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Schlag gerne Gottes Wort mit
mir auf zur Apostelgeschichte, Kapitel 4. Wir fahren fort mit
unserer Predigt-Serie durch die Apostelgeschichte und wir sind
angelangt bei Apostelgeschichte, Kapitel 4. Ich lese uns die Verse
1 bis 4 und was wir hören, sind Worte des lebendigen Gottes. Während sie aber zu dem Volk
redeten, traten die Priester und der Hauptmann des Tempels
und die Sadduisea auf sie zu, weil es sie verdross, dass sie
das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten
verkündigten. Und sie legten die Hände an sie
und setzten sie in Gewahrsam bis zum folgenden Tag, denn es
war schon Abend. Viele aber von denen, die das
Wort gehört hatten, glaubten, und die Zahl der Männer wurde
etwa 5.000. Amen. Lasst uns beten. Unser Herr,
wir rufen deinen hochheiligen Namen an, du auferstandener König
Jesus Christus. Und wir bitten dich, stärke uns
jetzt durch dein mächtiges und lebendiges Wort, dass wir lernen,
zu deiner Ehre zu leben. Wir bitten es, Herr Jesus, in
deinem Namen. Amen. Nehmt gerne Platz. Hier an dieser Stelle in der
Apostelgeschichte beginnt etwas Neues. Etwas, was es bisher so
noch nicht gegeben hatte. Etwas, das tatsächlich alles
ändert, nämlich hier kommt es das erste Mal zur Christenverfolgung. Das erste Mal eine Festnahme
von Christen. Das Buch der Apostelgeschichte
wird von nun an noch oftmals von Verfolgung und Gefängnissen
berichten. Die Apostelgeschichte endet mit
dem Apostel Paulus im Hausarrest. Aber hier hören wir das erste
Mal von einer Festnahme. Die Apostel? Es sollte sie nicht
überraschen. Es sollte auch uns nicht überraschen,
denn Christus hatte seine Apostel, hatte seinen Nachfolger gewarnt
diesbezüglich. Erinnert ihr euch noch? Lukas,
Kapitel 21, ab Vers 12. Und Christus spricht. Vor all
diesem aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen,
indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern,
um euch vor Könige und Stadthalter zu führen, um meines Namens willen. Und es wird euch zu einem Zeugnis
ausschlagen. Nehmt euch nun in euren Herzen
vor, nicht vorher darauf zu sinnen, wie ihr euch verantworten sollt,
denn ich werde euch Mund und Weisheit geben. der alle eure
Widersacher nicht werden widerstehen oder widersprechen können. Ihr werdet aber sogar von Eltern
und Brüdern und Verwandten und Freunden überliefert werden. Und sie werden einige von euch
zu Tode bringen. Und ihr werdet von allen gehasst
werden um meines Namens willen. Und kein Haar von eurem Haupt
wird verloren gehen. Gewinnt eure Seelen durch Ausharren. Christus ist kristallklar. Es wird passieren und es wird
mit euch passieren. Sie werden Hände an euch legen. Seht ihr, wie diese Prophezeiung
sich hier wortwörtlich erfüllt in unserem Text Vers 3? Und sie
legten die Hände an sie und setzten sie in Gewahrsam. Christus hatte
es ihnen vorausgesagt. Und er sagte ihnen auch klar
und deutlich voraus, dass einige von ihnen sterben werden als
Märtyrer. Wenn wir einmal im Johannes Evangelium
schauen, Johannes Kapitel 15, da ist es ab Vers 18. Wenn die
Welt euch hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.
Wenn ihr von der Welt wehret, würde die Welt das ihre lieb
haben. Weil ihr aber nicht von der Welt
seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum hasst
euch die Welt. Erinnert euch an das Wort, das
ich euch gesagt habe. Ein Knecht ist nicht größer als
sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben,
werden sie auch euch verfolgen. Wenn sie mein Wort gehalten haben,
werden sie auch das eure halten. Aber dies alles werden sie euch
tun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der
mich gesandt hat. Christus hat es ihnen vorausgesagt. Die Zeiten der Verfolgung werden
kommen. Eine neue, eine bisher unbekannte
Zeit für die Apostel. Bisher lief noch alles friedlich. Also der Petrus, der Apostel
predigt zu Pfingsten, Menschen kommen zum Glauben, 3000 auf
einmal und sie trafen sich öffentlich. ungestört im Tempel. Sie hatten Frieden und Gunst
vor dem ganzen Volk, und niemand griff sie an. Sie hatten eine
gewisse Zeit der Ruhe. Die Apostel konnten sich auch
frei bewegen und mussten keine Angriffe oder Festnahmen fürchten.
Erinnere dich, gerade gingen Petrus und Johannes noch öffentlich
zum Gebet in den Tempel. Was passierte? Auf dem Weg sahen
sie einen gelähmten Mann. In dem Namen Jesu heilten sie
ihn. Das sorgte für großes Aufsehen.
Menschenmassen strömten herbei und alle schauten ganz gespannt
auf Petrus und Johannes und sie fingen an zu predigen, öffentlich
im Tempel. Wunderbar! Aber mit dieser ungestörten,
friedlichen Zeit war es nun vorbei. Jetzt wird es ernst und zwar
todernst. Jetzt sehen wir die erste offizielle Christenverfolgung. Wir sehen hier, unser Herr gibt
uns gewisse Zeitfenster, wo wir friedlich öffentlich lehren können,
aber diese Zeit kann auch ganz schnell wieder vorüber sein und
dann kommt Verfolgung. Da die Verfolgung hier das erste
Mal auftritt, wollen wir uns etwas Zeit nehmen, um darüber
nachzudenken, was hier eigentlich passiert und was können wir daraus
lernen. Darum heute Abend fünf Lektionen
aus diesem Text zu dem Thema Christenverfolgung. Fünf Lektionen. Die erste Lektion lautet, Christenverfolgung
geht sehr häufig von der religiösen bzw. staatlichen Obrigkeit aus. Vers 1. Während sie aber zu dem
Volk redeten, traten die Priester und der Hauptmann des Tempels
und die Sadduzeer auf sie zu. Also? Die Apostel Johannes und
Petrus, sie predigten Jesus als den gekreuzigten, als den auferstandenen
Christus, das heißt den König, den Herrn, den einzigen Richter
und Erlöser. Sie predigten Buße, dass man
sich bekehren solle, dass man an Christus, den sie gekreuzigt
haben, glauben sollte, dass sie umkehren sollten zu den einzigen
und wahrhaftigen Erlöser, dem Sohn Gottes, Jesus Christus.
