auch noch, ihm wurden auch noch darüber
hinaus die höchsten geistlichen Segnungen versprochen, wenn er
die Bedingungen des Bundes erfüllt. Das ist die Belohnung. Adam war fähig, ja er ist geschaffen
worden für eine noch größere Freude als die im Garten Eden. nämlich die Belohnung ewigen,
vollkommenen, unerschütterlichen Lebens in lebendiger Gemeinschaft
mit Gott. Aber in dem Bundesverhältnis
gab es auch eine angedrohte Strafe. Der andere Baum, der andere spezielle
Baum, der hieß Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Und mit diesem Baum wird die
Strafe des Todes verknüpft. In 1. Mose 2, Vers 17, da spricht
Gott vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Davon darfst
du nicht essen. Denn an dem Tag, da du davon
isst, musst du sterben. Gott droht mit dem ewigen Tod
bei der Übertretung des Gesetzes. Das heißt die Trennung von der
Freundschaft Gottes und all seinen Gaben. seelische und körperliche
Trennung von Gott, der Quelle allen Lebens. Gott droht mit
dem Tod. Die Androhung der Strafe sollte
Adam umso mehr motivieren, Gottes Gebote zu halten. Ebenso das
freundliche Versprechen einer überreichen Belohnung. Dieser Bund der Schöpfung war
ein freundlicher Bund, ein freundschaftlicher Bund, Gott hat sich erniedrigt
und ist in ein besonderes Verhältnis, in eine besondere Beziehung mit
dem Menschen eingegangen. Hat ihm lauter Privilegien gegeben
und dazu sogar noch die Aussicht auf eine überreiche Belohnung.
Noch einmal, Gott war nicht verpflichtet, irgendwelche Segnungen oder Belohnungen
in Aussicht zu stellen. Das war nicht das, was Gott dem
Menschen schuldig war. Nein, es war eine freie Entscheidung
aus Güte, aus Freundlichkeit. Und doch tat er es. Gott verpflichtet sich in einem
Bund dem Menschen ewige Ruhe, völlige Gemeinschaft und ewiges
Leben zu schenken. Wenn Adam die Bedingungen erfüllt. Das bedeutet, dieser Bund war
kein Gnadenbund. Dieser Bund der Schöpfung war
kein Gnadenbund, sondern ein Bund der Werke. Das bedeutet, die Bundesversprechen,
die Bundessegnungen, sie standen unter einer Bedingung, nämlich
dem völligen Gehorsam. Das Prinzip eines Bundes der
Werke ist, tu dies und du wirst leben. Es geht um Verdienst. Es geht um Werke, und nicht um
unverdiente Gnade. Das ist der Unterschied. Nun
fragen sich einige, und ich möchte kurz darauf eingehen, warum gab
Gott denn bloß dieses eine für manche etwas merkwürdige Verbot
mit dem Baum. Dieses eine Verbot, nicht von
dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen, Dieses eine
Verbot war ein Testfall für den völligen Gehorsam gegenüber dem
ganzen Moralgesetz Gottes. Was meine ich damit? Die Bibel
sagt, dass der Mensch vernünftig und gerecht geschaffen wurde. Der Mensch bekam das Qualitätssiegel
sehr gut von Gott nach der Schöpfung. Sehr gut. Er entsprach ganz dem
heiligen und gerechten Maßstab Gottes. Salomo bestätigt in Prediger
7, Vers 29, Gott hat den Menschen aufrichtig oder gerade richtig
gemacht, sie aber suchten viele Künste. Gott hat den Menschen nach seinem
Bilde geschaffen, heißt es in 1. Mose 1, Vers 27. Und was das bedeutet, das schreibt
uns Paulus in Epheser 4,21 fortfolgend, wo es darum geht, dass in Christus
das Bild Gottes in den Christen, in den Wiedergeborenen wieder
erneuert wird. Und da heißt es, ihr habt ihn
doch gehört und seid von ihm gelehrt worden, wie es Wahrheit
in Jesus ist, dass ihr, was den früheren Lebenswandel angeht,
den alten Menschen abgelegt habt, der sich durch die betrügerischen
Begierden zugrunde richtet, dagegen erneuert werdet in dem Geist
eurer Gesinnung, und den neuen Menschen angezogen habt, der
nach Gott geschaffen ist, also hier ist der Hinweis auf die
Gottes-Ebenbildlichkeit, und zwar in wahrhaftiger Gerechtigkeit
und Heiligkeit. Gottes-Ebenbildlichkeit zeigt
hier, es hat etwas mit Gottes Gerechtigkeit und Gottes Heiligkeit
zu tun. Adam war wahrhaftig, gerecht
und heilig geschaffen. Das bedeutet, er war nicht nur
unschuldig, als er geschaffen wurde, er war gerecht in dem
Sinne, dass er so lebte, wie es der Gerechtigkeit und der
Heiligkeit Gottes entsprach. Und eine Zusammenfassung dieses
Maßstabes der Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes ist das ewige
Gesetz. Und zwar zusammengefasst in den
zehn Geboten. Das ist das ewige Moralgesetz
Gottes. Der Maßstab für Gerechtigkeit
ist keine Willkür, sondern Gotteswesen selbst. Und darum gab es das Gesetz Gottes
schon in den Herzen der Menschen, bevor es am Berg Sinai in Stein
gemeißelt wurde. Das ist die Argumentation von
Paulus in Römer 2, Vers 15, wo er davon spricht, dass seit der
Schöpfung alle Menschen das Gesetz kennen. Sie beweisen, dass das
Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist, indem ihr Gewissen