Und während sie so im Tempel predigten, blieb das nicht unbemerkt. Tausende Leute waren versammelt,
weil ein Lama geheilt wurde, haben wir gehört, das sorgte
für Aufsehen. Und sie konnten wohl für ein
paar Stunden tatsächlich ungestört lehren. Denn denkt daran, sie
gingen um etwa 15 Uhr zum Tempel und wir hören jetzt später, dass
es schon Abend war und man sie ins Gefängnis führte. Das heißt,
wir können davon ausgehen, so ein paar Stunden konnten sie
predigen. Doch dann war Schluss damit. Warum? Weil die Obrigkeit
es hörte. Sie kamen auf Petrus und Johannes
zu und zwar während diese noch predigten, redeten. Sie unterbrachen
die Predigt, sie stoppten sie. Während sie aber zu dem Volk
redeten, traten die Priester und der Hauptmann des Tempels
und die Sadduzeer auf sie zu. Was hier übersetzt wird mit sie
traten auf sie zu, meint eigentlich eine Konfrontation. Sie werten, ihnen zu predigen. Wer? Die Priester. Die Priester halten die Männer
Gottes davon ab, das Wort Gottes zu predigen? Die Priester? Das sind doch die religiösen
Amtsträger, die, die doch Gott am nächsten sein müssen, also
die Vollzeit für den Tempel arbeiten, die den Tempeldienst verrichten,
Menschen, die doch besonders heilig und ausgesondert sind
für Gott. Sie hindern die Männer Gottes
daran, Gottes Wort zu predigen? Wie kann das sein? Und dann,
der Hauptmann des Tempels, also der Führer der Tempelpolizei,
also der Ordnungshüter, der Wächter des Hauses Gottes, der doch eigentlich
für Recht und Ordnung sorgen sollte in dem Tempel Gottes,
er erhält die Apostel davon ab, Worte des lebendigen Gottes zu
predigen und die Sadduzeer. Lasst mich ein wenig mehr über
sie sagen, denn die kommen ziemlich häufig im Neuen Testament vor.
dass du Bescheid weißt, was das für eine Gruppe war. Es gab viele
Gruppierungen, die uns genannt werden, aber vor allem werden
immer zwei Parteien genannt im Neuen Testament. Die Sadduzeer
und die Pharisäer. Und wirklich vereinfacht runtergebrochen. Kann man das vergleichen mit
den heutigen Kategorien links und rechts, also liberal und
konservativ? Es gab die Pharisäer, das waren
die Konservativen, die wollten bibeltreu, also gesetzestreu
sein. Sie stellten sich gegen die Hellenisierung, also gegen
griechische und römische Einflüsse. Sie wollten ihre Kultur, ihre
jüdische Kultur bewahren und darum sonderten sie sich ab von
den Römern und den Hellenisten und all den weltlichen Einflüssen.
Pharisäer bedeutet abgesondert, abgeschieden. Und sie glauben
an alles, was in der Bibel steht und das reicht ihnen nicht, da
müssen noch weitere Gebote hinzu, Menschengebote obendrauf. Das
sind die Konservativen, die Pharisäer. Und dann gibt es die Sadduzeer. Davon gab es nicht viele, aber
sie hatten viel Macht. Das ist sozusagen die Regierungspartei. Das war die Partei der Priester.
Nicht nur der Priester, also da war der hohe Priester drinnen,
die Priester, aber auch Adlige, also Aristokraten und Älteste
in dem Hohen Rat, also die hatten wirklich viel Einfluss und sie
arbeiteten mit den Römern zusammen und wollten sich ihre Macht sichern
und die waren wirklich liberal. Die akzeptierten nur die fünf
Bücher Mose und sonst nichts von den Propheten. Sie glaubten
sowieso nicht an diese übernatürliche Welt wie die Pharisäer, das heißt,
es gibt keine Engel. Es gibt auch kein ewiges Leben
für die Seele. Es gibt auch keine Auferstehung
aus den Toten, sondern der Mensch erhält hier und jetzt in seinem
Leben noch Lohn oder Strafe für sein Leben, für sein Verhalten.
Und der Mensch hat sowieso einen freien Willen. Es gibt keine
Vorherbestimmung. Und der Mensch ist einfach sozusagen
derjenige, der sein eigenes Schicksal, sein zeitliches in hier und jetzt
bestimmt. Aber es gibt kein jüngstes Gericht,
wozu wir auferstehen. Und diese Einstellung, die zeigt
sich dann auch im Umgang mit den Römern. Ja, sie wollten sich
einfach gutstellen mit den Heiden, weil es ihnen einfach um das
jetzige Leben geht. Und sie hatten Macht. Sie waren
sozusagen die Tempel-Elite. Und wenn wir dann weiterlesen,
wenn ihr mal schaut, ab Vers 5, wie es dann weitergeht. Es
geschah aber am folgenden Tag, dass die Obersten und die Ältesten
und die Schriftgelehrten sich in Jerusalem versammelten und
Annas der Hohenpriester und Kaiaphas und Johannes und Alexander und
so viele vom hohen priesterlichen Geschlecht waren, Wir haben jetzt
nicht die Zeit, werden wir vielleicht ein anderes Mal machen, aber
wie korrupt diese Familienbande der Hohenpriester war, ist unglaublich. Und die? Die kommen zusammen. Sie sind gegen die Apostel und
die Verkündigung. Warum denn? Schaut mal. Vers 1. Während sie aber zu dem
Volk redeten, traten die Priester und der Hauptmann des Tempels
und die Sadduizäer auf sie zu, weil es sie verdross. Verdross! Das heißt, die religiöse
und die politische Führung samt der Polizei stoppen die Apostel
zu predigen und sie unterbrechen sie. Warum? Weil es sie verdross. Es ärgerte sie. Leute, es muss uns nicht verwundern,
wenn durch die gesamte Kirchengeschichte hindurch, und auch heute noch,
es gerade die religiöse, die politische Obrigkeit ist, die
sich gegen die wahren Christen stellen und gegen das Wort Gottes. Es war schon immer so. Sie haben
ja die Macht. Sie können ja durchgreifen. Sie
können festnehmen. Sie können Strafen erlassen. Und häufig
gehen Staat und dann staatlich akzeptierte Religionen, sozusagen
Staatsreligionen, Hand in Hand und arbeiten gemeinsam gegen
das Wort Gottes und gegen wahre Christen. Und wie viele Leute
sind so naiv und so blauäugig, dass, wenn es den Staat angeht,
sie das gar nicht erwarten. Das Problem ist Geschichtsvergessenheit. Darum bringt euren Kindern Geschichte
bei. Lehrt sie, was geschehen ist
auf dieser Erde und auch in unserem Land. Wir vergessen so schnell. Allein was zu Corona-Zeit passiert
ist, schon vergessen. Denkt keiner mehr drüber nach.
Als ob das alles gar nicht passiert ist. Manche sind so verblendet
und hocken so viel vor der Glotze, dass es sie wirklich überrascht,
wenn der Staat oder die Staatskirche, die Großkirchen böse Dinge tun. Das erwarten sie gar nicht. Dabei
ist es durch die gesamte Geschichte hindurch so gewesen. Wir können
anfangen im Römischen Reich bis heute. In der alten Kirche sprach
man von ungefähr zehn Christenverfolgungen, die es gab zu der römischen Zeit. Und das ist wirklich interessant
zu studieren, wie der Staat die Christen verfolgt hat. Für die Schwestern, ich habe
schon mal von Blondina von Lyon, einer wahren Heldin gesprochen.
Wenn ihr mal Zeit habt, beschäftigt euch mit Blondina von Lyon, eine
Märtyrerin, wie sie sich der Obrigkeit entgegengestellt hat,
was sie erlitten hat für ihren Glauben und wie sie als Märtyrerin
gestorben ist, eine wahre Heldin. Oder die Zeit reicht doch gar
nicht aus, um zu sprechen von der Verfolgung unter dem Islam. Oder den Staatskirchen wie die
katholische Kirche oder der anglikanischen Kirche. Was die Puritaner erlebt
haben oder die Huguenotten oder welche Verfolgung es gab unter
den Kommunismus oder den Nationalsozialismus. Und wir brauchen ja gar nicht
in die Vergangenheit schauen, sondern einfach aktuell die Gruppe,
die statistisch am meisten auf der Welt verfolgt wird, sind
die Christen. Das heißt, weltweit redet man
aktuell von 365 Millionen Christen, die in 78 Ländern der Welt wegen
ihres Glaubens diskriminiert und verfolgt werden. Kannst du
dir das vorstellen? Das ist unglaublich. Zur Verfolgung
gehört also soziale Ausgrenzung, Hass und Hetze, Benachteiligung,
Unterdrückung, Versammlung, Gottesdienstverbote, Missionsverbote, Verhaftungen,
Enteignungen, Vertreibungen, körperliche Gewalt, Vergewaltigung,
Mordanschläge, Massaker. Etwas, was passiert täglich auf
unserem Planeten. Und in den meisten Fällen geht
die Gewalt von denen aus, die die Macht dazu haben, die Obrigkeit. Die politische und religiöse
Obrigkeit. Islam, Kommunismus, Atheismus,
Hinduismus, Buddhismus oder wenn wir reden von dem ach so toleranten
Staat, säkulare Staaten, westlichen Staaten. Es wird immer mehr Stimmung
gemacht. Und wenn die Stimmung auch schon
von oben gemacht wird, dann geht das natürlich in die Familien,
die sozialen Umfeld, im Freundeskreis und all das. Wir dürfen nicht
naiv sein. Bei den ersten Baptisten, die
wir hatten in Deutschland, war es vor allem die Stadt Hamburg,
die gegen die erste Baptistengemeinde Deutschlands gekämpft hat. Denn
da war die Gemeinde. Die städtische Obrigkeit, aber
auch die religiöse Führung. Es hat ihnen nicht gefallen,
dass da plötzlich Menschen getauft werden. Durch Untertauchen. Der Polizeichef war ein erklärter
Feind der Baptisten. Ein erbitterter Feind, der hat
gesagt, solange er seinen kleinen Finger noch bewegen wird, wird
er kämpfen gegen diese Baptisten. Verwundert euch nicht. Es war
immer schon so, dass die Verfolgung von Christen vor allem von der
staatlichen und religiösen Obrigkeit ausgeht. Aber warum denn diese
Wut auf Christen überhaupt? Und das führt uns zu der zweiten
Lektion. Christenverfolgung geschieht,
weil die Christen die Ideologie der Obersten angreifen. Nochmal
Vers 1 und Vers 2. Während sie aber zu dem Volk
redeten, traten die Priester und der Hauptmann des Tempels
und die Sadduzea auf sie zu, weil es sie verdross, dass sie
das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten
verkündigten. Es verdross sie. Sie empörten sich. Es war wirklich
ärgerlich. Sie waren aufgebracht. Sie waren
wütend. Was macht sie denn so wütend?
Zwei Dinge. Weil es sie verdross, dass sie
das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten
verkündigen. Warum sind sie wütend? Erstens,
weil sie das Volk lehrten, zweitens, weil sie die Auferstehung aus
den Toten in Jesus verkündigten. Also was stört die Obrigkeit? Erstens, wenn man das Volk lehrt. Warum stört es die Obrigkeit,
wenn man das Volk lehrt? Weil sie das Volk lehren wollen. Sie wollen kontrollieren, was
die Leute denken. Sie wollen die Weltanschauung
ihrer Bürger bestimmen. Sie wollen die Herrschaft über
die Lehre, über das Denken, Und selbst da, wie in unserem
Land, wo doch Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit herrscht, so
sagt man, sehen wir doch, dass alles voller Ideologie ist und
mehr und mehr es um ein Weltbild geht, das du teilen musst und
wehe, du teilst es nicht. In Jerusalem fürchteten sie sich
vor einer Sache, nämlich, dass die Lehre der Christen sich verbreitet
unter dem Volk. Darum, wenn wir lesen, Apostelgeschichte
5, Vers 28, da heißt es, wir haben euch streng geboten, in
diesem Namen nicht zu lehren. Und siehe, ihr habt Jerusalem
mit eurer Lehre erfüllt. Ihr habt die ganze Stadt mit
eurer Lehre erfüllt. Und das war schon immer so, dass
das die Obrigkeit stört. Dieses Denken, das darf sich
nicht verbreiten unter dem Volk, denn dann verlieren wir an Macht.
Denkt einmal an die katholische Kirche, die das Denken kontrolliert
und bestimmt hat, bis dieser eine unbequeme Mönch auftrat
mit seinen 95 Thesen und das verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Wir wollen nicht, dass man so
denkt. Wir wollen die Hoheit über das,
was gelehrt wird. Und so auch heute noch. So auch
heute noch in der islamischen Welt. Denkt daran, wir haben
am Mittwoch gebetet für Marokko. Artikel 220 des marokkanischen
Strafgesetzbuches. Die Erschütterung des Glaubens
eines Moslems steht unter Strafe. Du darfst niemanden, der ein
Moslem ist, in seinem Glauben erschüttern, wehe dir. Oder denkt
an die kommunistischen Länder, wie in Nordkorea. Du darfst bloß
nichts sagen gegen den Staatsglauben. Das muss geglaubt werden, diese
Staatsreligion. Wehe dir, du verschwindest sofort,
wenn du irgendein Kritiker des Staatssystems bist. Das war unter dem Nationalsozialismus
so und auch so in der DDR und auch heute so, in unserer ach
so angeblich freien westlichen Welt, wo wir Cancel Culture haben
und du bloß nicht abweichen darfst von dem Mainstream, von der gängigen
Meinung. Und sie wollen bestimmen, was
wir denken und das fängt mit unseren Kindern an. Denn der Staat entscheidet, was
gut und böse ist. und er will das Denken bestimmen. Ihr Problem ist, wenn man anfängt,
das Volk zu belehren und wenn du wirklich anfängst, Leute zu
erreichen und so war es auch schon im alten römischen Reich,
da lesen wir dann offizielle Dokumente, wo sie darüber schreiben,
wie dieser Aberglaube sich ausbreitet und wie die Regenten das Gefühl
haben, sie verlieren die Kontrolle, diese Leere breitet sich aus. Sie wollen nicht, dass du das
Volk lehrst. Und zweitens, Ärgern sie sich,
weil du ihre Ideologie angreifst? Was war es noch gleich, was die
Saudoizeaner und die Priester ablehnten? Was war noch gleich
ihre Ideologie, die angegriffen wird durch die Lehre der Apostel? Jesus auferstanden aus den Toten?