mit Zeugnis gibt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder
auch entschuldigen. Paulus sagt, alle Menschen kennen
das Gesetz Gottes, das ewige Gesetz Gottes. Es ist in ihren
Herzen geschrieben und es klagt sie an. In Römer 1, Vers 32 sagt er sogar,
dass die Menschen eigentlich sogar wissen, dass sie die göttliche
Todesstrafe für ihre Vergehen verdienen. Aber sie verdrängen
es und leben einfach weiter in ihrem Sinn. Doch es steht fest, Adam war
so geschaffen, dass er die Erkenntnis und die Fähigkeit hatte, das
ganze gerechte Gesetz Gottes, die Heiligkeit, die Gott fordert,
zu erfüllen. Nun hat Gott ein besonderes Verbot
gegeben, nicht von dieser Frucht zu essen. Und an diesem Gebot
wurde geprüft, ob Adam wirklich von ganzem Herzen Gott liebt
und vertraut. Dieses Verbot war verbunden mit
dem gesamten Moralgesetz Gottes. Indem Adam die verbotene Frucht
gegessen hat, brach er nicht nur irgendwie ein kleines, scheinbar
geringes Gebot, indem er die Frucht trotz direkten Verbotes
Gottes nahm, erbrach in vielerlei Weise das Moralgesetz. Ich gebe euch mal ein paar Beispiele. Der Teufel in Form der Schlange
sagte, an dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet
werden und ihr werdet sein wie Gott. Das war die Verlockung. Mit diesem Wunsch nahm nun der
Mensch die Frucht. Was sagt das? Er wählte damit
einen anderen Gott. Er trat die Autorität und den
Namen des einen wahren Gottes mit Füßen. Er hatte einen anderen
Gott, sich selbst. Er wollte Gott sein. Übertretung
des ersten Geburtes. Indem er der Lüge glaubte, verunerrte
er den Namen Gottes. Denn er glaubte Gottes Wort nicht.
Er verunehrte Gott als seinen Vater in höchster Weise. Gott hat ihn geschaffen und er
misstraut seinem Wort, er misstraut seiner Güte und bricht sein Gebot. Das ist eine Verunehrung der
Autoritäten des Vaters in höchster Weise. Adam war des Mordes schuldig,
indem er die Frucht nahm. des Mordes. Ja, er tötete sich
selbst und seine Nachkommenschaft an Leib und Seele. Er hat auch
gestohlen. Denn er stahl Gott die Frucht
des Baumes, die Gott allein gehörte. Und er stahl auch sich selbst
und seine Nachkommen die Unschuld und die Freude. Er nahm die Lüge der Schlange,
das falsche Zeugnis an und handelte danach, obwohl er wusste, dass
es falsch war. Das ist nicht viel besser, als
selbst zu lügen. Und schließlich begehrte er das Eigentum eines
anderen, nämlich die Stellung und die Ehre Gottes, dem er gleich
sein wollte. Diese eine Sünde, sie beinhaltete
weiter Untreue, Stolz, Undankbarkeit, Verachtung, Misstrauen, Grausamkeit
und vieles mehr. Es war keine scheinbar harmlose
Sünde wie der Apfelklau im Nachbarsgarten, sondern eine grobe Übertretung
fast sämtlicher moralischer Gebote. Adam brach den Bund der Werke,
den Bund der Schöpfung und damit kam unweigerlich die Bundesstrafe
auf ihn. Durch Bundesbruch hat Adam jedes
Recht an den Segnungen verwirkt und auch die Gemeinschaft mit
Gott gebrochen. Und weil Adam in dem Bund mit
Gott Haupt und Repräsentant der ganzen Menschheit war, kam die
Strafe und nicht die Belohnung zu allen seinen Nachkommen. Paulus schreibt es in Römer 5,19. Denn wie durch des einen Menschen
ungehorsam die vielen in die Stellung von Sündern versetzt
worden sind. Durch den Ungehorsam von Adam
sind seine ganzen Nachkommen in die Stellung von Sündern gesetzt. Römer 3, Vers 23, den alle haben
gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes. Das
heißt, keiner erreicht die Belohnung, die Adam in Aussicht gestellt
wurde, die Herrlichkeit Gottes. Wir sind alle in die Stellung
von Sündern gesetzt und wir sündigen alle und erreichen nicht die
Bundessegnungen. Hosea 6, Vers 7, Sie aber haben
den Bund übertreten, wie Adam, haben dort treulos gegen mich
gehandelt. Das schreckliche Zeugnis der
Bibel ist, dass Adam, der erste Bundesrepräsentant, den Bund
der Werke gebrochen hat. Und der Fluch des Todes kam auf
alle Menschen. Das heißt, Trennung von Gott,
eine sündige, verdorbene Natur mit all seinen Konsequenzen bis
hin zum zeitlichen und ewigen Tod. Jeder Nachkomme Adams ist allerdings
noch genauso verpflichtet, nach dem Bund der Werke das Gesetz
Gottes zu halten. Das heißt, der Maßstab Gottes
in Gerechtigkeit und Heiligkeit besteht weiter. Auch wenn wir
die Segnungen, die Bundessegnungen, die Belohnung nicht erreichen,
die Verpflichtung besteht weiterhin. Aber seit dem Bundesbruch Adams,
seit der Trennung von Gott, sind wir Menschen unfähig geworden,
das Gesetz Gottes zu halten. Wir sind alle wie Adam Bundesbrecher
geworden. weil wir alle ständig die heiligen
Gesetze Gottes übertreten. Und darum verdienen wir Menschen
ewige Strafe statt ewigen Lohn. Das ist das Zeugnis der Bibel.
Es geht zurück bis auf Adam. Und es ist wichtig zu verstehen,
der Bund der Werke, den Gott mit Adam und somit mit der ganzen
Menschheit eingegangen ist, der ist immer noch in Kraft. Dieser Bund der Werke ist immer
noch in Kraft. In gewisser Weise können wir
sagen, jeder Mensch ist in einem Bund mit Gott. Mindestens in dem Bund der Werke,
durch den er gerichtet wird. Anhand dieses Bundes der Werke
wird Gott am Ende der Tage alle Menschen richten und urteilen. Der treue Bruch Adams entlässt
uns nicht von unserer Pflicht als Menschen, sondern es verweigert
uns bloß die Segnungen und den Lohn, den Gott angeboten hat
in seiner Freundlichkeit. Gott hatte nun mit dem Bundesbruch
Adams das Recht gehabt, die ganze Menschheit auf der Stelle zu
vernichten. Auch das ist wichtig. Eigentlich haben Adam und Eva
ihr Existenzberechtigung verwirkt. Gott wäre gerecht, wenn er, wie
er angedroht hat, den ewigen Tod, die ewige Trennung von Gott
ausführt und Adam und Eva mit dem Teufel in die Hölle wirft. Aber Gott hat sich anders entschieden. Und hier kommen wir zum Gnadenbund. obwohl durch den Bund der Werke
kein Weg mehr zu Gott und zu seiner Herrlichkeit führt, der
Weg zum Paradies war versperrt, entscheidet Gott in seiner Gnade,
einen neuen Bund zu beschließen, durch den es wieder Hoffnung
für die Menschen gibt. Und wir haben gestern erfahren,
dieser Entschluss, einen Gnadenbund zu beschließen, anzukündigen,
geht zurück auf die Ewigkeit in der Vergangenheit. Schon vor
Adams Bundesbruch hat Gott, der Vater, beschlossen, mit Gott,
dem Sohn, im Bund der Erlösung, diese Gnade auszuführen. Diese Hoffnung auf Gnade ist
eine Verheißung. die Verheißung, das Versprechen,
dass der gebrochene Bund und all seine Flüche überwunden werden. Darum kommen wir zum zweiten
Punkt, der Fortschritt, die Verheißung des Gnadenbundes. Da haben wir erstens Adam. Nach
dem Bundesbruch werden sowohl Adam und Eva als auch der Satan
in Form der Schlange zeitlich gerichtet. Gott richtet sie. Und in dem Fluch über die Schlange
blitzt dann aber eine Verheißung auf Gnade auf. Erste Mose 3 Vers 15. Und ich
werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, spricht Gott
zu dem Satan in der Schlange, zwischen deinem Nachwuchs und
ihrem Nachwuchs. Und er wird dir den Kopf zermalmen
und du wirst ihm die Ferse zermalmen. In diesen Versen kündigt Gott
an, dass gerechte Gericht für den Bundesbruch tritt nicht sofort
in vollem Ausmaß in Kraft. Adam und Eva werden noch Nachkommen
haben. Außerdem wird es eine heilige
Feindschaft geben. Satan hat durch seine Verführung
nicht ein für allemal die ganze Menschheit besiegt. sondern Gott gibt eine Feindschaft
zwischen den Menschen, die dem Teufel folgen, also dem Nachwuchs
der Schlange, geistig gesprochen, und den Menschen, die ihrer wahren
Bestimmung als Menschen folgen wollen, entgegen den Lügen des
Teufels. Das heißt der Nachwuchs der Frau. Gott unterscheidet hier die natürlichen
Nachkommen der Menschen geistlich nach ihrem Wesen, zwischen Nachwuchs
der Schlange und Nachwuchs der Frau. Menschen, die den Begierden
Satans folgen und Menschen, die Gott und seinem Geboten folgen
wollen. Das wird später noch einmal wichtig,
diese Unterscheidung. Das große Versprechen ist aber,
in diesen Versen, in diesem Urteil über die Schlange, letztendlich
wird der Nachwuchs der Frau über Satan siegen. Er wird der Schlange den Kopf
zermalmen, heißt es. Er wird die Werke des Teufels
zunichte machen. Gott verspricht hier in kleinen
Andeutungen, dass aus dem Nachwuchs, aus der Nachkommenschaft von
Adam und Eva ein neuer Adam entstehen wird. der nicht dem Teufel folgt und
verführt wird und Gottes Bund bricht, sondern der den Teufel
besiegt und Gott gehorcht und somit die Werke des Teufels zunichte
macht. Dies ist die Ankündigung des
Gnadenbundes, die erste Ankündigung des Gnadenbundes in der Geschichte. Die ganzen weiteren Bündnisse
Gottes mit den Menschen schreiten in der Offenbarung weiter fort,
was für ein Gnadenbund Gott verspricht und was dieser beinhaltet. Doch damit ein Bund der Gnade