Das kann nicht sein. Ihr Problem ist nicht einfach
nur Jesus, sondern der Jesus, der offiziell gekreuzigt wurde
unter den Römern und dann auch noch auferstanden. Und damit
sticht man ins Wespennest. Sie lehnen die Auferstehung aus
den Toten entschieden ab. Das macht die Sadduizäer aus. Tote stehen nicht auf. Punkt.
Christen wurden seit jeher verfolgt, weil sie etwas verkündigten,
was gegen die Vorstellung der Obrigkeit ging, was gegen die
Vorstellung der offiziell anerkannten, staatshörigen Staatsreligion
ging. Das heißt, dann drohte Verfolgung,
wenn man Christus so verkündigt hat, dass es gegen die Lügen
und den Irrglauben, gegen die falschen Vorstellungen und Götzen
des Staates und der Mächtigen ging. Dann war man in Gefahr.
Das sehen wir auch heute noch so. Also Meinungsfreiheit gibt
es, solange du ihre Meinung vertrittst. Es war tatsächlich nie einfach
in der Kirchengeschichte so, dass man bloß verfolgt wurde,
weil man Jesus verkündigt hat, wenn wir das Beispiel des römischen
Reiches nehmen. Du hättest einfach sagen können,
ich glaube an Jesus und das wäre kein Problem gewesen für einen
Römer. Solange das ein weiterer Gott
ist neben den vielen. Aber Christen wurden offiziell
als Atheisten gesehen. Warum? Weil sie all die Götter
Roms ablehnten. Und weil sie den Kaiser nicht
als Kyrios anbeten wollten, nicht als Herr und Erlöser, sondern
einzig und allein Christus. Christus hat einen Absolutheitsanspruch. Und damit bedroht man den Pax
Deorum, den Frieden mit den Göttern und den Pax Romana, den Frieden
Roms. Du bist ein Staatsfeind. Du bist
asozial. Du ziehst dich zurück aus der
Gesellschaft. Du betest sowieso einen Mann
an, der als Rebell hingerichtet wurde und dann stehst du generell
unter Generalverdacht, dass du den Staat Roms irgendwie zersetzen
willst, das Staatswesen. Du hast einen Aberglauben, der
gefährlich ist, eine Fremdkultur und Christen wurden verurteilt
als Feinde aller Menschen. Als Nero sie als lebendige Fackeln
verbrannt hat in seinem Garten, da wurden sie verurteilt als
Feinde aller Menschen. Versteht ihr? Es ging nicht einfach
darum, dass sie Jesus verkündigt haben, sondern dass sie Jesus
verkündigt haben und damit all das angegriffen haben, wofür
Rom stand. Nämlich, dass der Kaiser Gott
ist. und dass alle sich beugen sollen vor ihm. Dieses Klima, dass die Christen
die Feinde aller Menschen sind, wird auch geschürt in unseren
Tagen, in der Politik und in den Medien. Dass wir letztendlich
Menschenhasser, Menschenfeinde sind. Ihr hasst Frauen! Ach, die dürfen bei euch keine
Pastorinnen werden? Ihr seid patriarchalisch. Ihr
seid frauenfeindlich. Frauen sollen sich unterordnen.
Sie sind also weniger wert als Männer? Ihr seid Frauen verachtend. Außerdem seid ihr Frauen verachtend,
weil ihr gegen die Selbstbestimmung seid. Ob man ein Kind zur Welt
bringt oder es umbringt im Mutterleib. Ihr hasst Homosexuelle. Ihr hasst Menschen, die ihr Geschlecht
wechseln wollen. Ihr hasst sowieso die ganze Welt,
weil ihr beim Klimawahn nicht mitmacht und so weiter und so
fort. Warum? Weil wir einfach verkündigen
und glauben, was hier geschrieben steht in Gottes Wort. Einfach
das. Nein, wir sind nicht durch Evolution
entstanden. Nein, es gibt nicht mehr als
zwei Geschlechter. Nein, die Ehe ist zwischen Mann
und Frau allein. Und nein, Abtreibung ist kein
Menschenrecht, sondern nichts anderes als Menschenmord. Und nein, bei diesem Klimawandel
können wir nicht mitmachen. Denn er hat gesagt, es wird weder
aufhören, Saat noch Ernte. Er hat gesagt, dass er diese
Welt erhält, bis er kommt. Und dann sind da diese Obersten
und die Großkirchen und sie sind empört über unser rückständiges
Weltbild und sie knirschen mit den Zähnen und ballen die Faust
und sagen, es ist Hassrede, es ist Hetze, der Verfassungsschutz
muss her. Warum? Weil wir ihre Ideologie,
ihr Weltbild angreifen. Nicht wir, sondern Gottes Wort. Wir verkündigen einfach nur,
was da steht. Und darum, es ist so einfach,
es ist so einfach und so leicht, dass du Christenverfolgung entgehen
kannst. Du musst einfach nur schweigen,
was diese Dinge angeht. Das ist alles. Die Dinge, von
denen du genau weißt, dass sie ein rotes Tuch sind und für Ärger
sorgen, einfach nichts dazu sagen. Einfach den Mund halten. Im Falle
der Apostel, Wir können ja Jesus verkündigen, aber das mit der
Auferstehung, das lassen wir mal weg. Wir wissen ja sowieso,
dass die Sadduäzeer ein Problem damit haben. Wir in unserem Fall
kommen das mit der ganzen Schöpfungsordnung, das ganze Buch Genesis, der Anfang,
lassen wir einfach mal. Wir müssen ja nicht sagen darüber,
dass Gott uns gemacht hat, Zweigeschlechter, Ehe, Mann und Frau und all das,
weil das macht ja nicht den Zentrum unserer Lehre aus. Das Kreuz,
Jesus ist das Zentrum, den Rest, den können wir doch einfach mal
weglassen, oder? Wenn es Probleme bringt. Ein
Zitat, das Luther zugeschrieben wird, aber wohl nicht von ihm
stammt, aber wirklich so wichtig und richtig ist, habe ich euch
schon einmal vorgelesen. Da heißt es, wenn ich mit der
lautesten Stimme und klarsten Auslegung jeden Teil des Wortes
Gottes bekenne, außer genau dem kleinen Punkt, den die Welt und
der Teufel in diesem Augenblick angreifen, dann bekenne ich Christus
nicht, wie Künig ihn auch bekennen mag. Wo die Schlacht tobt, da
beweist sich der treue Soldat, und in allen anderen Fronten
standhaft zu sein, ist bloße Flucht und Schande, wenn er an
diesem Punkt zurückweicht." Zitat Ende. Hast du das verstanden? Du kannst noch so laut rufen
und meinen, dass du den christlichen Glauben verteidigst und dafür
einstehst, wenn du genau bei dem Punkt, wo du weißt, dass
es Ärger gibt, zurückhältst. Man sagt bloß nicht. Dann bist du nicht treu. Der Satan greift in jeder Generation
bei bestimmten Punkten an und du weißt ganz genau, das ist
das Wespennest. Und wenn ich das anspreche, dann