geschehen kann, muss der Bund der Werke erfüllt werden, der
ja immer noch in Kraft ist. Das heißt, ein neuer Bundesrepräsentant
muss anstelle der Menschen die Belohnung verdienen, die Adam
verloren hat und anstelle der Menschen die gerechte Strafe
bezahlen und erdulden, die auf die Menschheit gekommen ist. Offensichtlich glaubten Adam
und Eva dieser gnädigen Verheißung. Denn obwohl sie unter vielen
zeitlichen und natürlichen Konsequenzen ihrer Sünde litten, hatten sie
Hoffnung auf neues Leben. Denn wisst ihr, warum Adam seine
Frau Eva genannt hat? Eva bedeutet Mutter der Lebendigen. Adam bezeugt hier, ich glaube,
der Verheißung, dass durch Eva wieder Leben entstehen wird. Leben, das ich verloren habe. Er vertraute also darauf, durch
Eva wird diese Verheißung Gottes des Sieg- und segensreichen Nachwuchses
erfüllt werden. Außerdem schenkt Gott ihnen Kleider
aus Tierfell, um ihre Blöße zu bedecken. Einige sehen hier den
ersten Hinweis auf ein Opfer als eine Verheißung der Vergebung. Zumindest scheinen Adam und Eva
die Praxis des Opferns auch an ihren Kindern weiterzugeben. Kain und Abel, auch sie geben
ein Opfer dem Herrn. Das sind Hinweise darauf, dass
Adam und Eva Hoffnung auf Erlösung hatten. Eine Hoffnung, die allein
auf Gottes Gnade basiert. weil Adam und Eva hatten ja keinen
Verdienst. Und allein durch Glauben erlangt
wird, weil sie hatten ja keine guten Werke, die sie vorzeigen
könnten. Und allein, diese Hoffnung besteht
allein in diesem verheißenen Nachwuchs, der Retter, der kommen
wird. Weil Adam seine Pflicht nicht
gerecht wurde. Zweitens Noah. Die Erfüllung
der Verheißung trat nicht ganz so schnell in Kraft, wie Adam
und Eva es vielleicht erwartet hätten. Ihr Erstgeborener, der
hieß Kain. Und dieser Kain war nicht der
verheißene Nachkommen. Woran sehen wir das? Er hat seinen Bruder Abel erschlagen. Kain entpuppte sich als ein Nachwuchs
der Schlange. Feindschaft gegenüber den Nachkommen
derer, die sich in Gottes Furcht üben. Seth, der dritte Sohn, führt
den Gottesdienst ein. Er betet Gott an. Aber auch Seth
ist nicht der verheißene Nachkommer. Und mit der Zeit vermischen sich
die Nachkommen von Kain und die Nachkommen von Seth immer mehr. Und die Folge ist, dass die ganze
Erde voll ist mit Menschen, die Gott verachten und ihren sündigen
Begierden nach Macht, Reichtum und eigener Ehre nachjagen, anstatt
Gott anzubeten und seine Gebote zu folgen. Erste Mose 6, Vers 5 Und der
Herr sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war
und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen
Tag. Nach rund 2000 Jahren lebte nur
noch eine einzige Familie aus dem Nachwuchs Seetz, die Gott
fürchtete. Nämlich Noah, von dem es heißt,
er war ein Prediger der Gerechtigkeit. Gott lässt die gesamte Erde in
Wasser untergehen und zeigt damit, dass er rechtmäßig nach dem Bund
der Werke alle gottlosen Menschen in einem Schlag vernichten kann
und darf. Die Sinnflut ist ein Zeichen,
ein Hinweis auf die Gerechtigkeit, die gerechte Strafe, die im Bund
der Werke besteht. Aber wegen der verheißenen Gnade,
die er schon Adam gegeben hat, rettet er Noah und seine Familie
durch ein Schiff, das er Noah bauen ließ. Und als die Wasser
wieder abschwellen, schließt Gott einen Bund mit Noah. Was ist der Grund? Noah hat soeben erlebt, wie Gott
auf einen Schlag die ganze Weltbevölkerung vernichtet hat. Und niemand konnte Gott dafür
anklagen, denn er war gerecht. Das ist es, was die Menschen
verdient haben. Welche Hoffnung, welche Gewissheit
hätte Noah haben können? Nachdem er all das erlebt hat. Welche Hoffnung hätte er haben
können, dass Gott nicht im Nu wieder neu ein Gericht schickt? Darum schreitet Gott mit Noah
in seiner Verheißung fort. In 1. Mose 8, Vers 21 und 22
lesen wir, Nicht noch einmal will ich den
Erdboden verfluchen wegen des Menschen. Denn das Sinnen des
menschlichen Herzens ist böse von seiner Jugend an. Und nicht
noch einmal will ich alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe.