lande ich sozusagen auf dem Scheiterhaufen. Es wäre so einfach, allem Ärger
aus dem Weg zu gehen, wenn man einfach den Mund hält und ihre
Ideologie nicht angreift. Die Christenverfolgung kommt
daher vor allem von der Obrigkeit, von denen die in Macht sind,
religiös und staatlich. Aber ihre Wut kommt daher, dass
man das Volk lehrt und ihre Ideologie angreift, denn die ist hochheilig
für sie. Jeder muss so denken wie sie. Drittens, Christenverfolgung
hat zum Ziel, dass wir Christen schweigen, dass wir mundtot gemacht
werden. Noch einmal Abfass 1. Während
sie aber zu dem Volk redeten, traten die Priester und der Hauptmann
des Tempels und die Sadduzeer auf sie zu, weil es sie verdross,
dass sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus
den Toten verkündigten. Und sie legten die Hände an sie
und setzten sie in Gewahrsam bis zum folgenden Tag, denn es
war schon Abend. Was will man machen? Man möchte
die Apostel mundtot machen. Wie? Mit der Tempelpolizei. Der
Hauptmann greift ein, man packt sie, man führt sie ab, man setzt
sie in Gewahrsam. Über Nacht bleiben sie im Gefängnis.
Kurzum, gewaltsame Unterdrückung, Freiheitsentzug. Man will die
Predigt einfach beenden. Keine Diskussion, keine Debatte
vor dem Volk und auch kein Bitten, einfach aufzuhören, sondern einfach
Anwendung körperlicher Gewalt. Sie legen die Hände an sie und
sie bringen sie zum Schweigen. Und das alles natürlich um die
Apostel und alle Zuhörer einzuschüchtern. Öffentlich. Demonstrativ. Vor allem festgenommen. Welche
Signale soll das wohl senden? Mit uns legst du dich besser
nicht an. Das lässt du besser. Du wirst
eingeschüchtert. Das passiert aktuell an vielen,
vielen Orten unserer Welt. Und bei uns ist es noch nicht
lange her. Und ich möchte euch konkret ein Beispiel geben, das
gerne vergessen wird und es ist ein riesiger Skandal in unserem
Land, in Deutschland, dass das noch nicht aufgearbeitet wurde
und dass es noch keine Konsequenzen dafür gab. Es ist noch nicht lange her,
da gab es die DDR. Die, die älter sind, von euch
erinnern sich. In der DDR gab es sowieso schon
viele Einschränkungen, wie Reisefreiheit und so weiter. Du konntest nicht
einfach ausreisen. Aber als Christ konnte es dann
für dich besonders schwierig werden. Von klein auf an. Von klein auf an versuchte der
Staat alles, um die Kinder zum Kommunismus, zum Atheismus zu
erziehen. Es gab viele Programme, die du
durchlaufen musstest und der Staat hat alles versucht, seine
Ideologie auf dich anzuwenden, dass du ein treuer Staatsbürger
bist, der nichts infrage stellt in diesem Staatswesen. Propaganda
überall. Wir können uns das kaum vorstellen.
Aber was ist mit denen, die bei diesem Denken nicht mitmachen
können, die nicht Atheisten sein können, sondern die Jesus Christus
als Herrn sehen und ihn verherrlichen wollen mit ihrem Leben? Was ist,
wenn du Gott wirklich dienen wolltest? Ich meine nicht einfach
ein Namenschrist bist, sondern jemand, der wirklich glaubt an
Christus und ihn wirklich bekennt vor der Welt. Du wurdest schon in der Schule
benachteiligt. Egal wie fleißig du warst, egal
wie gute Zensuren du schreiben könntest, du durftest einfach
kein Abitur machen. Du wurdest auch zum Studium einfach
nicht zugelassen. Weil du Christ warst. Da einfach
gesagt wurdest, du passt nicht zu diesen gesellschaftlichen
Anforderungen. Du hast enorme Benachteiligung erlebt, was deine
Karriere angeht und du standest immer unter Generalverdacht,
ein Staatsfeind zu sein, ein Systemkritiker. Du wurdest bespitzelt,
abgehört, deine Briefe wurden geöffnet und so weiter. Und so
manch andere Dinge passierten, wie dass es sein kann, dass die
Schrauben von deinem Autoreifen einfach mal gelöst wurden. Und
ich sage euch, dass es ein großer und gewaltiger Skandal in unserem
Land ist, dass die Menschen, die das damals getan haben, viele
von denen heute noch am Leben sind und heute noch für den Staat
in irgendwelchen anderen Positionen arbeiten und es ist nichts passiert. Es wurde nie aufgearbeitet. Es
hat nie Konsequenzen gegeben. Die Uni in Jena vor ein paar
Jahren hat mal gesagt, sie wollen das gerne offiziell untersuchen.
Aber ich sage euch, noch nie wurde das gründlich und umfassend
aufgearbeitet. Es ist ein Skandal großen Ausmaßes. Verschleierung und Vertuschung
und die Verantwortlichen sind fein raus und werden nicht bestraft. Versteht ihr, wie es funktioniert? Druck ausüben. Mund tot machen. Wenn du in der DDR gelebt hättest,
sag mir doch. Du kannst kein Abi machen. Du
kannst nicht studieren gehen. Würdest du das mitmachen? Würdest du einknicken? Willst du rund um die Uhr abgehört
werden und keine Privatsphäre mehr haben? Aufpassen auf jedes
Wort, das du reden musst. Wenn du eh schon das Land nicht
verlassen kannst, weil du diese eingeschränkte Reisefreiheit
hast. Was würdest du tun? Wer ist dir
das wert? Und ihr wisst alle ganz genau,
dass wir uns mehr und mehr, Gott sei Dank gibt es jetzt auch schon
Gegenstimmen, aber mehr und mehr bewegen wir uns dazu hin, dass
der Staat diese totalitären Anfälle hat, wo er meint, alles kontrollieren
und alles einschränken zu müssen, wie auf Social Media und so weiter
und es im Grunde keine Meinungsfreiheit mehr geben soll. Und man fragt
dich bei deinen Jobinterviews, egal was du machst, und wie stehst
du zu Diversität? Und wenn du gewisse Dinge nicht
mitmachen kannst, dann wirst du halt keinen Arbeitsplatz haben
bei ihnen. Und mittlerweile müssen irgendwelche
Fußballer, die Fußball spielen, irgendwas unterschreiben wegen
Diversität. Wo sind wir denn gelandet? Was
ist das? Jeder muss so denken, jeder muss
mitmachen, jeder muss es feiern. Und? In unserem Land haben wir
doch den Fall, wo ein Prediger zum Schweigen gebracht werden
sollte. Olaf Latzel. Pfarrer Olaf Latzel. Und wer hat da mitgemacht? Ja,
es ist die Kirche, also Religion. Es ist der Staat. Er muss mundtot gemacht werden.