Von nun an, alle Tage der Erde, soll nicht aufhören. Saat und
Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Und in Kapitel 9 bestätigt er
diese Zusage mit einem Bund. Kapitel 9 Vers 11. Ich richte
meinen Bund mit euch auf, dass nie mehr alles Fleisch ausgerottet
werden soll durch das Wasser der Flut und nie mehr soll es
eine Flut geben, die Erde zu vernichten. Und als Bundeszeichen
gibt Gott den Regenbogen eine Bestätigkeit seiner Treue. Gott verheißt Noah und seinem
Nachkommen, dass er dafür Sorge trägt, dass die Erde bestehen
und erhalten bleibt, trotz der Bosheit, trotz des Bundesbruchs
der Menschen, damit der Retter aus dem Nachwuchs der Frau kommen
kann. Das ist der Bund mit Noah. Drittens Abraham. Die Gnadenverheizung
Gottes schreitet weiter voran, als er Abraham erwählt. Und auch mit Abraham macht Gott
einen Bund. Und in dem Bund mit Abraham verheißt Gott, dass er
Abrahams Nachkommenschaft sehr vermehren wird. Und dass er dem Nachwuchs Abrahams
ein Land geben wird. Und dass er der Gott der Nachkommen
Abrahams sein wird. Und dass aus seinem Nachkommen
tatsächlich der kommen wird. der der Schlange den Kopf zermalmen
wird, der also den Segen wieder in die Welt bringt zu allen Nationen. Aus allen Menschen, aus allen
Familien der Erde hat Gott sich Abraham erwählt. Aus seiner Nachkommenschaft soll
der Retter kommen. Die Familie Abrahams soll dafür
verantwortlich sein, das Reich Gottes aufzurichten. Und Abraham glaubte der Verheißung. Abraham glaubte daran, dass Gott
ganz aus Gnade einen Retter aus seiner Familie erstehen lassen
wird. Und dieser Glaube an diesen Nachkommen,
den Gott senden wird, dieser Glaube wurde Abraham als Gerechtigkeit
vor Gott angerechnet. 1. Mose 15 Vers 6 Und er glaubte
dem Herrn, Und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an. Abraham wird gerechtfertigt. Obwohl er ein Sünder ist. Obwohl er unter dem Bund der
Werke steht. Die Bibel ist schonungslos und
zeigt uns die Sünden Abrahams auf. Aber Gott bestätigt, durch den
Glauben an diese Verheißung wird Abraham gerecht gesprochen. Ein faszinierendes Zeugnis. Abraham wird gerecht, er hat
Anteil an der Hoffnung allein durch Glauben. Er glaubte dem
Herrn. Auf eine Rettung allein aus Gnade. Nicht weil er irgendwas Besonderes
getan hat. Ein Segen, der allein in dem
verheißenen Nachwuchs besteht. Gott machte also einen Bund mit
Abraham. Aber dieser eine Bund hatte zwei
Seiten. Eine übernatürliche und eine
natürliche Seite. Die übernatürliche oder geistliche
Seite ist die Verheißung der Gnade. In 1. Mose 12 lesen wir
gleich zu Beginn, geh aus deinem Land. Und aus deiner Verwandtschaft
und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen
werde. Und ich will dich zu einer großen Nation machen. Und ich
will dich segnen. Und ich will deinen Namen groß
machen. Du sollst ein Segen sein. Und ich will segnen, die dich
segnen. Und wer dir flucht, den werde ich verfluchen. Und in
dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. Im Grunde verheißt Gott aus Gnade
dem Abraham den Segen, den Adam verloren hat. Eine Herrschaft
und eine Segensausbereitung auf der ganzen Erde durch seinen
Nachwuchs. Paulus bezeugt das in Römer 4,
Vers 13. Denn nicht durchs Gesetz wurde
Abraham oder seiner Nachkommenschaft die Verheißung zuteil, dass er
der Welterbe sein sollte, sondern durch Glaubensgerechtigkeit. Gott verspricht Abraham und seinen
Nachkommen die ganze Welt. Das, was Adam verloren hat. Und zwar im geistlichen und übernatürlichen
Sinn, im vollsten Sinn. Hebräer 11, Vers 9 und 10 wird
bezeugt. Durch Glauben siedelte er, also
Abraham, sich im Land der Verheißung an, im Kanan, wie in einem Fremden. und wohnte in Zelten mit Isaac
und Jakob, den Miterben derselben Verheißung, denn er erwartete
die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer
Gott ist. Es hatte eine übernatürliche
Seite. Die Verheißung in dem Bund an
Abraham ging mehr als bloß um ein Flecken im Nahen Osten. Er sollte der Welterbe sein und
eine Stadt erben, deren Baumeister Gott selbst ist, nicht von Menschenhand. Aber auf der anderen Seite beinhaltete
der Bund mit Abraham auch eine natürliche Seite. Nachdem Gott
Abraham die Gnadenverheißung gegeben hat, und Abrahams Glaube
ihm als Gerechtigkeit angerechnet wurde, legte Gott ihm eine Verpflichtung
auf. Er soll alle seine männlichen
Nachkommen beschneiden lassen. Die Beschneidung ist nicht nur
einfach ein Ritual, sondern es ist ein äußeres Zeichen für eine
innere Notwendigkeit, die verlangt wird. so ähnlich wie mit der
Frucht, sollte die Beschneidung etwas sein, was hinweist auf
die Erfüllung des ganzen Gesetzes. Schon im Alten Testament lesen
wir, dass die äußere Beschneidung ein Sinnbild auf die Beschneidung
des Herzens sein soll. Da, wo all das Böse, wo all die
Sünde herauskommt. Das soll abgetrennt werden. Die Sünde soll aus dem Herzen
abgeschnitten werden. so wie die Vorhaut vom Fleisch
abgetrennt wird. Das war das Zeichen, dieses Symbol. Und dieser natürliche Teil des
Bundes ist keine Gnadenverheißung, wie der übernatürliche Teil,
sondern dieser natürliche Teil, er gehört zum Bund der Werke. Ein besonderes Neues Abkommen
mit Abraham, das aber ein Werkebund ist. Gott verspricht auch hier
irdische Segnungen bei der Einhalt des Bundes und kündigt auch eine
Strafe der Ausrottung und Trennung von Gott an, wenn der Bund übertreten
wird. Gott geht hier einen neuen Bund
der Werke mit den natürlichen Nachkommen Abrahams ein. Diesen doppelten Aspekt, Gnadenverheißung
auf der einen Seite, aber auch Werkebund, einen natürlichen
Bund auf der anderen Seite, diesen doppelten Aspekt macht Paulus
sehr deutlich in Galater 4, Abvers 22. Da schreibt er, denn es steht
geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd
und einen von der Freien. Aber der von der Magd war nach
dem Fleisch geboren und der von der Freien jedoch durch die Verheißung. Dies hat einen bildlichen Sinn. Denn diese Frauen bedeuten zwei
Bündnisse. Einen vom Berg Sinai, das ist
in die Sklaverei hineingebührt, das ist Hagar. Denn Hagar ist
der Berg Sinai in Arabien, entspricht aber dem jetzigen Jerusalem. Denn es ist mit seinen Kindern
in Sklaverei. Das Jerusalem droben aber ist frei. Und das ist unsere
Mutter. Paulus bestätigt im Grunde, so
wie Abraham zwei natürliche Kinder hatte, Söhne hatte, Ismael und
Isaac und danach ja sogar noch mehr, so hat dieser Bund Gottes
mit Abraham auch zwei Seiten geistlich gesprochen. Eine Verheißung für alle geistlichen
Nachkommen Abrahams, Kinder der Verheißung, sowie Isaak, die
wie Abraham an die Gnade Gottes glaubten und dann aber auch eine
Bedingung an die fleischlichen Nachkommen, was bildlich mit
Ismael abgesprochen wird, was etwas mit einer Last, mit einer
Verpflichtung zu tun hat. Eine Verpflichtung der Werke. Warum das? weil die geistlichen
Segnungen durch den verheißenen Nachkommen erarbeitet werden
müssen. Der Gnadenbund hat auch mit Werken
zu tun. Der Gnadenbund verspricht Segnungen
auf Grundlage von Werken, nur nicht von unseren Werken. sondern
die eines anderen. Das wird deutlich im Bund mit
Abraham. Abrahams Nachwuchs war verpflichtet
die Bedingungen des Bundes der Werke zu erfüllen, angedeutet
durch die Beschneidung, damit die Verheißungen der Gnade für
alle Welt erfüllt werden kann. Den natürlichen Nachkommen stellte
Gott eine irische zeitliche Belohnung in Aussicht, die wie eine Art
Vorschatten auf die Segnungen des Gnadenbundes dienten. Aber anders als bei der Gnadenverheißung
waren diese Segnungen an Bedingungen verknüpft, an Verpflichtungen. Gott offenbart hier, dass der
Bund der Gnade nicht geschlossen werden kann, ohne dass der Bund
der Werke völlig Genüge getan und erfüllt wurde. Und die Beschneidung, sie diente
nun seit Abraham zur Abgrenzung des einen versprochenen Nachwuchses
der Frau, der nun auch, wie verheißen, aus der Nachkommenschaft Abrahams
sein sollte. Diese Abstammungslinie sollte
geschützt und markiert werden. Dafür war die Beschneidung ein
Zeichen. 4. Mose 430 Jahre später schließt Gott einen weiteren
Bund mit den natürlichen Nachkommen Abrahams, nämlich mit den zwölf
Stämmen Israels am Berg Sinai durch Mose. Dieser Bund ist hauptsächlich
eine Wiederholung oder Erklärung des Bundes der Werke. Am Sinai wird Israel das Gesetz
gegeben, welches bereits allen Menschen in den Herzen geschrieben
ist. und in der Beschneidung schon angezeigt wurde. Doch nun wird es sichtbar und
deutlich auf Steintafeln geschrieben. Das ewige Moralgesetz Gottes. Jetzt kann jeder in aller Deutlichkeit
und Klarheit genau sehen und nicht länger verdrängen, was
Gottes Gerechtigkeit eigentlich verlangt und was der verheißene
Nachwuchs, der neue Adam, erfüllen muss. Das Gesetz dient aber auch wie
die Beschneidung zur äußeren Bewahrung der natürlichen Nachkommenschaft. In dem Gesetz mit Mose gibt es
noch so einige Zusatzgebote, zum Beispiel, dass sie kein Schweinefleisch
essen dürfen. Warum? Sie sollten sich abgrenzen
von den anderen Völkern, damit die Abstammungslinie klar bleibt. Sie sollten sich auch nicht vermischen
mit irgendwelchen anderen Völkern. Es war nicht einfach, dass die
Ausländer feindlich waren. Es diente der Klarheit der Abstammungslinie
nach der Verheißung, die an Abraham gegeben wurde, dass aus seiner
Nachkommenschaft der verheißene Nachwuchs kommen soll. Der Bund am Sinai hatte aber
auch eine Verbindung mit der Verheißung der Gnade. Das Gesetz
Mose diente nie dazu, Menschen durch Werke wieder die Segnungen
der Herrlichkeit zu schenken. Gott hat das nie dafür gegeben. Das konnte es ja auch gar nicht
erfüllen, denn es sind ja schon alle Menschen durch den Bund
der Werke seit Adam unter dem Fluch. Das Gericht ist ja schon da.