Und sie haben es geschafft. Nein, es war kein Sieg. Pfarrer
Olaf Latzel musste 5.000 Euro spenden an einen Queer-Verein.
Und ich sage euch, ein Christ sollte lieber sterben, als nur
einen Euro an sie zu überweisen. Das ist nur einen Euro. Der Druck, er wird ausgeübt. Warum gibt es denn zur Zeit keine
Verfolgung in diesem Ausmaß, wie wir es haben in der Vergangenheit
und vielleicht woanders auf der Welt? Ganz einfach, weil wir
das Volk nicht mehr so lehren. Weil wir sie gar nicht erreichen.
Weil wir unseren Mund gar nicht aufmachen. Wir erfüllen die Stadt
gar nicht so mit unserer Lehre. Und wir verkündigen Christus
gar nicht so offen und furchtlos, dass die Ideologien dieses Staates
dadurch sich angegriffen fühlen. Man muss uns ja gar nicht mundtot
machen, wenn wir den Mund eh nicht aufmachen. Man muss uns
gar nicht zum Schweigen bringen, wenn wir doch sowieso schweigen. Ist es nicht so. Viertens. Christenverfolgung
ist niemals erfolgreich. Christenverfolgung ist niemals
erfolgreich. Vers 4. Viele aber von denen,
die das Wort gehört hatten, glaubten. Und die Zahl der Männer wurde
etwa 5.000. Das Wort Gottes richtet immer
aus, wozu Gott es gesandt hat. Während die Obrigkeit sich ärgerte,
glaubten viele. Obwohl die Apostel festgenommen
wurden, schreckte das viele nicht ab. Im Gegenteil, sie kamen zum
Glauben. Was passiert im Volk? Sie glaubten
das Wort, das sie gehört hatten. Und die Gemeinde wuchs auf über
5.000, denn hier heißt es Männer. Das heißt, Zusätzlich zu den
3.000 kamen noch 2.000 Männer hinzu. Die Frauen werden hier
nicht mal mitgerechnet, sodass wir davon ausgehen können, dass
es noch viele Tausende mehr waren. Können wir uns das vorstellen?
Wie die Gemeinde förmlich explodiert ist an Mitgliederzahlen? Und eigentlich müsste es doch
hier heißen, sie aber wurden festgenommen und die Gemeinde
schrumpfte von 3.000 auf 300. Das müssten wir erwarten, dass
das hier steht. Genau das Gegenteil geschieht,
denn so ist es. Gottes Wort ist absolut unaufhaltsam. Kein Diktator, kein Tyrann, keine
ach so geblich fortschrittliche Demokratie und kein säkularer
Staat kann das Christentum aufhalten. Es ist unmöglich. Das Wort Gottes
zieht siegreich durch unsere Welt und es ist unaufhaltsam. Du kannst die Apostel festnehmen,
aber du kannst Gottes Wort nicht festnehmen. Paulus sagt das in
2. Timotheus 2, Vers 9. Er sagt,
ich leide Trübsal bis zu Fesseln wie ein Übeltäter. Ich bin in
Ketten gelegt als Übeltäter, aber das Wort Gottes ist nicht
gebunden. Das Wort Gottes kannst du nicht
in Ketten legen. Niemand kann es in Gewahrsam
nehmen. Es aufhalten oder stoppen. Es läuft. Es ist ein Triumphzug
und richtet alles aus, wozu Gott es gesandt hat. Töte die Prediger und es werden
immer neue aufstehen. der wie es Tertullian in der
frühen Kirche gesagt hat, hat gesagt, wir werden jedes Mal
zahlreicher, so oft wir von euch niedergemäht werden, denn ein
Same ist das Blut der Christen oder ein Same ist das Blut der
Märtyrer. Immer, seit jeher, konnte der
Gemeinde nicht geschadet werden, wenn sie angegriffen wird. Im
Gegenteil. Gerade deshalb haben Menschen
zum Glauben gefunden. wenn die Christen im Kolosseum
vor den wilden Tieren zerfleischt wurden, hingerichtet wurden. Menschen im Kolosseum sind zum
Glauben gekommen. Weil sie, wie so eine Blondina
von Lyon, sie gesehen haben. Das ist eine Frau, die wirklich
an etwas glaubt. Nicht so wie wir. Diese hat eine
Hoffnung, die über das Leben und Sterben hinausgeht. Diese
kennt den lebendigen Gott. Versteht ihr? Du kannst das Christentum
nicht aufhalten. Du kannst das Wort Gottes nicht
stoppen. Er wird die Menschen retten. Er wird die Gemeinde wachsen
lassen. Er wird, egal was auch immer
sich in den Weg stellt, er wird triumphieren. Denn die Pforten
der Hölle, die Pforten des Todesreiches, sie werden die Gemeinde nicht
überwinden. Und nun fünftens und letztens,
Christenverfolgung und du. Was ist mit dir? Wie hättest du reagiert? Zunächst
einmal lass uns das fragen. Wie hättest du reagiert an diesem
Tage dort in der Volksmenge? Weil wir sehen hier zwei grundverschiedene
Reaktionen. Bei den Saddulzean ist es Empörung
und bei den anderen ist es Glaube. Was trifft auf dich zu? Wenn
du schon mal auf der Autobahn gefahren bist, dann hast du das
vielleicht schon mal erlebt, dass irgendwann so eine Spurentrennung
kommt. Du fährst auf einer Spur und
plötzlich trennt sich das und du musst dich jetzt entscheiden,
ob links oder rechts. Und so ist es mit Christus. Du musst dich entscheiden. Es gibt keine Neutralität, keinen
Zwischenweg. Du musst dich jetzt entscheiden.
Empörst du dich darüber, dass Jesus, der Christus ist, der
einzige Herr und Erlöser, der König aller Könige und der Herr
aller Herren, der Einzige, der dich erlösen kann von deiner
Schuld, empörst du dich darüber oder unterwürfst du dich? Unterstellst du dich ihm, indem
du ihn liebst, indem du ihn anrufst, indem du gerettet wirst und endlich
zur Gemeinde hinzugetan wirst? zu der Gemeinde der Gläubigen,
zu der Gemeinde Jesu Christi. Welche Reaktion ist bei dir zu
finden, heute, jetzt, in diesem Moment? Und wenn du zu der Gruppe der
Gläubigen gehörst, dann musst du wissen, du musst unbedingt
wissen, dass die Geschichte der christlichen Kirche immer auch
eine Geschichte der Christenverfolgung war. Immer. Und Christenfeindlichkeit hat
das Christentum niemals gestoppt. Im Gegenteil. Die leidende Kirche
war seit jeher und immer die triumphierende Kirche. Sie ist
unaufhaltsam. Aber wie ist das mit dir? Also
wenn man die Gemeinde Jesu im Ganzen nicht besiegen kann, so
stehst du doch dennoch auch als Einzelperson da. Und? Ich hatte ja vorher erzählt,
dass der Hebräerbrief ja geschrieben wurde an jüdische Christen, die
erst Jesus nachgefolgt sind. Und dann gab es aber Ärger eben
auch von den Sadduizäern und den Priestern und all das. Und
dann hat es wirklich was gekostet, Jesus nachzufolgen. Und der Gedanke
war da, komm, lass uns doch einfach zurückgehen in das alte Judentum. Wieder zum Tempel, wieder zu
den Priestern, wieder die Opfer und all das mit Jesus, das lassen
wir einfach. Wie würdest du reagieren? Jesus
sprach ja einst dieses Gleichnis von diesem vierfachen Boden und
da wird auch gestreut auf den Weg und er sagt, diese haben
keine Wurzel in sich, sondern die sind nur für eine kurze Zeit
da. Wenn nun Drangsal entsteht, also
Bedrängnis entsteht oder Verfolgung um des Wortes willen, nehmen
sie sogleich Anstoß. Man ärgert sich, man fällt ab
vom Glauben. Warum? weil es Leiden bedeutet. Wie ist das mit dir? Du erlebst jetzt vielleicht aktuell
keine richtige Verfolgung. Die Frage ist aber auch, bereitest
du dich innerlich darauf vor oder hast du diese innere Einstellung,
dass du bereit sein willst, zu leiden für Christus, wenn nötig?
Also diese innere, entschlossene Bereitschaft, die Bereitwilligkeit,
mit großer Freude für Christus zu leiden, und nicht dich loszusagen
von ihm, auch wenn es dich viel kostet. Wie kann ich mich denn innerlich
darauf vorbereiten? Also die Puritaner haben ziemlich
viel darüber nachgedacht. John Flavel hat ein Buch darüber
geschrieben, Preparation for Suffering, also Vorbereitung
für das Leiden, und er nennt gleich zu Beginn ein Beispiel
von einem Mann, der wirklich vorbereitet war, John Bradford,
ein englischer Märtyrer aus dem 16. Jahrhundert. Ihm wurde die
Nachricht überbracht, die lautete, oh Herr Bradford, Ich bringe
Ihnen eine schwere Botschaft. Morgen müssen Sie verbrannt werden. John Bradford nahm seinen Hut
ab, schaute zum Himmel empor und sagte, O Herr, ich danke
dir dafür. Ich habe dich schon eine lange
Zeit kommen sehen, und es kommt nicht plötzlich auf mich. Möge der Herr mich würdig dafür
machen. Flavel sagt, Bradford war vorbereitet. Und er schreibt dieses Buch,
um klarzumachen, wie wichtig es ist, dass wir vorbereitet
sind. Ich gebe zu, dass das ein sehr
merkwürdiger und fremdartiger Gedanke ist für die meisten Christen
in Deutschland. Aber wir wissen doch nicht, was
geschieht. Der rumänische Pfarrer, ein Deutsch-Jude mit Namen Richard
Wurmbrand, viele haben schon von ihm gehört, von 1948 bis
1964 wurde er von den Kommunisten verfolgt, also 14 Jahre lang
war er im Gefängnis unter Folter, drei Jahre lang auch in Einzelhaft
in so einem unterirdischen Kerker ohne Sonnenlicht, ohne Geräusche
von der Außenwelt und so weiter. Und tausende christliche Führer
in Rumänien Sie gaben einfach Stalin die Ehre und sahen ihn
als Vorbild und Held, als Befreier. Aber nicht dieser Wurmrand. Er schreibt Folgendes, er sagt,
wie sollten wir mit Folter umgehen? Werden wir sie ertragen? Wenn
ich sie nicht ertrage, dann bringe ich weitere 50 oder 60 Männer
ins Gefängnis, die ich kenne. Denn das ist ja, was die Kommunisten
von mir wollen, dass ich die Menschen um mich herum verrate.
Und hier zeigt sich, wie wichtig es ist, jetzt damit zu beginnen,
um uns auf Leiden vorzubereiten. Wenn die Kommunisten dich bereits
ins Gefängnis geworfen haben, ist es schwierig, sich erst dann
darauf vorzubereiten." Zitat Ende. Sind wir vorbereitet? Also indem wir überhaupt darüber
nachsinnen, nachdenken, dass das sein könnte, dass ich leide?
Indem ich jetzt schon daran arbeite, durch die Gnade Gottes Christus
so zu lieben, dass er mir wichtiger ist als alles andere, als sogar
mein eigenes Leben? Indem ich jetzt schon bete und
flehe und bekenne, dass ich aus eigener Kraft nicht eine Minute
aushalte unter Verfolgung? und dass er mir seine Gnade geben
muss, dass er mir seinen Geist geben muss, dass ich es ertrage. Und, ganz wichtig, indem ich
jetzt schon diese kleinen Gelegenheiten, die Gott dir gibt, dass ich diese
nutze, anstatt Kompromisse einzugehen. Achte mal auf dein Verhalten. Also du weißt, du kannst Verfolgung
ganz einfach aus dem Weg gehen, einfach durch einen Kompromiss.
Was machst du denn jetzt schon, in so kleinen Situationen, wo
du wüsstest, du könntest was sagen, aber wenn du jetzt was
sagst, dann bringt das halt Ärger. Was denn für Ärger in unserem
Land? Ja, so böse Blicke, vielleicht wirst du verlästert, vielleicht
hast du dann halt eine schlecht gelaunte Familie und all das. Und wenn du das schon nicht ertragen
willst, wenn du da schon Kompromisse eingehst und da schon schweigst,
Wie willst du echte Verfolgung durchstehen? Achte darauf, ob
du Christus mutig bekennst, schon in diesen kleinen Angelegenheiten. Die ersten Baptisten in Deutschland,
die konnten nicht einfach so entspannt zum Gottesdienst gehen
wie wir. Also ich habe ja schon erzählt,
der Polizeichef war gegen sie. Sie wurden auf dem Weg zum Gottesdienst
mit Unrat oder auch mit Stein beworfen. Die Bevölkerung, die
Verwandten und Bekannten, sie blickten mit großer Verachtung
auf. Sie sind alles Sektenmitglieder. Sie wurden verspottet und gemieden
wie Aussätzige. Zeitung, die Zeitung brachten
Artikel über sie raus mit den gröbsten Schmähungen und Lügen
und Karikaturen. Einige haben ihre Jobs verloren.