Aber diese deutliche Darstellung von Gottes Gerechtigkeit sollte
den Israeliten ihre Sünde und ihre Ungerechtigkeit aufzeigen,
sodass sie allein durch Glauben, ganz allein auf die Gnade Gottes
vertrauen, nicht auf ihre eigenen Werke. Und zwar Vertrauen auf den, den
Gott verheißen, versprochen hat, einen Nachwuchs, der den Teufel
besiegen wird. Heute Abend werden wir noch mehr
zu der bleibenden Bedeutung des Gesetzes hören. Aber es gibt
schließlich noch im Gesetz Mose viele Gebote, die auf die Sündenvergebung
hinweisen. Etwas, was es eigentlich im Bund
der Werke nicht gibt. Vergebung, Abdeckung von Sünden. Hier ist ein Hinweis auf eine
Gnade, die kommen wird. Die ganzen Vorschriften zum Opfer-
und Gottesdienst, die deuten hin, Gott verspricht einen Weg,
ein Mittel, wie Menschen wieder in Gemeinschaft mit Gott treten
können. Wie die Schuld, die Sünde, die
uns von Gott trennt, wie sie abgedeckt und beseitigt werden
kann. Die Tieropfer sollten Hinweise
darauf sein, Der Bund Mose hatte somit eine
prophetische Funktion. Es stellt die Gerechtigkeit Gottes
dar, die in der Welt immer mehr verdrängt und niedergemacht wird
und weist auf den versprochenen neuen Adam, dem Nachwuchs der
Frau, dem Nachwuchs Abrahams hin. Das Gesetz der Bund mit
Mose hat eine prophetische Funktion. Fünftens, Levi. Das Geschlecht
Levi hat Gott aus dem Volk Israel erwählt, dass aus ihnen beständig
die Priester und Diener des Tempels hervorgehen sollen. In Malachi 2, Vers 4 bis 7, lese
ich mal den Abschnitt. So werdet ihr erkennen, dass
ich dieses Gebot zu euch gesandt habe, damit mein Bund mit Levi
gültig bleibe, spricht der Herr der Herrscher. Mein Bund mit
ihm war das Leben und der Friede, und ich gab sie ihm. Er war Furcht, und er fürchtete
mich, und vor meinem Namen erschauderte er. Zuverlässige Weisung war
in seinem Mund, und Unrecht fand sich nicht auf seinen Lippen.
In Frieden und Geradheit lebte er mit mir, und viele brachte
er zur Umkehr von Schuld. Denn die Lippen des Priester
sollen Erkenntnis bewahren, und Weisung sucht man aus seinem
Mund, denn er ist ein Bote des Herrn der Herrscharen. Der Bund mit Levi Er zeigte das
priesterliche Mittleramt zwischen Gott und den Menschen an. Durch
Opfer, durch Fürbitte, durch den beständigen Dienst vor Gott
wird Gott aus Gnade, Vergebung und Umkehr von der Schuld schenken. Das verspricht Gott hier in dem
Bund mit Levi. Der verheißene Nachwuchs, der
neuer Adam, er wird ein Priester sein, so wie die Leviten, die
für ihr Volk vor Gott dienen. Opfer darbringen, aus denen Weisung
hervorgeht, wie Schuld bedeckt werden kann. Sechstens, David. Doch auch wenn der verheißene
Nachwuchs das Amt eines Priesters haben wird, so wie die Leviten,
So ist es doch David aus dem Stamm Judah versprochen, dass
der neue Adam aus seiner Nachkommenschaft kommt. Eine Zusammenfassung des
Bundes mit David finden wir ganz kurz in Psalm 132, die Verse
11 und 12. Hier heißt es. Der Herr hat David
einen treuer Eid geschworen. Er wird nicht davon abweichen. Von der Frucht deines Leibes
will ich auf deinen Thron setzen. Wenn deine Söhne meinen Bund
und meine Zeugnisse bewahren, die ich sie lehren werde, so
sollen auch ihre Söhne für immer auf deinem Thron sitzen. Auch dieser Bund ist zweigeteilt. Gott verspricht David einen Nachkommen,
der ewig herrschen wird. Sehen wir auch in 2. Samuel 7, Aber sein Sohn Salomo, er herrschte
nicht ewig. Und noch viel weniger Rehabiam,
Salomos Sohn. Und auch wenn die Königslinie
Davids viele Jahre Bestand hatte und von Gott lange Zeit erhalten
wurde, trotz vieler Sünden, so blieb keiner von ihnen ewig auf
dem Thron. Damit die Gnadenverheißung in
Kraft tritt, muss der Nachwuchs Davids eine Bedingung erfüllen. In Vers 12 heißt es, wenn deine
Söhne meinen Bund und meine Zeugnisse bewahren. Verpflichtung. Werke. Das ist die Bedingung. Das ist es, was der verheißene
Same erfüllen muss, damit der Treueeid, das Versprechen Gottes
erfüllt wird. Er muss den Bund der Werke erfüllen.