Eine Lehrerin zum Beispiel im öffentlichen Dienst dort in der
Schule wurde ihres Amtes enthoben. Sie konnten nicht mal in Ruhe
taufen, das mussten sie nachts machen und selbst dort wurden
sie gestört von der Polizei und ihre Gottesdienste wurden gestürmt
und so weiter. Geldstrafen, Enteignungen, körperliche
Übergriffe, Gefängnis. Jeder, der sich als Erwachsener
taufen ließ, musste damit rechnen, zu leiden und vieles zu verlieren.
Das wusste jeder Baptist. Und der Gründer der deutschen
Baptisten, Johann Gerd Onken, war da noch einmal im Gefängnis
in Hamburg. Und dort sagt er, hier mit Jesus
zu leiden, hier ihm in der Schmach zu folgen, das ist unser Los. Daraufhin ließen wir uns auch
in seinem Tod taufen. Wehe uns, wenn die Welt uns liebte,
denn wohnt der Heiland in uns. So kann sie uns nur hassen, denn
sie hasst ja ihn. Zitat Ende. Hast du jemals über
deine Taufe so nachgedacht? dass das nicht nur bedeutet,
du bist dann im alten Leben gestorben, sondern dass das auch bedeutet,
du stirbst mit Christus und leidest mit ihm? Und Achtung nun, ganz wichtig. Wie sah der Widerstand der Christen
aus an diesem Tag in Jerusalem? Überlegt mal, da waren jetzt
5.000 Männer. Ist das nicht schon eine Macht? Sind das nicht schon ziemlich
viele? Es hätte doch jetzt so einen
gewaltsamen Aufstand geben können, oder? Auf zu den Waffen, Brüdern! Das lassen wir nicht zu, dass
unsere Apostel hier festgenommen werden. Keiner. Keiner greift zu den Waffen. Sie alle bleiben friedlich. Es ist gewaltloser Widerstand. Sie sehen, wie ihre Führer ins
Gefängnis geführt werden und die Apostel, sie wehren sich
nicht. Sie rufen nicht die Gemeinde
auf, zum Schwer zu greifen, wie der Apostel Petrus das einst
getan hat, um den Herrn Jesus zu verteidigen. Die Christen
sind friedlich. Die einzige Waffe, die wir einsetzen,
ist nichts anderes als das Wort des lebendigen Gottes. Das ist unsere Waffe. Das allein. Und darum sagt Onken, der Gründer
der Deutschen Baptisten, auch folgendes. Wir haben nur eine
Waffe. Und das ist das gute alte Buch,
das Schwert des Geistes. Und eine andere Waffe hat in
unseren Augen gar keinen Wert. Das Wort des lebendigen Gottes
ist der Grund, worauf wir stehen und stehen wollen. Bleiben wir
nur auf diesem bewährten Grunde, folgen wir nur Gottes Wort und
dem Geiste des Wortes, dann ist uns der Sieg gewiss. Wir kennen
keine Gefahr außer uns. Unsere Gefahren können nur von
innen kommen. Sollen unsere Gemeinden vernichtet
werden, so kann es nur durch ein Mittel geschehen. Die Bibeln
müssen auf unseren Märkten verbrannt und aus der Welt geschafft werden. Aber solange Gottes Wort in unseren
Händen liegt, solange haben wir Wehr und Waffe, wodurch es uns
gelingen muss, Und als seine Gemeinde, Christi, bleiben wir
nur bei dem Wort. Ist uns hier nichts zu klein
und zu bedeutungslos, so werden wir die gesunde Stellung, die
wir eingenommen haben, behaupten zur Ehre und zur Verherrlichung
des großen Gottes." Nein, wir wenden keine Gewalt an. zur Verbreitung unseres Glaubens,
sondern einfach nur die gute Lehre. Wir verkündigen das Wort. Und wenn wir leiden, dann leiden
wir. Wie der Apostle sagt in 1. Korinther
4, werden wir geschmät, so segnen wir. Werden wir verfolgt, so
erdulden wir es. Und werden wir gelästert, so
leisten wir Fürbitte. Wie kann das sein? Wie kann ein Christ, wie können
diese Christen in Jerusalem und wie können wir heute und all
die Christen, die verfolgt werden und getötet werden, wie können
sie so friedlich bleiben und sogar solches Leiden auf sich
nehmen und sogar sterben? Warum müssen wir uns nicht fürchten?
Was haben die Apostel noch gleich gepredigt in Jerusalem? Vers
2, weil es sie verdross, dass sie das Volk lehrten und in Jesus
die Auferstehung aus den Toten verkündigten. Wir haben Jesus
Christus, den Sohn Gottes, der für unsere Sünde starb, am Kreuz
auferstand, am dritten Tag und sitzt zur Rechten Gottes, dem
alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden, und er lebt und
er herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er selbst ist die Auferstehung
und das Leben und jeder, der an ihm glaubt, wird leben, selbst
wenn er stirbt. Und er wird uns willkommen heißen
in sein ewiges Königreich der Herrlichkeit in ewiger Glückseligkeit. Das ist genau das, was die Saudizean
nicht wollten, dass es gelehrt wird. Wir müssen den Tod nicht
fürchten. Wir müssen die Menschen nicht
fürchten. Es gibt ein Leben danach. Was
kann ein Mensch uns tun? Was sind all die Schmähungen?
Was sind all die Nachteile? Was ist das Gefängnis und Leiden
und selbst Tod? Weil unser Lohn groß sein wird
im Himmel. Denn wir haben Christus, der
alles für uns vollbracht hat. Und so lasst uns mutige Zeugen
sein. Lasst uns beten für unsere Geschwister,
die jetzt leiden. Lasst uns eintreten in Fürbitte
für sie. Aber lasst uns auch beten, dass
der Herr uns bereit macht, dass wir uns nicht schämen für Christus
und sein Wort vor diesem ehebrecherischen Geschlecht, sondern dass wir
uns bekennen, frei und offen und mutig zu Christus, die ihm
die Ehre sei. Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Achtung, Christenverfolgung!
Series Apostelgeschichte
Eine Auslegungspredigt von Pastor Peter Schild über Apostelgeschichte 4,1-4.
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| Duration | 54:14 |
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| Category | Sunday Service |
| Bible Text | Acts 4:1-4 |
| Language | German |
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