Aber das Gnadenversprechen besteht. Gott schwört es mit einem Treueeid,
mit einem Bund, der nicht gebrochen werden kann. Gott schwört, dass
es einen König geben wird aus der Nachkommenschaft Davids,
der ewig herrschen wird. Aber die Bedingung ist, dieser
Nachkommer muss das Gesetz völlig halten. Er muss den Bund der
Werke erfüllen. Der verheißene Nachwuchs wird
ein König sein aus der natürlichen Nachkommenschaft Davids, der
ewig ohne Ende herrschen wird. Siebtens und letztens der neue
Bund. In den Propheten Ezekiel und
Jeremia erfahren wir dann von der Ankündigung eines neuen Bundes,
den Gott aufrichten wird. Und wir werden darauf im nächsten
Vortrag heute Nachmittag eingehen. Aber wichtig zu verstehen ist,
dass seit dem Sündenfall, seit dem Bundesbruch Adams, Gott mehrere
Bünde geschlossen hat mit den Menschen. Vor allem mit den natürlichen
Nachkommen Abrahams im Alten Testament. Und diese Bünde, sie hatten zwei
Aspekte. Zum einen Bedingungen, die erfüllt
werden müssen. Der alte Bund war damit ein Bund
der Werke. Gott ist auch mit Abraham einen
Bund der Werke eingegangen. Verpflichtungen, die eingehalten
werden müssen. Weil aus der Nachkommenschaft
Abrahams der kommen soll, der den Fluch des Schöpfungsbundes
und die Werke des Teufels besiegt. Aber diese Bünde, die Gott mit
den Menschen eingegangen ist, im Alten Testament, sie haben
immer einen Hinweis, eine Verheißung der Gnade in sich. Es war kein Gnadenbund, der beschlossen
wurde, aber in all diesen Bünden wurde verheißen, es kommt etwas,
es kommt jemand. der alle Verpflichtungen erfüllt. Paulus schreibt den Heidenchristen
in Epheser 2, Vers 12. Denkt daran, dass ihr zu jener
Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremdlinge
hinsichtlich der Bündnisse, Plural, der Verheißung, Singular. Und ihr hattet keine Hoffnung
und wart ohne Gott in der Welt. Das alte Testament geht hauptsächlich
um das Volk Israel. Ihnen allein hatte sich Gott
über Jahrhunderte offenbart und sie hatten verschiedene, mehrere
Bündnisse mit Gott, die aber alle hinwiesen auf eine einzige
Verheißung. Und Paulus sagt, Lange Zeit waren
alle Völker der Erde ausgeschlossen. Sie wussten nichts von dieser
Verheißung. Nur einer Familie und seinen
Nachkommenschaft hat Gott diese Verheißungen geschenkt. Eine Gnadenverheißung, die Schritt
für Schritt fortwährend weiter offenbart wurde. Alle Menschen im Alten Testament,
die diese Gnadenverheißung gehört haben, und aus Gnade allein,
durch Glauben allein, an diesen verheißenen Retter allein vertraut
haben, denen wurde schon Frieden und Rettung versprochen. Die durften schon vor der Zeit
Anteil haben an eine Gnade, die kommen wird. Auch wenn die letztendliche Erfüllung
noch ausstand, und darum blicken die Propheten nun auf einen neuen
Bund, der kommen wird, Da, wo sich das, was versprochen wurde,
tatsächlich erfüllt, offiziell geschlossen wird in einem Bund. Diese Gnadenverheißung ist der
Strang, der das ganze Alte Testament zusammenhält. Allerdings auf der Grundlage,
auf dem Fundament des Bundes der Werke. Das ganze Alte Testament geht
um dieses eine Thema. Ein verheißener Nachwuchs aus
Israel ist versprochen, der den Bund der Werke erfüllt und den
verheißenen Bund der Gnade aufrichten wird. In ihm allein gibt es Rettung
vor dem Fluch. In ihm allein gibt es Segen für
alle. die an ihn glauben und ganz auf
die Gnade Gottes vertrauen und nicht auf eigene Werke. Amen.
2. Der Gnadenbund verheißen
Series RE:Formation 2015
| Sermon ID | 111151351206 |
| Duration | 1:04:06 |
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